Hund im Rasseprofil

Schwedischer Vallhund

Der Schwedische Vallhund ist ein alter schwedischer Hüte- und Treibhund vom Spitztyp. Er ist kompakt, aufmerksam und arbeitsfreudig und wurde traditionell zum Treiben von Rindern auf Bauernhöfen eingesetzt.

ArbeitsfreudigAufmerksamIntelligentLebhaftRobustSelbstständigWachsam
Älterer Schwedischer Vallhund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein ruhiges Zuhause und liebevolle Zuwendung geben älteren Hunden Geborgenheit und Sicherheit im Alltag.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Klein

Schulterhöhe

30-35 cm

Gewicht

9-14 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Stockhaar, Doppelschichtig

Farben

Grau, Graubraun, Gelbgrau, Rotbraun

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 14

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schwedischer Vallhund

Ein freundlicher Schwedischer Vallhund liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund für eine sichere Familienatmosphäre sorgen.
Der entspannte Hund steht für ein harmonisches Zusammenleben von Familie und Haustier in einem geschützten Zuhause.
Ein Schwedischer Vallhund wird in einer modernen Tierarztpraxis von einer Tierärztin mit dem Stethoskop untersucht, während der Besitzer beruhigend daneben steht.
Ruhige Untersuchung eines Hundes in heller Praxisumgebung mit Tierärztin und Besitzer.
Ein Schwedischer Vallhund sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und Laptop zur Hundekrankenversicherung.
Der ruhige Moment am Küchentisch steht für die sorgfältige Auseinandersetzung mit Tierarztkosten und Absicherung im Alltag.

Charakter

Der Schwedische Vallhund ist ein aufmerksamer, lebhafter und robuster Hund mit viel Arbeitsfreude. Er gilt als intelligent, ansprechbar und eng an seine Bezugspersonen gebunden. Durch seine Herkunft als Treib- und Hofhund bringt er Wachsamkeit, Bewegungsfreude und eine gewisse Eigenständigkeit mit, was ihn zu einem vielseitigen, aber nicht immer anspruchslosen Begleiter macht.

ArbeitsfreudigAufmerksamIntelligentLebhaftRobustSelbstständigWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn die Erziehung klar, fair und abwechslungsreich gestaltet wird. Der Vallhund lernt schnell, kann aber auch eigene Ideen entwickeln und reagiert oft besser auf motivierende Führung als auf Härte.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Als ursprünglicher Hof und Treibhund meldet er zuverlässig Veränderungen in seiner Umgebung und zeigt häufig ein ausgeprägtes Territorialbewusstsein, ohne automatisch aggressiv zu sein.

Jagdtrieb

In der Regel eher mäßig ausgeprägt, kann aber je nach Linie und Individuum vorhanden sein. Bewegungsreize, Wild oder schnell laufende Tiere können Interesse wecken, weshalb Rückruftraining sinnvoll ist.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufzubauen. Viele Schwedische Vallhunde sind menschenbezogen und möchten eingebunden sein. Mit Training können sie begrenzte Zeit allein bleiben, dauerhaft lange Alleinzeiten passen aber oft nicht gut zu ihrem Wesen.

Der Schwedische Vallhund braucht sowohl körperliche Auslastung als auch geistige Beschäftigung. Ohne passende Aufgaben kann er zu übermäßigem Melden, Unruhe oder selbstständigem Verhalten neigen. Frühe Sozialisierung und freundliche, konsequente Erziehung sind wichtig, besonders im Umgang mit Reizen, Besuch und anderen Hunden.

Alltag & Haltung

Familie

Gut geeignet, wenn die Familie einen aktiven, aufmerksamen Hund sucht und Zeit für Beschäftigung, Erziehung und gemeinsame Aktivitäten hat. Mit respektvollem Umgang und klaren Regeln kann er ein anhänglicher Familienhund sein. Für sehr ruhige Haushalte oder bei wenig Auslastung ist er oft weniger passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Anfänger können mit einem Schwedischen Vallhund gut zurechtkommen, wenn sie bereit sind, sich mit Hundeerziehung, Auslastung und konsequentem Training zu beschäftigen. Seine Wachsamkeit, Bellfreude und Eigenständigkeit können Einsteiger jedoch fordern, wenn Struktur und Erfahrung im Alltag fehlen.

