Hund im Rasseprofil

Laverack-Setter

Der Laverack-Setter ist eine traditionsreiche Bezeichnung für den English Setter in der klassischen, von Edward Laverack geprägten Ausprägung. Er ist ein eleganter, ausdauernder Vorstehhund mit freundlichem Wesen und ausgeprägter Arbeitsfreude.

BewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibelSozial
Ein freundlicher Laverack-Setter liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre vermitteln.
Ein ruhiger Familienmoment mit Hund, Kind und Eltern in einer warmen, vertrauensvollen Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

61-68 cm

Gewicht

20-36 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Lang, Glatt, Seidig

Farben

Weiss orange, Weiss schwarz, Weiss leberbraun, Blue belton, Orange belton, Lemon belton, Liver belton, Tricolour

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 2

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Laverack-Setter

Ein Laverack-Setter sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt und Sonnenlicht durch das Fenster fällt.
Ein sicher angeschnallter Hund im Auto steht für verantwortungsvolle Tierhaltung und vorausschauenden Schutz unterwegs.
Ein Laverack-Setter Hund mit Verband an der Pfote ruht sich zusammen mit seinem erleichterten Besitzer in einer hellen Wohnung aus.
Ein Laverack-Setter Hund und sein Besitzer genießen eine ruhige Zeit in ihrer hellen Wohnung.
Ein älterer Laverack-Setter liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Der liebevolle Moment zwischen Mensch und Hund zeigt die Bedeutung von Fürsorge und Sicherheit in einem ruhigen Zuhause.

Charakter

Der Laverack-Setter ist ein eleganter, freundlicher und bewegungsfreudiger Hund mit ausgeprägter Jagdpassion. Er gilt meist als sanft im Umgang, menschenbezogen und sozial, braucht aber viel körperliche Auslastung, Nasenarbeit und eine geduldige, konsequente Erziehung.

BewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibelSozial
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

In der Regel gut, wenn mit Geduld, positiver Bestärkung und klaren Routinen gearbeitet wird. Der Laverack Setter ist meist lernfreudig, kann durch Umweltreize und Wildgeruch aber leicht abgelenkt sein.

Wachtrieb

Eher gering ausgeprägt. Er meldet gelegentlich, ist aber typischerweise kein ausgeprägter Schutz oder Wachhund.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Viele Vertreter zeigen großes Interesse an Wildspuren, Gerüchen und Bewegung, weshalb Rückruf und Impulskontrolle früh und sorgfältig aufgebaut werden sollten.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Der Laverack Setter ist oft menschenbezogen und kann bei zu langem oder zu abruptem Alleinsein unruhig reagieren.

Als ursprünglicher Jagdhund ist der Laverack-Setter oft sensibel und reagiert besser auf ruhige, faire Führung als auf Härte. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark davon ab, ob sein hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf zuverlässig erfüllt wird. Ein gut ausgelasteter Hund kann angenehm und freundlich sein, Unterforderung kann jedoch zu Unruhe und eigenständigem Verhalten führen.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich ja, wenn die Familie aktiv ist und dem Hund täglich viel Bewegung, Beschäftigung und engen Anschluss bietet. Mit passender Auslastung kann er sanft und umgänglich sein. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für Training und Nasenarbeit ist er meist weniger geeignet.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur bedingt. Sein freundliches Wesen kann Anfängern entgegenkommen, zugleich fordern Jagdtrieb, hohes Energielevel und der Bedarf an konsequenter Auslastung viel Wissen und Zeit. Für engagierte Anfänger mit Unterstützung durch Hundeschule kann er passend sein, pauschal einfach ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Tägliche lange Spaziergänge, Freilauf nur in sicherem Rahmen, Suchspiele, Nasenarbeit und idealerweise jagdnahe oder sportliche Beschäftigung sind meist wichtig.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da langes Fell und hohe Aktivität die Belastung erhöhen können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Kühle Temperaturen werden meist ordentlich vertragen, bei Nässe, Wind und längerer Inaktivität sollte aber individuell auf Schutz und Wohlbefinden geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut. Wichtig sind ausreichend Pausen, Bewegung, sichere Transportbedingungen und das Beachten seiner Sensibilität sowie seines Bewegungsdrangs.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen und zugewandt. Viele Laverack-Setter suchen engen Kontakt zu ihren Bezugspersonen und begegnen auch fremden Menschen eher höflich als misstrauisch.

