Hund im Rasseprofil

Ilirski Gonic

Der Ilirski Gonic ist ein aus dem westlichen Balkan stammender Laufhund, der heute offiziell als Istrischer Rauhaariger Bracke bekannt ist. Er wurde für die spurlaute Jagd in schwierigem Gelände gezüchtet und gilt als ausdauernd, robust und arbeitsfreudig.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLebhaftLoyalSelbstständig
Ein Ilirski Gonic wird in einer hellen Wohnung liebevoll gebürstet und gepflegt.
Sanfte Fellpflege gehört zur verantwortungsvollen Hundehaltung und unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Kroatien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

46-58 cm

Gewicht

16-24 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Dicht

Farben

Weiss, Orange

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 151

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Ilirski Gonic

Ein Ilirski Gonic sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Der ruhige Moment im Wartezimmer vermittelt Nähe, Vorsorge und Vertrauen in die tierärztliche Versorgung.
Ein älterer Ilirski Gonic Hund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein entspannter Ilirski Gonic Hund auf einem Sofa vermittelt das Gefühl von Fürsorge und Sicherheit.
Ein Ilirski Gonic Hund steht aufmerksam in natürlicher Haltung vor hellem neutralem Hintergrund.
Der Ilirski Gonic zeigt sich hier in ruhiger, aufmerksamer Haltung als typisches Rasseportrait.

Charakter

Der Ilirski Gonic ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Laufhund mit starkem Jagdtrieb, guter Wachsamkeit und lebhaftem Temperament. Im vertrauten Umfeld zeigt er sich oft loyal und anhänglich, braucht aber eine klare Führung, viel Bewegung und eine Haltung, die seinem ursprünglichen Einsatz als Jagdhund gerecht wird.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLebhaftLoyalSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit konsequenter, fairer und geduldiger Erziehung gut lenkbar, jedoch nicht immer leichtführig. Als jagdlich geprägter Hund arbeitet er teils selbstständig und hinterfragt Kommandos eher als stark auf Kooperation gezüchtete Begleithunde.

Wachtrieb

Vorhanden, aber meist nachrangig gegenüber der jagdlichen Motivation. Er meldet Auffälligkeiten oft zuverlässig, ist jedoch typischerweise kein klassischer Schutzhund.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Wildgerüche und Bewegungsreize können sehr stark motivieren, weshalb Rückruf, Sicherung und kontrolliertes Management im Alltag besonders wichtig sind.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Bei ausreichender Auslastung ist zeitweises Alleinbleiben oft möglich, doch Unterforderung oder zu lange Trennungszeiten können Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Diese Rasse eignet sich meist eher für aktive und erfahrene Halter als für ein ruhiges Alltagsleben ohne Aufgabe. Der Umgang mit Wildreizen, die Tendenz zum selbstständigen Arbeiten und der teils deutliche Bewegungsdrang sollten realistisch berücksichtigt werden. Individuelle Unterschiede in Temperament, Sozialverhalten und Führigkeit sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Nur bedingt als Familienhund geeignet. In sehr aktiven, hundeerfahrenen Haushalten mit klaren Regeln, ausreichend Beschäftigung und gutem Management kann er sich passend einfügen. Für Familien mit wenig Zeit, geringem Bewegungsumfang oder Wunsch nach einem unkomplizierten, überall leicht führbaren Hund ist er häufig weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht für Anfänger geeignet. Die Kombination aus Jagdtrieb, Ausdauer, Lautfreude und teils eigenständigem Arbeitsstil verlangt meist Erfahrung in Erziehung, Auslastung und Reizmanagement. Sehr engagierte Anfänger mit fachlicher Begleitung können im Einzelfall zurechtkommen, pauschal leicht ist die Haltung jedoch nicht.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Ilirski Gonic braucht regelmäßig lange, abwechslungsreiche Bewegung sowie Nasenarbeit und sinnvolle Aufgaben. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte die Aktivität angepasst werden, vor allem bei intensiver Bewegung oder Arbeit. Schatten, Wasser und belastungsarme Zeiten sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch seine robuste Konstitution kommt er mit kühleren Bedingungen meist ordentlich zurecht, sofern Bewegung und Gesundheitszustand berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn früh an Transport, Ortswechsel und Ruhetraining gewöhnt. Ohne Gewöhnung können starke Umweltreize, Gerüche und Bewegungsdrang das Reisen anstrengender machen.

  • Begleithund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen oft anhänglich und loyal, bei Fremden teilweise reserviert bis neutral. Eine gute Sozialisierung fördert einen sicheren und alltagstauglichen Umgang.

Kinder

Mit verständigen, respektvollen Kindern kann das Zusammenleben gelingen, wenn der Hund ausreichend Ruhe, klare Grenzen und passende Auslastung erhält. Für sehr trubelige Haushalte ist er nicht automatisch die naheliegendste Wahl.