Bewegungsbedarf

Relativ hoch. Der Schwedische Vallhund braucht tägliche Bewegung, Spaziergänge mit Inhalt sowie geistige Aufgaben wie Nasenarbeit, Tricktraining oder Hundesport in passendem Maß. Reine Kurzrunden reichen ihm meist nicht.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Belastung angepasst werden, da der Hund trotz robuster Natur keine starke Hitze liebt. Aktivitäten sind besser in die kühleren Tageszeiten zu legen.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch seine nordische Herkunft und sein wetterfestes Wesen kommt er mit kühleren Temperaturen meist recht ordentlich zurecht, sofern Gesundheitszustand und individuelle Empfindlichkeit berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Autofahrten, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Seine Aufmerksamkeit und Wachsamkeit können unterwegs aber dazu führen, dass er neue Reize intensiv kommentiert oder beobachtet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist freundlich, anhänglich und aufmerksam. Fremden begegnet er oft reserviert oder abwartend, ohne zwingend unverträglich zu sein. Gute Sozialisierung hilft, damit Wachsamkeit nicht in übermäßiges Misstrauen kippt.

Kinder

Mit verständigen, respektvollen Kindern häufig gut verträglich, besonders wenn er gut sozialisiert ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Sein lebhaftes Temperament und mögliches Treibverhalten sollten im Zusammenleben beachtet und begleitet werden.

Andere Hunde

Mit anderen Hunden oft ordentlich verträglich, aber nicht immer unterschiedslos sozial. Frühe Gewöhnung und kontrollierte Kontakte sind sinnvoll, da manche Individuen recht selbstbewusst auftreten oder auf Reize deutlich reagieren.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

2-3 mal pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Aktivitäten im Freien kontrollieren
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • Das wetterfeste Doppelhaar sollte regelmäßig gebürstet, aber nicht geschoren werden.
  • Während des Fellwechsels fällt deutlich mehr Haar an und die Fellpflege sollte intensiviert werden.
HundezahnbürsteKrallenschereNadelbürsteSlicker BürsteUnterwollkamm

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, dem Aktivitätsniveau angepasste Ernährung achten, da der Schwedische Vallhund lebhaft und arbeitsfreudig ist. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und tägliche Bewegung angepasst werden. Hochwertiges Protein und eine kontrollierte Energiezufuhr unterstützen Kondition und Muskelmasse. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden, um Übergewicht zu vermeiden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
11 kgAktiv790 kcal
11 kgInaktiv500 kcal
11 kgNormal650 kcal
14 kgAktiv960 kcal
14 kgInaktiv610 kcal
14 kgNormal790 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierarbeit
  • Hüteähnliche Auslastung mit kontrollierten Aufgaben
  • Intelligenzspiele
  • lange Spaziergänge mit Aufgaben
  • Suchspiele
  • Tricktraining

Passende Aktivitäten

AgilityNasenarbeitObedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Schwedischen Vallhunds

Der Schwedische Vallhund ist eine alte schwedische Bauernhundrasse, die vor allem in der Landschaft Västergötland verbreitet war. Er wurde als vielseitiger Hüte- und Treibhund genutzt und arbeitete besonders beim Bewegen von Rindern.

Im frühen 20. Jahrhundert war die Rasse stark zurückgegangen. Durch gezielte Nachforschungen und Zuchtarbeit in Schweden wurde ihr Bestand gesichert und wieder aufgebaut. Später erfolgte die nationale und internationale Anerkennung, wodurch sich die Rasse auch außerhalb Schwedens verbreitete.

Heute gilt der Schwedische Vallhund als robuster, aktiver Begleit- und Gebrauchshund mit engem Bezug zu seiner historischen Arbeit auf dem Hof.

  1. Die Rasse entwickelt sich in Schweden als Bauern-, Hüte- und Treibhund, besonders in Västergötland.

  2. 1942

    Graf Björn von Rosen und K. G. Zettersten beginnen mit der gezielten Suche nach typischen Hunden und dem Wiederaufbau der Rasse.

  3. 1943

    Die Rasse wird in Schweden offiziell anerkannt.

