Hund im Rasseprofil

Riesenschnauzer

Der Riesenschnauzer ist ein großer, kräftiger und ausdauernder Gebrauchshund aus Deutschland. Er gilt als wachsam, arbeitsfreudig und eng an seine Bezugspersonen gebunden.

ArbeitsfreudigEnergiegeladenFuehrungsstarkIntelligentLoyalSelbstbewusstWachsam
Ein Riesenschnauzer sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während sein Besitzer ruhig fährt und Sonnenlicht durch das Fenster fällt.
Sichere Autofahrt mit Hund: Ein angeschnallter Riesenschnauzer begleitet seinen Halter entspannt auf der Rückbank.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Deutschland

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

60-70 cm

Gewicht

35-47 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Drahthaar, Stockhaarartig

Farben

Schwarz, Pfeffersalz

FCI-Gruppe

Gruppe 2

FCI-Standard

Nr. 181

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Riesenschnauzer

Ein glücklicher Riesenschnauzer sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen, modernen Wohnung.
Ein freundlicher Riesenschnauzer genießt die Zeit mit seinem Besitzer in einer modernen, vertrauensvollen Umgebung.
Ein freundlicher Riesenschnauzer liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre schaffen.
Das Motiv zeigt einen großen Familienhund in einer ruhigen Alltagsszene mit Kind und Eltern – passend zu Themen rund um Gesundheit, Vorsorge und Absicherung.
Ein vitaler Riesenschnauzer läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Bewegung an der frischen Luft fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden eines aktiven Hundes.

Charakter

Der Riesenschnauzer ist ein großer, kraftvoller und sehr aufmerksamer Hund mit ausgeprägtem Schutz- und Wachinstinkt. Er gilt als intelligent, arbeitsfreudig und eng an seine Bezugspersonen gebunden, braucht aber eine konsequente, faire Erziehung sowie viel geistige und körperliche Auslastung.

ArbeitsfreudigEnergiegeladenFuehrungsstarkIntelligentLoyalSelbstbewusstWachsam
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich gut erziehbar, wenn die Bezugsperson souverän, konsequent und erfahren auftritt. Der Riesenschnauzer lernt schnell, hinterfragt aber mitunter und braucht klare Regeln sowie abwechslungsreiches Training statt Härte oder Monotonie.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse wurde auch als Schutz und Gebrauchshund geschätzt und neigt dazu, Haus, Hof und Bezugspersonen aufmerksam zu bewachen.

Jagdtrieb

Meist mäßig vorhanden, individuell aber unterschiedlich. Bewegungsreize und Wild können interessant sein, weshalb Rückruf und Impulskontrolle sorgfältig aufgebaut werden sollten.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Viele Riesenschnauzer sind sehr menschenbezogen und können bei zu langem oder schlecht aufgebautem Alleinsein unausgeglichen reagieren.

Diese Rasse eignet sich besonders für erfahrene Halter, die Führung, Beschäftigung und klare Strukturen bieten können. Freundlichkeit gegenüber Familie und Vertrauten ist häufig gut ausgeprägt, gegenüber Fremden zeigt der Riesenschnauzer oft Zurückhaltung oder Wachsamkeit. Verhalten und Alltagstauglichkeit hängen stark von Sozialisierung, Training, Auslastung und individuellen Anlagen ab.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Erziehung, früher Sozialisierung und ausreichender Auslastung kann der Riesenschnauzer ein engagierter und treuer Familienhund sein. Er passt jedoch eher zu aktiven Haushalten mit Hundeerfahrung, da Größe, Kraft, Wachtrieb und Temperament im Alltag gut gelenkt werden müssen. Für sehr turbulente oder wenig strukturierte Familien ist er nicht automatisch die unkomplizierteste Wahl.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht für Anfänger zu empfehlen. Die Rasse verlangt konsequente Führung, gutes Timing im Training, sinnvolle Beschäftigung und ein sicheres Management in Alltagssituationen. Sehr engagierte Anfänger mit professioneller Begleitung können zurechtkommen, pauschal leicht ist der Riesenschnauzer aber nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Neben täglichen längeren Spaziergängen braucht der Riesenschnauzer regelmäßige geistige Arbeit, Training und Aufgaben, damit er ausgeglichen bleibt. Reine Bewegung ohne Kopfarbeit reicht oft nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Belastung angepasst werden, besonders wegen Größe, Aktivität und dunklem Fell bei entsprechenden Farbschlägen.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das drahtige Fell bietet einen ordentlichen Wetterschutz, dennoch sollten individuelle Empfindlichkeit, Alter und Gesundheitszustand berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung meist ordentlich, aber aufgrund von Größe, Wachsamkeit und hoher Umweltorientierung ist vorausschauendes Training wichtig. In hektischen, engen oder häufig wechselnden Reisesituationen braucht die Rasse eine gute Führung.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Polizeihund
  • Rettungshund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen oft sehr loyal und anhänglich, bei Fremden eher reserviert bis wachsam. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit Aufmerksamkeit nicht in übermäßiges Misstrauen umschlägt.

