Hund im Rasseprofil

Italienische Bracke

Die Italienische Bracke ist eine alte italienische Laufhundrasse, die für die Spurarbeit und die Jagd auf Haarwild gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurtreu und eng an ihren Menschen gebunden.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichNasenstarkSelbstständigSensibel
Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während seine italienische Bracke entspannt auf einer Decke liegt.
Die Szene zeigt eine sachliche Auseinandersetzung mit Tierarztkosten in einer entspannten Wohnatmosphäre.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Italien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-58 cm

Gewicht

18-28 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar

Farben

Falb, Rotfalb, Schwarz mit loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 337

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Italienische Bracke

Eine Italienische Bracke sitzt ruhig neben ihrem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Die Italienische Bracke wartet entspannt mit ihrem Besitzer in einer modernen Tierarztpraxis.
Italienische Bracke steht aufmerksam in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund.
Die Italienische Bracke zeigt im ruhigen Porträt ihre typische Körperform und das charakteristische Fell.
Ein Italienische Bracke Hund wird zuhause liebevoll gebürstet, was die sanfte Fellpflege und verantwortungsvolle Hundegesundheit zeigt.
Die ruhige Fellpflege zuhause unterstützt das Wohlbefinden und ist ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Hundehaltung.

Charakter

Die Italienische Bracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und meist freundlicher Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Im Alltag zeigt sie sich oft anhänglich und sensibel, benötigt aber eine passende Auslastung, klare Führung und viel Bewegung, um ausgeglichen zu bleiben.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichNasenstarkSelbstständigSensibel
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Die Italienische Bracke ist lernfähig und bindungsbereit, aber nicht so leichtführig wie stark menschenfokussierte Gebrauchshunde. Sie reagiert meist besser auf ruhige, faire und konsequente Erziehung als auf Härte. Wegen ihrer jagdlichen Veranlagung braucht sie frühzeitig Rückruftraining, Impulskontrolle und alltagstaugliche Alternativen zur selbstständigen Spurarbeit.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachinstinkt ist vorhanden, steht aber meist nicht im Vordergrund. Viele Vertreter melden Auffälligkeiten, sind jedoch eher keine spezialisierten Wachhunde.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist rassetypisch deutlich ausgeprägt. Die Italienische Bracke wurde für die Spur und Jagdarbeit gezüchtet, daher sind Wildreize, Geruchsspuren und Bewegung draußen oft sehr relevant. Freilauf ist vielerorts nur mit sehr gutem Training und realistischem Risikobewusstsein möglich.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Viele Italienische Bracken sind menschenbezogen und können bei Unterforderung oder zu langen Trennungszeiten unruhig werden. Kurze bis mäßige Zeiten sind mit Training eher machbar als langes tägliches Alleinsein.

Als ursprünglicher Jagdhund bringt die Rasse häufig Selbstständigkeit, Spurwillen und eine hohe Motivation bei Nasenarbeit mit. Ihr Wesen kann im Haus ruhig wirken, draußen übernimmt jedoch oft der Jagdtrieb. Eine gute Alltagseignung hängt stark von Herkunft, Erziehung, Training und der tatsächlichen Auslastung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Italienische Bracke gut passen, wenn sie ausreichend Bewegung, Nasenarbeit, klare Strukturen und genügend Ruhe bekommt. Im Umgang mit vertrauten Menschen ist sie oft freundlich und anhänglich. Für sehr turbulente Haushalte oder Familien ohne Zeit für konsequentes Jagdhund Management ist sie jedoch nicht automatisch die einfachste Wahl.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist die Rasse eher nur eingeschränkt geeignet. Sie ist zwar oft freundlich und nicht zwingend schwer erziehbar, verlangt aber Erfahrung oder sehr gute Begleitung bei Themen wie Jagdtrieb, Rückruf, Auslastung und vorausschauendem Management. Motivierte Einsteiger mit viel Zeit können zurechtkommen, sollten sich aber bewusst auf einen aktiven Laufhund einstellen.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Italienische Bracke braucht tägliche längere Bewegung und profitiert stark von strukturierter Nasenarbeit, Fährtensuche oder anderen jagdnahen Beschäftigungen. Reine kurze Spaziergänge reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher gut bis mittel. Das kurze Fell ist bei Wärme oft vorteilhaft, dennoch sollte intensive Aktivität in großer Hitze vermieden und auf Schatten, Wasser und angepasste Belastung geachtet werden.

