Hund im Rasseprofil

Paisley Terrier

Der Paisley Terrier war eine kleine, langhaarige Hunderrasse aus Schottland, die vor allem im 19. Jahrhundert bekannt war. Er wurde eher als eleganter Begleit- und Ausstellungshund als für die klassische Terrierarbeit gezüchtet und gilt heute als ausgestorben beziehungsweise als im Yorkshire Terrier aufgegangen.

AufmerksamEigenständigLebhaftMeldefreudigMenschenbezogenTerriertypischVerspielt
Ein aktiver Paisley Terrier springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Der Paisley Terrier zeigt auf dem Hundeplatz Freude an Bewegung und Training unter sicheren Bedingungen.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schottland

Größe

Klein

Schulterhöhe

23-28 cm

Gewicht

4-7 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Langhaar, Seidig

Farben

Blau, Loh, Stahlblau, Silbergrau

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Paisley Terrier

Ein Paisley Terrier sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt.
Ein sicher angeschnallter Hund auf der Rückbank steht für verantwortungsvolle Tierhaltung und entspanntes Reisen.
Ein vitaler Paisley Terrier läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Aktive Bewegung im Grünen: Ein Paisley Terrier genießt einen sonnigen Tag im Park mit seinem Besitzer.
Ein Paisley Terrier läuft entspannt an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein ruhiger Spaziergang im urbanen Umfeld zeigt den Paisley Terrier als gepflegten Begleiter im Alltag.

Charakter

Der Paisley Terrier war ein kleiner, eleganter Terrier-Typ mit lebhaftem, aufmerksamem und menschenbezogenem Wesen. Trotz seines zierlicheren Erscheinungsbildes ist bei einem Terrier-Charakter grundsätzlich mit Eigenständigkeit, einer gewissen Reaktionsschnelligkeit und einem wachen Umfeldinteresse zu rechnen.

AufmerksamEigenständigLebhaftMeldefreudigMenschenbezogenTerriertypischVerspielt
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit freundlicher, konsequenter und geduldiger Führung meist ordentlich erziehbar, jedoch terriertypisch nicht immer sofort folgsam. Kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten und klare Regeln sind meist hilfreicher als harte Korrekturen.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden im Sinn von Aufmerksamkeit gegenüber Geräuschen, Besuch und Veränderungen im Umfeld. Eher meldend als ernsthaft schutzorientiert.

Jagdtrieb

Terriertypisch zumindest mäßig ausgeprägt möglich, besonders bei Interesse an Kleintieren und schnellen Bewegungen. Rückruf und Impulskontrolle sollten früh aufgebaut werden.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Ein menschenbezogener kleiner Hund kann bei fehlendem Training zu Unruhe oder vermehrtem Melden neigen; längere Alleinzeiten sind meist weniger ideal.

Da der Paisley Terrier heute historisch und nicht als weit verbreitete, modern standardisierte Rasse einzuordnen ist, beruhen die Angaben auf terriertypischen Eigenschaften und historischen Beschreibungen. Individuelle Ausprägungen können deutlich variieren; Verhalten hängt immer auch von Sozialisierung, Haltung, Training und genetischer Linie ab.

Alltag & Haltung

Familie

Mit guter Sozialisierung und respektvollem Umgang kann ein Paisley Terrier als Familienhund passend sein, vor allem in eher ruhigen oder hundeerfahrenen Haushalten. Für Familien mit sehr kleinen Kindern ist vor allem wichtig, dass Rückzugsorte vorhanden sind und der Umgang mit dem Hund angeleitet wird. Er ist kein pauschal unkomplizierter Familienhund, kann aber bei passender Haltung freundlich und alltagstauglich sein.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt. Für engagierte Anfänger mit Bereitschaft zu konsequentem Training, Fellpflege und sauberem Aufbau von Ruhe, Rückruf und Alleinbleiben kann er machbar sein. Wer einen sofort leichtführigen, sehr robusten oder ausgesprochen nachgiebigen Hund sucht, könnte mit einem terriertypischen Charakter eher gefordert sein.

Bewegungsbedarf

Mäßig bis mittel. Tägliche Spaziergänge, kleine Spieleinheiten und geistige Beschäftigung sind in der Regel sinnvoll. Er braucht meist weniger körperliche Auslastung als große Arbeitsrassen, aber dennoch regelmäßige Aktivität und Ansprache.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Bei dichterem oder längerem Haarkleid sollte auf warme Temperaturen Rücksicht genommen werden; Bewegung in der Mittagshitze ist eher ungünstig.

