Hund im Rasseprofil

Rastreador Brasileiro

Der Rastreador Brasileiro ist ein brasilianischer Laufhund, der für die jagdliche Arbeit über weite Distanzen gezüchtet wurde. Die Rasse gilt als ausdauernd, arbeitsfreudig und besitzt eine sehr feine Nase.

ArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigJagdlich motiviertRobustSpursicher
Ein älterer Rastreador Brasileiro liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt und damit Geborgenheit und Sicherheit vermittelt.
Ein ruhiger Moment zwischen Hund und Besitzer zeigt, wie wichtig Fürsorge, Nähe und ein sicheres Zuhause für ältere Hunde sind.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Brasilien

Größe

Gross

Schulterhöhe

56-67 cm

Gewicht

21-33 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurz, Glatt

Farben

Dreifarbig, Schwarz mit loh und weiß, Blau mit loh, Weiß mit orange, Weiß mit zitronenfarben, Rotfalb

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 275

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Rastreador Brasileiro

Ein Rastreador Brasileiro sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop mit Vergleichsseite.
Der ruhige Alltag in der Wohnung zeigt, wie Tierhalter sich mit Versicherungsfragen und Unterlagen für ihren Hund befassen.
Ein Rastreador Brasileiro läuft entspannt an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang mit dem Hund gehört zum gesunden Alltag und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier.
Ein vitaler Rastreador Brasileiro läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Aktive Bewegung im Grünen: Der Rastreador Brasileiro zeigt sich gesund, agil und voller Energie.

Charakter

Der Rastreador Brasileiro ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Lauf- und Spürhund mit deutlich ausgeprägtem Jagdtrieb. Er gilt in passender Haltung oft als freundlich, robust und leistungsbereit, benötigt aber viel Bewegung, Nasenarbeit und eine konsequente, faire Führung.

ArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigJagdlich motiviertRobustSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernfähig und arbeitsbereit, aber häufig kein Hund mit ausgeprägtem Gefallenwollen in jeder Alltagssituation. Die Erziehung gelingt meist besser über klare Strukturen, viel Praxis, Geduld und sinnvolle Auslastung als über reine Unterordnung.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn kann vorhanden sein, steht jedoch meist hinter Jagdpassion und Spürarbeit zurück. Er ist eher kein klassischer Schutzhund, kann aber aufmerksam auf seine Umgebung reagieren.

Jagdtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Der Rastreador Brasileiro wurde für die Fährten und Jagdarbeit gezüchtet, daher ist mit hoher Wildschärfe, Spurwille und eigenständigem Arbeiten zu rechnen.

Alleinbleiben

Nur eingeschränkt geeignet. Viele Vertreter brauchen enge Einbindung, viel Beschäftigung und einen ruhigen Aufbau des Alleinbleibens. Bei Unterforderung oder fehlendem Training kann es zu Unruhe und Lautäußerungen kommen.

Diese Rasse ist in der Regel stark auf jagdliche Aufgaben ausgerichtet. Verhalten und Alltagstauglichkeit hängen stark von Zuchtlinie, Sozialisierung, Auslastung und individueller Veranlagung ab. Ohne passende Beschäftigung kann der Hund eigenständig, laut oder schwer lenkbar wirken.

Alltag & Haltung

Familie

Nur bedingt und vor allem dann, wenn seine jagdliche Veranlagung, der hohe Bewegungsbedarf und die notwendige Auslastung realistisch berücksichtigt werden. In aktiven, erfahrenen Haushalten kann er freundlich und alltagstauglich sein, für ein ruhiges Familienleben ohne intensive Beschäftigung ist er meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nein. Die Kombination aus starkem Jagdtrieb, hoher Ausdauer, möglicher Lautfreude und teils eigenständigem Charakter stellt an Anfänger oft hohe Anforderungen. Mit sehr guter Begleitung, Hundeerfahrung im Umfeld und passender Auslastung kann manches gelingen, pauschal anfängerfreundlich ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Benötigt täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung über Nasenarbeit, Fährtenarbeit oder jagdnahe Beschäftigung. Reine Spaziergänge reichen häufig nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Durch die Herkunft aus Brasilien oft recht ordentlich, dennoch sind Belastung, Sucharbeit und Sport bei Hitze vorsichtig zu dosieren. Schatten, Wasser und angepasste Aktivitätszeiten bleiben wichtig.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kurzes bis mittleres Fell schützt begrenzt, daher können längere Aufenthalte bei Nässe und Kälte je nach Individuum unangenehm sein.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung und ausreichender Bewegung vor und während der Reise meist ordentlich, allerdings können enge Unterkünfte, viele Reize und wenig Auslastung problematisch werden.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Oft freundlich bis neutral, mitunter anfangs etwas zurückhaltend. Gute Sozialisierung fördert ein ausgeglichenes Auftreten gegenüber Besuchern und fremden Personen.

