Hund im Rasseprofil

Irischer Wolfshund

Der Irische Wolfshund ist ein sehr großer, rauhaariger Windhund aus Irland. Er gilt als ruhig, würdevoll und freundlich und wurde historisch unter anderem zur Jagd auf Großwild und Wölfe eingesetzt.

EigenständigFreundlichRuhigSanftSensibelWürdevoll
Ein aktiver Irischer Wolfshund springt beim Training mit seinem Besitzer über eine kleine Hürde auf dem Hundeplatz.
Ein Irischer Wolfshund trainiert mit seinem Besitzer an einer kleinen Hürde – ein Beispiel für sichere Bewegung und gezieltes Hundetraining.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

6-10 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Irland

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

71-90 cm

Gewicht

40-69 kg

Lebenserwartung

6-10 Jahre

Felltypen

Rauhaar

Farben

Grau, Gestromt, Rot, Schwarz, Weiss, Rehbraun

FCI-Gruppe

Gruppe 10

FCI-Standard

Nr. 160

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Irischer Wolfshund

Ein Irischer Wolfshund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Der Irische Wolfshund wartet mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis.
Ein vitaler Irischer Wolfshund läuft fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Ein aktiver Hund genießt einen sonnigen Tag im Park mit seinem Besitzer.
Ein Irischer Wolfshund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße im Alltag.
Ein ruhiger Spaziergang mit dem Irischen Wolfshund zeigt den Alltag verantwortungsvoller Hundehaltung in einer gepflegten Stadtumgebung.

Charakter

Der Irische Wolfshund ist ein sehr großer, meist ruhiger und würdevoller Hund mit freundlichem Wesen. Trotz seiner imposanten Erscheinung zeigt er sich im Alltag häufig sanft, menschenbezogen und eher gelassen. Als Windhund bringt er jedoch einen eigenständigen Charakter, eine gewisse Sensibilität und situationsabhängig auch Jagdinteresse mit.

EigenständigFreundlichRuhigSanftSensibelWürdevoll
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude1/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist freundlich und kooperativ, aber nicht so dauerhaft arbeitsorientiert wie viele klassische Gebrauchshunderassen. Er lernt bei ruhiger, konsequenter und fairer Führung gut, reagiert jedoch oft sensibel auf Härte und kann gelegentlich eigenständig entscheiden. Wichtig sind gute Leinenführigkeit, Impulskontrolle und alltagsnahe Erziehung.

Wachtrieb

In der Regel gering bis mäßig ausgeprägt. Der Irische Wolfshund ist meist kein typischer Wachhund mit starkem Schutz oder Territorialverhalten, kann durch seine Erscheinung aber bereits abschreckend wirken.

Jagdtrieb

Je nach Linie und Individuum unterschiedlich, oft jedoch vorhanden. Als Windhund kann er stark auf schnelle Bewegungen reagieren und spontanes Hinterherlaufen zeigen. Ein sicherer Rückruf ist daher nicht immer unter allen Bedingungen verlässlich abrufbar.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Vertreter sind eng auf ihre Menschen bezogen und mögen langes Alleinsein nicht besonders. Kurze bis mäßige Zeiten können mit Training möglich sein, pauschal sollte man die Rasse aber nicht als problemlos lange alleinbleibend einordnen.

Die Rasse gilt oft als freundlich und umgänglich, benötigt aber wegen ihrer Größe, Kraft und ihres Platzbedarfs eine besonders vorausschauende Haltung. Freundlichkeit ersetzt keine Erziehung. Frühe Sozialisierung, kontrollierter Umgang mit Bewegungsreizen und angepasste körperliche Belastung sind wichtig, insbesondere im Wachstum.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn ausreichend Platz, finanzielle Mittel, Zeit für Erziehung und ein ruhiges Umfeld vorhanden sind. Sein meist sanftes Wesen kann im Familienalltag sehr angenehm sein. Wegen seiner enormen Größe sollten Kontakte mit kleinen Kindern dennoch immer beaufsichtigt werden, da es unbeabsichtigt zu Remplern kommen kann.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur eingeschränkt für Anfänger geeignet. Charakterlich ist die Rasse häufig freundlich und nicht übermäßig schwierig, die Haltung ist aber durch Größe, Kraft, Gesundheitsmanagement, Fütterung, Transport und Erziehungsaufwand anspruchsvoll. Sehr gut informierte und unterstützte Anfänger können zurechtkommen, pauschal ist die Rasse aber eher nicht die erste Empfehlung.