Kälteverträglichkeit

Mäßig. Kühle Temperaturen werden oft besser vertragen als starke Hitze, dennoch kann ein kleiner Hund mit feinerem Körperbau bei Nässe und Winterwetter empfindlich reagieren.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut alltagstauglich und aufgrund der kompakten Größe praktisch auf Reisen. Entscheidend sind stressarme Gewöhnung an Transport, wechselnde Umgebungen und ausreichende Ruhephasen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Oft aufmerksam, zu vertrauten Menschen anhänglich und bei Fremden zunächst etwas reserviert oder beobachtend. Freundliche Gewöhnung an verschiedene Personen ist sinnvoll.

Kinder

Mit verständigen, rücksichtsvollen Kindern oft gut möglich. Wegen möglicher Sensibilität und terriertypischer Reaktionsfreude sollte das Zusammenleben begleitet und nicht als automatisch unkompliziert angesehen werden.

Andere Hunde

Mit guter Sozialisierung häufig ordentlich verträglich, aber nicht zwingend konfliktfrei. Terrier können je nach Individuum selbstbewusst auftreten; kontrollierte Hundekontakte sind sinnvoll.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Bart und Gesichtshaare sauber halten
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Verfilzungen im längeren Fell lösen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Besonders an Beinen, Brust und hinter den Ohren kann das Fell schneller verfilzen.
  • Längeres oder seidiges Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit keine Knoten entstehen.
  • Nach feuchtem Wetter sollte das Fell gut getrocknet und auf Schmutz kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Zahnpflege ist bei kleinen Terriern sinnvoll.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKrallenschereMetallkammWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung für kleine bis mittelgroße, lebhafte Hunde achten. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Körperkondition und Aktivität angepasst werden. Leckerlis wegen der oft geringen Körpergröße maßvoll einrechnen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
6 kgAktiv430 kcal
6 kgInaktiv290 kcal
6 kgNormal360 kcal
8 kgAktiv540 kcal
8 kgInaktiv360 kcal
8 kgNormal450 kcal
10 kgAktiv640 kcal
10 kgInaktiv430 kcal
10 kgNormal530 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele in kurzer, motivierender Form
  • intelligente Beschäftigungsspiele im Haus
  • kurze Trainingseinheiten mit Gehorsamsübungen
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
  • tägliche Spaziergänge mit vielen Umwelteindrücken

Passende Aktivitäten

AgilityNasenarbeitObedienceRally Obedience

Geschichte des Paisley Terriers

Der Paisley Terrier entstand in Schottland, besonders im Raum Paisley und Glasgow. Er entwickelte sich aus kleinen schottischen Terriern mit langem, seidigem Fell und wurde im 19. Jahrhundert gezielt als besonders eleganter Ausstellungshund gezüchtet.

Im Unterschied zu robusteren Arbeitsterriern lag der Schwerpunkt weniger auf jagdlicher Leistung als auf Erscheinungsbild, Fellqualität und Begleithundeigenschaften. Der Paisley Terrier wurde eng mit anderen langhaarigen schottischen Zwergterriern verbunden und beeinflusste die Entwicklung des späteren Yorkshire Terriers deutlich.

Als eigenständige Rasse verschwand der Paisley Terrier nach und nach aus der Kynologie. Heute wird er in der Regel als ausgestorbene historische Rasse betrachtet oder als Vorläuferlinie des Yorkshire Terriers eingeordnet.

  1. In Schottland entwickeln sich langhaarige kleine Terrier, aus denen der Paisley Terrier hervorgeht.

  2. 19

    Im 19. Jahrhundert wird der Paisley Terrier im Raum Paisley und Glasgow als eleganter Ausstellungs- und Begleithund bekannt.

  3. Die Rasse beeinflusst die Entwicklung des Yorkshire Terriers.

  4. Der Paisley Terrier verschwindet schrittweise als eigenständige Rasse und gilt heute als ausgestorben beziehungsweise im Yorkshire Terrier aufgegangen.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Zum Paisley Terrier liegen nur begrenzt belastbare, moderne rassespezifische Gesundheitsdaten vor. Als kleiner bis mittelgroßer Terrier-Typ können je nach Zuchtlinie mögliche Risiken im Bereich Gelenke, Gebiss, Haut und Augen berücksichtigt werden. Ein insgesamt ausgewogenes Körpergewicht, regelmäßige Fell- und Hautpflege sowie routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für die Gesundheitsbegleitung sinnvoll.

