Hund im Rasseprofil

Schwedischer Elchhund

Der Schwedische Elchhund ist ein nordischer Jagdhund aus Schweden, der vor allem für die Elchjagd gezüchtet wurde. Er gilt als ausdauernd, mutig und selbstständig und wird bis heute überwiegend jagdlich geführt.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigSelbstständigWachsam
Ein Schwedischer Elchhund mit leichtem Verband an der Pfote liegt ruhig auf einer Decke neben seinem erleichterten Besitzer.
Der Hund erholt sich in ruhiger Atmosphäre, während sein Besitzer erleichtert an seiner Seite sitzt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Mittel

Schulterhöhe

52-65 cm

Gewicht

20-30 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Stockhaar, Dichtes Doppelfell

Farben

Grau, Graubraun, Hellere Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 42

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schwedischer Elchhund

Ein Schwedischer Elchhund wird in einer hellen Wohnung von seinem Besitzer sanft gebürstet und gepflegt.
Regelmäßige Fellpflege unterstützt Gesundheit, Wohlbefinden und die verantwortungsvolle Haltung eines Schwedischen Elchhundes.
Ein Schwedischer Elchhund sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop mit Vergleichsseite.
Ein ruhiger Moment im Alltag: Hund und Halter prüfen gemeinsam Unterlagen zur Absicherung von Tierarztkosten.
Ein glücklicher Schwedischer Elchhund sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung und strahlt Wohlbefinden aus.
Ein entspannter Schwedischer Elchhund genießt die Zeit mit seinem Besitzer in einer warmen, einladenden Atmosphäre.

Charakter

Der Schwedische Elchhund ist ein robuster, ausdauernder und selbstständig arbeitender Jagdhund mit hoher Wachsamkeit und viel Energie. Er gilt oft als loyal gegenüber seinen Bezugspersonen, kann aber eigenständig entscheiden und bringt meist einen deutlichen Jagd- und Schutzinstinkt mit.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigSelbstständigWachsam
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber häufig eigenständig und nicht immer leichtführig. Der Schwedische Elchhund profitiert meist von klaren Regeln, Geduld und abwechslungsreichem Training statt harter Korrektur.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse ist oft aufmerksam, meldet Auffälligkeiten zuverlässig und zeigt ein natürliches Territorialbewusstsein.

Jagdtrieb

Hoch. Als jagdlich geprägte Rasse bringt der Schwedische Elchhund meist starkes Interesse an Wild und eigenständiges Such und Verfolgungsverhalten mit.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Mit sorgfältigem Training sind kurze Zeiträume oft machbar, längeres Alleinbleiben passt jedoch häufig nicht gut zu dieser aktiven und aufmerksamen Rasse.

Diese Rasse braucht in der Regel viel Bewegung, sinnvolle Beschäftigung und eine konsequente, faire Erziehung. Für das Familienleben kann sie geeignet sein, wenn ausreichend Zeit, Erfahrung und passende Auslastung vorhanden sind. Eine problemlose Verträglichkeit mit Kindern, fremden Menschen oder anderen Tieren kann nicht pauschal garantiert werden und hängt stark von Sozialisierung, Haltung und individuellem Charakter ab.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, guter Sozialisierung und konsequenter Führung kann der Schwedische Elchhund in einer Familie gut leben. Er eignet sich aber meist eher für aktive Haushalte mit Hundeerfahrung als für ein ruhiges, wenig bewegtes Familienleben.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Die Rasse ist oft selbstständig, bewegungsintensiv und jagdlich motiviert. Für Anfänger kann die Haltung anspruchsvoll sein, besonders wenn Erfahrung mit konsequenter Erziehung und Auslastung fehlt.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Schwedische Elchhund braucht meist täglich lange Spaziergänge, intensive Bewegung und idealerweise Aufgaben, die Nase, Kopf und Körper fordern.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Durch das dichte Fell kommt die Rasse mit hohen Temperaturen häufig weniger gut zurecht und sollte bei Wärme geschont werden.

Kälteverträglichkeit

Hoch. Der Schwedische Elchhund ist an kühleres Klima gut angepasst und kommt mit Kälte in der Regel deutlich besser zurecht als mit Hitze.

Reisetauglichkeit

Bei frühzeitiger Gewöhnung oft ordentlich, aber nicht automatisch unkompliziert. Entscheidend sind Temperament, Transporttraining und die Möglichkeit, unterwegs genug Bewegung und Ruhe zu bieten.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen meist loyal und anhänglich, Fremden gegenüber teils reserviert bis wachsam. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit Begegnungen im Alltag souverän verlaufen.

