Hund im Rasseprofil

Picardie-Spaniel

Der Picardie-Spaniel ist ein französischer Vorstehhund aus der Region Picardie. Er gilt als ruhiger, ausdauernder und wetterfester Jagdhund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Ein Picardie-Spaniel steht aufmerksam vor hellem Hintergrund und zeigt die typischen Merkmale der Hunderasse in einem professionellen Tierportrait.
Der Picardie-Spaniel wirkt in dieser Aufnahme ruhig, aufmerksam und typisch für seine Rasse – passend für einen hochwertigen Ratgeberkontext.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

55-62 cm

Gewicht

20-25 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Glatthaar, Wellig

Farben

Grau, Grau braun, Braun, Mit lohfarbenen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 108

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Picardie-Spaniel

Ein neugieriger Picardie-Spaniel Welpe entdeckt sein neues Zuhause mit einer weichen Decke und Spielzeug, während seine liebevolle Familie im Hintergrund zu sehen ist.
Ein junger Picardie-Spaniel Welpe erkundet neugierig seine freundliche Umgebung.
Ein Picardie-Spaniel sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Der Hund wartet gemeinsam mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis.
Ein Picardie-Spaniel mit leicht bandagierter Pfote liegt ruhig auf einer Decke, während sein Besitzer erleichtert neben ihm sitzt.
Der ruhige Moment nach der Behandlung zeigt, wie wichtig gute Versorgung und eine sichere Betreuung für den Heilungsverlauf eines Hundes sind.

Charakter

Der Picardie-Spaniel ist ein freundlicher, ausdauernder und arbeitsfreudiger Jagdhund mit meist ausgeglichenem Wesen. Er gilt als menschenbezogen, sensibel und kooperationsbereit, braucht aber regelmäßige Beschäftigung, Bewegung und eine ruhige, konsequente Erziehung.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn freundlich, klar und konsequent gearbeitet wird. Der Picardie Spaniel reagiert häufig sensibel auf den Umgangston und lernt in kooperativer Atmosphäre besser als unter Druck. Für einen zuverlässigen Grundgehorsam sind frühe Sozialisierung, Rückruftraining und jagdlich angepasste Beschäftigung besonders wichtig.

Wachtrieb

In der Regel vorhanden, aber meist moderat ausgeprägt. Die Rasse kann aufmerksam auf Ungewöhnliches reagieren, ist jedoch gewöhnlich kein ausgesprochener Schutzhund.

Jagdtrieb

Oft deutlich vorhanden, da der Picardie Spaniel als Jagdhund gezüchtet wurde. Besonders Wildgerüche, Bewegung und Gelände können stark motivieren. Ein sicherer Rückruf und kontrolliertes Freilaufmanagement sind daher wichtig.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet für langes Alleinbleiben. Viele Vertreter sind stark menschenbezogen und fühlen sich wohler, wenn das Alleinsein schrittweise aufgebaut wird. Zu lange oder zu abrupt trainierte Trennungsphasen können zu Unruhe oder unerwünschtem Verhalten führen.

Als ursprünglicher Jagdhund zeigt die Rasse häufig guten Finderwillen, Naseneinsatz und teils deutlichen Jagdtrieb. Im Alltag ist eine Kombination aus körperlicher Auslastung, Nasenarbeit und enger Einbindung in die Familie wichtig. Das individuelle Temperament kann je nach Linie, Aufzucht und Training variieren.

Alltag & Haltung

Familie

Ja, oft gut geeignet, wenn der Hund ausreichend Bewegung, geistige Auslastung und engen Familienanschluss erhält. Mit passender Erziehung kann er im Alltag freundlich und ausgeglichen sein. Für sehr ruhige Haushalte ohne Zeit für regelmäßige Beschäftigung ist er meist weniger passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt. Der Picardie Spaniel kann zwar kooperativ und gut trainierbar sein, stellt durch Energielevel, Jagdtrieb und Beschäftigungsbedarf aber gewisse Anforderungen. Für engagierte Anfänger mit Zeit, Lernbereitschaft und möglichst guter Begleitung durch Hundeschule kann er funktionieren; für völlig unerfahrene Halter ohne aktiven Lebensstil ist er eher anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge, freie Bewegung in sicherem Rahmen sowie Nasenarbeit, Apportieraufgaben oder andere sinnvolle Beschäftigung sind meist wichtig, damit der Hund körperlich und mental ausgelastet ist.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollten Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegt und intensive Belastung reduziert werden. Schatten, Wasser und Pausen sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch sein wetterfestes Fell kommt der Picardie Spaniel mit kühleren Bedingungen meist ordentlich zurecht, wobei individuelle Unterschiede und die Dauer der Belastung zu beachten sind.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Wegen seiner Bindungsorientierung reist er häufig gern mit, benötigt aber ausreichend Bewegung und klare Pausenstrukturen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugänglich und menschenbezogen. Fremden gegenüber kann er anfangs etwas zurückhaltend sein, zeigt aber gewöhnlich keine übertriebene Schärfe.

