Hund im Rasseprofil

Schipperke

Der Schipperke ist ein kleiner, wacher belgischer Hund mit markanter schwarzer Silhouette, dichter Halskrause und lebhaftem Temperament. Trotz seiner kompakten Größe gilt er als aufmerksam, selbstbewusst und ausgesprochen bewegungsfreudig.

AnhänglichAufmerksamIntelligentLebhaftNeugierigSelbstbewusstWachsam
Ein Schipperke sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch, auf dem Versicherungsunterlagen und ein Laptop mit einer neutralen Vergleichsseite liegen.
Ein ruhiger Moment am Küchentisch: Der Schipperke sitzt neben seinem Besitzer, während Versicherungsunterlagen und ein Laptop die Themen Absicherung und Vergleich verdeutlichen.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Belgien

Größe

Klein

Schulterhöhe

25-33 cm

Gewicht

3-9 kg

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Felltypen

Stockhaar, Dicht, Gerade

Farben

Schwarz

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 83

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Schipperke

Ein entspannter Schipperke sitzt neben seinem glücklichen Halter in einer hellen Wohnung.
Ein Schipperke genießt die Zeit mit seinem Halter in einer warmen, einladenden Umgebung.
Aufmerksamer Schipperke Hund mit typischer Fellstruktur vor hellem Hintergrund im professionellen Tierportrait.
Der Schipperke zeigt die charakteristische kompakte Körperform und das dichte Fell der Rasse in einer ruhigen, seriösen Darstellung.
Ein Schipperke sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt.
Ein sicher angeschnallter Hund im Auto steht für verantwortungsvolle Tierhaltung und sorgfältige Vorbereitung im Alltag.

Charakter

Der Schipperke ist ein kleiner, wacher und sehr lebhafter Hund mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein. Er gilt als aufmerksam, neugierig und eng an seine Bezugspersonen gebunden, bringt aber oft auch Eigenständigkeit und ein deutliches Territorialverhalten mit.

AnhänglichAufmerksamIntelligentLebhaftNeugierigSelbstbewusstWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Schipperke ist intelligent und lernfreudig, hinterfragt jedoch mitunter Anweisungen und profitiert von klarer, konsequenter Führung. Mit positiver Verstärkung und abwechslungsreichem Training lernt er meist gut, bei inkonsequenter Haltung kann er aber eigensinnig werden.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Der Schipperke beobachtet seine Umgebung aufmerksam und meldet Veränderungen oder Besucher oft schnell und zuverlässig.

Jagdtrieb

Meist gering bis mittel ausgeprägt, kann aber durch seine Neugier und Reaktionsschnelligkeit im Alltag dennoch relevant sein, etwa bei Kleintieren oder schnellen Bewegungsreizen.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufbauen. Viele Schipperkes binden sich eng an ihre Menschen und können bei zu langem oder schlecht trainiertem Alleinbleiben zu Unruhe oder vermehrtem Bellen neigen.

Trotz seiner geringen Größe ist der Schipperke kein reiner Schoßhund. Er braucht geistige Auslastung, klare Regeln und eine konsequente, faire Erziehung. Fremden gegenüber kann er reserviert sein, und seine Wachsamkeit kann sich in häufigerem Melden äußern.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich möglich, wenn Kinder den respektvollen Umgang mit Hunden kennen und der Schipperke ausreichend Ruhe, Auslastung und klare Grenzen bekommt. Er kann in passenden Familien ein lebhafter und treuer Begleiter sein, ist aber wegen seines Wachtriebs und seiner Eigenständigkeit nicht in jedem Haushalt automatisch unkompliziert.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt. Seine handliche Größe kann täuschen, denn der Schipperke ist aufmerksam, selbstständig und oft bellfreudig. Für motivierte Anfänger mit Zeit für Erziehung, Beschäftigung und gutes Management kann er passend sein, für Menschen, die einen jederzeit unkomplizierten Anfängerhund suchen, eher weniger.