Kinder

Mit gut sozialisierten, respektvoll geführten Hunden und verständigen Kindern oft möglich. Wegen Energie, Eigenständigkeit und möglicher Wachsamkeit sollten Kontakte dennoch begleitet und nicht als selbstverständlich angesehen werden.

Andere Hunde

Je nach Sozialisation und Individuum unterschiedlich. Mit guter Gewöhnung oft brauchbar im Umgang, dennoch können selbstbewusstes Auftreten und jagdliche Motivation das Miteinander beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Dichtes doppeltes stockhaar regelmäßig bürsten

Pflegeintervall

2-3 mal pro woche, im fellwechsel täglich

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Stark, im fellwechsel sehr stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • fell gründlich ausbürsten
  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • krallen regelmäßig kontrollieren
  • ohren kontrollieren und sauber halten
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • pfoten nach langen touren kontrollieren
  • Pfoten nach Outdoor-Aktivitäten kontrollieren
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • unterwolle im fellwechsel entfernen
  • zähne regelmäßig pflegen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • baden nur bei starker verschmutzung, damit die natürliche fellstruktur erhalten bleibt
  • Das dichte wetterfeste Fell sollte regelmäßig gebürstet, aber nicht geschoren werden.
  • das wetterfeste doppelfell sollte nicht geschoren werden
  • nach aufenthalten in wald und unterholz auf zecken und kleine verletzungen achten
  • Nach Spaziergängen in Wald und Feld auf Schmutz, Zecken und kleine Verletzungen achten.
  • während des fellwechsels ist deutlich häufigeres bürsten sinnvoll
  • Während des saisonalen Fellwechsels fällt deutlich mehr Unterwolle an.
HundezahnbürsteHundezahnbürsteKammKamm mit breiten ZinkenKrallenzangeKrallenzangeSlicker bürsteUnterwollbürsteUnterwollbürsteZupfbürste

Ernährung & Kalorien

auf eine ausgewogene, proteinreiche ernährung mit an den energieverbrauch angepassten portionen achten. der schwedische elchhund ist ein ausdauernder, aktiver arbeitshund und profitiert von hochwertigem futter, besonders bei viel bewegung und beschäftigung. leckerlis in die tagesration einrechnen und das körpergewicht regelmäßig kontrollieren.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1170 kcal
18 kgInaktiv780 kcal
18 kgNormal960 kcal
20 kgAktiv1180 kcal
20 kgInaktiv800 kcal
20 kgNormal980 kcal
22 kgAktiv1360 kcal
22 kgInaktiv910 kcal
22 kgNormal1120 kcal
25 kgAktiv1400 kcal
25 kgInaktiv950 kcal
25 kgNormal1160 kcal
26 kgAktiv1560 kcal
26 kgInaktiv1040 kcal
26 kgNormal1280 kcal
30 kgAktiv1600 kcal
30 kgInaktiv1090 kcal
30 kgNormal1330 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Suchaufgaben
  • apportieraufgaben mit motivation
  • gehorsamstraining mit abwechslungsreichen aufgaben
  • intelligente Beschäftigung mit Aufgaben und Signalen
  • intensive waldspaziergänge
  • lange ausgedehnte Spaziergänge
  • lange wanderungen
  • nasenarbeit und futtersuche
  • Nasenspiele und Fährtensuche
  • spurensuche
  • Wald- und Geländetouren

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitFährtenarbeitMantrailingMantrailingWandernWandernZughundesport

Geschichte des Schwedischen Elchhundes

Der Schwedische Elchhund gehört zu den alten nordischen Jagdhundtypen, die in Skandinavien für die Jagd auf Großwild, insbesondere Elche, eingesetzt wurden. In Schweden entwickelten sich regional robuste Hunde, die in bewaldetem Gelände selbstständig arbeiten, Wild stellen und den Jäger durch Lautgeben führen konnten.

Aus diesem jagdlichen Ursprung entstand ein einheitlicherer Rassetyp, der vor allem auf Leistung, Ausdauer und Nervenstärke selektiert wurde. Der Schwedische Elchhund blieb lange vor allem ein Gebrauchshund der Jäger und war außerhalb Skandinaviens vergleichsweise wenig verbreitet.

Im 20. Jahrhundert wurde die Rasse offiziell beschrieben und kynologisch anerkannt. Bis heute steht ihre jagdliche Eignung im Vordergrund, auch wenn sie vereinzelt als aktiver Begleithund gehalten wird.

  1. In Schweden werden nordische Jagdhunde vom Elchhund-Typ über lange Zeit für die Elchjagd genutzt.

  2. 1946

    Der Schwedische Elchhund wird als eigenständige Rasse anerkannt.

