Hund im Rasseprofil

Ratero

Der Ratero ist ein kleiner, lebhafter spanischer Hundetyp, der traditionell zur Ratten- und Mäusejagd in Häusern, Ställen und auf Höfen eingesetzt wurde. Er gilt als aufmerksam, beweglich und menschenbezogen.

AnhänglichIntelligentLebhaftMutigTemperamentvollWachsamWendig
Ein aufmerksamer Ratero Hund steht in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund, als realistisches Tierportrait mit weichem Licht.
Der Ratero wird hier in einer ruhigen, sachlichen Portraitaufnahme gezeigt, wie sie zu einer hochwertigen Ratgeberseite passt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Spanien

Größe

Klein

Schulterhöhe

32-40 cm

Gewicht

5-9 kg

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss, Weiss schwarz, Weiss braun, Dreifarbig

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Ratero

Ein Ratero Hund sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt und Sonnenlicht durch das Fenster fällt.
Sichere Mitnahme im Auto ist ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Hundehaltung und schützt Tier und Halter unterwegs.
Ratero Hund mit leicht verbundenen Pfote liegt ruhig auf einer Decke, während sein Besitzer erleichtert daneben sitzt.
Ein Ratero Hund erholt sich in entspannter Atmosphäre zu Hause, während sein Besitzer sichtbar erleichtert ist.
Ein neugieriger Ratero Welpe entdeckt sein neues Zuhause mit einer weichen Decke und Spielzeug.
Der junge Ratero Welpe erkundet mit großem Interesse seine neue Umgebung und zeigt damit die emotionale Bindung zu seiner Familie.

Charakter

Der Ratero ist ein kleiner, lebhafter und aufmerksamer Hund mit ausgeprägter Reaktionsschnelligkeit. Er zeigt sich meist intelligent, beweglich und eng an seine Bezugspersonen gebunden. Trotz seiner handlichen Größe ist er oft mutig, wachsam und temperamentvoll.

AnhänglichIntelligentLebhaftMutigTemperamentvollWachsamWendig
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Ratero gilt meist als klug und lernfreudig, kann aber auch eigenständig und schnell im Reagieren sein. Mit klaren Regeln, positiver Bestärkung und kurzen, abwechslungsreichen Trainingseinheiten ist er oft gut erziehbar. Zu harte oder inkonsequente Führung kann Unsicherheiten oder unerwünschtes Kontrollverhalten fördern.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Viele Rateros melden Bewegungen, Geräusche oder fremde Personen zuverlässig. Ohne Training kann sich daraus häufiges Anzeigen oder nervöse Wachsamkeit entwickeln.

Jagdtrieb

Oft mittel bis erhöht, besonders gegenüber kleinen, schnellen Tieren. Das hängt stark von Linie, Prägung und Alltagstraining ab. Ein sicherer Rückruf und Impulskontrolle sind sinnvoll.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufbauen. Viele Vertreter binden sich eng an ihre Menschen und können bei zu schnellem Training Unruhe oder Lautäußerungen zeigen. Kurze, planvolle Schritte und ausreichend Auslastung vor Ruhephasen helfen.

Je nach Herkunft, Sozialisierung und Auslastung kann ein Ratero sehr anpassungsfähig oder deutlich reizempfindlich sein. Frühzeitige Erziehung, kontrollierte Umweltgewöhnung und ausreichend Beschäftigung sind wichtig, damit Wachsamkeit und Jagdinteresse im Alltag gut lenkbar bleiben.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Sozialisierung und respektvollem Umgang kann der Ratero ein guter Familienhund sein. Er passt oft besser zu Familien mit hundeerfahrenem Umgang, klaren Regeln und Kindern, die Rücksicht auf einen kleinen, schnellen Hund nehmen. Für sehr hektische Haushalte oder unsanften Umgang ist er nicht immer die beste Wahl.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Anfänger können mit einem gut sozialisierten, ausgeglichenen Ratero zurechtkommen, wenn sie bereit sind, sich mit Erziehung, Auslastung und Bellmanagement zu beschäftigen. Für Menschen, die einen durchweg unkomplizierten oder sehr gelassenen Hund erwarten, kann die Rasse anspruchsvoller sein.

Bewegungsbedarf

Trotz kleiner Größe meist recht hoch. Tägliche Spaziergänge, Suchspiele, Lernaufgaben und Beschäftigung für Kopf und Körper sind sinnvoll. Reine Kurzrunden reichen vielen Rateros auf Dauer nicht.

Hitzeverträglichkeit

Eher ordentlich, vor allem bei kurzem Fell, dennoch sollten starke Mittagshitze, heiße Böden und intensive Aktivität bei Sommerwetter vermieden werden.

