Hund im Rasseprofil

Schwarzwildbracke

Die Schwarzwildbracke ist ein spezialisierter Jagdhund, der vor allem für die Arbeit an Schwarzwild gezüchtet und geführt wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurlaut und arbeitswillig und ist heute nur in kleiner Zahl anzutreffen.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndFührerbezogenMutigSelbstständig
Ein glücklicher Hund, ein Schwarzwildbracke, sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung und strahlt Vertrauen aus.
Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund in einer vertrauensvollen Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Deutschland

Größe

Mittel

Schulterhöhe

45-55 cm

Gewicht

18-28 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Schwarz, Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schwarzwildbracke

Eine Schwarzwildbracke läuft an der Leine mit ihrem Besitzer durch eine freundliche moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang in der Stadt zeigt den Hund im vertrauten Alltag mit seinem Besitzer.
Schwarzwildbracke mit leicht verbundenen Pfote liegt ruhig auf einer Decke, während der Besitzer erleichtert neben ihr sitzt.
Ein Hund erholt sich nach einer kleinen Behandlung, während sein Besitzer ihm ruhig und aufmerksam beisteht.
Ein älterer Schwarzwildbracke liegt entspannt auf einem Sofa, während seine Besitzerin ihn liebevoll streichelt.
Ein ruhiger Moment zu Hause: Der ältere Schwarzwildbracke fühlt sich auf dem Sofa sicher und gut versorgt.

Charakter

Die Schwarzwildbracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und jagdlich stark motivierter Hund. Sie gilt meist als mutig, aufmerksam und führerbezogen, bringt jedoch häufig einen ausgeprägten Spur- und Jagdwillen mit. Im Alltag zeigt sie sich bei passender Auslastung loyal und belastbar, ist aber in der Regel kein anspruchsloser Begleithund.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndFührerbezogenMutigSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit klarer, geduldiger und konsequenter Erziehung ist die Schwarzwildbracke gut formbar, zeigt aber oft einen eigenständigen Charakter und jagdlich bedingte Selbstständigkeit. Sie lernt in der Regel solide, reagiert jedoch nicht immer so leichtführig wie stärker auf Unterordnung gezüchtete Rassen.

Wachtrieb

Ein gewisses Maß an Wachsamkeit ist meist vorhanden. Häufig meldet die Rasse Auffälligkeiten zuverlässig, ohne automatisch ein klassischer Schutzhund zu sein.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist in der Regel stark ausgeprägt. Wildgerüche, Fährten und Bewegungsreize können die Aufmerksamkeit stark binden, weshalb Rückruf und Impulskontrolle besonders sorgfältig aufgebaut werden sollten.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Viele Vertreter kommen mit kurzen, gut trainierten Phasen zurecht, bei Unterforderung oder zu langen Zeiten können jedoch Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten auftreten.

Diese Rasse ist meist stark auf jagdliche Aufgaben ausgerichtet und benötigt eine konsequente, faire Führung sowie viel Bewegung und Nasenarbeit. Für ein harmonisches Zusammenleben sind frühe Sozialisierung, verlässliches Training und eine Haltung wichtig, die dem Arbeitswillen der Rasse gerecht wird. Individuelle Unterschiede sind wie immer möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Schwarzwildbracke geeignet sein, wenn sie sehr gut ausgelastet wird, klare Strukturen hat und ihre jagdlichen Anlagen im Alltag sinnvoll berücksichtigt werden. In ruhigen, hundeerfahrenen Haushalten mit viel Zeit kann sie loyal und angenehm sein. Für Familien mit wenig Hundeerfahrung oder sehr wenig Bewegungszeit ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist die Rasse eher nur eingeschränkt geeignet. Der hohe Bewegungsbedarf, der oft deutliche Jagdtrieb und die teils selbstständige Arbeitsweise verlangen meist Erfahrung in Erziehung, Management und sinnvoller Auslastung. Engagierte Anfänger mit fachlicher Begleitung können zurechtkommen, eine einfache Rasse ist sie jedoch in der Regel nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Die Schwarzwildbracke braucht regelmäßige, intensive Bewegung sowie geistige Auslastung, besonders über Nasenarbeit, Suchaufgaben und kontrollierte Beschäftigung im Gelände.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Bewegung an die Temperaturen angepasst werden, da ausdauernde Hunde ihre Belastungsgrenze im Arbeitsmodus nicht immer selbst gut dosieren.