Bewegungsbedarf

Mäßig bis gehoben. Der Irische Wolfshund braucht tägliche Spaziergänge, freie Bewegung in sicherem Rahmen und geistig ruhige Beschäftigung. Dauerhafte Hochleistung oder belastender Hundesport sind meist nicht ideal, besonders im Wachstum und mit Blick auf die körperliche Belastung.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Aufgrund seiner Größe und seines Fells sollte Belastung bei Wärme vorsichtig dosiert werden. Schatten, Wasser und ruhige Tageszeiten sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut bis mäßig gut. Kühleres Wetter verträgt die Rasse oft besser als starke Hitze, dennoch hängt die individuelle Verträglichkeit von Gesundheitszustand, Alter und Kondition ab.

Reisetauglichkeit

Nur bedingt unkompliziert. Im Wesen häufig gelassen, praktisch aber durch Körpergröße und Platzbedarf anspruchsvoll. Auto, Unterkünfte und Pausen müssen sehr großzügig geplant werden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, ruhig und offen bis reserviert ohne besondere Schärfe. Viele Irische Wolfshunde sind ihren Bezugspersonen sehr zugewandt und im Umgang angenehm.

Kinder

Oft geduldig und sanft, wenn sie gut sozialisiert sind. Wegen der Größe ist ein respektvoller, beaufsichtigter Umgang besonders wichtig. Nicht jeder Hund ist automatisch für turbulenten Kinderalltag geeignet.

Andere Hunde

Häufig sozialverträglich und im Umgang mit anderen Hunden vergleichsweise entspannt. Gute Sozialisierung bleibt dennoch wichtig. Je nach Individuum können bei schnellen Reizen, Unsicherheit oder im Erwachsenenalter auch Konflikte entstehen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

2-3x pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Mittel

Pflegeaufwand

Mittel

  • Bart und Maulbereich reinigen
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das raue Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit lose Haare und Schmutz entfernt werden.
  • Der Bartbereich kann nach dem Fressen oder Trinken feucht werden und sollte sauber gehalten werden.
  • Durch die Größe der Rasse sollten Krallen, Pfoten und Liegeschwielen besonders aufmerksam kontrolliert werden.
  • Ein Bad ist nur bei Bedarf nötig, um Haut und Fell nicht unnötig zu belasten.
HundezahnbürsteKammKrallenscherePfotenhandtuchZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Der Irische Wolfshund benötigt ein hochwertiges, ausgewogenes Futter, das zu Größe, Alter und Aktivitätsniveau passt. Aufgrund seiner sehr großen Körpermasse sollten Tagesrationen gleichmäßig auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Auf eine kontrollierte Energiezufuhr ist besonders während des Wachstums und auch im Erwachsenenalter zu achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
50 kgAktiv2200 kcal
50 kgInaktiv1600 kcal
50 kgNormal1900 kcal
65 kgAktiv2800 kcal
65 kgInaktiv2000 kcal
65 kgNormal2400 kcal
80 kgAktiv3400 kcal
80 kgInaktiv2400 kcal
80 kgNormal2900 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • locker aufgebautes Rückruftraining
  • Nasenarbeit in gemäßigtem Tempo
  • ruhige ausgedehnte Spaziergänge
  • Suchspiele
  • Umwelt- und Gelassenheitstraining

Passende Aktivitäten

CoursingLongierenMantrailing

Geschichte des Irischen Wolfshunds

Der Irische Wolfshund zählt zu den alten Hunderassen Irlands. Große, windhundartige Hunde sind dort bereits in sehr frühen schriftlichen Quellen belegt und wurden als Jagd-, Kriegs- und Statushunde geschätzt. Besonders bekannt wurden sie für die Jagd auf Wölfe und anderes Großwild.