Kälteverträglichkeit

Eher mittel bis etwas geringer. Durch das kurze Fell sind viele Hunde bei Kälte, Nässe und Wind empfindlicher als robust behaarte Rassen. Bei winterlichen Bedingungen kann zusätzlicher Schutz sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung oft ordentlich, sofern der Hund ausreichend Bewegung, Pausen und eine ruhige Rückzugsmöglichkeit bekommt. Für spontane, reizintensive Reisen ohne Auslastung ist die Rasse meist weniger geeignet als für gut geplante Unternehmungen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich die Italienische Bracke oft freundlich, anhänglich und kooperativ. Fremden begegnet sie je nach Linie und Sozialisierung offen bis etwas zurückhaltend, in der Regel aber nicht grundlos scharf.

Kinder

Mit gut angeleiteten Kindern kann sie sich oft freundlich und geduldig zeigen. Entscheidend sind respektvoller Umgang, Rückzugsmöglichkeiten und eine passende Auslastung, damit der Hund nicht überdreht oder gestresst ist.

Andere Hunde

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ist häufig ordentlich bis gut, auch weil viele Laufhunde traditionell nicht völlig unverträglich sein sollen. Dennoch bleiben individuelle Unterschiede, besonders bei Aufregung, Ressourcen oder mangelnder Sozialisierung.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Hängeohren mehrmals pro Woche kontrollieren und sauber halten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Pfoten nach langen Spaziergängen überprüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das Fell ist pflegeleicht, sollte aber während des Fellwechsels häufiger gebürstet werden.
  • Die langen Ohren sollten trocken und sauber gehalten werden.
  • Nach Einsätzen in Feld, Wald oder hohem Gras Fell und Haut auf Schmutz und Fremdkörper kontrollieren.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Die Italienische Bracke ist ein ausdauernder, lauffreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung mit bedarfsgerechter Energiezufuhr. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Alter und tägliche Aktivität angepasst werden. Nach intensiver Bewegung sind ausreichende Wasseraufnahme und angemessene Ruhephasen sinnvoll. Leckerlis sollten in die tägliche Gesamtenergiemenge eingerechnet werden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1040 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal860 kcal
25 kgAktiv1320 kcal
25 kgInaktiv890 kcal
25 kgNormal1090 kcal
32 kgAktiv1570 kcal
32 kgInaktiv1060 kcal
32 kgNormal1290 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Wanderungen
  • Fährtensuche
  • kontrollierte Lauf- und Rückrufübungen
  • lange Spaziergänge mit vielen Geruchsreizen
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailing

Geschichte der Italienischen Bracke

Die Italienische Bracke zählt zu den traditionellen Laufhunden Italiens. Ihre Wurzeln werden weit in die Geschichte italienischer Jagdhunde zurückverfolgt, belastbare Nachweise zur heutigen Rasseform setzen jedoch erst in der neueren Kynologie ein. Über lange Zeit wurde sie vor allem als leistungsfähiger Jagdhund für die Fährten- und Spurarbeit genutzt.

Im 20. Jahrhundert wurde die Zucht stärker vereinheitlicht und kynologisch organisiert. Die Rasse ist heute offiziell anerkannt und wird in Italien weiterhin als Gebrauchshund geschätzt, außerhalb des Herkunftslandes aber vergleichsweise selten gehalten.

  1. Traditionelle italienische Laufhunde bilden die historische Grundlage der späteren Italienischen Bracke.

  2. 1949

    Die FCI erkennt die Italienische Bracke offiziell an.