Kälteverträglichkeit

Gut bis mittel. In Bewegung kommt die Rasse meist gut mit kühleren Temperaturen zurecht, bei Nässe, langem Warten oder sehr niedrigen Temperaturen sind dennoch Schutz und Anpassung sinnvoll.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung und ausreichender Auslastung oft ordentlich. Längere Reisen funktionieren meist besser, wenn feste Routinen, Pausen und genügend Möglichkeiten zum Lösen und Bewegen eingeplant werden.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich die Schwarzwildbracke meist loyal und kooperativ. Fremden gegenüber kann sie je nach Linie und Erfahrung reserviert bis neutral auftreten, ohne grundsätzlich unverträglich zu sein.

Kinder

Mit gut angeleiteten, rücksichtsvollen Kindern ist ein harmonisches Zusammenleben möglich. Wegen Energielevel, Temperament und möglicher Reizbarkeit bei Unterforderung sollte der Umgang immer beaufsichtigt und aktiv begleitet werden.

Andere Hunde

Mit guter Sozialisierung ist das Zusammenleben oder der Kontakt mit anderen Hunden oft möglich. Das Sozialverhalten kann individuell variieren; erregte Situationen, Konkurrenz oder jagdliche Aufregung sollten sorgfältig gemanagt werden.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Ausflügen im Gelände prüfen
  • Während des Fellwechsels lose Unterwolle häufiger entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Die Schwarzwildbracke ist ein arbeitsfreudiger Laufhund, der bei viel Bewegung im Gelände regelmäßige Pfotenkontrollen braucht.
  • Gebadet werden sollte nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell erhalten bleibt.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Nässe, Schmutz und Waldgängen kontrolliert werden.
  • Im Fellwechsel kann häufigeres Bürsten helfen, lose Haare und Schmutz aus dem Fell zu entfernen.
GummistriegelKrallenzangeOhrenreiniger für HundeUnterwollbürsteWeiche BürsteZahnbürste für Hunde

Ernährung & Kalorien

Die Schwarzwildbracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung, die an Alter, Körpergewicht und tatsächliche Aktivität angepasst wird. Bei jagdlicher oder sehr sportlicher Auslastung kann der Energiebedarf zeitweise höher liegen. Futterportionen sollten regelmäßig an Kondition und Figur kontrolliert werden. Leckerlis sollten in die tägliche Gesamtmenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
24 kgAktiv1350 kcal
24 kgInaktiv850 kcal
24 kgNormal1100 kcal
30 kgAktiv1600 kcal
30 kgInaktiv1000 kcal
30 kgNormal1300 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierübungen
  • Fährtensuche
  • kontrollierte Lauf- und Ausdauerbeschäftigung
  • lange Spaziergänge mit vielen Geruchsreizen
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Schwarzwildbracke

Die Schwarzwildbracke ist eine seltene deutsche Jagdhunderasse beziehungsweise ein jagdlicher Schlag, der für die Arbeit an wehrhaftem Wild, insbesondere Schwarzwild, genutzt wurde. Ihre Entwicklung steht im Zusammenhang mit regionalen Bracken- und Gebrauchshundbeständen, die auf Leistungsfähigkeit, Spurwillen, Laut und Härte selektiert wurden.

Im Mittelpunkt stand nicht die frühe Vereinheitlichung eines Ausstellungsstandards, sondern die praktische jagdliche Eignung. Daher sind belastbare historische Eckdaten nur begrenzt dokumentiert. Die Schwarzwildbracke wird vor allem im jagdlichen Kontext überliefert und ist bis heute nur selten verbreitet.

  1. Entwicklung aus jagdlich geführten Bracken- und Gebrauchshundbeständen mit Schwerpunkt auf der Arbeit an Schwarzwild.

  2. Nutzung vor allem als leistungsbezogener Jagdhund, ohne breit dokumentierte internationale Standardisierung.

  3. Erhalt bis in die Gegenwart hauptsächlich im jagdlichen Spezialbereich bei insgesamt geringer Verbreitung.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Schwarzwildbracke gilt insgesamt als robuste, leistungsfähige Jagdhunderasse mit oft guter Grundkondition. Im rassetypischen Kontext können vor allem orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme bei hängenden Ohren sowie einzelne erblich mitbedingte Augenthemen relevant sein. Durch ihre hohe Aktivität profitieren Hunde dieser Rasse in der Regel von guter Konditionspflege, angepasster Fütterung und regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen.