Kinder

Mit standfesten, respektvollen Kindern im gut angeleiteten Zusammenleben oft gut möglich. Wegen Größe, Kraft und lebhaftem Temperament sollten Kontakte beaufsichtigt und Grenzen auf beiden Seiten klar vermittelt werden.

Andere Hunde

Je nach Linie, Sozialisierung und Führung unterschiedlich. Gut sozialisiert oft alltagstauglich, kann aber selbstbewusst auftreten und nicht jeden Hund freundlich finden.

Pflege

Pflegeart

Trimmen und regelmaessige fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro woche, trimmen alle 8 bis 12 wochen

Fellpflege

Hoch

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Hoch

  • bart nach dem fressen und trinken reinigen
  • deckhaar regelmaessig trimmen
  • fell mehrmals pro woche gruendlich buersten
  • krallen regelmaessig kontrollieren und bei bedarf kuerzen
  • ohren kontrollieren und sauber halten
  • zaehne regelmaessig pflegen
  • bart und augenbrauen brauchen besondere pflege, da sich dort leicht schmutz und feuchtigkeit sammeln
  • das drahtige fell sollte nicht geschoren, sondern bevorzugt getrimmt werden, um struktur und typisches aussehen zu erhalten
  • nach nassem wetter sollten bart und pfoten gut getrocknet werden
  • regelmaessige pflege hilft, verfilzungen in beinen, bart und unterwolle zu vermeiden
KrallenschereMetallkammTrimmesserZahnbuerste fuer hundeZupfbuerste

Ernährung & Kalorien

auf eine ausgewogene, hochwertige ernaehrung achten, die zu groesse, alter und aktivitaet passt. der riesenschnauzer ist eine grosse, kraeftige und oft aktive rasse, daher sollten portionsgroessen sorgfaeltig angepasst und das koerpergewicht regelmaessig kontrolliert werden. leckerlis bei der tagesration beruecksichtigen und stets frisches wasser bereitstellen. bei schnellen futterwechseln empfiehlt sich eine schrittweise umstellung.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
30 kgAktiv1850 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1550 kcal
40 kgAktiv2350 kcal
40 kgInaktiv1550 kcal
40 kgNormal1950 kcal
50 kgAktiv2800 kcal
50 kgInaktiv1850 kcal
50 kgNormal2300 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • anspruchsvolle kopfarbeit
  • apportierarbeit
  • gehorsamkeitstraining
  • strukturierte aufgaben mit enger zusammenarbeit mit dem menschen
  • suchspiele und nasenarbeit
  • taegliche lange spaziergaenge

Passende Aktivitäten

AgilityBegleithundesportFaehrtenarbeitMantrailingObedienceZugarbeit

Geschichte des Riesenschnauzers

Der Riesenschnauzer entstand in Deutschland, vor allem im süddeutschen Raum. Seine Vorfahren wurden als robuste Treib-, Hof- und Wachhunde genutzt und mussten ausdauernd, wetterfest und führig sein.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich aus diesen Gebrauchshunden ein einheitlicherer Typ, der besonders in Bayern und Württemberg verbreitet war. Der Riesenschnauzer wurde zunächst vor allem als Viehtreiber und Wachhund gehalten.

Mit der zunehmenden organisierten Hundezucht wurde die Rasse zu Beginn des 20. Jahrhunderts systematischer erfasst. Später fand der Riesenschnauzer auch Verwendung als Polizei-, Schutz- und Diensthund. Heute wird er sowohl als sportlicher Familienhund als auch im Gebrauchshundebereich gehalten.

  1. 19

    Im 19. Jahrhundert werden robuste schnauzerartige Hunde im süddeutschen Raum als Treib-, Wach- und Hofhunde beschrieben, aus denen sich der Riesenschnauzer entwickelte.

  2. 1909

    Auf einer Ausstellung in München werden Riesenschnauzer in größerem Rahmen vorgestellt.

  3. 1913

    Der Riesenschnauzer wird in Deutschland als eigenständige Rasse in das Zuchtbuch eingetragen.

  4. 1925

    Der Riesenschnauzer wird in Deutschland als Gebrauchshund anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Riesenschnauzer gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei größeren, aktiven Rassen können jedoch bestimmte orthopädische, augenbezogene und internistische Risiken gehäuft vorkommen. Eine kontrollierte Aufzucht, angepasstes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung ohne Überlastung sowie planvolle Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich großer Hunderassen. Ein gutes Gewichtsmanagement, passende Bewegung, frühzeitige Vorsorge und zuchtseitige Gesundheitskontrollen können sich günstig auf die gesundheitliche Entwicklung auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser großen Rasse kann ein erhöhtes Risiko für eine Fehlentwicklung der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich im Verlauf auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrollierte Zuchtlinien achten, gleichmäßiges Wachstum im Junghundalter unterstützen, Übergewicht vermeiden und gelenkschonende Bewegung fördern.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Größere, sportliche Hunde können ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsstörungen im Ellbogengelenk haben. Mögliche Folgen betreffen vor allem die Vordergliedmaßen und die Belastbarkeit.

