Der Malteser gilt insgesamt als eher langlebige kleine Hunderasse. Rassetypisch können unter anderem Zahnprobleme, Augenreizungen, Kniescheibenprobleme und einzelne erblich beeinflusste Erkrankungen vorkommen. Eine konsequente Zahnpflege, Gewichtskontrolle, Fell- und Augenpflege sowie regelmäßige tierärztliche Vorsorge sind für die Gesunderhaltung besonders relevant.
Bei guter Pflege, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Vorsorge wird häufig eine hohe Lebenserwartung erreicht. Die langfristige Gesundheit profitiert besonders von früher Kontrolle von Zähnen, Gelenken, Augen und Haut.
Patellaluxation
MittelGenetisches Risiko: JaBei kleinen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko bestehen, dass die Kniescheibe vorübergehend aus ihrer normalen Position gleitet. Dies kann sich durch verändertes Gangbild oder zeitweises Hüpfen zeigen.
Prävention: Auf gesundes Körpergewicht achten, Sprünge aus größerer Höhe begrenzen, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Vorsorgeuntersuchungen den Bewegungsapparat kontrollieren lassen.
Zahnerkrankungen und Zahnsteinneigung
MittelGenetisches Risiko: NeinKleine Rassen wie der Malteser neigen häufiger zu Zahnbelag, Zahnstein und Entzündungen im Maul. Ohne konsequente Pflege kann dies die Mundgesundheit deutlich beeinträchtigen.
Prävention: Regelmäßige Zahnpflege zu Hause, geeignete Kauartikel nach Rücksprache, tierärztliche Zahnkontrollen und frühzeitige professionelle Zahnreinigung bei Bedarf.
Tränenfluss und Augenreizungen
NiedrigGenetisches Risiko: NeinBeim Malteser kann vermehrter Tränenfluss auffallen. Dies kann kosmetisch sichtbar sein und gelegentlich mit Reizungen der empfindlichen Augenregion einhergehen.
Prävention: Augenpartie sauber und trocken halten, Fell um die Augen gepflegt halten und Reizungen tierärztlich abklären lassen, wenn sie wiederholt auftreten.
Hypoglykämieneigung im Welpenalter
MittelGenetisches Risiko: NeinSehr kleine Hunde können besonders im jungen Alter empfindlich auf längere Futterpausen reagieren. Eine stabile Energieversorgung ist in dieser Phase wichtig.
Prävention: Im Wachstum auf regelmäßige Fütterung, angepasste Futterportionen, stressarme Gewöhnung und engmaschige Beobachtung von Fressverhalten und Aktivität achten.
Leber-Shunt
HochGenetisches Risiko: JaBei einigen kleinen Rassen wird ein mögliches erhöhtes Risiko für angeborene Gefäßanomalien der Leber beschrieben. Das Thema gehört bei unklaren Symptomen oder Entwicklungsauffälligkeiten in tierärztliche Abklärung.
Prävention: Seriöse Zuchtwahl, auffällige Entwicklung im jungen Alter tierärztlich abklären lassen und empfohlene Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
Hautreizungen und Allergieneigung
MittelGenetisches Risiko: NeinDie Haut kann empfindlich reagieren, etwa auf Umweltreize, Pflegeprodukte oder Parasiten. Wiederkehrender Juckreiz oder Rötungen sollten beobachtet und gegebenenfalls tierärztlich besprochen werden.
Prävention: Haut und Fell regelmäßig pflegen, geeignete Pflegeprodukte verwenden, Parasitenprophylaxe einhalten und Futterumstellungen behutsam vornehmen.
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.