Mit dem Rückgang der Wölfe und veränderten jagdlichen Bedingungen nahm der Bestand später stark ab. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse gezielt aus den verbliebenen Linien wieder aufgebaut und konsolidiert. Daraus entwickelte sich der heutige Irische Wolfshund als imposanter, aber in der Regel sanftmütiger Begleit- und Ausstellungshund.

  1. Große, windhundartige Hunde in Irland sind in frühen schriftlichen Quellen belegt und werden als Jagd- und Statushunde beschrieben.

  2. Die Hunde werden über lange Zeit unter anderem zur Jagd auf Wölfe und anderes Großwild eingesetzt.

  3. 19

    Im 19. Jahrhundert beginnt der gezielte Wiederaufbau der Rasse aus verbliebenen Beständen und verwandten Linien.

  4. Aus diesen Zuchtbemühungen entsteht der moderne Irische Wolfshund als standardisierte Rasse.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Irische Wolfshund zählt zu den sehr großwüchsigen Hunderassen. Im Gesundheitsprofil stehen vor allem Belastungen des Bewegungsapparats, ein mögliches Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie rassetypische Magen-Darm-Notfälle im Vordergrund. Durch Größe, Wachstum und Körpermasse können Vorsorge, Fütterungsmanagement und regelmäßige tierärztliche Kontrollen besonders relevant sein.

Die Lebenserwartung liegt im Vergleich zu kleineren Hunderassen eher niedriger. Eine angepasste Haltung, kontrolliertes Wachstum im Jugendalter und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können helfen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, großen Hunden besteht ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung. Es handelt sich um einen akuten rassetypischen Notfall, der bei entsprechender Symptomatik rasch tierärztlich beurteilt werden sollte.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag, Ruhe vor und nach dem Fressen, hastiges Fressen möglichst reduzieren und Auffälligkeiten im Bauchbereich tierärztlich abklären lassen.

Dilatative Kardiomyopathie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein mögliches erhöhtes Risiko für bestimmte Herzmuskelerkrankungen beschrieben. Früherkennung durch kardiologische Vorsorge kann bei der Einordnung von Veränderungen hilfreich sein.

Prävention: Regelmäßige Herzuntersuchungen, insbesondere im Erwachsenenalter, Belastung angemessen steuern und Veränderungen von Kondition oder Leistungsfähigkeit tierärztlich kontrollieren lassen.

Knochenkrebs

HochGenetisches Risiko: Ja

Großwüchsige Rassen können ein erhöhtes Risiko für Knochentumoren aufweisen. Frühe Abklärung von Auffälligkeiten am Bewegungsapparat ist bei dieser Rasse besonders sinnvoll.

Prävention: Anhaltende Lahmheit, Schmerzäußerungen oder Schwellungen früh tierärztlich untersuchen lassen und regelmäßige Gesundheitschecks wahrnehmen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei vielen sehr großen Hunderassen können Fehlentwicklungen der Hüftgelenke vorkommen. Diese können die Beweglichkeit und Belastbarkeit im Alltag beeinflussen.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum, ausgewogene Ernährung im Junghundealter, gelenkschonende Bewegung und auf geeignetes Körpergewicht achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch die Ellenbogengelenke können bei großrahmigen Rassen entwicklungsbedingte Veränderungen zeigen. Betroffene Hunde fallen mitunter durch Schonhaltung oder wiederkehrende Lahmheit auf.

Prävention: Gleichmäßige, nicht übermäßige Belastung im Wachstum, passende Fütterung und orthopädische Kontrollen bei Auffälligkeiten.

