Der Shih Tzu gilt insgesamt als anpassungsfähige kleine Hunderasse, bei der jedoch aufgrund der kurzen Schnauze, der großen Augen, des dichten Fells und der Körperproportionen einige gesundheitliche Besonderheiten beachtet werden sollten. Mögliche rassetypische Risiken betreffen vor allem Atemwege, Augen, Haut, Ohren, Zähne und den Bewegungsapparat. Regelmäßige Pflege, Gewichtskontrolle und vorsorgliche tierärztliche Untersuchungen sind für diese Rasse besonders sinnvoll.
Die Lebenserwartung ist häufig gut, wenn auf Atemkomfort, Zahngesundheit, Fell- und Augenpflege sowie auf eine angemessene Belastung bei Wärme geachtet wird. Eine vorausschauende Gesundheitsvorsorge kann dazu beitragen, rassetypische Belastungen früh zu erkennen.
Brachyzephale Atemwegsproblematik
MittelGenetisches Risiko: JaDurch die kurze Kopfform können verengte Atemwege vorkommen. Das kann sich unter anderem durch lautes Atmen, eingeschränkte Belastbarkeit oder vermehrte Wärmeempfindlichkeit zeigen.
Prävention: Auf normales Körpergewicht achten, starke Hitze und übermäßige Belastung meiden, gut sitzendes Geschirr verwenden und Atemgeräusche oder Belastungsintoleranz tierärztlich abklären lassen.
Augenreizungen und Hornhautprobleme
MittelGenetisches Risiko: JaDie großen, vergleichsweise exponierten Augen können bei dieser Rasse empfindlich sein. Reizungen, vermehrter Tränenfluss oder oberflächliche Verletzungen der Hornhaut können häufiger auftreten.
Prävention: Augenpartie sauber halten, Haare aus dem Sichtfeld binden oder pflegen lassen, Zugluft und Reizstoffe begrenzen und Veränderungen an den Augen früh kontrollieren lassen.
Zahnerkrankungen und Zahnfehlstellungen
MittelGenetisches Risiko: JaBei kleinen kurzschnäuzigen Hunden kann es häufiger zu engem Zahnstand, Zahnsteinbildung und Entzündungen im Maulbereich kommen.
Prävention: Regelmäßige Zahnpflege zuhause, geeignete Kauartikel nach tierärztlicher Rücksprache und wiederkehrende Zahnkontrollen einplanen.
Patellaluxation
MittelGenetisches Risiko: JaBei kleinen Hunderassen kann die Kniescheibe leichter aus ihrer normalen Position gleiten. Das kann vorübergehende Gangauffälligkeiten verursachen.
Prävention: Gewicht im gesunden Bereich halten, Muskulatur schonend aufbauen, rutschige Böden im Alltag berücksichtigen und auffälliges Hüpfen oder Lahmen prüfen lassen.
Bandscheibenprobleme im Rückenbereich
MittelGenetisches Risiko: NeinAufgrund von Körperbau und individueller Veranlagung können Rückenbeschwerden oder Bandscheibenprobleme als mögliches Risiko vorkommen.
Prävention: Starke Sprünge begrenzen, Übergewicht vermeiden, rückenschonende Bewegung fördern und bei Schmerzen oder Bewegungsunlust tierärztlich kontrollieren lassen.
Hautfalten- und Hautreizungen
NiedrigGenetisches Risiko: JaDichtes Fell und Hautfalten können die Hautpflege erschweren. Dadurch können Reizungen oder Entzündungen in schlecht belüfteten Bereichen begünstigt werden.
Prävention: Haut und Fell regelmäßig pflegen, feuchte Bereiche trocken halten, Verfilzungen vermeiden und Hautveränderungen zeitnah beurteilen lassen.
Ohrenentzündungen
NiedrigGenetisches Risiko: NeinBei dicht behaarten Hängeohren kann die Belüftung eingeschränkt sein. Das kann Ohrreizungen oder Entzündungen begünstigen.
Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Pflege oder Nässe gut trocknen und starke Behaarung im Ohrbereich fachkundig beurteilen lassen.
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.