Hund im Rasseprofil

Isländischer Schäferhund

Der Isländische Schäferhund ist ein nordischer Spitz vom Typ Hütehund. Er gilt als einzige ursprünglich in Island entstandene Hunderasse und wurde traditionell zum Hüten und Treiben von Nutztieren eingesetzt.

ArbeitsfreudigBellfreudigFreundlichLebhaftMenschenbezogenRobustSozialWachsam
Ein Isländischer Schäferhund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine saubere moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang mit dem Isländischen Schäferhund zeigt den sicheren und alltäglichen Umgang mit dem Hund in urbaner Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Island

Größe

Mittel

Schulterhöhe

42-46 cm

Gewicht

9-14 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Stockhaar, Langhaar

Farben

Falb, Rotbraun, Creme, Schokoladenbraun, Grau, Schwarz mit loh, Weißabzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 289

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Isländischer Schäferhund

Ein Hundebesitzer sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Isländischer Schäferhund auf einer Decke liegt und die Situation ruhig wirkt.
Die Szene zeigt eine sachliche Auseinandersetzung mit Tierarztkosten in einer entspannten Wohnatmosphäre.
Eine freundliche Tierärztin untersucht einen ruhigen Isländischen Schäferhund auf einem Untersuchungstisch in einer modernen Tierarztpraxis.
In einer hellen Tierarztpraxis schaut eine Tierärztin sorgfältig nach dem Rechten bei einem Isländischen Schäferhund.
Ein Isländischer Schäferhund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor dem Termin: Der Isländische Schäferhund wartet mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis.

Charakter

Der Isländische Schäferhund ist ein freundlicher, lebhafter und aufmerksamer Hund mit enger Bindung an seine Menschen. Er gilt als sozial, robust und arbeitsfreudig, bringt aber oft eine deutliche Bellfreude sowie ein wachsames Wesen mit.

ArbeitsfreudigBellfreudigFreundlichLebhaftMenschenbezogenRobustSozialWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude5/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn abwechslungsreich, freundlich und klar trainiert wird. Der Isländische Schäferhund arbeitet oft motiviert mit, kann aber eigenständig reagieren und braucht daher verlässliche Regeln sowie frühe Sozialisation.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Die Rasse meldet Besucher, Bewegungen und ungewöhnliche Reize oft zuverlässig, ohne zwingend eine harte Schutzveranlagung zu zeigen.

Jagdtrieb

In der Regel eher niedrig bis mäßig ausgeprägt. Bewegungsreize können dennoch interessant sein, weshalb Rückruf und Orientierung am Menschen konsequent aufgebaut werden sollten.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Viele Vertreter sind sehr sozial und möchten nah bei ihren Bezugspersonen sein. Alleinbleiben sollte kleinschrittig trainiert werden und gelingt nicht bei jedem Hund gleichermaßen gut.

Die Rasse ist in der Regel menschenbezogen und alltagstauglich, benötigt aber ausreichend Beschäftigung, Sozialkontakt und eine freundliche, konsequente Erziehung. Aufgrund ihrer Wachsamkeit und Lautfreudigkeit sollte früh an Ruhe, Impulskontrolle und kontrolliertem Meldeverhalten gearbeitet werden.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn die Familie Zeit für Beschäftigung, Erziehung und gemeinsame Aktivität mitbringt. Sein freundliches und soziales Wesen kann gut ins Familienleben passen, allerdings sollten Bellfreude, Bewegungsbedarf und sensibles Herden bzw. Meldeverhalten berücksichtigt werden. Ein harmonisches Zusammenleben ist daher stark von individueller Auslastung und guter Anleitung abhängig.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt für engagierte Anfänger geeignet. Positiv sind seine Menschenbezogenheit, Lernfreude und meist freundliche Art. Anspruchsvoller werden können die Lautfreude, die notwendige Konsequenz in der Erziehung sowie der Bedarf an Bewegung und sinnvoller Beschäftigung. Für Anfänger kann die Rasse gut passen, wenn sie sich vorab informieren und bereit sind, Training und Alltagsmanagement ernst zu nehmen.

Bewegungsbedarf

Mittel bis hoch. Der Isländische Schäferhund braucht tägliche Bewegung, abwechslungsreiche Spaziergänge, soziale Einbindung und geistige Aufgaben. Reine Kurzrunden reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Durch das dichte Fell verträgt die Rasse kühle Temperaturen oft besser als starke Wärme. An heißen Tagen sind Schatten, Wasser, Ruhephasen und angepasste Aktivität wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist an raueres Klima angepasst und kommt mit Kälte meist gut zurecht, solange Gesundheitszustand, Wetterlage und individuelle Empfindlichkeit beachtet werden.

