Woran erkennt man zu lange Krallen – und warum das mehr als ein Komfortthema ist
Krallen wachsen kontinuierlich. Wenn sie nicht ausreichend abgenutzt werden, verändert sich nicht nur das Laufgefühl – es steigt auch das Risiko für Verletzungen und Folgeprobleme.
Typische Hinweise sind hörbares „Klackern“ auf harten Böden, ein unsicherer Stand oder ein verändertes Gangbild. Bei manchen Hunden kippt die Pfote leicht, weil die Kralle den Boden zuerst berührt.
Zu lange Krallen können einreißen oder hängen bleiben. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann zu Blutungen und Entzündungen führen – und damit zu einem Tierarztbesuch, der eigentlich vermeidbar gewesen wäre.
Besonders aufmerksam sollte man bei älteren Hunden, Hunden mit wenig Laufleistung, sehr leichten Hunden sowie bei Tieren mit orthopädischen Themen sein: Hier kann eine Fehlbelastung schneller spürbar werden.
Warnsignale, bei denen Handlungsbedarf besteht
- Krallen berühren im Stand den Boden oder drücken den Zeh sichtbar nach oben
- Klackern auf Fliesen/Asphalt, häufiges Wegrutschen
- Lecken an Pfoten, Schonhaltung, Unruhe beim Laufen
- Eingerissene Kralle, Blutspuren oder auffälliger Geruch
- Rötung/Schwellung am Krallenbett
Unsicher, ob ein Tierarztbesuch nötig ist?
Bei Blutung, Einriss, Schwellung oder deutlicher Lahmheit sollte nicht abgewartet werden. Eine Absicherung für ambulante Behandlungen kann helfen, Entscheidungen nach medizinischem Bedarf zu treffen – nicht nach Bauchgefühl beim Preis.