Kälteverträglichkeit

Eher mäßig bis eher gering. Kleine, kurzhaarige Hunde kühlen schneller aus und profitieren bei Nässe, Wind oder Wintertemperaturen oft von Schutz und angepasster Aufenthaltsdauer.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung meist recht gut. Durch die kompakte Größe ist der Transport oft unkompliziert, allerdings reagieren manche Tiere sensibel auf neue Reize, Enge oder Unruhe. Frühes Training verbessert die Alltagstauglichkeit deutlich.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen häufig sehr anhänglich und aufmerksam. Fremden gegenüber kann er je nach Typ offen, reserviert oder erst einmal prüfend sein. Gute Sozialisierung hilft, Unsicherheit oder übermäßiges Meldeverhalten zu begrenzen.

Kinder

Mit verständigen Kindern oft gut möglich, sofern der Hund Rückzugsmöglichkeiten hat und nicht grob behandelt wird. Wegen seiner Größe und schnellen Reaktionen sollte der Umgang begleitet und ruhig gestaltet werden.

Andere Hunde

Mit früher Gewöhnung oft alltagstauglich, aber nicht immer konfliktfrei. Manche Rateros treten selbstbewusst auf oder reagieren an der Leine schnell. Kontrollierte Hundekontakte und saubere Sozialisierung sind hilfreich.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

woechentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Maessig

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • augen kontrollieren
  • fell bürsten
  • krallen kontrollieren
  • ohren kontrollieren
  • zähne pflegen
  • Aktive kleine Hunde profitieren von konsequenter Krallen- und Zahnpflege.
  • Das kurze Fell benötigt meist nur regelmäßiges Bürsten, um lose Haare und Schmutz zu entfernen.
  • Nach Spaziergängen in dichtem Gelände sollten Pfoten und Fell auf kleine Verletzungen und Fremdkörper kontrolliert werden.
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Ernährung & Kalorien

Der Ratero ist ein kleiner, lebhafter Hund und sollte mit einem hochwertigen Alleinfutter für kleine Hunde gefüttert werden. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Alter und Aktivität angepasst werden. Kleine Portionen über den Tag verteilt können sinnvoll sein. Auf eine schlanke Körperform und regelmäßige Gewichtskontrolle sollte geachtet werden. Leckerlis sollten bei der Tagesration berücksichtigt werden. Stets frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
7 kgAktiv470 kcal
7 kgInaktiv300 kcal
7 kgNormal380 kcal
9 kgAktiv560 kcal
9 kgInaktiv360 kcal
9 kgNormal460 kcal
11 kgAktiv670 kcal
11 kgInaktiv430 kcal
11 kgNormal540 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • abwechslungsreiche spaziergänge
  • apportierspiele
  • intelligenzspiele
  • nasenarbeit
  • suchspiele

Passende Aktivitäten

AgilityDog dancingMantrailingObedience

Geschichte des Ratero

Der Ratero ist ein traditioneller spanischer Hundetyp, der über lange Zeit als geschickter Ratten- und Mäusefänger auf Bauernhöfen, in Stallungen und in Wohnbereichen gehalten wurde. Seine Entwicklung ist eng mit dem praktischen Bedarf an kleinen, wendigen und mutigen Gebrauchshunden verbunden.

Unter der Bezeichnung "Ratero" werden in Spanien verschiedene regionale Schläge und nah verwandte Typen zusammengefasst. Nicht jeder dieser Typen ist international offiziell anerkannt. Daher lassen sich Ursprung und Entwicklung nur allgemein beschreiben, während genaue Jahresangaben oft fehlen.

Bekannt ist, dass besonders der andalusische Ratero-Typ im 20. Jahrhundert gezielter beschrieben und später national anerkannt wurde. Außerhalb Spaniens bleibt die Rasse beziehungsweise der Rassetyp insgesamt vergleichsweise selten.

  1. In Spanien entstehen verschiedene Ratero-Typen als kleine Gebrauchshunde zur Bekämpfung von Nagetieren auf Höfen und in Gebäuden.

  2. Der Ratero wird über Generationen vor allem nach Arbeitsleistung, Wendigkeit und Wachsamkeit gezüchtet.

  3. 1993

    Der Ratonero Bodeguero Andaluz, ein bekannter spanischer Ratero-Typ, wird in Spanien national anerkannt.

  4. Der Ratero bleibt außerhalb Spaniens insgesamt eher selten und wird überwiegend als regional geprägter Arbeits- und Begleithund wahrgenommen.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Ratero gilt insgesamt als robuster, beweglicher Hund mit häufig guter Grundkonstitution. Wie bei kleinen bis mittelgroßen, aktiven Hunden können je nach Linie orthopädische, zahnbezogene und augenbezogene Themen vorkommen. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle, Zahnpflege und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung wird oft eine vergleichsweise gute Lebenserwartung erreicht. Gesundheitsrelevant sind vor allem frühzeitige Vorsorge, Zahngesundheit und die Beobachtung von Bewegungsapparat und Augen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleineren und leichten Hunderassen kann eine Verlagerung der Kniescheibe als mögliches rassetypisches Risiko vorkommen. Dies kann sich zeitweise in verändertem Gang oder Entlastung einer Hintergliedmaße zeigen.

