Hund im Rasseprofil

Schwedischer Lapphund

Der Schwedische Lapphund ist ein nordischer Spitzhund aus Schweden, der traditionell von den Samen als Hüte-, Wach- und Begleithund eingesetzt wurde. Er gilt als robuste, wachsame und menschenbezogene Rasse mit dichtem, wetterfestem Fell.

ArbeitsfreudigAufmerksamBellfreudigEigenstaendigIntelligentLebhaftMenschenbezogenSozial
Ein gesunder Schwedischer Lapphund sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Ein Schwedischer Lapphund genießt die Zeit mit seinem Halter in einem hellen, einladenden Raum.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Mittel

Schulterhöhe

40-51 cm

Gewicht

16-21 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Dichtes doppelfell

Farben

Schwarz, Schwarz mit braunen abzeichen, Schwarz mit weissen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 135

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schwedischer Lapphund

Schwedischer Lapphund im professionellen Tierportrait vor hellem Hintergrund mit typischer Fellstruktur und aufmerksamer Haltung.
Der Schwedische Lapphund ist eine robuste Hunderasse mit dichtem Fell und aufmerksamem Ausdruck.
Ein Hundehalter sitzt auf dem Sofa mit einem Laptop, während ein Schwedischer Lapphund neben ihm liegt und eine neutrale Versicherungsvergleichsseite auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Entspannte Atmosphäre: Ein Hundehalter vergleicht Versicherungen für seinen Schwedischen Lapphund.
Ein Schwedischer Lapphund läuft entspannt an der Leine mit seinem Besitzer durch eine saubere moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang mit dem Schwedischen Lapphund zeigt den unaufgeregten Alltag in einer gepflegten urbanen Umgebung.

Charakter

Der Schwedische Lapphund ist ein lebhafter, aufmerksamer und meist sehr menschenbezogener Hund mit nordischem Ursprung. Er gilt als intelligent, arbeitsfreudig und sozial, bringt aber oft eine eigenständige Note sowie eine deutliche Stimme mit. Bei passender Auslastung und klarer, freundlicher Führung zeigt er sich als anhänglicher und vielseitiger Begleiter.

ArbeitsfreudigAufmerksamBellfreudigEigenstaendigIntelligentLebhaftMenschenbezogenSozial
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude5/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn Training fair, abwechslungsreich und konsequent aufgebaut wird. Der Schwedische Lapphund lernt in der Regel schnell, kann aber auch eigenständig entscheiden und auf monotone Wiederholungen mit nachlassender Motivation reagieren.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Viele Vertreter melden zuverlässig Geräusche, Besucher oder Veränderungen im Umfeld. Das macht frühes Training zur Impulskontrolle und zum kontrollierten Meldeverhalten sinnvoll.

Jagdtrieb

Eher mittelmäßig ausgeprägt. Einzelne Hunde zeigen Interesse an Wild oder schnellen Bewegungsreizen, doch der Jagdtrieb steht meist nicht so stark im Vordergrund wie bei spezialisierten Jagdhunderassen.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufzubauen. Als sozialer, eng am Menschen orientierter Hund verträgt er längeres Alleinbleiben oft nicht ohne Training. Gute Gewöhnung, ausreichende Auslastung und ein verlässlicher Alltag helfen, sind aber keine Garantie für völlige Gelassenheit.

Die Rasse ist häufig wachsam und bellfreudig, ohne automatisch ein scharfer Wachhund zu sein. Sie braucht regelmäßige Beschäftigung, soziale Einbindung und konsequente Erziehung. Individuelle Unterschiede in Sensibilität, Reizoffenheit und Verträglichkeit sind zu beachten.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn er engen Anschluss an seine Menschen hat, sinnvoll beschäftigt wird und Ruhe ebenso lernt wie Aktivität. Mit Kindern kann er freundlich und verspielt sein, dennoch sollten Umgang und Rückzugsmöglichkeiten immer begleitet werden. Die Eignung hängt stark von Erziehung, Auslastung und individuellem Temperament ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für Anfänger bedingt geeignet. Positiv sind seine Bindungsbereitschaft, Lernfreude und Vielseitigkeit. Anspruchsvoller können seine Bellfreude, sein Bewegungsdrang und seine wache, teils selbstständige Art sein. Für engagierte Anfänger mit Zeit für Training und Beschäftigung kann die Rasse passen, für sehr unerfahrene oder inkonsequente Halter eher weniger.

