Hund im Rasseprofil

Löwenhund

Der Löwenhund ist ein kleiner, lebhafter Gesellschaftshund mit auffälligem Löwenschnitt und langer europäischer Tradition. Er gilt als anhänglich, aufmerksam und freundlich.

AnhänglichAnpassungsfaehigAufmerksamCharmantLebhaftVerspielt
Ein Löwenhund sitzt entspannt im Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis neben seinem Besitzer.
Ein Löwenhund wartet mit seinem Besitzer in einer hellen und freundlichen Tierarztpraxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Klein

Schulterhöhe

25-33 cm

Gewicht

4-8 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Lang, Wellig

Farben

Alle Farben und Farbkombinationen

FCI-Gruppe

Gruppe 9

FCI-Standard

Nr. 233

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Löwenhund

Glücklicher Hund sitzt entspannt neben seinem Halter in einer modernen Wohnung.
Ein entspannter Löwenhund genießt die Gesellschaft seines Besitzers in einer hellen Wohnung.
Ein Löwenhund sitzt neben einem hochwertigen Futternapf und Pflegezubehör in einer hellen Küche, während der Besitzer gesundes Futter vorbereitet.
Ein Löwenhund zeigt, wie wichtig eine gesunde Ernährung und verantwortungsvolle Tierhaltung sind.
Ein Löwenhund ruht auf einer weichen Decke mit einem medizinischen Schutzkragen, während sein Besitzer beruhigend daneben sitzt.
Der Löwenhund entspannt sich nach seiner Behandlung, umgeben von der Fürsorge seines Besitzers.

Charakter

Der Löwenhund ist in der Regel ein fröhlicher, anhänglicher und aufmerksamer Kleinhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen sucht. Er gilt oft als lebhaft, charmant und anpassungsfähig, bringt aber auch eine gewisse Eigenständigkeit und Wachsamkeit mit.

AnhänglichAnpassungsfaehigAufmerksamCharmantLebhaftVerspielt
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn mit positiver Bestärkung, Geduld und klaren Regeln gearbeitet wird. Der Löwenhund lernt häufig gern, kann aber bei inkonsequenter Führung kleine Unarten entwickeln.

Wachtrieb

Vorhanden, vor allem als aufmerksames Meldeverhalten gegenüber Besuchern oder ungewohnten Geräuschen. In der Regel eher wachsam als ernsthaft schutzorientiert.

Jagdtrieb

Meist eher gering bis mäßig ausgeprägt. Einzelne Hunde zeigen Interesse an schnellen Bewegungsreizen, sind jedoch normalerweise kein stark jagdlich motivierter Typ.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Löwenhunde sind sehr menschenbezogen und können bei zu langem oder abruptem Alleinsein zu Unruhe oder Lautäußerungen neigen.

Trotz seiner handlichen Größe ist der Löwenhund kein rein passiver Schoßhund. Er profitiert von freundlicher, konsequenter Erziehung, sozialer Gewöhnung und regelmäßiger Beschäftigung. Individuelle Unterschiede in Temperament, Sensibilität und Bellverhalten sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn Kinder den respektvollen Umgang mit kleinen Hunden lernen und der Hund Rückzugsorte hat. Er kann ein freundlicher und fröhlicher Begleiter sein, ist wegen seiner Größe aber etwas empfindlicher im groben Umgang.

Wohnung

Ja

Anfänger

Häufig auch für engagierte Anfänger gut geeignet, sofern sie Zeit für Bindungsaufbau, Fellpflege, Grunderziehung und behutsames Alleinbleibtraining einplanen. Sehr nachgiebige oder inkonsequente Haltung kann unerwünschtes Bell oder Anspruchsverhalten fördern.

Bewegungsbedarf

Mäßiger Bewegungsbedarf. Tägliche Spaziergänge, spielerische Beschäftigung und etwas Kopfarbeit reichen meist gut aus. Er möchte ausgelastet werden, braucht aber normalerweise kein Hochleistungspensum.

Hitzeverträglichkeit

Eher mittel. Bei warmem Wetter sollte auf Schatten, Wasser und angepasste Aktivität geachtet werden; dichtes oder langes Fell kann zusätzlich belasten.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kühle Temperaturen sind oft gut machbar, doch bei Nässe, Wind oder starkem Frost kann je nach Fellzustand und individueller Empfindlichkeit zusätzlicher Schutz sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Meist recht gut, wenn der Hund früh an Auto, Transportbox, neue Umgebungen und kurze Aufenthalte außer Haus gewöhnt wird. Seine Menschenbezogenheit kann das Reisen erleichtern, sofern ausreichend Pausen und Sicherheit gewährleistet sind.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

In der Regel freundlich, zugewandt und kontaktfreudig gegenüber vertrauten Menschen. Fremden gegenüber oft aufmerksam, teils zunächst etwas reserviert, aber meist nicht langanhaltend distanziert.

