Hund im Rasseprofil

Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund ist ein großer italienischer Herdenschutzhund, der seit Jahrhunderten zum Schutz von Schafherden gegen Raubtiere und Diebe eingesetzt wird.

LoyalReserviertRuhigSchutzorientiertSelbststaendigTerritorialWachsam
Ein Maremmen-Abruzzen-Schäferhund wird zuhause liebevoll gebürstet, was die regelmäßige Fellpflege und verantwortungsvolle Gesundheitsvorsorge zeigt.
Regelmäßige Fellpflege gehört bei großen Hunderassen zur verantwortungsvollen Fürsorge und unterstützt das Wohlbefinden des Tieres.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Italien

Größe

Gross

Schulterhöhe

60-73 cm

Gewicht

30-45 kg

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Felltypen

Langstockhaar, Dichtes deckhaar, Mit unterwolle

Farben

Weiss, Elfenbein, Hellorange

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 201

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Maremmen-Abruzzen-Schäferhund

Maremmen-Abruzzen-Schäferhund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein Maremmen-Abruzzen-Schäferhund wartet gemeinsam mit seinem Besitzer in einer freundlichen, modernen Tierarztpraxis.
Ein vitaler Maremmen-Abruzzen-Schäferhund läuft fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Ein gesunder Maremmen-Abruzzen-Schäferhund genießt einen sonnigen Tag im Park mit seinem Besitzer.
Ein beruhigter Maremmen-Abruzzen-Schäferhund auf dem Untersuchungstisch, während eine freundliche Tierärztin mit einem Stethoskop seine Gesundheit überprüft.
Ein Maremmen-Abruzzen-Schäferhund wird behutsam von einer Tierärztin untersucht.

Charakter

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund ist ein selbstständiger, sehr wachsamer und territorial veranlagter Herdenschutzhund. Er gilt als loyal gegenüber seiner Bezugsperson und seinem sozialen Umfeld, zeigt Fremden gegenüber jedoch häufig deutliche Zurückhaltung. Seine Arbeitsweise ist eigenständig statt stark auf enge Führigkeit ausgerichtet.

LoyalReserviertRuhigSchutzorientiertSelbststaendigTerritorialWachsam
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit2/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernt durchaus, arbeitet aber oft unabhängig und hinterfragt Anweisungen eher als viele klassische Gebrauchshunde. Konsequente, faire und ruhige Erziehung ist wichtig; Druck verschlechtert häufig die Zusammenarbeit.

Wachtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Der Maremmen Abruzzen Schäferhund neigt dazu, Territorium, Bezugspersonen und ihm anvertraute Menschen oder Tiere eigenständig zu bewachen.

Jagdtrieb

Meist eher gering bis mäßig ausgeprägt, kann aber individuell unterschiedlich sein. Umweltreize und bewegte Tiere können dennoch Interesse auslösen.

Alleinbleiben

Kurzzeitiges Alleinbleiben kann mit Training möglich sein, die Rasse ist jedoch stark territorial und fühlt sich oft wohler mit klarer Aufgabe und Überblick über ihr Umfeld als über längere Zeit isoliert.

Die Rasse bringt ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb mit und benötigt eine verantwortungsvolle Haltung, klare Strukturen und gute Sozialisierung. Sie ist meist kein Hund für enge, reizintensive Stadtumgebungen oder für Menschen, die hohen Gehorsam und leichte Lenkbarkeit erwarten. Verhalten hängt immer auch von Linie, Aufzucht, Erfahrung, Training und Haltungsbedingungen ab.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund nur bedingt geeignet. In erfahrenen, gut strukturierten Haushalten mit viel Platz, klaren Regeln und sorgfältiger Sozialisierung kann er sich eng an seine Familie binden. Für turbulente Familien, häufigen Besuch oder wenig kontrollierbare Alltagssituationen ist die Rasse oft anspruchsvoll.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger in der Regel nicht geeignet. Die Rasse verlangt Erfahrung mit selbstständig handelnden, territorialen Hunden sowie ein gutes Management im Umgang mit Besuch, Revierverhalten und Umweltreizen.

Bewegungsbedarf

Mäßig bis erhöht. Er braucht nicht zwingend dauernde Action, aber regelmäßige Bewegung, viel Platz und vor allem eine passende, ruhige Auslastung mit sinnvoller Umweltkontrolle und klaren Aufgaben.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig. Durch das dichte, helle Fell ist Sonnenschutz wichtig; Aktivität sollte bei großer Hitze angepasst werden.

Kälteverträglichkeit

Hoch. Die Rasse ist robust und kommt mit kühleren Temperaturen meist gut zurecht.

