Hund im Rasseprofil

Slowakische Schwarzwildbracke

Die Slowakische Schwarzwildbracke ist eine aus der Slowakei stammende Lauf- und Schweißhunderasse, die vor allem für die Jagd auf Schwarzwild und anderes wehrhaftes Wild gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurlaut und arbeitsfreudig.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLoyalMutigSelbstständig
Ein Hundebesitzer arbeitet entspannt auf dem Sofa mit einem Slowakischen Schwarzwildbracke, während der Laptop eine Versicherungsvergleichsseite anzeigt.
Entspanntes Arbeiten im Wohnzimmer: Ein Hundebesitzer vergleicht Tierkrankenversicherungen.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Slowakei

Größe

Mittel

Schulterhöhe

40-50 cm

Gewicht

15-20 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Dichtes Stockhaar

Farben

Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 244

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Slowakische Schwarzwildbracke

Eine freundliche Tierärztin untersucht eine ruhige Slowakische Schwarzwildbracke mit dem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
Die behutsame Untersuchung in heller Praxisatmosphäre vermittelt Vertrauen und unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger tierärztlicher Versorgung.
Junger Slowakische Schwarzwildbracke Welpe entdeckt neugierig sein neues Zuhause mit weicher Decke und Spielzeug in einer hellen Wohnung.
Ein junger Slowakische Schwarzwildbracke Welpe erkundet behutsam seine neue Umgebung – ein typischer Moment für den Start ins gemeinsame Leben mit der Familie.
Ein Slowakische Schwarzwildbracke Hund mit leichtem Verband an der Pfote liegt ruhig auf einer Decke neben seinem erleichterten Besitzer.
Der Hund erholt sich in ruhiger Umgebung, während sein Besitzer entspannt neben ihm sitzt.

Charakter

Die Slowakische Schwarzwildbracke ist ein ausdauernder, mutiger und arbeitsfreudiger Jagdhund mit starkem Spur- und Jagdwillen. Im vertrauten Umfeld zeigt sie sich meist loyal, aufmerksam und bei guter Auslastung ausgeglichen, verlangt aber eine konsequente Führung sowie viel Bewegung und sinnvolle Beschäftigung.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLoyalMutigSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernfähig und arbeitsbereit, aber nicht immer leichtführig. Die Rasse profitiert von klaren Regeln, jagdhundgerechter Beschäftigung und einer ruhigen, konsequenten Erziehung. Für den Alltag ist ein zuverlässiger Rückruf wegen des oft starken Jagdinteresses besonders anspruchsvoll.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden, vor allem in Form von Aufmerksamkeit und Meldeverhalten. Meist kein klassischer Schutzhundtrieb, aber gegenüber Unbekanntem oft aufmerksam und reserviert.

Jagdtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Die Slowakische Schwarzwildbracke wurde gezielt für die Jagd gezüchtet; Wildgerüche und Bewegungsreize können daher im Alltag stark motivierend wirken.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufbauen. Viele Vertreter sind menschenbezogen und bei Unterforderung oder zu langem Alleinsein anfällig für Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten.

Diese Rasse wurde für die Jagd auf wehrhaftes Wild gezüchtet und bringt daher häufig einen ausgeprägten Jagdtrieb, hohe Belastbarkeit und eine gewisse Eigenständigkeit mit. Ihr Verhalten im Alltag hängt stark von Zuchtlinie, Sozialisierung, Training und tatsächlicher Auslastung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet, wenn sie körperlich und geistig sehr gut ausgelastet wird und die Familie Erfahrung mit aktiven, jagdlich geprägten Hunden hat. In ruhigen, klar strukturierten Haushalten kann sie eine enge Bindung aufbauen. Für Familien mit wenig Zeit, geringem Bewegungsumfang oder Wunsch nach einem unkomplizierten Anfängerhund ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Die Kombination aus hohem Energielevel, Jagdtrieb, Lautfreude und teils eigenständigem Arbeitsverhalten fordert meist Halter mit Erfahrung in Erziehung, Impulskontrolle und sinnvoller Beschäftigung. Engagierte Anfänger mit sehr guter Unterstützung könnten einzelne Hunde gut führen, pauschal anfängergeeignet ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Tägliche ausgedehnte Bewegung, Nasenarbeit und anspruchsvolle Beschäftigung sind wichtig. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Belastung angepasst werden; intensive Arbeit in der Mittagshitze ist zu vermeiden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist robust und für Arbeit im Freien gezüchtet, dennoch hängt die individuelle Verträglichkeit von Kondition, Wetter und Haltungsbedingungen ab.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn Transport, Ruhephasen und Umweltreize früh trainiert werden. Ohne Gewöhnung können Unruhe, Lautäußerungen oder Stress auftreten.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen meist loyal und anhänglich, fremden Menschen gegenüber oft eher aufmerksam bis reserviert. Freundlichkeit ist möglich, sollte aber nicht mit allgemeiner Offenheit verwechselt werden.