Kinder

Kann in passend geführten Familien mit verständigen Kindern gut leben, ist aber wegen Temperament, Kraft und Arbeitsdrang nicht automatisch für jeden Kinderhaushalt ideal. Rückzugsorte, Aufsicht und klare Regeln sind wichtig.

Andere Hunde

Häufig brauchbar bis mittelgut, besonders bei früher Gewöhnung. Wie bei vielen Jagdhunden können Erregung, Konkurrenz oder Meutedynamik das Verhalten beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Als lauf- und arbeitsfreudiger Hund sollten Pfoten und Ballen nach aktiven Einsätzen kontrolliert werden.
  • Das Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Bürsten während des Fellwechsels.
  • Hängende oder halb hängende Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit geprüft werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung sollte dem mittelgroßen bis großen, bewegungsfreudigen Körperbau angepasst sein. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht und Aktivität orientiert werden. Zur Unterstützung einer stabilen Körperkondition sind kontrollierte Portionen und regelmäßige Gewichtskontrollen sinnvoll. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
22 kgAktiv1340 kcal
22 kgInaktiv950 kcal
22 kgNormal1140 kcal
28 kgAktiv1610 kcal
28 kgInaktiv1140 kcal
28 kgNormal1360 kcal
34 kgAktiv1850 kcal
34 kgInaktiv1310 kcal
34 kgNormal1570 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele
  • Wandern

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailing

Geschichte des Rastreador Brasileiro

Der Rastreador Brasileiro entstand in Brasilien als leistungsfähiger Laufhund für die Jagd in unterschiedlichem Gelände und Klima. Ziel war ein robuster, ausdauernder Spürhund mit guter Nasenleistung und Eignung für die Meutearbeit.

Die Rasse wurde im 20. Jahrhundert aufgebaut und national bekannt. Später erlitt der Bestand einen schweren Rückschlag und galt zeitweise als verschwunden. In jüngerer Zeit wurde die Rasse in Brasilien durch gezielte Zuchtbemühungen wieder aufgebaut. International ist der Rastreador Brasileiro selten geblieben.

  1. 1967

    Die Rasse wurde von der FCI anerkannt.

  2. Der Bestand erlitt später einen massiven Einbruch und die Rasse galt zeitweise als praktisch verschwunden.

  3. In Brasilien begannen spätere Wiederaufbau- und Erhaltungsbemühungen für die Rasse.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Rastreador Brasileiro gilt als robuster, leistungsfähiger Laufhund mit insgesamt widerstandsfähigem Gesundheitsprofil. Wie bei größeren, aktiven Hunderassen können jedoch Belastungen des Bewegungsapparates, Haut- und Ohrenprobleme sowie einzelne erbliche Risiken eine Rolle spielen. Bei guter Haltung, angepasster Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ist meist ein stabiler Allgemeinzustand zu erwarten.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich für mittelgroße bis große Jagdhunde. Gesundheitsrelevant sind vor allem eine bedarfsgerechte Auslastung, Gewichtskontrolle, Pflege von Haut und Ohren sowie eine frühe Beobachtung orthopädischer Auffälligkeiten.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei größeren und sportlich geführten Hunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind Bewegungsunlust, steifer Gang oder reduzierte Belastbarkeit.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angepasste Bewegung, normales Körpergewicht und möglichst gelenkschonende Belastung achten. Züchterische Gesundheitsvorsorge kann das Risiko mitberücksichtigen.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Erkrankungen des Ellbogengelenks kommen bei aktiven mittelgroßen bis großen Hunden als mögliches Risiko vor. Sie können sich durch Lahmheit oder Schonhaltung der Vordergliedmaßen bemerkbar machen.