Bewegungsbedarf

Relativ hoch. Neben täglichen Spaziergängen profitiert die Rasse von Denkaufgaben, gemeinsamer Beschäftigung und regelmäßigem Training. Reine Kurzrunden reichen auf Dauer meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Das dichte Fell und die nordische Herkunft machen warme bis heiße Temperaturen oft anstrengend. Aktivität sollte an heißen Tagen angepasst und auf kühlere Tageszeiten verlegt werden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Kühle Witterung wird meist deutlich besser vertragen als Hitze, wobei Alter, Gesundheit und Wetterlage immer mitberücksichtigt werden sollten.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich. Der Schwedische Lapphund reist meist gut mit, wenn er Menschenkontakt hat, Pausen bekommt und neue Umgebungen kontrolliert kennenlernen darf. Seine Aufmerksamkeit und mögliche Lautäußerungen können unterwegs aber Management erfordern.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen bis reserviert-wachsam gegenüber Fremden. Zu Bezugspersonen besteht häufig eine enge Bindung. Gute Sozialisierung fördert ein sicheres und ausgeglichenes Auftreten.

Kinder

Oft freundlich und verspielt mit Kindern, besonders wenn er sie kennt und respektvoller Umgang gelernt wird. Wegen Temperament, Lautstärke und Hüteansätzen sollte das Miteinander dennoch beaufsichtigt werden.

Andere Hunde

Häufig gut verträglich und sozial, vor allem bei früher Gewöhnung. Wie bei vielen wachsamen Rassen können Aufregung, Unsicherheit oder Leinenfrust das Verhalten beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, im Fellwechsel täglich

Fellpflege

Hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • Besonders auf Verfilzungen hinter den Ohren, an den Hosen und an der Rute achten.
  • Das dichte doppelte Fell sollte gründlich gebürstet, aber nicht geschoren werden.
  • Während des Fellwechsels ist tägliches Auskämmen der Unterwolle sinnvoll.
HundezahnbürsteKrallenzangeMetallkammUnterwollkammZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit angepasster Energiemenge. Als aktive, mittelgroße Hunderasse profitiert der Schwedische Lapphund von hochwertigem Protein und einer Futtermenge, die an Bewegung, Alter und Körperkondition angepasst wird. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
14 kgAktiv950 kcal
14 kgInaktiv620 kcal
14 kgNormal780 kcal
18 kgAktiv1160 kcal
18 kgInaktiv760 kcal
18 kgNormal950 kcal
22 kgAktiv1360 kcal
22 kgInaktiv890 kcal
22 kgNormal1120 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Gehorsamkeitsübungen
  • intelligenzfördernde Futterspiele
  • Suchspiele
  • Tricktraining

Passende Aktivitäten

AgilityMantrailingObedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Schwedischen Lapphunds

Der Schwedische Lapphund gehört zu den alten nordischen Spitzhunden Skandinaviens. Er wurde über lange Zeit von den Samen im nördlichen Schweden als vielseitiger Gebrauchshund gehalten und diente unter anderem beim Hüten von Rentieren sowie als Wach- und Familienhund.

Mit der Veränderung traditioneller Lebensweisen ging die Zahl dieser Hunde zeitweise zurück. Im 20. Jahrhundert begann in Schweden die gezielte Reinzucht und Erhaltung der Rasse. Der Schwedische Lapphund wurde national anerkannt und später auch international im Rahmen der FCI standardisiert.

Heute gilt die Rasse als kulturell bedeutsamer nordischer Hund, ist außerhalb Skandinaviens jedoch vergleichsweise selten.

  1. Nordische Spitzhunde dieses Typs werden über lange Zeit von den Samen in Schweden als Gebrauchs-, Hüte- und Wachhunde gehalten.

  2. 1903

    Der Schwedische Kennelklub wird gegründet; damit entstehen organisierte Strukturen für Zucht und Registrierung in Schweden.

  3. 1944

    Der Schwedische Lapphund wird in Schweden als eigene Rasse anerkannt.

  4. 1955

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schwedische Lapphund gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Hunden können jedoch einzelne orthopädische, augenbezogene und erbliche Risiken vorkommen. Das dichte Fell und die ursprüngliche Verwendung in kühlerem Klima machen eine angepasste Haltung mit Blick auf Wärmebelastung sinnvoll. Eine regelmäßige Vorsorge, Gewichtskontrolle und Beobachtung von Bewegungsapparat, Augen und Haut unterstützen die Gesunderhaltung.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich. Bei guter allgemeiner Pflege, angepasster Bewegung, kontrollierter Zucht und regelmäßigen tierärztlichen Untersuchungen kann die Rasse oft lange vital bleiben.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind ein veränderter Bewegungsablauf, eingeschränkte Belastbarkeit oder Steifheit.