Kinder

Mit gutem Management und respektvollem Umgang oft freundlich im Zusammenleben mit Kindern. Wie bei jedem Hund sollten Kontakte beaufsichtigt und Rückzugsorte gesichert sein. Besonders lebhafte Kinder und ein sensibler Hund brauchen klare Regeln auf beiden Seiten.

Andere Hunde

Häufig sozialverträglich, vor allem bei guter Sozialisierung. Im Einzelfall können Temperament, Erfahrungen und Erziehungsstand das Verhalten deutlich beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Ohren und Pfotenpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, nach Außeneinsätzen bei Bedarf zusätzlich

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Ohren, Läufen und Rute auf Verfilzungen kontrollieren
  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Hund bei Verschmutzung oder nach starkem Außeneinsatz baden
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Lose Haare während des Fellwechsels häufiger entfernen
  • Ohren regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit prüfen
  • Pfoten nach Spaziergängen und Arbeit im Gelände kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Befederte Partien an Läufen, Rute und Ohren können leichter verknoten und brauchen zusätzliche Aufmerksamkeit.
  • Das mittellange Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit Schmutz und lose Unterwolle entfernt werden.
  • Hängeohren sollten besonders nach Nässe, Schwimmen oder Jagdeinsätzen trocken und sauber gehalten werden.
  • Nach Spaziergängen im Feld oder Wald sollten Fell und Pfoten auf Kletten, Samen und kleine Verletzungen geprüft werden.
BürsteHundezahnbürsteKammKrallenzangeOhrenreiniger für HundeUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit gut verdaulichem Protein und angepasster Energiemenge achten. Als aktiver, mittelgroßer Jagd- und Arbeitshund kann der Picardie-Spaniel je nach Auslastung einen schwankenden Energiebedarf haben. Futtermenge an Körpergewicht, Aktivität und Figur anpassen und Leckerlis in die Tagesration einrechnen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv900 kcal
20 kgNormal1100 kcal
25 kgAktiv1550 kcal
25 kgInaktiv1050 kcal
25 kgNormal1300 kcal
30 kgAktiv1800 kcal
30 kgInaktiv1200 kcal
30 kgNormal1500 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben
  • Dummyarbeit
  • Geländespaziergänge mit abwechslungsreichen Reizen
  • Grundgehorsam und Tricktraining
  • lange Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitMantrailingObedienceRally Obedience

Geschichte des Picardie-Spaniels

Der Picardie-Spaniel ist ein alter französischer Vorstehhund, der vor allem in der nordfranzösischen Region Picardie als vielseitiger Jagdbegleiter genutzt wurde. Er entwickelte sich aus den in Frankreich verbreiteten Spaniel- und Vorstehhundschlägen und wurde besonders für die Jagd in feuchtem, dichtem Gelände geschätzt.

Mit seiner robusten Konstitution und seinem ruhigen Wesen eignete sich die Rasse gut für die Arbeit auf Niederwild und Wasserwild. Im Lauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde der Typ in Frankreich gefestigt und als eigenständige Rasse beschrieben.

Heute ist der Picardie-Spaniel außerhalb Frankreichs nur wenig verbreitet. Er wird vor allem von Jägern und Liebhabern traditioneller französischer Jagdhundrassen gehalten.

  1. In der Region Picardie werden spanielartige Jagdhunde als vielseitige Vorsteh- und Apportierhunde genutzt.

  2. 1907

    In Frankreich wird ein erster Rasseclub für den Picardie-Spaniel gegründet.

