Hund im Rasseprofil

Pekinese

Der Pekinese ist ein kleiner, langhaariger Begleithund mit ursprünglicher Herkunft am chinesischen Kaiserhof. Er wirkt würdevoll, mutig und eigenständig und fällt durch seine dichte Behaarung sowie seinen charakteristischen, kompakten Körperbau auf.

AnhänglichEigenständigRuhigSelbstbewusstWachsamWürdevoll
Ein ruhiger Pekinese wird von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht, während der Besitzer beruhigend daneben steht.
Ein Pekinese erhält eine umfassende Untersuchung in einer modernen Tierarztpraxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

China

Größe

Klein

Schulterhöhe

15-23 cm

Gewicht

3,2-6,4 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Langhaar, Dicht, Mit unterwolle

Farben

Falb, Rot, Gold, Creme, Schwarz, Schwarz loh, Grau, Weiß, Mehrfarbig

FCI-Gruppe

Gruppe 9

FCI-Standard

Nr. 207

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Pekinese

Ein Pekinese sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch, während Versicherungsunterlagen und ein Laptop mit Vergleichsseite das Thema Hundeversicherung im Alltag zeigen.
Ein ruhiger Moment im Alltag: Der Pekinese sitzt neben seinem Besitzer, während Unterlagen zur Hundeversicherung geprüft werden.
Ein Pekinese wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während sein Besitzer liebevoll die Fellpflege übernimmt.
Regelmäßige Fellpflege unterstützt die Gesundheit des Pekinesen und stärkt zugleich die Bindung zwischen Hund und Halter.
Ein glücklicher Pekinese sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung und genießt die vertrauensvolle Atmosphäre.
Ein freundlicher Pekinese und sein Besitzer teilen einen entspannten Moment in einem hellen Raum.

Charakter

Der Pekinese ist ein kleiner, würdevoller und oft selbstbewusster Hund mit engem Bezug zu seinen Bezugspersonen. Er wirkt ruhig bis gelassen, kann aber aufmerksam, eigensinnig und in ungewohnten Situationen erstaunlich bestimmt auftreten.

AnhänglichEigenständigRuhigSelbstbewusstWachsamWürdevoll
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit2/5
Kinderfreundlichkeit2/5
Bellfreude3/5
Energielevel2/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Der Pekinese lernt grundsätzlich, arbeitet aber oft nur dann motiviert mit, wenn Training fair, ruhig und sinnvoll aufgebaut ist. Er gilt eher als eigenständig als als gefällig, weshalb Geduld und Konsequenz wichtiger sind als häufiger Druck. Für verlässliche Alltagsregeln ist frühe, freundliche Erziehung sinnvoll.

Wachtrieb

Der Wachtrieb ist für einen Kleinhund recht deutlich ausgeprägt. Viele Pekinesen melden Besucher oder ungewohnte Geräusche zuverlässig, ohne deshalb automatisch echte Schutzhundeigenschaften mitzubringen.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist meist eher gering bis moderat ausgeprägt. Einzelne Hunde können sich für schnelle Reize interessieren, typischerweise steht Jagdverhalten bei der Rasse aber nicht im Vordergrund.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Viele Pekinesen binden sich eng an ihre Menschen und können bei zu schnellem Training unruhig reagieren. Mit kleinschrittigem Üben sind kurze bis mäßige Zeiträume oft besser machbar, pauschal verlässlich ist das aber nicht.