Prävention: Auf ein gesundes Körpergewicht achten, gleichmäßige Bewegung fördern, stark belastende Wachstumsphasen vermeiden und auf Zucht mit orthopädischer Untersuchung der Elterntiere achten.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Es gibt Hinweise auf ein mögliches rassetypisches Risiko für erbliche Netzhauterkrankungen. Betroffene Hunde können schleichend eine nachlassende Sehfähigkeit entwickeln.

Prävention: Augenuntersuchungen im Rahmen der Zucht und regelmäßige augenärztliche Kontrollen unterstützen eine frühe Erkennung möglicher Veränderungen.

Katarakt

MittelGenetisches Risiko: Ja

Trübungen der Augenlinse können bei Hunden verschiedener Linien vorkommen und das Sehvermögen beeinträchtigen. Das Risiko kann bei nordischen und spitzartigen Rassen mitbeobachtet werden.

Prävention: Regelmäßige Augenchecks, besonders bei älteren Hunden oder bei familiärer Vorbelastung, können sinnvoll sein.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Hunden kann die Kniescheibe zeitweise oder dauerhaft aus ihrer Führung gleiten. Dies kann zu Lahmheit oder wechselnder Schonung führen.

Prävention: Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung und eine sorgfältige züchterische Auswahl können das Risiko im Blick behalten helfen.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Das dichte Doppelfell kann bei unzureichender Pflege oder unter ungünstigen Umweltbedingungen zu Hautreizungen, Verfilzungen oder lokalen Entzündungen beitragen.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, Kontrolle der Haut, gute Trocknung nach Nässe und eine ausgewogene Ernährung unterstützen die Hautgesundheit.

  • Hitze
  • Mangelnde Fellpflege
  • Starke körperliche Belastung bei warmem Wetter
  • An warmen Tagen Bewegung und Aktivität an Temperatur, Tageszeit und individuelle Belastbarkeit anpassen.
  • Bei Zuchthunden können orthopädische und augenärztliche Untersuchungen sinnvoll sein.
  • Das dichte Fell regelmäßig pflegen und Haut sowie Ohren nach Nässe, Schmutz oder saisonalem Fellwechsel kontrollieren.
  • Das Körpergewicht im normalen Bereich halten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Augen und Haut einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schwedischen Lapphund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Schwedische Lapphund ist ein mittelgroßer, aktiver Hund mit robuster Gesamterscheinung, bei dem dennoch orthopädische, augenbezogene und andere behandlungsintensive Erkrankungen vorkommen können. Durch das lebhafte Aktivitätsniveau können zudem Verletzungen und operationspflichtige Befunde entstehen. Da Diagnostik, Medikamente, stationäre Betreuung und chirurgische Eingriffe schnell höhere Tierarztkosten verursachen können, kann ein breiter Schutz oder zumindest die Absicherung von Operationen sinnvoll sein.

  • Als aktive Hunderasse kann der Schwedische Lapphund ein erhöhtes Risiko für Verletzungen im Bewegungsapparat haben.
  • Augenerkrankungen können wiederholte Untersuchungen, Behandlungen oder spezialisierte Eingriffe erforderlich machen.
  • Bei mittelgroßen Hunden können Narkose, Bildgebung und chirurgische Versorgung spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Ein umfassender Schutz kann sinnvoll sein, wenn neben Operationen auch laufende Behandlungen und Diagnostik abgesichert werden sollen.
  • Orthopädische Probleme wie Gelenkveränderungen können Diagnostik, Schmerztherapie oder operative Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Augenerkrankungen können wiederkehrende Kontrollen, Medikamente oder spezialisierte Eingriffe erforderlich machen.
  • Chirurgische Eingriffe verursachen häufig zusätzliche Kosten für Narkose, Überwachung und Nachsorge.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Gelenkprobleme können über längere Zeit Behandlungs- und Diagnostikkosten verursachen.
  • Umfangreiche Diagnostik mit Röntgen, Ultraschall oder Labor kann auch ohne Operation spürbare Kosten auslösen.
  • Verletzungen durch Aktivität oder Bewegung können zu Notfallbehandlung, Bildgebung oder Operation führen.
  • Achten Sie auf Leistungen für bildgebende Diagnostik, da diese bei orthopädischen oder inneren Erkrankungen relevant sein können.
  • Bei Wahl eines Vollschutzes können Erstattungen für Medikamente, ambulante Behandlungen und Spezialuntersuchungen hilfreich sein.
  • Ein Blick auf Wartezeiten und Regelungen zu rassetypischen oder erblich beeinflussten Erkrankungen kann sinnvoll sein.
  • Eine ausreichend hohe jährliche Leistungsgrenze kann vorteilhaft sein, wenn mehrere Behandlungen in einem Jahr anfallen.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge abdeckt.
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Kategorien & Schlagwörter

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