Reisetauglichkeit

Eher eingeschränkt. Häufige Ortswechsel, enge Unterkünfte und viele fremde Reize liegen vielen Vertretern weniger als ein ruhiges, bekanntes Umfeld.

  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist loyal und verlässlich, gegenüber Fremden oft reserviert bis misstrauisch. Frühzeitige Sozialisierung und kontrollierte Gewöhnung an Besuch sind besonders wichtig.

Kinder

Mit bekannten, respektvollen Kindern kann ein gutes Zusammenleben möglich sein. Wegen Größe, Eigenständigkeit und Schutzverhalten sollten Kontakte immer verantwortungsvoll begleitet werden; nicht jeder Vertreter ist für lebhafte Kinderumgebungen gleichermaßen geeignet.

Andere Hunde

Mit anderen Hunden oft situationsabhängig. Gut sozialisierte Tiere können verträglich sein, zeigen aber je nach Geschlecht, Revier und Kontext auch deutliche Abgrenzung oder Dominanzverhalten.

Pflege

Pflegeart

Doppelfellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Stark

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • fell gruendlich ausbuersten
  • krallen kontrollieren und kuerzen
  • ohren kontrollieren und bei bedarf reinigen
  • pfoten nach aussenrunden kontrollieren
  • unterwolle waehrend des fellwechsels auskaemmen
  • zaehne regelmaessig pflegen
  • das wetterfeste doppelfell sollte regelmaessig gebuerstet, aber nur selten gebadet werden
  • nach aufenthalten im freien sollten fell und pfoten auf schmutz, kletten und kleine verletzungen kontrolliert werden
  • verfilzungen treten haeufiger an halskrause, hinter den ohren und an den hinterlaeufen auf
  • waehrend des fellwechsels ist taegliches ausbuersten oft sinnvoll
Grober metallkammHundezahnbuersteKrallenzangeUnterwollkammZupfbuerste

Ernährung & Kalorien

eine ausgewogene, altersgerechte ernaehrung fuer grosse hunderassen ist wichtig. die futtermenge sollte an gewicht, koerperzustand und alltagsaktivitaet angepasst werden. leckerlis sollten in die tagesration eingerechnet werden. wegen der groesse der rasse sind eine konstante gewichtskontrolle und eine auf mehrere mahlzeiten verteilte fuetterung sinnvoll.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
35 kgAktiv1780 kcal
35 kgInaktiv1250 kcal
35 kgNormal1510 kcal
45 kgAktiv2130 kcal
45 kgInaktiv1490 kcal
45 kgNormal1800 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte ruhige spaziergaenge
  • bewachungsnahe aufgaben mit klarer struktur
  • gelassenes gehorsamkeitstraining
  • nasenarbeit in ruhigem tempo
  • umweltbeobachtung auf sicherem grundstueck

Passende Aktivitäten

FaehrtensucheMantrailing in freizeitlicher formWandern

Geschichte des Maremmen-Abruzzen-Schäferhundes

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund stammt aus Italien und gehört zu den traditionellen Herdenschutzhunden des Landes. Er wurde über lange Zeit in den Regionen Maremma und Abruzzen verwendet, wo er Schafherden selbstständig gegen Wölfe und andere Bedrohungen bewachte. Die Bezeichnung verweist auf die enge Verbindung dieser beiden Landschaften und auf die historische Wanderschäferei zwischen ihnen. Im 20. Jahrhundert wurden die regionalen Schläge unter einer gemeinsamen Rassebezeichnung zusammengefasst. Heute wird die Rasse weiterhin als Arbeitshund geschätzt und daneben auch von erfahrenen Haltern gehalten.

  1. In Mittelitalien entwickeln sich über lange Zeit weiße Herdenschutzhunde, die Schafherden in den Regionen Maremma und Abruzzen bewachen.

  2. Die Wanderschäferei zwischen Maremma und Abruzzen fördert die Vermischung regionaler Schläge und prägt den späteren Rassetyp.