Kinder

Oft gut verträglich mit Kindern, besonders bei ruhigem, respektvollem Umgang und sinnvoller Auslastung. Wie bei jedem Hund sollten Begegnungen beaufsichtigt und Rückzugsräume gewährleistet werden.

Andere Hunde

In der Regel sozial und gut integrierbar, wenn die Sozialisierung passt. Einzelne Hunde können bei Aufregung stürmisch sein, zeigen aber häufig ein insgesamt verträgliches Hundeverhalten.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Beinen, Brust und Rute auf Verfilzungen kontrollieren
  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen auf Schmutz und Fremdkörper prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Besonders die Behänge und die Befederung an Ohren, Brust, Bauch und Rute benötigen Aufmerksamkeit.
  • Das seidige, längere Fell sollte regelmäßig gepflegt werden, damit keine Knoten und Verfilzungen entstehen.
  • Hängende Ohren sollten wegen eingeschränkter Belüftung regelmäßig kontrolliert werden.
  • Nach Ausflügen durch hohes Gras oder Unterholz sollte das Fell auf Kletten und kleine Verletzungen geprüft werden.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKamm mit mittleren und feinen ZinkenKrallenzangeOhrenreiniger für HundePin Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, hochwertige Ernährung achten, die zum Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau passt. Da der Laverack-Setter ein aktiver Jagd- und Laufhund ist, sollte die Futtermenge an Bewegung und Trainingsumfang angepasst werden. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und auf eine schlanke Körperform achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1250 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
25 kgAktiv1500 kcal
25 kgInaktiv1000 kcal
25 kgNormal1250 kcal
30 kgAktiv1750 kcal
30 kgInaktiv1150 kcal
30 kgNormal1450 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamkeitstraining
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele im Freien

Passende Aktivitäten

AgilityCanicrossDummytrainingMantrailingObedience

Geschichte des Laverack-Setters

Der Laverack-Setter geht auf den English Setter zurück und bezeichnet vor allem die historisch berühmte Zuchtlinie von **Edward Laverack** in Großbritannien. Laverack übernahm im 19. Jahrhundert Zuchttiere und prägte durch planmäßige Auswahl einen besonders eleganten, leistungsfähigen und einheitlichen Setter-Typ.

Die Linie wurde vor allem für ihre Jagdeigenschaften, ihr feines Nasenvermögen und ihr ansprechendes Erscheinungsbild bekannt. Später beeinflussten weitere Züchter die Entwicklung des English Setters, sodass der Name „Laverack-Setter“ heute meist als traditionsbezogene Bezeichnung für den klassischen Typ verwendet wird, nicht als eigenständige FCI-Rasse.

International wird der Hund unter dem Standard des **English Setters** geführt. Die Bezeichnung erinnert bis heute an eine der wichtigsten historischen Grundlagen der Setterzucht.

  1. 1825

    Edward Laverack beginnt mit der Zucht von Settern auf Grundlage eines Zuchtpaares, das er von Reverend A. Harrison übernimmt.

  2. 1872

    Edward Laverack veröffentlicht das Werk „The Setter“, das die Entwicklung und Zucht seiner Setterlinie bekannt macht.

  3. Die von Laverack geprägte Linie wird zu einer wesentlichen Grundlage des modernen English Setters.

  4. Der Laverack-Setter wird heute in der Regel nicht als eigenständige Rasse, sondern als historische bzw. traditionelle Bezeichnung innerhalb des English Setters verstanden.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Laverack-Setter gilt insgesamt als leistungsfähiger, ausdauernder Jagd- und Familienhund. Wie bei anderen Settern können jedoch rassetypische Risiken in den Bereichen Hüfte, Augen, Schilddrüse und Ohren vorkommen. Durch das lange Fell, die Hängeohren und den aktiven Einsatz im Freien profitieren viele Tiere von regelmäßiger Kontrolle von Haut, Pfoten und Gehörgängen.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Gesundheitsrelevante Faktoren sind vor allem orthopädische Veranlagungen, mögliche Augenthemen sowie die laufende Pflege von Ohren und Fell.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Je nach Ausprägung können Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild beeinflusst sein.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessene Bewegung im Junghundealter, normales Körpergewicht und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Orthopädische Veränderungen im Ellenbogenbereich können bei größeren, aktiven Hunden vorkommen. Mögliche Hinweise sind Steifheit oder eine reduzierte Belastbarkeit der Vorderhand.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, ausgewogene Fütterung, Vermeidung von Übergewicht und züchterische Gesundheitskontrollen können das Risiko ungünstiger Entwicklungen reduzieren.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei Settern werden erbliche Augenerkrankungen beschrieben, darunter Formen der Netzhautdegeneration. Diese können das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Vorsorge und der Einsatz genetisch geprüfter Zuchtlinien sind sinnvoll.

