Hund im Rasseprofil

Picard

Der Picard, auch Berger Picard genannt, ist ein alter französischer Schäferhund mit rauem Fell, aufmerksamer Ausstrahlung und vielseitigen Arbeitseigenschaften.

AusdauerndEigenständigIntelligentLebhaftLoyalWachsam
Ein Hundebesitzer arbeitet am Laptop auf dem Sofa, während sein Picard Hund daneben sitzt und eine neutrale Versicherungsvergleichsseite im Hintergrund angezeigt wird.
Ein entspannter Moment zwischen Mensch und Hund, während ein Versicherungsvergleich durchgeführt wird.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

55-65 cm

Gewicht

20-32 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Stockhaar

Farben

Falb, Gestromt, Grau, Graufalb

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 176

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Picard

Ein freundlicher Picard Hund liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre schaffen.
Der ruhige Moment zwischen Kind und Hund vermittelt Nähe, Vertrauen und ein sicheres Zuhause.
Ein gesunder Picard sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen modernen Wohnung und vermittelt eine vertrauensvolle Atmosphäre rund um die Hundeversicherung.
Ein entspannter Hund an der Seite seines Besitzers steht für Vertrauen, Fürsorge und verantwortungsvolle Absicherung im Alltag.
Picard Hund steht aufmerksam in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund, als realistisches Tierportrait mit weichem Licht.
Ein Picard im ruhigen Portraitstil zeigt die typische Erscheinung der Rasse in einer seriösen redaktionellen Darstellung.

Charakter

Der Picard ist ein intelligenter, robuster und wachsamer Hütehund mit lebhaftem Temperament und enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt oft als aufmerksam, ausdauernd und eigenständig, zeigt sich im Alltag aber bei passender Auslastung auch ausgeglichen und loyal.

AusdauerndEigenständigIntelligentLebhaftLoyalWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Picard ist grundsätzlich gut lernfähig und arbeitet aufmerksam mit, wenn Training konsequent, abwechslungsreich und fair gestaltet wird. Seine selbstständige Ader kann ihn manchmal eigenwillig wirken lassen, weshalb Geduld und eine souveräne Führung wichtig sind.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Der Picard beobachtet seine Umgebung aufmerksam und meldet Ungewöhnliches oft zuverlässig, ohne automatisch in übertriebene Schärfe zu verfallen.

Jagdtrieb

Meist mäßig vorhanden, kann aber individuell unterschiedlich ausfallen. Bewegungsreize und Wildgeruch können je nach Hund stark interessant sein, daher ist ein zuverlässiger Rückruf wichtig.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Picards binden sich eng an ihre Menschen und sind nicht dafür gemacht, regelmäßig lange allein zu sein. Mit Training sind kürzere Zeiträume oft möglich, pauschal garantieren lässt sich das aber nicht.

Der Picard braucht eine klare, faire Führung, regelmäßige geistige Beschäftigung und ausreichend Bewegung. Sein Verhalten kann je nach Linie, Sozialisation, Training und Haltung deutlich variieren. Frühzeitige Gewöhnung an Umweltreize, Menschen und andere Hunde ist wichtig.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich ja, wenn die Familie aktiv ist, den Hund konsequent erzieht und ihm genügend Beschäftigung bietet. Mit gutem Management und früher Sozialisation kann der Picard ein treuer Familienhund sein. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien mit wenig Zeit passt er meist weniger gut.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur bedingt. Motivierte Anfänger mit viel Lernbereitschaft, klarer Struktur und Hundeschulerfahrung können gut mit ihm zurechtkommen, aber seine Wachsamkeit, Eigenständigkeit und sein Beschäftigungsbedarf machen ihn meist eher für Menschen mit etwas Hundeerfahrung geeignet.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Picard benötigt tägliche längere Spaziergänge, freie Bewegung soweit sicher möglich sowie geistige Auslastung, zum Beispiel durch Erziehungsarbeit, Nasenarbeit oder hundgerechte Aufgaben.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte die Aktivität angepasst werden, da der Hund trotz robustem Eindruck keine starke Hitzebelastung braucht.

Kälteverträglichkeit

Gut. Der Picard ist insgesamt wetterfest und kommt mit kühleren Temperaturen meist gut zurecht, solange Haltung und Aktivitätsniveau passend sind.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut. Der Picard profitiert von strukturierter Eingewöhnung an Auto, neue Orte und wechselnde Umgebungen. Seine Sensibilität und Wachsamkeit können Reisen ohne Training aber anstrengender machen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist anhänglich und loyal, bei Fremden teils reserviert bis beobachtend. Eine gute Sozialisation hilft, Unsicherheiten oder übermäßiges Misstrauen zu vermeiden.

Kinder

Mit respektvollen Kindern im eigenen Haushalt oft gut möglich, wenn der Hund ausreichend Rückzugsmöglichkeiten hat und der Umgang begleitet wird. Wegen seiner Lebhaftigkeit und Sensibilität sollte das Zusammenleben nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Andere Hunde