  4. 1954

    Die FCI erkennt den Schwedischen Vallhund international an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schwedische Vallhund gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Hunderasse. Wie bei einigen kleineren bis mittelgroßen, lang gebauten Hunden können jedoch bestimmte orthopädische, augenbezogene und altersbedingte Risiken vorkommen. Ein ausgewogenes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und vorsorgliche tierärztliche Kontrollen tragen dazu bei, den Gesundheitszustand langfristig stabil zu halten.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis höheren Bereich für Hunde dieser Größe. Bei guter Haltung, bedarfsgerechter Bewegung und regelmäßiger Vorsorge können viele Tiere bis ins höhere Alter aktiv bleiben.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein mögliches erblich bedingtes Risiko für fortschreitende Netzhautveränderungen beschrieben, die das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Prävention: Zucht mit augenärztlich untersuchten Elterntieren, regelmäßige augenbezogene Vorsorgeuntersuchungen und frühe Abklärung bei Veränderungen des Sehvermögens.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen, was sich auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken kann.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angepasste Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und Zuchteinsatz nach orthopädischer Beurteilung.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleineren bis mittelgroßen Hunden kann ein rassetypisches Risiko für eine instabile Kniescheibe vorkommen, die zeitweise Probleme beim Laufen verursachen kann.

Prävention: Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung und tierärztliche Untersuchung bei auffälligem Gangbild oder zeitweiligem Hüpfen.

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch den langgestreckten Körperbau können im Verlauf des Lebens Rücken- und Wirbelsäulenbeschwerden begünstigt werden, insbesondere bei höherem Alter oder Übergewicht.

Prävention: Muskulatur durch regelmäßige, moderate Aktivität stärken, Sprungbelastungen begrenzen und auf ein schlankes Körpergewicht achten.

Parodontale Erkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Wie bei vielen kleineren bis mittelgroßen Hunden kann Zahnbelag langfristig Zahnfleisch- und Zahnprobleme begünstigen.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, Kontrolle des Gebisses und professionelle Zahnreinigung nach tierärztlicher Empfehlung.

  • Gelenkbelastung
  • Hitze
  • Rückenbelastung
  • Übergewicht
  • Bei Veränderungen des Gangbilds, eingeschränkter Sprungfreude oder Unsicherheiten beim Sehen eine tierärztliche Abklärung veranlassen.
  • Bei Zuchthunden auf dokumentierte Untersuchungen zu Augen- und Gelenkgesundheit achten.
  • Das Körpergewicht konsequent im Normalbereich halten, um Rücken, Knie und Hüften zu entlasten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Augen und Zahngesundheit einplanen.
  • Regelmäßige Zahnpflege zu Hause etablieren und den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch tierärztlich kontrollieren lassen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schwedischen Vallhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Schwedische Vallhund ist ein aktiver, wendiger Hund mit kompakter Statur, bei dem durch Bewegung, Alltag und Alter verletzungs- oder verschleißbedingte Behandlungen auftreten können. Zudem können bei Hunden dieser Größe und dieses Typs orthopädische Beschwerden, Gelenkprobleme oder operative Eingriffe relevant werden. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik, Behandlungen und Medikamente abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einmalkosten entlasten kann.

  • Auch bei mittelgroßen Hunden können Bildgebung, Narkose und Nachsorge bei Eingriffen spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Bändern, Gelenken oder Pfoten erhöhen.
  • Im Alter können Verschleißerscheinungen an Rücken oder Gelenken häufiger kontroll- und behandlungsbedürftig werden.
  • Orthopädische Beschwerden können Diagnostik, längerfristige Behandlung oder operative Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Chronische Arthrose oder andere Verschleißerscheinungen können wiederkehrende Untersuchungskosten und Medikamente verursachen.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Gelenkprobleme können eine Operation und längere Nachsorge erfordern.
  • Rückenbeschwerden oder Bandscheibenprobleme können Diagnostik, Schmerztherapie und gegebenenfalls einen Eingriff notwendig machen.
  • Unfallbedingte Verletzungen im aktiven Alltag können akute Behandlungen, Narkose und bildgebende Verfahren auslösen.
  • Achten Sie auf Leistungen für Bildgebung wie Röntgen oder MRT, wenn Gelenk- oder Rückenprobleme abgeklärt werden müssen.
  • Eine Erstattung für Nachbehandlung, Medikamente und Physiotherapie kann bei orthopädischen Beschwerden hilfreich sein.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Regelungen zu rassespezifischen oder bereits erkennbaren Vorerkrankungen können die Tarifwahl erleichtern.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der orthopädische Diagnostik und Operationen einschließt.
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