Bei guter Haltung, bedarfsgerechter Bewegung und regelmäßiger Vorsorge wird häufig eine solide Lebenserwartung im mittleren bis guten Bereich erreicht. Die gesundheitliche Entwicklung wird dabei unter anderem von Gelenkbelastung, Körpergewicht, jagdlicher Nutzung und allgemeiner Vorsorge beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein rassetypisches Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit im Alltag beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei lauffreudigen Gebrauchshunden können im Bereich der Vordergliedmaßen gelenkbezogene Belastungs- oder Entwicklungsprobleme auftreten. Diese können sich auf Ausdauer und Bewegungsfreude auswirken.

Prävention: Wachstum und Belastung in der Jugendphase ausgewogen steuern, Übergewicht vermeiden und bei sportlicher oder jagdlicher Nutzung auf saubere Konditionsaufbau achten.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren und Einsätze im Wald oder in feuchter Umgebung können die Entstehung von Reizungen oder Entzündungen des äußeren Gehörgangs begünstigen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzkontakt sorgfältig trocknen und die Ohrpflege mit tierärztlich abgestimmten Produkten durchführen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einzelnen Jagdhunderassen können erblich beeinflusste Augenthemen vorkommen. Das Risiko ist nicht für jedes Tier gleich, kann aber im Rahmen der Vorsorge berücksichtigt werden.

Prävention: Zuchttiere augenärztlich untersuchen lassen und im Alltag auf Auffälligkeiten wie Reizung, Unsicherheit oder vermehrten Tränenfluss achten.

Magen-Darm-Belastungen bei hoher Aktivität

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden können Fütterungsmanagement und Belastungsphasen Einfluss auf die Magen-Darm-Verträglichkeit haben. Eine strukturierte Alltagsroutine kann die Verträglichkeit unterstützen.

Prävention: Fütterung auf mehrere kleinere Portionen verteilen, intensive Bewegung nicht direkt vor oder nach dem Fressen planen und auf eine gut verträgliche Rationsgestaltung achten.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Augenuntersuchungen können im Rahmen der Vorsorge oder vor einer Zuchtverwendung erwogen werden.
  • Die Ohren sollten in festen Abständen kontrolliert werden, insbesondere nach Einsätzen in feuchtem Gelände oder nach dem Baden.
  • Eine tierärztlich begleitete Gewichts- und Fütterungskontrolle unterstützt die Gelenkgesundheit und die allgemeine Belastbarkeit.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind besonders bei jungen, stark aktiven oder jagdlich geführten Hunden sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Schwarzwildbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Schwarzwildbracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Jagdhund mit entsprechend hoher körperlicher Belastung. Bei aktiven Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Wundversorgungen oder operative Eingriffe nach Unfällen auftreten. Zusätzlich können im Lauf des Lebens auch allgemeine Erkrankungen entstehen, die wiederkehrende tierärztliche Behandlungen verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere einmalige Kosten durch Operationen abfedern kann.

  • Als mittelgroßer bis größerer Hund können orthopädische Beschwerden mit zunehmendem Alter tierärztliche Kosten verursachen.
  • Auch ohne rassespezifisch stark ausgeprägte Erkrankungen können allgemeine Behandlungen, Bildgebung und Nachsorge kostenintensiv werden.
  • Bei jagdlich geführten oder sehr aktiven Hunden können Unfälle im Gelände zu aufwendiger Diagnostik oder Operationen führen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken erhöhen.
  • Allgemeine Erkrankungen im Erwachsenen- oder Seniorenalter mit wiederkehrenden Tierarztkosten.
  • Orthopädische Beschwerden des Bewegungsapparats mit Bedarf an Diagnostik, Behandlung oder Nachsorge.
  • Unfallbedingte Operationen nach Verletzungen im Gelände oder bei hoher körperlicher Aktivität.
  • Wundversorgungen, Lahmheitsabklärungen und akute Behandlungen nach starker Beanspruchung.
  • Auf angemessene Jahreshöchstleistungen und transparente Selbstbeteiligungen zu achten, kann die Tarifwahl erleichtern.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkosekosten kann bei aktiven Hunden sinnvoll sein.
  • Eine Absicherung von Nachbehandlungen und Physiotherapie kann bei orthopädischen Problemen hilfreich sein.
  • Leistungen für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren können bei Verletzungen relevant sein.
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