Schilddrüsenunterfunktion

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Linien dieser Rasse wird ein mögliches Risiko für Störungen der Schilddrüsenfunktion diskutiert. Veränderungen können sich unter anderem auf Energielevel, Haut und Gewicht auswirken.

Prävention: Gewicht, Aktivitätsniveau, Fellqualität und allgemeines Befinden regelmäßig tierärztlich einordnen lassen, besonders im Erwachsenenalter.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Hängeohren und dichtes Fell im Ohrbereich kann ein feucht-warmes Milieu entstehen. Dadurch können Reizungen oder wiederkehrende Probleme im Gehörgang begünstigt werden.

Prävention: Hängeohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe gut trocknen und Pflege nur in tierärztlich empfohlener Form durchführen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, größeren Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung beschrieben. Dies gilt als akuter Notfall und ist bei aktiven Vorstehhunden grundsätzlich zu beachten.

Prävention: Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, starke Aktivität direkt vor und nach dem Fressen vermeiden und auf ein ruhiges Fressverhalten achten.

  • Dorniges Gelände und Unterholz
  • Feuchtigkeit im Ohrbereich
  • Hitze
  • Hohe Gelenkbelastung im Wachstum
  • Auf ein schlankes Körpergewicht und gleichmäßige, gelenkschonende Bewegung achten, da dies die allgemeine Belastung des Bewegungsapparats reduziert.
  • Augen regelmäßig tierärztlich kontrollieren lassen, vor allem bei Zuchttieren oder bei auffälligen Veränderungen des Sehvermögens.
  • Bei größeren, tiefbrüstigen Hunden Fütterung und Aktivität so organisieren, dass die Magenbelastung rund um Mahlzeiten möglichst gering bleibt.
  • Ohren nach Spaziergängen, Schwimmen und Fellpflege kontrollieren, um Feuchtigkeit, Schmutz oder Reizungen früh zu bemerken.
  • Orthopädische Vorsorge im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden einplanen, insbesondere mit Blick auf Hüften und Ellenbogen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Laverack-Setter kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Laverack-Setter ist ein mittelgroßer bis großer, bewegungsfreudiger Hund mit aktivem Einsatz im Alltag. Bei solchen Hunden können orthopädische Probleme, Verletzungen durch Bewegung sowie kostenintensive diagnostische und chirurgische Behandlungen relevant werden. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Behandlungen, Diagnostik und Medikamente abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Als mittelgroße bis große Rasse können orthopädische Beschwerden mit aufwendiger Diagnostik und Behandlung verbunden sein.
  • Auch akute Eingriffe, etwa nach Unfällen oder bei Magen-Darm-Problemen, können schnell hohe Kosten auslösen.
  • Bei sportlich geführten Hunden können bildgebende Verfahren, Nachsorge und Medikamente zusätzliche Tierarztkosten verursachen.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern und Pfoten erhöhen.
  • Akute Magen-Darm-Beschwerden oder Fremdkörpervorfälle können eine zeitnahe und teure Behandlung notwendig machen.
  • Ohrenprobleme oder Hautreizungen können wiederkehrende tierärztliche Kontrollen und Medikamente erforderlich machen.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen an Hüfte, Ellenbogen oder Knie können kostenintensiv sein.
  • Verletzungen durch Laufen, Springen oder Geländeaktivität können Operationen und längere Nachsorge nach sich ziehen.
  • Auf ausreichende Leistungen für Medikamente, Verbandswechsel und physiotherapeutische Nachsorge nach Verletzungen oder Eingriffen achten.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT kann bei orthopädischen Abklärungen hilfreich sein.
  • Kurze oder klar geregelte Wartezeiten können bei einer Rasse mit aktivem Lebensstil von Vorteil sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der Operationen inklusive Narkose, Nachbehandlung und stationärer Unterbringung berücksichtigt.
Kostenlos vergleichen30 Sek.
  • 100 % unabhängig
  • In weniger als 30 Sekunden
  • Für die, die wir lieben

Kategorien & Schlagwörter

Aktive hundeGrosse hundeHundeJagdhundePflegeintensive hundeHund aktivHund jagdtriebHund kinderfreundlichHund op versicherung empfohlenHund pflegeintensivHund sozialHund viel bewegung

OP- oder Vollschutz vergleichen

Finde eine Absicherung, die zu Tierart, Budget und Sicherheitsbedarf passt.