Trotz seiner geringen Größe ist der Pekinese kein fragiler Schoßhund im klassischen Sinn. Er bringt häufig einen eigenständigen Charakter mit, reagiert sensibel auf grobe Behandlung und braucht eine respektvolle, konsequente Erziehung ohne Härte. Durch seine kurze Nase und das dichte Fell sollten Belastung, Hitze und Stress gut angepasst werden.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann der Pekinese gut passen, wenn das Umfeld eher ruhig ist und Kinder lernen, respektvoll mit einem kleinen, nicht immer geduldigen Hund umzugehen. Für sehr turbulente Haushalte oder grobes Spielen ist er oft weniger geeignet. Mit passenden Erwartungen kann er ein treuer Begleiter sein, eine pauschale Eignung für jede Familie besteht aber nicht.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für Anfänger ist der Pekinese nur bedingt geeignet. Sein kleiner Bewegungsradius und die meist überschaubaren Ansprüche im Alltag sprechen zwar dafür, sein eigenständiger Charakter, seine mögliche Empfindlichkeit und der Bedarf an konsequenter, ruhiger Erziehung können Neulinge aber fordern. Informierte Anfänger mit realistischen Erwartungen können gut zurechtkommen.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist eher niedrig bis mäßig. Regelmäßige, eher moderate Spaziergänge und etwas Beschäftigung im Alltag reichen oft aus. Wegen der kurzen Nase und möglichen Atemprobleme sollten starke Anstrengung, Hitze und langes Rennen vermieden werden.

Hitzeverträglichkeit

Die Hitzeverträglichkeit ist gering. Aufgrund der kurzen Schnauze und des Fells können warme Temperaturen schnell belastend werden, daher sind Schatten, kurze Runden und Aktivität in den kühleren Tageszeiten wichtig.

Kälteverträglichkeit

Kühle Temperaturen werden meist besser vertragen als Hitze, dennoch ist der Pekinese kein ausgesprochener Outdoor Hund für lange Touren bei schlechtem Wetter. Nässe, Schmutz und extreme Kälte können im Alltag unpraktisch sein.

Reisetauglichkeit

Grundsätzlich ist die Rasse wegen ihrer Größe gut mitzunehmen. Reisetauglichkeit hängt aber stark von Gewöhnung, Atemsituation und Stressverträglichkeit des einzelnen Hundes ab. Bei längeren Fahrten und warmem Wetter ist besondere Rücksicht nötig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen ist der Pekinese oft loyal und anhänglich. Fremden begegnet er nicht selten reserviert, manchmal auch mit stolzer Distanz, ohne dabei zwingend ängstlich zu sein.

Kinder

Mit ruhigen, verständigen Kindern kann das Zusammenleben gut funktionieren. Bei hektischem, lautem oder grobem Umgang reagieren viele Vertreter der Rasse jedoch wenig tolerant, weshalb Aufsicht und klare Grenzen wichtig sind.

Andere Hunde

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ist individuell und häufig eher zurückhaltend bis selbstbewusst. Gute Sozialisierung hilft, dennoch zeigen manche Pekinesen wenig Interesse an engem Hundekontakt oder treten für ihre Größe überraschend bestimmt auf.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Augen , Gesichts und Faltenpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, Gesicht und Augen täglich kontrollieren

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Hoch

  • Falten und Hautbereiche sauber und trocken halten
  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Gesicht und Augenbereich täglich vorsichtig reinigen
  • Krallen regelmäßig kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Zähne mehrmals pro Woche pflegen
  • Bei warmem Wetter ist auf Überhitzung zu achten, auch bei der Pflege.
  • Das dichte Fell kann leicht verfilzen, besonders an Brust, hinter den Ohren und an den Läufen.
  • Der flache Gesichtsbereich sollte sauber und trocken gehalten werden.
  • Die Augen sollten regelmäßig auf Reizungen und Verschmutzungen kontrolliert werden.
EntfilzungskammKammKrallenschereWeiche BürsteWeiche ReinigungstücherZahnbürste für Hunde