Kinder

Bei ruhigem, respektvollem Umgang häufig gut verträglich. Besonders mit verständigen Kindern kann er ein fröhlicher Begleiter sein; bei sehr stürmischem oder unachtsamem Verhalten sollte wegen seiner kleinen Größe gut begleitet werden.

Andere Hunde

Oft sozial und gut integrierbar, wenn frühzeitig positive Hundekontakte ermöglicht werden. Wie bei vielen kleinen Hunden können Unsicherheit oder übermäßiges Meldeverhalten auftreten, wenn Sozialisation und Führung fehlen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege mit besonderem Fokus auf langes, dichtes Fell

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, bei längerem Fell möglichst täglich kontrollieren

Fellpflege

Hoch

Haaren

Gering bis mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Augenpartie sauber halten
  • Bart und Gesichtshaar nach dem Fressen säubern
  • Behaarung an Pfoten sauber und kurz halten
  • Fell gründlich bürsten und Knoten frühzeitig lösen
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das lange Fell neigt zu Verfilzungen, besonders hinter den Ohren, an den Beinen und in den Achseln.
  • Ein gepflegter Gesichtsschopf sollte die Sicht nicht beeinträchtigen.
  • Nach Spaziergängen sollten Pfoten und Fell auf Schmutz, Kletten und kleine Verfilzungen kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Fellpflege hilft, Schmutz und lose Haare zu entfernen und die Haut gesund zu halten.
Abgerundete FellschereEntfilzungskammHundezahnbürsteKamm mit mittleren und feinen ZinkenKrallenzangeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein und angepasster Futtermenge achten. Da der Löwchen ein kleiner, lebhafter Hund ist, sollten Energiezufuhr, Leckerlis und Tagesration gut aufeinander abgestimmt werden, um Übergewicht zu vermeiden. Kleine Krokettengrößen oder gut portionierbares Futter sind oft praktisch. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
5 kgAktiv390 kcal
5 kgInaktiv260 kcal
5 kgNormal320 kcal
6 kgAktiv430 kcal
6 kgInaktiv300 kcal
6 kgNormal360 kcal
8 kgAktiv540 kcal
8 kgInaktiv370 kcal
8 kgNormal450 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele in kurzer Dauer
  • Intelligenzspiele
  • kleine Trickeinheiten
  • soziale Beschäftigung mit enger Einbindung in den Alltag
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
  • tägliche Spaziergänge mit Spielphasen

Passende Aktivitäten

Agility für kleine HundeObedienceRally ObedienceTricktraining

Geschichte des Löwenhunds

Der Löwenhund ist eine alte europäische Kleinhunderasse, die besonders mit Frankreich in Verbindung gebracht wird. Darstellungen kleiner Hunde im typischen Löwenschnitt finden sich bereits in der Kunst der frühen Neuzeit. Die genaue Entstehung der Rasse ist jedoch nicht lückenlos dokumentiert.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde der Löwenhund nur noch selten gehalten und galt zeitweise als stark gefährdet. Durch gezielte Zuchtbemühungen im 20. Jahrhundert konnte der Bestand erhalten und wieder aufgebaut werden. Heute ist der Löwenhund offiziell anerkannt, bleibt aber insgesamt eine eher seltene Hunderasse.

  1. Kleine Gesellschaftshunde im Löwenschnitt erscheinen in europäischen Bilddarstellungen der frühen Neuzeit.

  2. Die Rasse wird besonders mit Frankreich verbunden und über lange Zeit als kleiner Begleithund gehalten.

  3. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert geht der Bestand stark zurück.

  4. Im 20. Jahrhundert beginnt der gezielte Wiederaufbau der Zucht.

  5. Der Löwenhund wird als Hunderasse offiziell anerkannt und bleibt bis heute selten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Löwenhund gilt insgesamt als eher robuste kleine Hunderasse. Wie bei kleineren Begleithunden können jedoch orthopädische, augenbezogene und hautbezogene Risiken vorkommen. Eine sorgfältige Fell- und Hautpflege, Gewichtskontrolle sowie regelmäßige tierärztliche Vorsorge unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Der Löwenhund erreicht häufig ein gutes Alter. Bei konsequenter Vorsorge, angepasster Bewegung und früher Abklärung von Auffälligkeiten bestehen meist gute Voraussetzungen für eine stabile gesundheitliche Entwicklung.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen Hunderassen kann eine Verlagerung der Kniescheibe als rassetypisches Risiko vorkommen. Je nach Ausprägung kann dies die Beweglichkeit beeinflussen.