Prävention: Gleichmäßige Aufzucht, Vermeidung von Übergewicht und stark belastenden Sprüngen im Wachstum sowie regelmäßige orthopädische Kontrollen bei Auffälligkeiten können sinnvoll sein.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, größeren Hunden wird eine Magendrehung als mögliches akutes Risiko beschrieben. Das Ereignis ist nicht rassespezifisch exklusiv, kann bei passenden Körpermerkmalen aber berücksichtigt werden.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie angepasstes Fütterungsmanagement können hilfreich sein. Bei plötzlicher Unruhe, Aufgasung oder erfolglosem Erbrechen ist eine rasche tierärztliche Einschätzung wichtig.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit Hängeohren und häufiger Aktivität im Freien können Entzündungen des äußeren Gehörgangs vermehrt auftreten. Typisch sind Rötung, Geruch oder vermehrtes Kratzen.

Prävention: Regelmäßige Ohrenkontrolle, schonende Reinigung nach Bedarf und gutes Trocknen nach Nässe oder Arbeit im Gelände unterstützen die Vorbeugung.

Dermatitis und Hautreizungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei jagdlich geführten oder sehr aktiven Hunden können Hautreizungen, kleinere Verletzungen und entzündliche Veränderungen durch Gelände, Parasiten oder Feuchtigkeit begünstigt werden.

Prävention: Nach Arbeit im Unterholz Fell und Haut kontrollieren, Parasitenprophylaxe beachten und kleine Verletzungen oder Reizungen früh versorgen lassen.

  • Gelenke
  • Haut
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei aktiver oder jagdlicher Führung Haut, Pfoten und Fell regelmäßig auf Parasiten, Reizungen und kleine Verletzungen kontrollieren.
  • Bei Junghunden auf gelenkschonenden Muskelaufbau, angepasste Belastung und stabiles Körpergewicht achten; bei Lahmheit oder Steifigkeit frühzeitig tierärztlich abklären lassen.
  • Fütterung und Aktivität so abstimmen, dass ein schlanker Ernährungszustand erhalten bleibt; bei größeren Mahlzeiten und intensiver Bewegung auf zeitlichen Abstand achten.
  • Ohren nach Arbeit im Freien, Nässe oder häufigem Aufenthalt im dichten Gelände kontrollieren und bei Bedarf tierärztlich beurteilen lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Leistungsfähigkeit einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Rastreador Brasileiro kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Rastreador Brasileiro ist ein großer, aktiver Laufhund. Bei dieser Kombination können unfallbedingte Verletzungen, orthopädische Probleme sowie kostenintensive Operationen finanziell relevant werden. Ein Vollschutz kann zusätzlich bei Diagnostik, Behandlungen und Medikamenten im Alltag entlasten, während eine OP-Versicherung vor allem hohe Einmalkosten bei chirurgischen Eingriffen abfedern kann.

  • Auch akute Magen-Darm-Probleme oder Notfälle können eine schnelle und kostenintensive Behandlung erforderlich machen.
  • Bei großen Hunden können bildgebende Diagnostik, Narkosen und Operationen spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann zu Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Bändern oder Gelenken beitragen.
  • Die große Körpergröße kann das Risiko für Gelenk- und Bewegungsapparatprobleme erhöhen.
  • Bei großen Hunden können Magendrehung oder andere akute Notfälle besonders kostenintensiv werden.
  • Hüft- oder Ellenbogenprobleme können wiederkehrende Diagnostik, Schmerztherapie oder operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Band- und Gelenkschäden können hohe Operations- und Rehakosten verursachen.
  • Verletzungen durch hohe Aktivität, etwa an Pfoten, Muskeln oder Sehnen, können Notfallbehandlungen erforderlich machen.
  • Auf Leistungen für orthopädische Diagnostik und Behandlungen des Bewegungsapparats achten.
  • Bei einem aktiven Hund kann eine freie oder ausreichend hohe jährliche Leistungsgrenze vorteilhaft sein.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Ein Tarif ohne enge Begrenzung bei bildgebenden Verfahren kann bei Verletzungen und Lahmheiten hilfreich sein.
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