Bei guter Sozialisierung oft ordentlich bis verträglich, kann aber je nach Charakter distanziert oder kontrollierend auftreten. Frühe positive Kontakte und verlässliche Führung sind wichtig.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Unterwolle kontrollieren und lose Haare entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei starker Verschmutzung, damit die natürliche Fellstruktur erhalten bleibt.
  • Das raue bis leicht zottelige Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verfilzt.
  • Die Bart- und Gesichtsbehaarung sollte auf Sauberkeit kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
HundezahnbürsteKammKrallenschereNaturborstenbürsteUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein achten. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Körperkondition und Aktivität angepasst werden. Leckerlis in die tägliche Energiemenge einrechnen und Übergewicht vermeiden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
23 kgAktiv1420 kcal
23 kgInaktiv950 kcal
23 kgNormal1180 kcal
28 kgAktiv1660 kcal
28 kgInaktiv1110 kcal
28 kgNormal1380 kcal
32 kgAktiv1840 kcal
32 kgInaktiv1230 kcal
32 kgNormal1530 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierarbeit
  • Geländespaziergänge
  • intelligente Trainingsaufgaben
  • lange Spaziergänge
  • Nasenspiele
  • Suchaufgaben

Passende Aktivitäten

AgilityMantrailingObedienceTreibballWandern

Geschichte des Picard

Der Picard ist ein traditioneller französischer Hütehund aus der Region Picardie. Er gilt als eine der älteren kontinentalen Schäferhundrassen und wurde über lange Zeit vor allem als robuster Arbeits- und Gebrauchshund für das Hüten und Treiben von Herden gehalten.

Sein Bestand ging in den Weltkriegen deutlich zurück, da seine Ursprungsregion stark betroffen war. Danach wurde die Rasse in Frankreich weiter erhalten und züchterisch gefestigt. Heute ist der Picard offiziell anerkannt, bleibt aber auch in seinem Herkunftsland vergleichsweise selten.

  1. Der Picard entwickelt sich in der französischen Region Picardie als Hüte- und Treibhund.

  2. 1863

    Picard-artige Schäferhunde werden auf einer frühen französischen Hundeausstellung gezeigt.

  3. 1925

    Der Berger Picard wird in Frankreich als eigenständige Rasse anerkannt.

  4. Die Weltkriege führen zu starken Bestandsverlusten, besonders in der Ursprungsregion der Rasse.

  5. 1955

    Die FCI erkennt den Berger Picard offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Picard gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse mit meist guter allgemeiner Konstitution. Wie bei mittelgroßen bis großen Hunden können einzelne orthopädische und augenbezogene Risiken auftreten. Eine angepasste Bewegung, kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, Gewichtskontrolle und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich größerer Hunderassen. Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und tierärztlicher Vorsorge bleibt der Picard oft bis ins höhere Alter aktiv.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für eine nicht optimal ausgeformte Hüfte bestehen. Das kann die Beweglichkeit beeinflussen und im Verlauf zu Beschwerden des Bewegungsapparats beitragen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter fördern und Zuchttiere orthopädisch untersuchen lassen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Beim Picard werden vereinzelt erbliche oder rassetypisch beachtete Augenveränderungen beschrieben. Frühzeitige Kontrollen können helfen, Auffälligkeiten rechtzeitig einzuordnen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen im Rahmen der Vorsorge, Zuchtuntersuchungen und auf Veränderungen von Sehen oder Augenoberfläche achten.

Ellbogengelenksveränderungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei anderen aktiven mittelgroßen bis großen Hunden können auch im Ellbogenbereich entwicklungsbedingte Veränderungen vorkommen, die sich auf Belastbarkeit und Gangbild auswirken können.

Prävention: Wachstum gleichmäßig unterstützen, starke Überlastung im jungen Alter vermeiden, normales Körpergewicht halten und bei Bedarf orthopädisch kontrollieren lassen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Bei auffälligem Gangbild, nachlassender Belastbarkeit oder sichtbaren Augenveränderungen tierärztlich abklären lassen.
  • Bei Zucht- oder Familienplanung können dokumentierte Untersuchungen von Hüfte, Ellbogen und Augen sinnvoll sein.
  • Im Junghundealter auf gelenkschonende Bewegung, passendes Futter und ein stabiles Körpergewicht achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat und Augen einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Picard kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Picard ist ein mittelgroßer bis großer, aktiver Hund. Bei solchen Hunden können orthopädische Probleme, Verletzungen durch Bewegung und im Einzelfall auch kostspielige Operationen auftreten. Da neben OP-Kosten auch Diagnostik, Behandlungen und Nachsorge zu spürbaren Tierarztkosten führen können, kann ein umfassender Schutz passend sein. Wenn der laufende Beitrag eine größere Rolle spielt, kann zumindest eine OP-Absicherung helfen, hohe Einzelkosten abzufedern.

  • Auch wiederkehrende Behandlungen bei Lahmheiten oder Entzündungen können sich finanziell summieren.
  • Bei möglichen Operationen fallen oft zusätzlich Kosten für Bildgebung, Medikamente und Nachsorge an.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten begünstigen.
  • Die mittelgroße bis große Statur kann das Risiko für kostenintensive orthopädische Behandlungen erhöhen.
  • Bänderverletzungen oder andere Bewegungsapparat-Probleme können hohe OP- und Rehabilitationskosten verursachen.
  • Längerfristige Nachsorge mit Kontrollterminen, Schmerztherapie oder Physiotherapie kann zusätzliche Ausgaben verursachen.
  • Orthopädische Erkrankungen oder Gelenkprobleme können Diagnostik, Medikamente und unter Umständen Operationen erforderlich machen.
  • Verletzungen durch Laufen, Springen oder unebenes Gelände können akute tierärztliche Behandlungen nach sich ziehen.
  • Achten Sie auf Leistungen für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, stationärem Aufenthalt und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Prüfen Sie, ob Selbstbeteiligung und Monatsbeitrag in einem ausgewogenen Verhältnis zu den erwartbaren Tierarztkosten stehen.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch orthopädische Behandlungen und physiotherapeutische Maßnahmen nach einer OP berücksichtigt.
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