Hund im Rasseprofil

Schottischer Schäferhund

Der Schottische Schäferhund, auch Collie genannt, ist ein eleganter, langhaariger Hütehund aus Großbritannien. Er wurde für das Hüten und Treiben von Schafherden gezüchtet und ist heute vor allem als sensibler, freundlicher Familien- und Begleithund bekannt.

AnhänglichFreundlichIntelligentLernfreudigMenschenbezogenSensibelWachsam
Ein älterer Schottischer Schäferhund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein ruhiger Moment der Fürsorge: Der ältere Schottische Schäferhund genießt die Nähe seines Besitzers auf dem Sofa.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

51-61 cm

Gewicht

18-30 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar

Farben

Zobel weiss, Tricolor, Blue merle

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 156

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Schottischer Schäferhund

Schottischer Schäferhund auf einem Untersuchungstisch wird in einer modernen Tierarztpraxis von einer Tierärztin mit dem Stethoskop untersucht, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
Ein ruhiger Hund bei der Vorsorgeuntersuchung in der Tierarztpraxis zeigt, wie wichtig eine vertrauensvolle Behandlung für die Gesundheit des Tieres ist.
Ein freundlicher Schottischer Schäferhund liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre vermitteln.
Ein ruhiges Zuhause, ein entspanntes Kind und ein vertrauensvoller Hund zeigen den Familienalltag mit tierischem Begleiter.
Neugieriger Schottischer Schäferhund Welpe erkundet sein neues Zuhause auf einer weichen Decke mit Spielzeug in einer hellen Wohnung.
Ein junger Schottischer Schäferhund findet sich in seiner neuen Umgebung zurecht – ein starker Moment für Bindung, Sicherheit und gesunde Entwicklung.

Charakter

Der Schottische Schäferhund ist in der Regel ein sensibler, intelligenter und aufmerksamer Hund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Viele Vertreter zeigen ein freundliches, kooperatives Wesen, reagieren jedoch oft feinfühlig auf Stimmung, Umgangston und Umweltreize.

AnhänglichFreundlichIntelligentLernfreudigMenschenbezogenSensibelWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit5/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, da der Schottische Schäferhund aufmerksam, menschenbezogen und lernwillig ist. Er spricht oft gut auf faire, positive und klare Führung an. Zu harter Druck kann bei sensiblen Hunden jedoch zu Verunsicherung führen.

Wachtrieb

In vielen Fällen deutlich vorhanden, meist eher als aufmerksames Melden und Beobachten als in Form ausgeprägter Schärfe. Besucher oder ungewohnte Situationen werden häufig angezeigt.

Jagdtrieb

Oft eher niedrig bis mäßig ausgeprägt, kann aber individuell variieren. Bewegungsreize können interessant sein, dennoch steht bei vielen Hunden der Hüte und Kontrolltrieb stärker im Vordergrund als klassisches Jagdverhalten.

Alleinbleiben

Nur bedingt geeignet, wenn es nicht schrittweise aufgebaut wird. Viele Schottische Schäferhunde sind sehr anhänglich und bleiben besser allein, wenn sie früh, kleinschrittig und verlässlich daran gewöhnt werden.

Die Rasse gilt häufig als familiennah und lernfreudig, braucht aber eine ruhige, konsequente Erziehung sowie passende geistige und körperliche Auslastung. Je nach Linie und individueller Veranlagung können Sensibilität, Bellneigung und Wachsamkeit unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit Unsicherheit oder übermäßiges Meldeverhalten nicht gefördert werden.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn der Hund ausreichend beschäftigt, freundlich angeleitet und nicht dauerhaft überreizt wird. Er kann mit Kindern sehr liebevoll umgehen, braucht aber Rückzugsorte und einen respektvollen Umgang. Für sehr laute oder chaotische Haushalte ist nicht jeder Vertreter gleichermaßen passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt für Anfänger geeignet. Positiv sind seine hohe Trainierbarkeit und enge Orientierung am Menschen. Anspruchsvoller sind jedoch seine Sensibilität, mögliche Bellfreude und der Bedarf an sinnvoller Beschäftigung. Für engagierte Anfänger mit Lernbereitschaft kann die Rasse passen, bei inkonsequenter Haltung oder wenig Zeit eher weniger.