Ernährung & Kalorien

Der Pekinese ist eine kleine Hunderasse mit meist eher geringem bis moderatem Energiebedarf. Eine ausgewogene, portionskontrollierte Fütterung hilft, Übergewicht zu vermeiden. Kleine Rassen profitieren oft von gut kaubaren Futterstücken. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
4 kgAktiv320 kcal
4 kgInaktiv220 kcal
4 kgNormal270 kcal
5 kgAktiv380 kcal
5 kgInaktiv260 kcal
5 kgNormal320 kcal
6 kgAktiv440 kcal
6 kgInaktiv300 kcal
6 kgNormal370 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • kleine Denkspiele
  • kurze Trainingseinheiten mit positiver Bestärkung
  • ruhige Indoor-Beschäftigung
  • ruhige Spaziergänge
  • Suchspiele mit Leckerlis

Passende Aktivitäten

Nasenarbeit in leichtem UmfangTricktraining

Geschichte des Pekinesen

Der Pekinese stammt aus China und wurde über lange Zeit als Hof- und Begleithund im Umfeld des Kaiserhofs gehalten. Die Rasse galt als besonders angesehen und war eng mit dem chinesischen Adel verbunden.

Im 19. Jahrhundert gelangten Pekinesen nach Europa, wo sie rasch Aufmerksamkeit als exotische Kleinhunde erhielten. Von dort aus verbreitete sich die Rasse weiter und wurde schließlich auch kynologisch erfasst und standardisiert.

Heute wird der Pekinese vor allem als Begleit- und Gesellschaftshund gehalten. Trotz seiner geringen Größe hat er sich seinen würdevollen, eigenständigen Charakter bewahrt.

  1. Der Pekinese entwickelt sich in China als kleiner Hof- und Begleithund im Umfeld des Kaiserhofs.

  2. 1860

    Im Zuge des Zweiten Opiumkriegs gelangen Pekinesen nach Großbritannien und werden in Europa bekannt.

  3. Die Rasse verbreitet sich von Großbritannien aus weiter in Europa und Nordamerika.

  4. 1966

    Die FCI veröffentlicht einen Standard für den Pekinesen.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Pekinese ist eine kleine brachyzephale Hunderasse mit einigen rassetypischen gesundheitlichen Herausforderungen. Häufig diskutiert werden Atemwegsprobleme, Augenreizungen, orthopädische Belastungen sowie Haut- und Zahnprobleme. Eine vorausschauende Pflege, angepasstes Körpergewicht und regelmäßige tierärztliche Kontrollen können helfen, gesundheitliche Risiken früh zu erkennen.

Die Lebenserwartung liegt oft im mittleren bis höheren Bereich kleiner Hunderassen, kann jedoch durch brachyzephale Merkmale, orthopädische Belastungen und altersbezogene Beschwerden gesundheitlich beeinflusst werden.

Brachyzephales Atemwegssyndrom

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Pekinesen können die verkürzten Schädel- und Atemwegsstrukturen mit erschwerter Atmung, Belastungsintoleranz und verstärktem Schnarchen verbunden sein.

Prävention: Übergewicht vermeiden, körperliche Belastung an Temperatur und Kondition anpassen, auf gute Luftzirkulation achten und frühe tierärztliche Beurteilung bei Atemauffälligkeiten einplanen.

Augenprobleme durch prominente Augenstellung

HochGenetisches Risiko: Ja

Durch die ausgeprägte Augenstellung können Reizungen, Trockenheit, Hornhautverletzungen oder andere Augenprobleme als rassetypisches Risiko auftreten.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, Reizquellen reduzieren, Fell um die Augen sauber halten und bei Rötung, Ausfluss oder Kneifen zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen Hunderassen wie dem Pekinesen kann eine Verlagerung der Kniescheibe vorkommen, die zeitweises Hüpfen, Lahmheit oder Bewegungsunlust begünstigen kann.

Prävention: Normales Körpergewicht fördern, Sprünge aus größerer Höhe begrenzen, Muskulatur moderat aufbauen und Gangbild regelmäßig beobachten.

Bandscheiben- und Wirbelsäulenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Die Körperform und Belastung der Wirbelsäule können beim Pekinesen das Risiko für Rückenbeschwerden oder bandscheibenbezogene Probleme erhöhen.