  3. Die Rasse bleibt vor allem in Italien als Jagdgebrauchshund verbreitet und ist international eher selten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Italienische Bracke gilt insgesamt als robuste, leistungsfähige Jagdhunderasse mit häufig guter Grundkondition. Rassetypisch können vor allem bewegungsbedingte Belastungen des Bewegungsapparates, Ohrenprobleme bei Hängeohren sowie vereinzelt Augenthemen eine Rolle spielen. Bei aktiven Hunden sind regelmäßige Gesundheitskontrollen, Gewichtsstabilität und angepasste Belastung besonders sinnvoll.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen bis großen Hund, sofern Haltung, Bewegung, Fütterung und Vorsorge passend abgestimmt sind.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen mittelgroßen bis großen Laufhunden kann ein mögliches Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich auf Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, schlankes Körpergewicht fördern, gelenkschonende Bewegung im Junghundalter einplanen und bei der Zucht auf geeignete Untersuchungsergebnisse achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch die hängende Ohrform kann die Belüftung des Gehörgangs eingeschränkt sein. Dadurch können Reizungen oder Entzündungen begünstigt werden, besonders bei aktiven Hunden im Gelände.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder starker Verschmutzung schonend reinigen und bei wiederkehrenden Beschwerden tierärztlich abklären lassen.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Vordergliedmaßen können bei sportlich geführten Hunden rassetypische Belastungen oder entwicklungsbedingte Gelenkprobleme vorkommen. Diese können die langfristige Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Wachstum ausgewogen unterstützen, Übergewicht vermeiden, gleichmäßige Bewegung fördern und Zuchttiere nach Möglichkeit orthopädisch untersuchen lassen.

Augenreizungen und Lidprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Bei Jagd- und Laufhunden können Augen durch Staub, Wind oder Vegetation gereizt werden. Vereinzelt können auch rassetypische Lidstellungen oder andere Augenthemen eine Rolle spielen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, nach Arbeit im Unterholz auf Fremdkörper achten und bei anhaltendem Tränenfluss oder Reizung eine tierärztliche Untersuchung veranlassen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten, aktiven Hunden kann ein allgemeines Risiko für eine Magendrehung bestehen. Das betrifft nicht ausschließlich diese Rasse, sollte aber im Haltungsalltag berücksichtigt werden.

Prävention: Futterportionen aufteilen, starke Aktivität direkt vor und nach dem Fressen reduzieren und Fressverhalten ruhig gestalten.

  • Augen
  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Augen und Haut sollten nach Jagd, Lauftraining oder Ausflügen durch Unterholz auf Reizungen, kleine Verletzungen oder Fremdkörper kontrolliert werden.
  • Bei Zucht- oder Familienplanung können standardisierte Untersuchungen des Bewegungsapparates und allgemeine Vorsorgescreenings hilfreich sein.
  • Die Ohren sollten in festen Abständen kontrolliert werden, insbesondere nach Aufenthalten in feuchter Umgebung oder dichtem Gelände.
  • Ein schlankes Körpergewicht und eine auf Alter und Aktivitätsniveau abgestimmte Bewegung unterstützen die langfristige Gelenkgesundheit.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorgeuntersuchungen sind besonders bei sportlich geführten oder jagdlich eingesetzten Hunden sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Italienische Bracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Italienische Bracke ist ein aktiver, ausdauernder Laufhund mit regelmäßiger körperlicher Belastung. Bei bewegungsfreudigen mittelgroßen bis größeren Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Wundversorgungen nach Unfällen sowie notwendige Operationen zu spürbaren Tierarztkosten führen. Zusätzlich können im Laufe des Hundelebens diagnostische Untersuchungen, Behandlungen von Gelenk- oder Ohrproblemen und Nachsorgekosten anfallen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem hohe Kosten bei chirurgischen Eingriffen abfedern kann.

  • Bei Hunden mit Hängeohren können wiederkehrende Ohrprobleme auftreten, die wiederholte tierärztliche Behandlungen erforderlich machen können.
  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Beschwerden und deren Diagnostik oder Behandlung kostenintensiv werden.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training oder Auslauf erhöhen.
  • Unfallbedingte Eingriffe, Bildgebung und Nachsorge können auch bei insgesamt robusten Hunden zu höheren Einzelkosten führen.
  • Ohrentzündungen oder wiederkehrende Ohrbehandlungen
  • Orthopädische Beschwerden mit Bedarf an Untersuchung, Schmerztherapie oder weiterführender Diagnostik
  • Unfallbedingte Operationen einschließlich Narkose, Bildgebung und Nachsorge
  • Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Sehnen oder Bändern durch hohe Aktivität und Geländeauslauf
  • Bei aktiven Hunden kann ein Tarif vorteilhaft sein, der Unfallfolgen und orthopädische Behandlungen angemessen berücksichtigt.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen, Narkose und stationäre Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall einschließt.
  • Wer laufende Tierarztkosten mit absichern möchte, kann auf Leistungen für Untersuchungen, Medikamente und Nachsorge achten.
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