Reisetauglichkeit

Oft ordentlich reisetauglich, wenn der Hund früh an Auto, Transportbox, neue Umgebungen und Ruhe unterwegs gewöhnt wurde. Sensibilität für Reize und Bellfreude können Reisen aber je nach Individuum anspruchsvoller machen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist offen, freundlich und kontaktfreudig gegenüber vertrauten Menschen, oft auch aufgeschlossen gegenüber Besuch. Dennoch kann er aufmerksam melden und bei Neuem zunächst beobachten.

Kinder

Häufig freundlich im Umgang mit Kindern, besonders bei guter Gewöhnung und respektvollem Miteinander. Wie bei jeder Rasse sollten Kontakte begleitet und Rückzugsräume ermöglicht werden.

Andere Hunde

In der Regel gut sozial verträglich, besonders bei früher Sozialisation. Das genaue Verhalten hängt aber von Erfahrung, Erziehung und individuellem Temperament ab.

Pflege

Pflegeart

Doppelfell

Pflegeintervall

2-3x pro Woche, im Fellwechsel täglich

Fellpflege

Mittel

Haaren

Stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • fell gruendlich ausbuersten
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • krallen kontrollieren und bei bedarf kuerzen
  • ohren kontrollieren und bei bedarf reinigen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Ausflügen kontrollieren
  • pfoten nach draussen auf schmutz und verletzungen pruefen
  • unterwolle im fellwechsel auskaemmen
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • zaehne regelmaessig pflegen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Aktive Hunde auf wechselndem Untergrund nutzen die Krallen oft gut ab, dennoch sind Kontrollen wichtig.
  • das wetterfeste doppelfell sollte regelmaessig gebuerstet, aber nur selten gebadet werden
  • Das wetterfeste Doppelfell sollte regelmäßig gebürstet, aber nur selten gebadet werden.
  • im fellwechsel ist deutlich intensivere fellpflege noetig
  • nach ausfluegen sollten pfoten und fell auf naesse, schmutz und anhaftende pflanzenteile kontrolliert werden
  • Stehende Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Reizungen kontrolliert werden.
  • verfilzungen bilden sich haeufig hinter den ohren, an den hinterlaeufen und an der rute
  • Während des Fellwechsels fällt besonders viel Unterwolle an und die Pflege sollte intensiviert werden.
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Ernährung & Kalorien

eine ausgewogene, hochwertige hundeernaehrung passend zu alter, gewicht und aktivitaet ist geeignet. der islaendische schaeferhund ist meist bewegungsfreudig und sollte portionsgerecht gefuettert werden, damit das gewicht stabil bleibt. leckerlis sollten in die tagesration eingerechnet werden. frisches wasser sollte jederzeit verfuegbar sein. futterumstellungen sollten schrittweise erfolgen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
9 kgAktiv640 kcal
9 kgInaktiv420 kcal
9 kgNormal520 kcal
10 kgAktiv640 kcal
10 kgInaktiv430 kcal
10 kgNormal520 kcal
12 kgAktiv770 kcal
12 kgInaktiv500 kcal
12 kgNormal630 kcal
13 kgAktiv770 kcal
13 kgInaktiv510 kcal
13 kgNormal630 kcal
15 kgAktiv920 kcal
15 kgInaktiv600 kcal
15 kgNormal750 kcal
16 kgAktiv900 kcal
16 kgInaktiv590 kcal
16 kgNormal730 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • apportierspiele
  • Apportierspiele
  • grundgehorsam und tricktraining
  • Intelligentes Spielzeug und Futterspiele
  • intelligenzspiele
  • lange spaziergaenge
  • Lernaufgaben und Tricktraining
  • nasenarbeit
  • suchspiele
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • Tägliche ausgedehnte Spaziergänge
  • Wanderungen in abwechslungsreicher Umgebung

Passende Aktivitäten

AgilityAgilityLongierenLongierenMantrailingMantrailingObedienceObedienceRally obedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Isländischen Schäferhundes

Der Isländische Schäferhund ist eine alte nordische Hunderasse, die mit Siedlern nach Island kam. Dort wurde er über Jahrhunderte als vielseitiger Hüte- und Bauernhund gehalten und an das raue Klima sowie die Arbeit mit Schafen und anderen Nutztieren angepasst.

Die Population ging zeitweise stark zurück, unter anderem durch Krankheiten und die begrenzte Zahl an Hunden auf der Insel. Im 20. Jahrhundert begannen organisierte Erhaltungsbemühungen, um die Rasse zu sichern. Heute wird der Isländische Schäferhund als ursprüngliche isländische Nationalrasse geschätzt und weltweit in kleiner Zahl gezüchtet.

  1. 874

    Mit der Besiedlung Islands durch nordische Siedler gelangen auch die Vorfahren des Isländischen Schäferhundes auf die Insel.

  2. 1901

    Ein Hundeeinfuhrverbot nach Island wird eingeführt; die Zuchtbasis auf der Insel bleibt dadurch langfristig begrenzt.