Bewegungsbedarf

Mittel bis hoch. Neben regelmäßigen Spaziergängen braucht die Rasse meist auch geistige Auslastung, zum Beispiel Unterordnung, Nasenarbeit, Tricktraining oder hundegerechte Beschäftigung mit kontrollierten Aufgaben.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Das Fell kann bei Wärme belasten, daher sind Schatten, Wasser, angepasste Aktivität und kühle Ruhezeiten wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Viele Schottische Schäferhunde kommen mit kühlerem Wetter dank ihres Fells vergleichsweise gut zurecht, wobei Alter, Gesundheit und individuelle Fellstruktur eine Rolle spielen.

Reisetauglichkeit

Meist gut, wenn der Hund früh an Autofahrten, neue Umgebungen und Ruhe unterwegs gewöhnt wird. Sensible Tiere können auf Hektik oder häufig wechselnde Eindrücke allerdings stärker reagieren.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist sehr zugewandt und anhänglich. Fremden begegnen viele Hunde zunächst reserviert, ohne unfreundlich zu sein. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres Auftreten.

Kinder

Häufig freundlich und geduldig, wenn Kinder den Hund respektvoll behandeln. Wegen der Sensibilität und möglichen Hüteansätze sollte der Umgang immer begleitet und ruhig gestaltet werden.

Andere Hunde

Oft sozial verträglich, besonders bei guter Gewöhnung von klein auf. Wie stark Offenheit oder Zurückhaltung ausgeprägt sind, hängt aber von Erfahrung, Erziehung und individuellem Temperament ab.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren
  • Unterwolle kontrollieren und auskämmen
  • Verfilzungen hinter den Ohren und an den Läufen lösen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden sollte nur bei Bedarf erfolgen, damit Haut und Fell nicht unnötig belastet werden.
  • Das lange Deckhaar und die dichte Unterwolle neigen zu Knoten, wenn sie nicht regelmäßig gepflegt werden.
  • Während des Fellwechsels ist tägliches Bürsten oft sinnvoll.
HundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenschereUnterwollbürsteZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein unterstützt Muskulatur, Fell und Aktivität. Die Futtermenge sollte an Körpergewicht, Alter und tägliche Bewegung angepasst werden. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1120 kcal
20 kgInaktiv750 kcal
20 kgNormal930 kcal
27,5 kgAktiv1420 kcal
27,5 kgInaktiv950 kcal
27,5 kgNormal1180 kcal
35 kgAktiv1700 kcal
35 kgInaktiv1140 kcal
35 kgNormal1410 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Denkspiele und Aufgaben mit Menschenkontakt
  • Gehorsamkeitstraining
  • lange Spaziergänge
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug

Passende Aktivitäten

AgilityMantrailingObedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Schottischen Schäferhundes

Der Schottische Schäferhund entstand in Schottland und im Norden Großbritanniens als Arbeits- und Hütehund für Schafherden. Seine Vorfahren wurden über lange Zeit auf Ausdauer, Führigkeit und Wetterfestigkeit selektiert. Im 19. Jahrhundert gewann die Rasse auch außerhalb der Landwirtschaft an Bekanntheit, besonders nachdem sie von britischen Adelshäusern gefördert wurde. Mit der Entwicklung einheitlicher Rassestandards etablierte sich der Collie als Ausstellungs-, Begleit- und Familienhund. Heute ist er vor allem für sein freundliches Wesen, seine Eleganz und seine Eignung als sensibler Begleithund bekannt.

  1. In Schottland und im Norden Grossbritanniens werden die Vorlaeufer des Schottischen Schaeferhundes als Huetehunde fuer Schafherden genutzt.

  2. 1860

    Collies werden auf einer Hundeausstellung in Birmingham gezeigt und erhalten dadurch breitere Aufmerksamkeit.

  3. Die Foerderung durch Queen Victoria traegt im 19. Jahrhundert wesentlich zur Popularitaet der Rasse bei.

  4. 1881

    Ein frueher Rassestandard fuer den Collie wird in Grossbritannien formuliert.

  5. 1955

    Die Rasse wird von der FCI unter Standardnummer 156 offiziell gefuehrt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schottische Schäferhund gilt insgesamt als robuste Hunderasse, kann jedoch einige rassetypische gesundheitliche Risiken aufweisen. Beachtet werden vor allem erbliche Augenerkrankungen, mögliche Arzneimittelunverträglichkeiten sowie Gelenk- und Stoffwechselthemen. Eine vorausschauende Zucht, angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge unterstützen die gesundheitliche Stabilität.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich. Der Gesundheitsverlauf wird unter anderem durch genetische Dispositionen, Augen- und Gelenkgesundheit, Fütterung sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beeinflusst.