Osteochondrose

MittelGenetisches Risiko: Ja

Während des schnellen Wachstums können bei sehr großen Hunden Knorpel- und Gelenkentwicklungsstörungen auftreten. Eine angepasste Aufzucht kann das Risiko ungünstiger Belastungen reduzieren.

Prävention: Wachstumsphase aufmerksam begleiten, Überversorgung vermeiden und bei Gelenkproblemen frühzeitig tierärztlich untersuchen lassen.

  • Gelenkbelastung
  • Hitze
  • Narkosemanagement bei sehr großen Hunden
  • Überlastung im Wachstum
  • Bei Bauchumfangszunahme, Unruhe nach dem Fressen oder erfolglosem Erbrechen zeitnah tierärztliche Einschätzung einholen.
  • Fütterung und Wachstum eng begleiten, um übermäßige Gewichtszunahme und ungünstige Gelenkbelastung zu vermeiden.
  • Herzuntersuchungen im Erwachsenenalter in sinnvollen Abständen mit der Tierarztpraxis abstimmen.
  • Im höheren Alter auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Fokus auf Herz, Bewegungsapparat und Allgemeinzustand achten.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen im Wachstum und bei Auffälligkeiten des Gangbilds einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Irischen Wolfshund kann wegen der großen Körpermasse, rassetypischer Gesundheitsrisiken und möglicher hoher Behandlungskosten ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Irische Wolfshund zählt zu den sehr großen Hunderassen. Mit der Größe und dem Gewicht können orthopädische Belastungen, aufwendigere Diagnostik sowie kostenintensive Eingriffe verbunden sein. Hinzu kommen bekannte Risiken großer Hunde wie Gelenkprobleme, Magendrehung, Herz- oder Knochenerkrankungen. Da bei großen Rassen sowohl Operationen als auch die anschließende Behandlung schnell höhere Tierarztkosten verursachen können, ist ein umfassender Schutz oder zumindest eine Absicherung von Operationen häufig naheliegend.

  • Aktive, große Hunde können bei Verletzungen oder Überlastungen schneller höhere Behandlungskosten verursachen.
  • Bei großen Hunderassen können orthopädische Probleme und Gelenkerkrankungen häufiger zu Behandlungen führen.
  • Das Risiko einer Magendrehung kann akute Notfallkosten verursachen.
  • Herz- und Knochenerkrankungen können wiederholte Untersuchungen und langfristige Therapien erforderlich machen.
  • Sehr große Körpermasse kann Diagnostik, Narkose und chirurgische Eingriffe verteuern.
  • Aufwendigere Narkose und OP-Kosten aufgrund von Größe und Gewicht.
  • Diagnostik und Behandlung von Herzproblemen.
  • Nachsorge, Medikamente und Rehabilitation nach größeren Eingriffen.
  • Notfallbehandlung und Operation bei Magendrehung.
  • Orthopädische Untersuchungen und Eingriffe bei Gelenk- oder Knochenerkrankungen.
  • Auf eine ausreichend hohe Erstattung für Operationen und stationäre Aufenthalte achten.
  • Auf Regelungen zu rassetypischen Erkrankungen und möglichen Wartezeiten achten.
  • Eine Selbstbeteiligung sollte so gewählt werden, dass auch größere Einmalbeträge tragbar bleiben.
  • Leistungen für Nachbehandlung, Schmerztherapie und Rehabilitation nach Operationen prüfen.
  • Tarife mit Leistungen für bildgebende Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder CT können bei großen Rassen relevant sein.
Kostenlos vergleichen30 Sek.
  • 100 % unabhängig
  • In weniger als 30 Sekunden
  • Für die, die wir lieben

Kategorien & Schlagwörter

Aktive hundeHundeHunde mit gesundheitsrisikenSehr grosse hundeSoziale hundeHund aktivHund familiengeeignetHund gelenk risikoHund kinderfreundlichHund op risikoHund sozialHund viel bewegungHund vollschutz empfohlen

OP- oder Vollschutz vergleichen

Finde eine Absicherung, die zu Tierart, Budget und Sicherheitsbedarf passt.