Mangels gesicherter rassespezifischer Daten ist eine genaue Einordnung nur eingeschränkt möglich. Bei guter allgemeiner Haltung, angepasster Bewegung, Zahnpflege und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ist für einen kleineren Terrier-Typ häufig eine solide Lebenserwartung erreichbar.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen Terrier-Typen kann ein erhöhtes Risiko für eine Verlagerung der Kniescheibe bestehen. Das Risiko kann je nach Linie unterschiedlich ausgeprägt sein.

Prävention: Auf angemessenes Körpergewicht achten, Sprungbelastungen im Junghundealter begrenzen und bei der Zucht auf orthopädische Untersuchungen der Elterntiere achten.

Parodontale Erkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei kleineren Hunden treten Zahnstein, Zahnfleischreizungen und Folgeprobleme im Maul häufiger auf. Eine konsequente Zahnhygiene kann das Risiko verringern.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignete Kauartikel, tierärztliche Zahnkontrollen und bedarfsgerechte professionelle Zahnreinigung einplanen.

Haut- und Fellprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei langhaarigen Terrier-Typen können Hautirritationen, Verfilzungen oder pflegebedingte Fellprobleme auftreten. Eine sorgfältige Pflege unterstützt die Hautgesundheit.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, schonende Hautreinigung, Kontrolle auf Verfilzungen und Beobachtung möglicher Reizfaktoren im Alltag.

Augenreizungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch längeres Fell im Gesichtsbereich oder Umwelteinflüsse können bei einzelnen Hunden Reizungen der Augenpartie begünstigt werden.

Prävention: Augenpartie sauber halten, Haare im Augenbereich kontrollieren und bei Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlich abklären lassen.

  • Gebiss
  • Hautpflege
  • Hitze
  • Auf ein stabiles Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung achten, insbesondere bei kleinen, aktiven Hunden.
  • Bei langem oder feinem Fell Haut und Fell regelmäßig auf Verfilzungen, Reizungen und Parasiten kontrollieren.
  • Eine konsequente Zahnpflege zu Hause etablieren und das Gebiss in festen Abständen tierärztlich kontrollieren lassen.
  • Regelmäßige allgemeine Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Gebiss, Haut und Augen einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Paisley Terrier kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Paisley Terrier ist ein kleiner Hund mit eher moderatem Körpergewicht, wodurch manche Behandlungskosten im Alltag überschaubar bleiben können. Gleichzeitig können bei kleinen Hunderassen im Lauf des Lebens zahnbezogene Behandlungen, orthopädische Probleme wie Patellaprobleme sowie diagnostische und operative Eingriffe relevant werden. Durch seine Beweglichkeit und den typischen Bedarf an tierärztlicher Versorgung im Alter kann eine Absicherung gegen größere Einzelkosten sinnvoll sein. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen, Diagnostik und Medikamente besser auffangen, während eine OP-Versicherung vor allem bei unerwarteten Operationen entlasten kann.

  • Auch bei eher kleinen und leichten Hunden können Unfälle, Fremdkörper oder akute Erkrankungen hohe Einmalkosten verursachen.
  • Kleine Hunderassen können trotz geringer Körpergröße durch Operationen und Diagnostik spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden wie Patellaprobleme können Untersuchungen, Bildgebung und mögliche Eingriffe nach sich ziehen.
  • Zahnprobleme und Zahnsanierungen können im Verlauf des Lebens häufigere Kosten auslösen.
  • Akute Verletzungen oder Fremdkörperaufnahmen können zu kurzfristig hohen Tierarztkosten führen.
  • Haut- und Fellprobleme können Diagnostik, Medikamente und Verlaufskontrollen notwendig machen.
  • Patellaprobleme oder andere orthopädische Beschwerden können Untersuchungen und operative Maßnahmen erforderlich machen.
  • Zahnstein, Zahnfleischprobleme und notwendige Zahnsanierungen können wiederkehrende Behandlungskosten verursachen.
  • Auf eine passende Selbstbeteiligung zu achten kann helfen, Beitrag und Eigenkosten ausgewogen zu halten.
  • Bei Vollschutz kann ein Blick auf Leistungen für Zahnbehandlungen und Zahnextraktionen hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik vor einer Operation kann sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Verfahren und Nachbehandlung nach Operationen umfasst.
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