Prävention: Auf schlankes Körpergewicht achten, Sprungbelastungen im Wachstum begrenzen, Muskulatur durch gleichmäßige Bewegung fördern und Gangbild tierärztlich abklären lassen, wenn Auffälligkeiten auftreten.

Zahnstein und Zahnfleischprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei kleinen Hunden treten Zahnbelag, Zahnstein und Reizungen des Zahnfleischs vergleichsweise häufiger auf. Eine konsequente Maulhygiene kann das Risiko verringern.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege zu Hause, kontrollierte Fütterung, geeignete Kauartikel und tierärztliche Zahnkontrollen einplanen.

Augenreizungen oder augenbezogene Veränderungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Hunden mit viel Aufenthalt im Freien können Augenreizungen auftreten; je nach Zuchtlinie können auch erbliche Augenthemen als mögliches Risiko bestehen. Frühzeitige Kontrolle unterstützt die Einschätzung.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, Zugluft und starke Reizstoffe meiden und Veränderungen wie Rötung oder vermehrten Tränenfluss tierärztlich beurteilen lassen.

Hautreizungen und Kontaktallergien

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit aktivem Lebensstil können Hautreizungen durch Umweltfaktoren, Parasiten oder Kontaktstoffe vorkommen. Eine aufmerksame Hautpflege und Beobachtung sind sinnvoll.

Prävention: Haut nach Outdoor-Aktivitäten kontrollieren, milde Pflegeprodukte verwenden, Parasitenprophylaxe abstimmen und bei wiederkehrendem Juckreiz tierärztlichen Rat einholen.

  • Gelenkbelastung durch häufiges Springen
  • Hitze
  • Kälte
  • Zahngesundheit
  • Augen bei Reizungen, vermehrtem Tränenfluss oder Unsicherheiten im Sehvermögen zeitnah kontrollieren lassen.
  • Bei Auffälligkeiten im Gangbild oder beim Springen die Kniegelenke und den allgemeinen orthopädischen Status untersuchen lassen.
  • Die Zahngesundheit regelmäßig tierärztlich beurteilen lassen und eine alltagstaugliche Zahnpflegeroutine etablieren.
  • Jährliche allgemeine Vorsorgeuntersuchungen mit Kontrolle von Gewicht, Bewegungsapparat, Haut und Augen durchführen lassen.
  • Parasitenprophylaxe und Hautkontrollen an den Aktivitätsgrad und die Umgebung des Hundes anpassen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Ratero kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Ratero ist ein kleiner, meist aktiver Hund mit häufig lebhaftem Bewegungsverhalten. Dadurch können Verletzungen im Alltag, beim Rennen oder Springen sowie zahnbezogene Behandlungen und einzelne orthopädische oder unfallbedingte Eingriffe relevant werden. Da hohe Einmalkosten vor allem bei Operationen und Diagnostik entstehen können, kann mindestens eine OP-Absicherung sinnvoll sein. Ein Vollschutz kann zusätzlich laufende Behandlungskosten abdecken, wenn auch ambulante und diagnostische Leistungen abgesichert werden sollen.

  • Auch bei kleinen Hunden können Operationen, Bildgebung und Nachsorge spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Das aktive und wendige Verhalten kann das Risiko für Unfall- und Verletzungsfolgen erhöhen.
  • Ein Vollschutz kann neben OP-Kosten auch Untersuchungen und Behandlungen bei Erkrankungen oder Verletzungen einbeziehen.
  • Zahnprobleme und daraus folgende Behandlungen können im Verlauf zusätzliche Kosten auslösen.
  • Magen-Darm-Beschwerden oder akute Erkrankungen können Diagnostik, Medikamente und gegebenenfalls stationäre Versorgung nach sich ziehen.
  • Orthopädische Beschwerden oder Lahmheiten können Untersuchungen, Bildgebung und gegebenenfalls Eingriffe erforderlich machen.
  • Unfallbedingte Verletzungen wie Frakturen, Bissverletzungen oder Weichteilschäden können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Zahnprobleme wie Zahnstein, entzündliche Veränderungen oder Extraktionen können wiederkehrende Behandlungskosten auslösen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Diagnostik und Nachbehandlung achten.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Leistungsgrenzen im Vertrag achten.
  • Bei Vollschutz kann eine Abdeckung für ambulante Behandlungen und bildgebende Diagnostik sinnvoll sein.
  • Tarife mit Leistungen für Zahnbehandlungen oder zahnmedizinisch notwendige Eingriffe können sinnvoll sein.
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Kategorien & Schlagwörter

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