Prävention: Auf ein schlankes Körpergewicht achten, Sprünge aus größerer Höhe begrenzen und bei Auffälligkeiten im Gangbild eine tierärztliche Untersuchung veranlassen.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Erbliche Netzhauterkrankungen werden bei einigen kleinen Rassen als mögliches Risiko beschrieben. Veränderungen können sich schleichend entwickeln und das Sehvermögen betreffen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen und die Berücksichtigung verfügbarer Zuchtuntersuchungen können das Risikomanagement unterstützen.

Katarakt

MittelGenetisches Risiko: Ja

Linsentrübungen können bei kleinen Hunden als mögliches alters- oder erblich mitbedingtes Risiko auftreten und das Sehvermögen beeinträchtigen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren lassen und Veränderungen wie Trübungen oder unsicheres Orientierungsverhalten tierärztlich abklären.

Zahn- und Zahnfleischprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Kleine Hunderassen zeigen häufiger Neigung zu Zahnstein, Zahnfleischreizungen und damit verbundenen Maulhöhlenproblemen.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege zu Hause, Kontrollen des Gebisses und professionelle Zahnreinigung nach tierärztlicher Empfehlung einplanen.

Haut- und Fellprobleme durch Pflegeaufwand

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Das lange, pflegeintensive Fell kann bei unzureichender Pflege Verfilzungen und damit verbundene Hautreizungen begünstigen.

Prävention: Das Fell regelmäßig bürsten, Hautfalten und sensible Bereiche kontrollieren sowie Verfilzungen vermeiden.

  • Augen
  • Gelenke
  • Haut
  • Hitze
  • Zähne
  • Augenveränderungen wie Trübungen, vermehrten Ausfluss oder Unsicherheiten bei der Orientierung zeitnah kontrollieren lassen.
  • Das Körpergewicht im schlanken Bereich halten, um Gelenke und Knie zu entlasten.
  • Eine feste Zahnpflegeroutine etablieren und das Gebiss regelmäßig tierärztlich beurteilen lassen.
  • Eine konsequente Fell- und Hautpflege durchführen und Verfilzungen frühzeitig entfernen lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Aufmerksamkeit für Bewegungsapparat, Augen, Zähne und Haut einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Löwenhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Löwenhund ist ein kleiner bis mittelgroßer Hund, bei dem neben Vorsorge und allgemeinen Behandlungen auch einzelne kostspielige Eingriffe relevant werden können. Aus der Kombination von potenziellen orthopädischen, augenbezogenen und zahnmedizinischen Themen sowie möglichen Operationskosten kann sich eine Absicherung mit breiterem Leistungsumfang anbieten. Wenn laufende Behandlungskosten weniger umfassend abgesichert werden sollen, kann zumindest eine OP-Versicherung das finanzielle Risiko größerer Eingriffe abfedern.

  • Auch bei moderatem Aktivitätsniveau können Unfälle oder akute Erkrankungen unerwartete Behandlungskosten verursachen.
  • Augenerkrankungen können diagnostische Maßnahmen, Behandlungen oder operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Patellaprobleme und andere orthopädische Beschwerden können bei kleinen Hunderassen zu höheren Tierarztkosten führen.
  • Zahnbehandlungen können bei kleineren Hunden regelmäßig anfallen und sich über die Jahre summieren.
  • Akute Erkrankungen oder Verletzungen können kurzfristig Diagnostik, Medikamente und gegebenenfalls eine Operation erforderlich machen.
  • Augendiagnostik und augenärztliche Eingriffe können je nach Befund kostenintensiv werden.
  • Orthopädische Behandlungen oder Operationen, etwa bei Problemen im Bereich der Kniescheibe, können höhere Einmalkosten verursachen.
  • Wiederkehrende Zahnbehandlungen können im Lebensverlauf zu fortlaufenden Kosten führen.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und eventuelle Höchstgrenzen pro Jahr oder Behandlungsfall zu achten, kann die Tarifwahl erleichtern.
  • Bei Vollschutz kann ein Blick auf die Erstattung ambulanter Diagnostik und Behandlungen bei Augen- oder Gelenkproblemen hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Operationen einschließlich Narkose, Nachbehandlung und bildgebender Diagnostik kann sinnvoll sein.
  • Wenn Zahnerkrankungen berücksichtigt werden sollen, kann ein Tarif mit Leistungen für medizinisch notwendige Zahnbehandlungen relevant sein.
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