  3. Der Rassetyp wird im 20. Jahrhundert innerhalb der französischen Jagdhundezucht weiter gefestigt.

  4. Die Rasse bleibt insgesamt selten und ist bis heute vor allem in Frankreich bekannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Picardie-Spaniel gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich Gelenke, Ohren und Augen vorkommen. Durch regelmäßige Bewegung, ausgewogene Fütterung, Gewichtskontrolle und tierärztliche Vorsorge lässt sich die allgemeine Gesundheit in vielen Fällen gut unterstützen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen Hund dieser Größe. Ein aktiver Lebensstil, passende Belastung und regelmäßige Gesundheitskontrollen können sich günstig auf das Wohlbefinden im Alter auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann wie bei anderen mittelgroßen bis großen Hunden ein erhöhtes Risiko für Hüftgelenksprobleme bestehen. Auffälligkeiten zeigen sich teils durch reduzierte Bewegungsfreude oder eine veränderte Belastung der Hinterhand.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und züchterische Gesundheitsnachweise berücksichtigen.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch hängende Ohren und häufige Aktivität im Gelände oder Wasser kann ein erhöhtes Risiko für Reizungen oder Entzündungen im Ohrbereich bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf schonend reinigen, nach Wasserarbeit oder Baden gut trocknen und auf ausreichende Belüftung achten.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei Spaniel-Rassen können einzelne erbliche oder altersbezogene Augenveränderungen vorkommen. Das Risiko ist nicht einheitlich ausgeprägt, wird aber als möglicher rassetypischer Gesundheitsaspekt berücksichtigt.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen im Rahmen der Vorsorge einplanen und bei Auffälligkeiten wie Reiben, Tränenfluss oder Unsicherheit frühzeitig tierärztlich abklären lassen.

Magenverdrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Wie bei anderen tiefer gebauten, aktiven Hunden kann ein gewisses Risiko für eine Magendrehung bestehen. Dieser Punkt wird vor allem im Zusammenhang mit Fütterungsmanagement und Belastungssteuerung beachtet.

Prävention: Tagesration auf mehrere Mahlzeiten verteilen, hastiges Fressen reduzieren und starke körperliche Belastung direkt vor und nach dem Füttern vermeiden.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Bei aktiven oder jagdlich geführten Hunden saisonale Gesundheitschecks sinnvoll mit dem Tierarzt abstimmen.
  • Das Körpergewicht im schlanken Bereich halten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Im Wachstum auf ausgewogene Bewegung und angepasste Belastung achten, um den Bewegungsapparat zu schonen.
  • Nach Wasserarbeit, Regen oder Baden die Ohren kontrollieren und sorgfältig trocknen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Ohren und Augen einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Picardie-Spaniel kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Picardie-Spaniel ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Jagd- und Begleithund. Bei bewegungsfreudigen Hunden können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten sowie unfallbedingte Operationen vorkommen. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe orthopädische Beschwerden und andere alters- oder belastungsbedingte Erkrankungen höhere Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Beschwerden mit höheren Untersuchungs- und Behandlungskosten verbunden sein.
  • Bildgebende Diagnostik, Medikamente und Nachsorge können bei Lahmheiten oder Gelenkproblemen kostspielig werden.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen im Alltag, beim Sport oder im Gelände erhöhen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei orthopädischen Befunden können schnell hohe einmalige Kosten verursachen.
  • Altersbedingte Beschwerden des Bewegungsapparats können langfristige Medikamenten- und Kontrollkosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden an Hüfte, Ellenbogen oder Gelenken können Diagnostik und längere Behandlungen erforderlich machen.
  • Unfallbedingte Operationen können durch Narkose, Klinikaufenthalt und Nachsorge kostenintensiv sein.
  • Verletzungen an Bändern, Muskeln oder Pfoten durch hohe Aktivität können zu wiederholten Tierarztbesuchen führen.
  • Bei aktiven Hunden kann eine Absicherung von Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall hilfreich sein.
  • Darauf achten, dass auch orthopädische Behandlungen und Folgekosten nach Verletzungen berücksichtigt werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Je nach Budget kann ein Vollschutz vorteilhaft sein, wenn neben Operationen auch laufende Behandlungen abgesichert werden sollen.
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