  3. 1958

    Die FCI erkennt den Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund gilt insgesamt als robuste, widerstandsfähige Hunderasse mit tendenziell solider Konstitution. Wie bei großen, langsam reifenden Hunden können jedoch vor allem Erkrankungen des Bewegungsapparats sowie einzelne erblich beeinflusste Risiken eine Rolle spielen. Aufgrund von Größe, Gewicht und dichter Behaarung profitieren Tiere dieser Rasse von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, angepasster Bewegung und einer kontrollierten Gewichtsentwicklung.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für große Hunderassen. Ein gesundes Körpergewicht, gelenkschonende Aufzucht, geeignete Haltungsbedingungen und regelmäßige tierärztliche Kontrollen können sich günstig auf die langfristige Gesundheit auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hunderassen besteht ein mögliches Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks. Dies kann sich im Verlauf auf Beweglichkeit, Belastbarkeit und Komfort auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, bedarfsgerechte Ernährung, normales Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung im Junghundealter achten. Zucht mit untersuchten Elterntieren kann das Risiko reduzieren.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Vordergliedmaßen können bei großrahmigen Rassen entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen vorkommen. Diese können die Bewegungsfreude und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Gleichmäßiges Wachstum fördern, Übergewicht vermeiden und in der Aufzucht auf übermäßige Stoßbelastung verzichten. Zuchttiere sollten orthopädisch beurteilt sein.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei großen, tiefbrüstigen Hunden besteht ein bekanntes Risiko für eine Drehung des Magens. Das Thema ist vor allem im Haltungs- und Fütterungsmanagement relevant.

Prävention: Futterportionen über den Tag verteilen, hastiges Fressen möglichst reduzieren und intensive Aktivität direkt vor und nach dem Fressen vermeiden.

Kreuzbandprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Körpergröße und Gewicht kann der Bandapparat der Knie stärker beansprucht werden. Daraus kann sich ein erhöhtes Risiko für orthopädische Beschwerden ergeben.

Prävention: Muskulatur durch regelmäßige, angepasste Bewegung unterstützen und auf ein schlankes Körpergewicht achten. Sprunghafte Überlastung sollte möglichst vermieden werden.

Ohrentzündungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei dicht behaarten oder wenig belüfteten Ohren können Reizungen und Entzündungen begünstigt werden. Regelmäßige Pflege kann hier unterstützend sein.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Verschmutzung oder Feuchtigkeit schonend pflegen. Wiederkehrende Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

  • Hitze
  • Starke Gelenkbelastung im Wachstum
  • Übergewicht
  • Auf ein schlankes Körpergewicht und eine angepasste Fütterung für große Hunderassen achten, um Gelenke und Stoffwechsel zu entlasten.
  • Bei Hitze für Schatten, Wasser und reduzierte Belastung sorgen, da das dichte Fell die Wärmeabgabe erschweren kann.
  • Fütterung und Bewegung so organisieren, dass größere Mahlzeiten und starke Aktivität zeitlich getrennt sind.
  • Im Wachstum regelmäßige orthopädische Kontrollen einplanen, besonders bei auffälligem Gangbild oder Belastungsunlust.
  • Ohren, Haut und Pfoten regelmäßig kontrollieren, besonders nach Aufenthalten im Freien oder bei dichter Unterwolle.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Maremmen-Abruzzen-Schäferhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist groß, kräftig und bewegungsfreudig. Bei großen Hunden können orthopädische Beschwerden, Gelenkprobleme und verletzungsbedingte Behandlungen mit höheren Tierarztkosten verbunden sein. Durch das aktive Verhalten und das Körpergewicht können insbesondere Operationen sowie diagnostische Maßnahmen kostspielig werden. Ein Vollschutz kann zusätzlich bei wiederkehrenden Behandlungen, Medikamenten und Untersuchungen entlasten, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einmalkosten abfedern kann.

  • Bei größeren Hunden fallen Diagnostik, Narkose und operative Eingriffe häufig kostenintensiver aus.
  • Die große Körpergröße kann das Risiko für kostenintensive orthopädische Erkrankungen erhöhen.
  • Ein aktiver, ausdauernder Hund kann ein erhöhtes Risiko für Verletzungen im Alltag oder bei Belastung mitbringen.
  • Gelenk- und Bewegungsapparatprobleme können im Verlauf des Lebens wiederkehrende Behandlungen erforderlich machen.
  • Bei großen Hunden können Medikamente und stationäre Versorgung insgesamt teurer ausfallen.
  • Operationen am Bewegungsapparat können durch Narkose, Bildgebung und Nachsorge hohe Gesamtkosten verursachen.
  • Orthopädische Erkrankungen und Gelenkprobleme können zu wiederholten Untersuchungen und Behandlungen führen.
  • Verletzungen durch Aktivität oder Unfälle können kurzfristig aufwendige Diagnostik und Eingriffe notwendig machen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Nachsorge und stationärer Unterbringung achten.
  • Bei Vollschutz auf die Mitversicherung von Medikamenten, Physiotherapie und Kontrolluntersuchungen achten.
  • Eine freie Tierarztwahl und transparente Regelungen zu Wartezeiten und Selbstbeteiligung können im Alltag relevant sein.
  • Tarife mit Leistungen für bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall können bei orthopädischen Abklärungen hilfreich sein.
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Kategorien & Schlagwörter

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