Bewegungsbedarf

Mittel bis erhöht. Neben täglichen Spaziergängen braucht der Schipperke vor allem geistige Beschäftigung, kleine Trainingsaufgaben und abwechslungsreiche Aktivitäten, damit er ausgeglichen bleibt.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig. Bei warmem Wetter sollten Aktivität und Aufenthaltsdauer in der Sonne angepasst werden, da dichtes Fell und hohe Aktivität die Belastung erhöhen können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Der Schipperke ist durch sein dichtes Fell oft recht unempfindlich gegenüber kühleren Temperaturen, sollte aber bei extremer Kälte dennoch nicht unnötig lange unbewegt draußen bleiben.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn früh an Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt. Wegen seiner Wachsamkeit kann er unterwegs jedoch auf Geräusche und fremde Reize sensibel reagieren.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Zu vertrauten Menschen meist eng und loyal, gegenüber Fremden häufig reserviert bis misstrauisch. Eine gute Sozialisierung hilft, damit Wachsamkeit nicht in übermäßiges Meldeverhalten oder Unsicherheit umschlägt.

Kinder

Mit verständigen, respektvollen Kindern kann das Zusammenleben gut funktionieren. Wegen seines temperamentvollen und sensiblen Wesens sollte der Umgang immer begleitet werden, besonders bei jüngeren Kindern.

Andere Hunde

Je nach Sozialisierung oft ordentlich verträglich, kann aber selbstbewusst auftreten und gegenüber fremden Hunden distanziert oder bestimmend wirken. Frühe positive Kontakte sind hilfreich.

Pflege

Pflegeart

Doppelfell

Pflegeintervall

2-3x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • Zähne pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • Das wetterfeste Doppelfell sollte regelmäßig gebürstet, aber nicht geschoren werden.
  • Während des Fellwechsels kann deutlich mehr lose Unterwolle anfallen.
HundezahnbürsteKammKrallenzangeUnterwollkammZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Der Schipperke ist ein kleiner, lebhafter Hund und profitiert von einer ausgewogenen, hochwertig zusammengesetzten Ernährung mit angepassten Portionen. Aufgrund seiner kompakten Größe sollten Leckerlis in die Tagesration eingerechnet werden. Auf ein gesundes Körpergewicht ist besonders zu achten, da kleine Rassen bei Überfütterung schnell zunehmen können. Mehrere kleine oder zwei gut passende Mahlzeiten pro Tag sind im Alltag oft praktikabel. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
4 kgAktiv320 kcal
4 kgInaktiv210 kcal
4 kgNormal260 kcal
6 kgAktiv430 kcal
6 kgInaktiv280 kcal
6 kgNormal360 kcal
8 kgAktiv540 kcal
8 kgInaktiv350 kcal
8 kgNormal450 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele in kurzer Distanz
  • Beobachtungs- und Wachaufgaben im Alltag
  • Intelligenzspiele
  • Suchspiele
  • Tricktraining

Passende Aktivitäten

AgilityNasenarbeitObedienceRally Obedience

Geschichte des Schipperke

Der Schipperke stammt aus Belgien und entwickelte sich aus kleinen schwarzen Hüte- und Wachhunden, die besonders in städtischen und handwerklichen Umfeldern geschätzt wurden. Historisch wird er oft mit dem belgischen Leauvenaar in Verbindung gebracht, einem heute nicht mehr bestehenden Arbeitshundtyp.

Im 19. Jahrhundert wurde der Schipperke in Belgien als wachsamer, robuster Kleinhund bekannt. Er diente unter anderem als Wachhund und Rattenfänger und wurde wegen seiner Aufmerksamkeit und Beweglichkeit geschätzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die gezielte Reinzucht, und die Rasse gewann auch außerhalb Belgiens an Bekanntheit.

Heute ist der Schipperke vor allem ein aktiver Begleit- und Familienhund, der sich seinen eigenständigen, aufmerksamen Charakter bewahrt hat.

  1. 1690

    In Brüssel sind Ausstellungen kleiner schwarzer Hunde dokumentiert, die als frühe Vorläufer des Schipperke gelten.

  2. 1882

    In Belgien wird ein erster Rassestandard für den Schipperke festgelegt.

  3. 1885

    Die Rasse wird erstmals nach Großbritannien exportiert und gewinnt dort Aufmerksamkeit.

  4. 1888

    In Belgien wird ein Schipperke-Klub gegründet, der die geordnete Zucht fördert.

  5. Der Schipperke entwickelt sich aus kleinen belgischen Hüte-, Wach- und Gebrauchshunden und wird als wachsamer Kleinhund geschätzt.