Collie Eye Anomaly

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein erhöhtes Risiko für erblich bedingte Veränderungen im Augenbereich beschrieben. Die Ausprägung kann unterschiedlich sein und reicht von milden Befunden bis zu stärkerer Beeinträchtigung des Sehvermögens.

Prävention: Augenuntersuchungen im passenden Alter, verantwortungsvolle Zuchtauswahl und regelmäßige augenärztliche Kontrollen bei Auffälligkeiten.

MDR1-Genbedingte Arzneimittelunverträglichkeit

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Schottischen Schäferhund kann eine genetisch bedingte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Arzneistoffen vorkommen. Dadurch kann die Verträglichkeit einzelner Medikamente vermindert sein.

Prävention: Vor bestimmten Medikamentengaben genetische Testung erwägen und tierärztlich abgestimmte Wirkstoffauswahl treffen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei vielen mittelgroßen bis großen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum, angepasstes Bewegungsmanagement, schlanke Körperkondition und züchterische Gesundheitsvorsorge.

Dermatomyositis

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei verwandten Collie-Rassen und auch beim Schottischen Schäferhund wird ein mögliches erbliches Risiko für Haut- und Muskelveränderungen beschrieben. Der Verlauf kann unterschiedlich ausgeprägt sein.

Prävention: Sorgfältige Zuchtauswahl und frühzeitige tierärztliche Abklärung von Hautveränderungen oder Muskelauffälligkeiten.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für eine Magenaufgasung mit Drehung bestehen. Das Risiko betrifft nicht ausschließlich diese Rasse, wird aber bei größeren Hunden beachtet.

Prävention: Futterportionen aufteilen, starke körperliche Belastung rund um die Fütterung vermeiden und Fressverhalten ruhig gestalten.

Progressive Retinaatrophie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Es besteht ein mögliches rassetypisches Risiko für fortschreitende Netzhautveränderungen. Diese können das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen.

Prävention: Zuchtbezogene Vorsorge, regelmäßige Augenkontrollen und tierärztliche Abklärung bei Veränderungen des Sehvermögens.

  • Augen
  • Bestimmte Medikamente
  • Hitze
  • Starke körperliche Belastung bei hohen Temperaturen
  • Auf eine schlanke Körperkondition und gelenkschonende Bewegung im Wachstum achten.
  • Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge und insbesondere bei Zuchttieren einplanen.
  • Bei Hautveränderungen, Sehauffälligkeiten oder Veränderungen im Bewegungsablauf eine zeitnahe tierärztliche Abklärung veranlassen.
  • Fütterung und Aktivität so planen, dass große Mahlzeiten und intensive Bewegung nicht unmittelbar zusammenfallen.
  • Vor der Gabe bestimmter Medikamente eine MDR1-Testung tierärztlich besprechen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schottischen Schäferhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Schottische Schäferhund ist ein mittelgroßer bis großer, aktiver Hund. Bei solchen Hunden können sowohl Verletzungen im Alltag und beim Training als auch rassetypische orthopädische oder augenbezogene Erkrankungen zu höheren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik und Behandlungen bei Erkrankungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere einmalige Kosten abfedern kann.

  • Augenerkrankungen kommen bei Hütehundtypen vor und können wiederholte Diagnostik oder spezialisierte Behandlungen erforderlich machen.
  • Bei mittelgroßen bis großen Hunden können orthopädische Probleme wie Hüft- oder Ellenbogenveränderungen mit erhöhten Untersuchungskosten verbunden sein.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkosen und operative Eingriffe können auch bei einzelnen Vorfällen spürbare Kosten verursachen.
  • Das aktive Bewegungs- und Arbeitsverhalten kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern und Pfoten erhöhen.
  • Augenprobleme können fachärztliche Diagnostik und in Einzelfällen langfristige Behandlung erfordern.
  • Größere Eingriffe unter Narkose verursachen bei Hunden dieser Größe häufig höhere Gesamtkosten.
  • Orthopädische Erkrankungen oder Fehlbelastungen an Hüfte, Ellenbogen und Gelenken können wiederkehrende Behandlungskosten verursachen.
  • Verletzungen durch Laufen, Springen oder sportliche Aktivität können Untersuchungen, Medikamente oder operative Eingriffe notwendig machen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Nachsorge und Klinikaufenthalt achten.
  • Bei Vollschutz kann es sinnvoll sein, auf die Mitversicherung von Augen- und Gelenkerkrankungen zu achten.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT kann bei orthopädischen Abklärungen hilfreich sein.
  • Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Leistungsgrenzen sollten vor Abschluss sorgfältig verglichen werden.
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