  3. 1954

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schwedische Elchhund gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen, aktiven Jagdhunden können orthopädische Belastungen, einzelne Augenerkrankungen sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Hitze als rassetypische Gesundheitsthemen relevant sein. Bei guter Haltung, angemessener Bewegung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Oft liegt die Lebenserwartung im mittleren bis guten Bereich. Gesundheitsrelevant sind vor allem passende Bewegung, Gewichtskontrolle, Gelenkbeobachtung und regelmäßige tierärztliche Vorsorge.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, steifer Gang oder Belastungsunlust.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf geeignete Untersuchungsergebnisse achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als aktiver Hund kann der Schwedische Elchhund zu orthopädischen Problemen im Ellbogenbereich neigen. Auffällig werden kann dies durch Lahmheit oder Schonhaltung der Vordergliedmaßen.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, schlanke Körperkondition, angepasstes Training und züchterische Vorsorgeuntersuchungen können sinnvoll sein.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bestimmte erbliche Netzhauterkrankungen können auch bei nordischen Jagdhunderassen vorkommen. Mögliche erste Veränderungen betreffen das Sehvermögen, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen und eine sorgfältige Zuchtauswahl mit bekannten Untersuchungsergebnissen sind empfehlenswert.

Katarakt

MittelGenetisches Risiko: Ja

Linsentrübungen können bei Hunden verschiedener Rassen auftreten und bei dieser Rasse als mögliches Risiko mitbedacht werden. Sichtbar werden können Trübungen oder ein nachlassendes Sehvermögen.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Beobachtung von Sehvermögen und frühzeitige tierärztliche Abklärung bei Veränderungen des Auges unterstützen die Vorsorge.

Ohrenentzündungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei aktiven Hunden mit Aufenthalt im Gelände können Reizungen oder Entzündungen des Gehörgangs vorkommen. Anzeichen können Kopfschütteln, Kratzen oder unangenehmer Geruch sein.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe gut trocknen, Schmutz schonend entfernen und bei wiederkehrenden Reizungen tierärztlich abklären lassen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Bei warmem Wetter Belastung anpassen, ausreichend Wasser anbieten und Aktivitäten bevorzugt in die kühleren Tageszeiten legen.
  • Bei Zuchthunden oder familiärer Vorbelastung orthopädische und augenbezogene Untersuchungsergebnisse berücksichtigen.
  • Im Junghundealter auf gleichmäßiges Wachstum, angepasste Bewegung und eine schlanke Körperkondition achten.
  • Ohren nach Aufenthalten im Gelände oder nach Nässe kontrollieren und bei wiederkehrenden Auffälligkeiten tierärztlich beurteilen lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Augen und Gewichtsentwicklung einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schwedischen Elchhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Schwedische Elchhund ist ein aktiver, mittelgroßer bis großer Hund mit robuster Arbeitsveranlagung. Durch seine Bewegungsfreude und den oft hohen Einsatz im Alltag können Verletzungen, Gelenkprobleme oder operative Behandlungen relevant werden. Zusätzlich können allgemeine Tierarztkosten für Diagnostik, Behandlungen und Nachsorge bei größeren Hunden spürbar ausfallen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei kostspieligen chirurgischen Eingriffen eine sinnvolle Absicherung sein kann.

  • Als mittelgroße bis große Hunderasse können Diagnostik, Narkose und Operationen mit höheren Kosten verbunden sein.
  • Auch bei grundsätzlich widerstandsfähigen Hunden können akute Erkrankungen oder Notfälle unerwartete Ausgaben verursachen.
  • Bei orthopädischen Beschwerden können wiederholte tierärztliche Kontrollen und Behandlungen nötig werden.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken erhöhen.
  • Behandlungen von Gelenkbeschwerden oder altersbedingten Bewegungseinschränkungen können über längere Zeit wiederkehrende Ausgaben auslösen.
  • Notfallversorgung inklusive Diagnostik, stationärer Betreuung und Nachsorge kann auch bei sonst gesunden Hunden teuer werden.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Kreuzband, Knochen oder Weichteilen, können hohe Kosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen mit Röntgen oder weiterer Bildgebung können sich kostenintensiv entwickeln.
  • Bei aktiven Hunden kann auf eine ausreichende Absicherung von Unfallfolgen und orthopädischen Eingriffen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Operationen, Narkose, Bildgebung und Nachbehandlung kann passend sein.
  • Sinnvoll kann ein Blick auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und Leistungsgrenzen pro Jahr sein.
  • Wenn regelmäßige Behandlungen und Diagnostik mit abgesichert sein sollen, kann ein Vollschutz gegenüber einer reinen OP-Versicherung vorteilhaft sein.
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