  6. Die FCI führt den Schipperke als belgische Hunderasse in Gruppe 1 unter der Standard-Nummer 83.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schipperke gilt insgesamt als robuste und oft langlebige Hunderasse. Wie bei kleineren Hunderassen können jedoch bestimmte erblich beeinflusste Augen-, Stoffwechsel- und orthopädische Risiken auftreten. Eine sorgfältige Zuchtauswahl, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie eine angepasste Gewichtskontrolle unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Oft gute Lebenserwartung bei regelmäßiger Vorsorge, frühzeitiger Beobachtung möglicher rassetypischer Risiken und bedarfsgerechter Haltung.

Mukopolysaccharidose Typ IIIB

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Schipperke wird ein erblich bedingtes Stoffwechselrisiko beschrieben, das in einzelnen Linien vorkommen kann. Es handelt sich um ein seltenes, aber relevantes rassetypisches Risiko.

Prävention: Zuchttiere nur nach geeigneter genetischer Abklärung einsetzen und bei auffälliger Entwicklung tierärztlich abklären lassen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei mehreren kleinen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Probleme an der Kniescheibe bestehen. Die Ausprägung kann unterschiedlich sein.

Prävention: Auf gesundes Körpergewicht achten, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Auffälligkeiten im Gangbild eine Untersuchung veranlassen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Beim Schipperke werden verschiedene erblich mitbeeinflusste Augenrisiken beschrieben, darunter mögliche Netzhaut- oder Linsenveränderungen.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, besonders in der Zucht, sowie tierärztliche Kontrolle bei Veränderungen des Sehvermögens oder der Augenoberfläche.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch wenn das Risiko im Vergleich zu größeren Rassen oft geringer eingeschätzt wird, können Hüftgelenksveränderungen rassetypisch vorkommen.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum, angemessene Bewegung und Auswahl gesundheitlich untersuchter Elterntiere unterstützen die Vorsorge.

Zahnerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Kleinere Hunderassen können zu Zahnstein, Entzündungen im Maulbereich und damit verbundenem Pflegebedarf neigen.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignete Kauartikel und tierärztliche Zahnkontrollen einplanen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung
  • Hitze
  • Zähne
  • Auf ein schlankes Körpergewicht achten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Bei Zuchttieren genetische und klinische Untersuchungen entsprechend rassetypischer Risiken berücksichtigen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Augen, Bewegungsapparat und Zahnstatus einplanen.
  • Zahnpflege früh etablieren und professionelle Zahnkontrollen in den Gesundheitsplan aufnehmen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schipperke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Schipperke ist ein kleiner, aktiver Hund. Trotz seiner kompakten Größe können im Laufe des Lebens Kosten durch Verletzungen, zahnbezogene Behandlungen, diagnostische Abklärungen oder rassetypisch mögliche orthopädische und augenbezogene Probleme entstehen. Eine OP-Versicherung kann größere Einmalkosten abfedern, während ein Vollschutz zusätzlich bei Behandlungen und Diagnostik im Alltag unterstützen kann.

  • Auch bei robust wirkenden Hunden können unerwartete Behandlungen oder Operationen zu höheren Einmalkosten führen.
  • Bei kleinen Hunderassen können zahnmedizinische Behandlungen und regelmäßige tierärztliche Kontrollen Kosten verursachen.
  • Der Schipperke ist lebhaft und bewegungsfreudig, wodurch je nach Haltung und Aktivität ein gewisses Verletzungsrisiko bestehen kann.
  • Mögliche orthopädische oder augenbezogene Erkrankungen können Diagnostik, Medikamente oder operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Augenbezogene Untersuchungen und Behandlungen können durch Diagnostik und Nachkontrollen kostenintensiv werden.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Knochen, Gelenken oder Weichteilen, können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen mit Röntgen oder anderer Bildgebung können auch bei kleineren Hunden relevante Behandlungskosten auslösen.
  • Zahnbehandlungen, Zahnextraktionen oder Eingriffe unter Narkose können sich finanziell deutlich bemerkbar machen.
  • Auf Leistungen für Zahnbehandlungen oder zumindest zahnbezogene Operationen zu achten, kann bei kleinen Hunderassen sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit Erstattung für Diagnostik vor einer Operation kann bei unklaren Beschwerden hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Nachsorge, Medikamente und bildgebende Verfahren einschließt.
  • Wer laufende Tierarztkosten besser kalkulieren möchte, kann einen Vollschutz mit ausreichender jährlicher Leistungsgrenze prüfen.
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Kategorien & Schlagwörter

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