Prävention: Zuchtseitige Vorsorge beachten, Wachstumsphase nicht überlasten, Körpergewicht im Normalbereich halten und Belastung dem Alter anpassen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Tiefbrüstige größere Hunde können ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung haben. Das Risiko steht eher mit Körperbau und Fütterungsmanagement als mit einer eindeutig genetischen Ursache in Zusammenhang.

Prävention: Futterportionen aufteilen, starke Aktivität rund um die Fütterung begrenzen und Fressverhalten ruhig gestalten.

Schilddrüsenunterfunktion

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei Riesenschnauzern wird teils ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenfunktionsstörungen beschrieben. Veränderungen können sich unter anderem auf Stoffwechsel, Fell und Leistungsbereitschaft auswirken.

Prävention: Regelmäßige tierärztliche Kontrollen bei auffälligen Veränderungen von Gewicht, Fell oder Aktivität einplanen und Zuchthintergrund berücksichtigen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

In der Rasse können bestimmte erblich beeinflusste Augenerkrankungen vorkommen. Das individuelle Risiko und der Verlauf können unterschiedlich sein.

Prävention: Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge nutzen und bei Zuchttieren auf dokumentierte Untersuchungen achten.

Harnsteine

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei einzelnen Hunden dieser Rasse wird über eine Neigung zu Harnwegsproblemen und Harnsteinen berichtet. Ernährung, Flüssigkeitsaufnahme und individuelle Veranlagung können dabei eine Rolle spielen.

Prävention: Ausreichende Wasseraufnahme fördern, Fütterung ausgewogen gestalten und bei Auffälligkeiten im Harnabsatz früh tierärztlich abklären lassen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Magenbelastung nach intensiver Bewegung
  • Augen- und allgemeine Vorsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen unterstützen die Früherkennung möglicher rassetypischer Risiken.
  • Bei auffälligen Veränderungen von Fell, Gewicht oder Aktivitätsniveau kann eine tierärztliche Kontrolle der Schilddrüsenwerte erwogen werden.
  • Bei größeren Hunden dieser Rasse kann ein angepasstes Fütterungsmanagement mit mehreren kleineren Mahlzeiten sinnvoll sein.
  • Das Körpergewicht sollte konsequent im passenden Bereich gehalten werden, um Gelenke und Kreislauf nicht unnötig zu belasten.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorge ist besonders im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für Riesenschnauzer ist je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein Vollschutz sinnvoll.

Der Riesenschnauzer ist eine große, kräftige und meist aktive Hunderasse. Bei größeren Hunden können orthopädische Probleme, Verletzungen durch Bewegung sowie altersbedingte Erkrankungen mit entsprechend höheren Behandlungskosten verbunden sein. Eine OP-Versicherung kann das Risiko größerer Einmalkosten abfedern, während ein Vollschutz zusätzlich bei Diagnostik, Medikamenten und laufenden Behandlungen unterstützen kann.

  • Die große Körpermasse kann das Risiko für Gelenk- und Bewegungsprobleme erhöhen.
  • Ein aktives Temperament kann zu Verletzungen im Alltag, beim Spiel oder beim Sport beitragen.
  • Neben akuten Eingriffen können auch längerfristige Behandlungen und Medikamente relevant werden.
  • Operationen und bildgebende Diagnostik bei großen Hunden sind häufig kostenintensiv.
  • Im Alter können chronische Erkrankungen mit wiederkehrenden Kosten für Kontrollen, Medikamente und Therapien verbunden sein.
  • Operationen bei größeren Hunden können wegen Narkose, OP-Aufwand und Nachbehandlung besonders teuer sein.
  • Orthopädische Beschwerden wie Gelenkprobleme oder Lahmheiten können Diagnostik und längere Behandlungen erforderlich machen.
  • Verletzungen an Bändern, Pfoten oder Muskulatur können durch das hohe Aktivitätsniveau zu unerwarteten Tierarztkosten führen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Nachsorge und stationärem Aufenthalt achten.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Leistungsgrenzen pro Jahr achten.
  • Bei Vollschutz ist eine gute Abdeckung von Diagnostik, Medikamenten und physiotherapeutischen Maßnahmen sinnvoll.
  • Tarife mit klar geregelten Leistungen für orthopädische Erkrankungen können bei großen Hunden besonders relevant sein.
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