Prävention: Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung, vorsichtiger Umgang mit Treppen und Sprüngen sowie tierärztliche Abklärung bei Schmerzen oder Bewegungsveränderungen.

Hautfaltenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Im Bereich von Hautfalten können Feuchtigkeit und Reibung zu lokalen Hautreizungen oder Entzündungen beitragen.

Prävention: Hautfalten trocken und sauber halten, regelmäßige Fell- und Hautpflege durchführen und auf Rötungen oder Geruch achten.

Parodontale Erkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Kleine Hunderassen haben häufiger eine enge Zahnstellung, wodurch Zahnstein, Zahnfleischreizungen und Folgeprobleme im Maul begünstigt werden können.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignete Kauartikel, tierärztliche Zahnkontrollen und bei Bedarf professionelle Zahnreinigung einplanen.

  • Augenreizungen
  • Hautfalten
  • Hitze
  • Starke körperliche Belastung
  • Augen in kurzen Abständen auf Rötung, Ausfluss, Reiben oder Verletzungszeichen kontrollieren und Auffälligkeiten tierärztlich beurteilen lassen.
  • Bei Veränderungen im Gangbild, Rückenempfindlichkeit oder Sprungunlust eine orthopädische Untersuchung erwägen.
  • Hautfalten und dichtes Fell regelmäßig pflegen, damit Reizungen, Feuchtigkeit und Hautprobleme früh erkannt werden.
  • Regelmäßige Kontrollen von Atmung, Herz-Kreislauf-Belastbarkeit und Körpergewicht einplanen, insbesondere bei warmem Wetter oder verminderter Belastbarkeit.
  • Zahnstatus regelmäßig prüfen lassen und eine konsequente Zahnpflege in den Alltag integrieren.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Pekingesen kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Pekinese ist ein kleiner Hund mit eher geringem Aktivitätsniveau, bei dem jedoch rassetypisch gesundheitliche Belastungen vorkommen können. Besonders relevant sind mögliche Atemwegsprobleme, Augenverletzungen und orthopädische Beschwerden, die diagnostische Abklärungen, Medikamente oder operative Eingriffe nach sich ziehen können. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einmalkosten entlasten kann.

  • Auch bei eher ruhigem Aktivitätsniveau können im Alter wiederkehrende tierärztliche Behandlungen und Medikamentenkosten entstehen.
  • Bei kleinen Hunderassen können orthopädische Probleme wie Patellaluxation vorkommen, die teure Eingriffe auslösen können.
  • Die ausgeprägten Augen sind anfälliger für Reizungen, Verletzungen oder entzündliche Veränderungen.
  • Kurzköpfige Hunde können zu Atemwegsproblemen neigen, deren Behandlung mit Diagnostik oder Operationen verbunden sein kann.
  • Abklärungen und Behandlungen bei Atemwegsproblemen können durch Untersuchungen, Medikamente und mögliche Operationen höhere Kosten verursachen.
  • Augenerkrankungen oder Augenverletzungen können wiederholte Kontrollen, Arzneimittel oder chirurgische Maßnahmen erforderlich machen.
  • Chronische Beschwerden im höheren Alter können durch regelmäßige Untersuchungen und laufende Medikamentengaben die Tierarztkosten erhöhen.
  • Orthopädische Probleme wie Patellaluxation können mit Diagnostik, Operation und Rehabilitation verbunden sein.
  • Bei einem Vollschutz kann darauf geachtet werden, dass auch ambulante Behandlungen und Medikamente regelmäßig mitversichert sind.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik und bildgebende Verfahren kann bei Atemwegs-, Augen- und Gelenkproblemen hilfreich sein.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Regelungen zu rassespezifischen Beschwerden können bei der Tarifwahl relevant sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der Operationen inklusive Narkose, Nachsorge und stationärer Unterbringung abdeckt.
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