Kinder

Mit rücksichtsvollen, hundeerfahren angeleiteten Kindern häufig gut möglich, sofern der Hund ausreichend ausgelastet und gut sozialisiert ist. Wegen Temperament und Arbeitsveranlagung sind Aufsicht und klare Regeln wichtig.

Andere Hunde

Oft grundsätzlich verträglich, besonders bei guter Sozialisierung. Im Einzelfall können jagdliche Erregung, Unsicherheit oder Konkurrenzverhalten das Miteinander beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Hängeohren auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrollieren
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Pfoten nach Jagd- und Waldgängen prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Die Ohren sollten nach feuchten oder schmutzigen Ausflügen besonders sorgfältig überprüft werden.
  • Nach Einsätzen in dichtem Gelände Fell und Haut auf Kletten, Parasiten und kleine Verletzungen kontrollieren.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare und Schmutz besser entfernen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereNaturborstenbürstePfotenhandtuch

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, hochwertige Hundenahrung sollte dem Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau angepasst sein. Als ausdauernder Lauf- und Arbeitshund profitiert die Rasse von einer bedarfsgerechten Energiezufuhr ohne Überfütterung. Futtermenge und Leckerli sollten kontrolliert werden, damit die Körperkondition schlank und leistungsfähig bleibt. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1300 kcal
22 kgInaktiv820 kcal
22 kgNormal1050 kcal
26 kgAktiv1480 kcal
26 kgInaktiv930 kcal
26 kgNormal1200 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben im Freien
  • ausgedehnte Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände
  • Gehorsamstraining mit wechselnden Aufgaben
  • kontrollierte Lauf- und Konditionsarbeit
  • Nasenarbeit und Fährtensuche
  • Suchspiele mit Geruchsunterscheidung

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Slowakischen Schwarzwildbracke

Die Slowakische Schwarzwildbracke entstand in den Gebirgs- und Waldregionen der heutigen Slowakei als spezialisierter Jagdhund für die Nachsuche sowie für die Jagd auf Schwarzwild und Raubwild. Züchter legten besonderen Wert auf Spurwillen, Härte, Ausdauer und einen gut hörbaren Laut.

Die Rasse wurde in der Slowakei systematisch gefestigt und später international kynologisch anerkannt. Bis heute wird sie vor allem als leistungsfähiger Gebrauchshund geführt und ist außerhalb ihres Herkunftslandes nur vergleichsweise selten anzutreffen.

  1. In den Wald- und Gebirgsregionen der heutigen Slowakei entwickelt sich ein robuster Jagdhund für Schwarzwild, Nachsuche und Raubwildjagd.