  3. 1969

    Der isländische Zucht- und Erhaltungsverein für die Rasse wird gegründet, um den Fortbestand des Isländischen Schäferhundes zu sichern.

  4. 1979

    Internationale Erhaltungsbemühungen werden durch die Gründung eines ausländischen Fördervereins zusätzlich unterstützt.

  5. 2010

    Die Rasse wird vom American Kennel Club offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Isländische Schäferhund gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis aktiven Hunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich Bewegungsapparat, Augen und Haut vorkommen. Eine angepasste Bewegung, kontrollierte Gewichtsentwicklung, regelmäßige Vorsorge und Zucht mit Gesundheitsuntersuchungen können zur Gesunderhaltung beitragen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im guten Bereich für eine mittelgroße Hunderasse. Bei ausgewogener Haltung, regelmäßigen Kontrollen und früher Beachtung möglicher rassetypischer Auffälligkeiten sind oft stabile gesundheitliche Verläufe zu erwarten.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein mögliches Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Je nach Ausprägung können Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild beeinflusst sein.

Prävention: Auf moderates Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter fördern und nach Möglichkeit auf Elterntiere mit untersuchten Gelenken achten.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als mögliche rassetypische orthopädische Besonderheit kann eine Verlagerung der Kniescheibe auftreten. Dies kann zeitweise Lahmheit oder eine veränderte Belastung der Hintergliedmaßen begünstigen.

Prävention: Normales Körpergewicht unterstützen, auf passende Bewegung achten und bei Auffälligkeiten im Gangbild frühzeitig tierärztlich abklären lassen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse werden vereinzelt erbliche oder altersabhängige Augenveränderungen beschrieben. Dazu können unterschiedliche Erkrankungen gehören, die das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Zuchteinsatz mit dokumentierten Augenbefunden und tierärztliche Kontrolle bei Tränenfluss, Unsicherheit oder sichtbaren Veränderungen.

Allergische Hautreaktionen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Ein Teil der Hunde kann zu Haut- und Fellproblemen mit Juckreiz oder Reizungen neigen. Solche Reaktionen können durch Umweltfaktoren, Parasiten oder individuelle Veranlagung begünstigt werden.

Prävention: Regelmäßige Fell- und Hautkontrolle, Parasitenprophylaxe, angepasste Pflege und tierärztliche Abklärung bei Juckreiz oder wiederkehrenden Hautproblemen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut
  • Hitze
  • Bei warmem Wetter auf ausreichende Abkühlung, Wasserangebot und angepasste Aktivität achten.
  • Bei Zuchthunden oder bei familiärer Vorbelastung orthopädische und augenärztliche Untersuchungen berücksichtigen.
  • Das dichte Fell regelmäßig pflegen und Haut, Ohren sowie Pfoten auf Reizungen oder Parasiten kontrollieren.
  • Im Wachstum auf gelenkschonende Bewegung und eine kontrollierte Gewichtsentwicklung achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Augen und Haut einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Isländischen Schäferhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Isländische Schäferhund ist ein aktiver, mittelgroßer Hund mit ausgeprägtem Bewegungsbedarf. Bei dieser Kombination können Kosten durch Verletzungen des Bewegungsapparats, diagnostische Untersuchungen und operative Eingriffe entstehen. Da zudem je nach individueller Veranlagung orthopädische oder augenbezogene Behandlungen relevant werden können, kann ein breiter Schutz vor hohen Einzelkosten entlasten. Wer laufende Behandlungen selbst tragen möchte, kann sich zumindest auf die Absicherung größerer OP-Kosten konzentrieren.

  • Auch bei mittelgroßen Hunden können Narkose, Bildgebung und chirurgische Eingriffe schnell höhere Einmalkosten verursachen.
  • Augenprobleme können tierärztliche Kontrollen und in einzelnen Fällen auch aufwendigere Behandlungen nach sich ziehen.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern und Pfoten erhöhen.
  • Orthopädische Beschwerden können Diagnostik, Medikamente, Nachsorge und gegebenenfalls Operationen verursachen.
  • Augenerkrankungen mit spezialisierten Untersuchungen und gegebenenfalls weiterführender Behandlung
  • Gelenkbeschwerden mit wiederholter Diagnostik, Schmerztherapie und Verlaufskontrollen
  • Kreuzbandverletzungen oder andere orthopädische Probleme mit möglicher Operation und Rehabilitation
  • Unfallbedingte Verletzungen durch hohe Aktivität, etwa an Pfoten, Muskeln oder Weichteilen
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Bildgebung und Diagnostik des Bewegungsapparats geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Abdeckung für Operationen inklusive Narkose, Voruntersuchungen und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Eine passende Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag an das eigene Budget anzupassen.
  • Wenn ein Vollschutz gewählt wird, kann ein Blick auf Erstattungen für ambulante Behandlungen und Medikamente sinnvoll sein.
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