  2. 1963

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Slowakische Schwarzwildbracke gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Gebrauchshunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiv geführten Jagdhunden können vor allem der Bewegungsapparat, die Ohren sowie die allgemeine Belastungsverträglichkeit im jagdlichen oder sportlichen Einsatz gesundheitlich relevant sein. Bei guter Haltung, passender Auslastung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge wird das Gesundheitsprofil häufig als insgesamt stabil eingeschätzt.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen aktiven Jagdhund. Gesundheitsrelevant sind vor allem regelmäßige Kontrollen von Gelenken, Ohren, Gewicht, Zähnen und allgemeiner Kondition.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Veränderungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Zuchteignung auf bekannte Untersuchungsergebnisse der Elterntiere achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei arbeitsfreudigen Hunden können auch die Ellbogengelenke belastet sein. Rassetypisch wird dies eher als mögliches orthopädisches Risiko eingeordnet.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, angepasstes Körpergewicht, Vermeidung von Überlastung im Wachstum und tierärztliche Abklärung bei auffälligem Gangbild unterstützen die Vorsorge.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren und häufige Aufenthalte in feuchter, dichter Vegetation können die Belüftung des Gehörgangs beeinträchtigen. Dadurch kann das Risiko für Reizungen oder Entzündungen zunehmen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und schonend reinigen, nach Nässe gut trocknen und bei wiederkehrenden Auffälligkeiten tierärztlich beurteilen lassen.

Magen-Darm-Belastungen bei hoher Aktivität

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden kann es unter Belastung oder bei unpassendem Fütterungsmanagement zu vorübergehenden Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Prävention: Fütterung und starke körperliche Belastung zeitlich trennen, Futtermenge passend aufteilen und auf individuelle Verträglichkeit achten.

Verletzungsanfälligkeit im jagdlichen Einsatz

MittelGenetisches Risiko: Nein

Als ausdauernder Gebrauchshund kann die Rasse im Gelände stärker mechanischen Belastungen ausgesetzt sein. Dazu zählen kleinere Haut-, Pfoten- oder Muskelverletzungen als einsatzbedingtes Risiko.

Prävention: Pfoten, Haut, Krallen und Bewegungsapparat nach Einsätzen kontrollieren, Kondition schrittweise aufbauen und Schutz vor Überlastung berücksichtigen.

  • Feuchtigkeit an den Ohren
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Übergewicht
  • Die Ohren sollten regelmäßig untersucht werden, insbesondere nach Arbeit in feuchtem Gelände oder nach Kontakt mit Wasser.
  • Gewichtsmanagement und eine auf Aktivität abgestimmte Fütterung unterstützen die allgemeine Gesundheit und entlasten den Bewegungsapparat.
  • Nach jagdlichen oder sportlichen Einsätzen sind Kontrollen von Pfoten, Haut, Krallen und Muskulatur empfehlenswert.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, besonders bei sportlicher oder jagdlicher Führung sowie im Wachstum.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die slowakische Schwarzwildbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die slowakische Schwarzwildbracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Jagdhund mit hoher körperlicher Belastung im Alltag oder bei Arbeitseinsätzen. Durch das aktive Bewegungsprofil können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten sowie unfallbedingte Behandlungen auftreten. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe und Nutzung bildgebende Diagnostik, Narkosen, Operationen und Nachsorgekosten schnell höhere Beträge erreichen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik und allgemeine Behandlungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren chirurgischen Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Als mittelgroßer bis größerer Jagdhund können Narkosen, Operationen und Nachbehandlungen kostenintensiv sein.
  • Bei orthopädischen Beschwerden können Diagnostik, Medikamente und längere Nachsorge zusammen spürbare Kosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen des Bewegungsapparates erhöhen.
  • Einsätze in unwegsamem Gelände können zu Schnittverletzungen, Fremdkörperproblemen oder Verstauchungen führen.
  • Behandlung von Schnitt-, Biss- oder Pfotenverletzungen nach hoher Aktivität im Gelände
  • Bildgebende Diagnostik bei Lahmheit oder orthopädischen Beschwerden
  • Nachsorge mit Schmerztherapie, Verbandswechseln und Kontrollterminen nach Eingriffen
  • Operationen nach Verletzungen an Bändern, Gelenken oder Weichteilen
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Unfallfolgen, Diagnostik und bildgebende Verfahren geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Je nach Haltung und Nutzung kann eine ausreichend hohe jährliche Leistungsgrenze vorteilhaft sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Behandlungen von Gelenk-, Bänder- und Pfotenverletzungen berücksichtigt.
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Kategorien & Schlagwörter

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