Andere Hunde

Mit Artgenossen oft grundsätzlich verträglich, besonders bei früher Sozialisierung. Je nach Individuum können jagdliche Erregung, Lautstärke oder Konkurrenzsituationen zu Spannungen führen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2 mal pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht des Fells zu erhalten.
  • Hängende oder gut anliegende Ohren sollten regelmäßig auf Sauberkeit kontrolliert werden.
  • Nach Jagd- und Waldspaziergängen Fell und Pfoten auf Schmutz und Fremdkörper prüfen.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
HundebürsteHundezahnbürsteKammKrallenschereOhrenreiniger für Hunde

Ernährung & Kalorien

Der Ilirski Gonic ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung passend zu Alter, Gewicht und Aktivität. Die Futtermenge sollte an Trainingsumfang und Kondition angepasst werden. Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen, eine gute Körperform zu erhalten. Leckerlis sollten in die tägliche Gesamtenergiemenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1290 kcal
22 kgInaktiv820 kcal
22 kgNormal1050 kcal
26 kgAktiv1460 kcal
26 kgInaktiv930 kcal
26 kgNormal1190 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Konzentrationsspiele
  • Ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtenarbeit
  • Geländeläufe
  • Suchspiele mit der Nase
  • Umwelt- und Gehorsamkeitstraining

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingWandern

Geschichte des Ilirski Gonic

Der Ilirski Gonic ist eine historische Bezeichnung für einen rauhaarigen Laufhund aus dem Gebiet Istriens und des westlichen Balkans. Die Rasse entwickelte sich als robuster Jagdhund für felsiges, bewaldetes und schwer zugängliches Gelände. Ihre Aufgabe war vor allem die spurlaute Jagd auf kleines und mittleres Wild.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts setzte sich für diesen Hund zunehmend die Bezeichnung **Istrischer Rauhaariger Bracke** durch. Die Rasse wurde kynologisch erfasst und später auch international anerkannt. Außerhalb ihrer Herkunftsregion ist sie bis heute vergleichsweise selten geblieben.

  1. Im Gebiet Istriens und des westlichen Balkans entsteht ein rauhaariger Laufhundetyp für die Jagd in schwierigem Gelände.

  2. 1924

    Die Rasse wird kynologisch erstmals näher erfasst und beschrieben.

  3. 1948

    Die FCI erkennt die Rasse offiziell an.

  4. 1973

    Ein FCI-Standard für die Rasse liegt in überarbeiteter Form vor.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Ilirski Gonic gilt insgesamt als robuster, arbeitsfreudiger Laufhund mit meist guter körperlicher Belastbarkeit. Wie bei mittelgroßen bis größeren aktiven Hunderassen können jedoch orthopädische Themen, Ohrprobleme sowie belastungs- und haltungsbezogene Beschwerden eine Rolle spielen. Bei regelmäßiger Bewegung, angepasster Fütterung, Gewichtskontrolle und tierärztlicher Vorsorge zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Bei guter Haltung, angemessener Auslastung und konsequenter Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Der Gesundheitsverlauf wird vor allem durch Gelenkgesundheit, Körpergewicht, Ohrpflege und allgemeine Kondition beeinflusst.

Hüftgelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei vielen aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen können Probleme im Bereich der Hüftgelenke als rassetypisches Risiko vorkommen. Auffälligkeiten zeigen sich teils durch eingeschränkte Bewegungsfreude oder veränderten Gang.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gleichmäßige Bewegung fördern und bei Zuchttieren auf orthopädische Untersuchungen achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei leistungsfreudigen Laufhunden können auch im Ellbogenbereich entwicklungs- oder belastungsbezogene Veränderungen auftreten. Das Risiko ist nicht spezifisch belegt, wird bei vergleichbaren Rassetypen jedoch berücksichtigt.

Prävention: Schonende Aufzucht, angepasstes Bewegungsmanagement im Wachstum, normales Körpergewicht und tierärztliche Abklärung bei Lahmheit unterstützen die Vorsorge.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren und Einsätze in Wald, Unterholz oder feuchtem Gelände können das Risiko für Reizungen und Entzündungen im Ohrbereich erhöhen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzkontakt sorgfältig trocknen und nur geeignete Pflegeprodukte nach tierärztlicher Empfehlung verwenden.

Pfoten- und Krallenverletzungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Als aktiver Gebrauchshund kann der Ilirski Gonic bei häufiger Bewegung auf unebenem Gelände zu kleineren Verletzungen an Ballen oder Krallen neigen.

Prävention: Pfoten nach längeren Läufen kontrollieren, Krallen passend kurz halten und auf geeignetes Bewegungsumfeld achten.

Belastungsbedingte Muskel- und Gelenkbeschwerden

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sportlich geführten Laufhunden können nach intensiver Arbeit vorübergehende Beschwerden des Bewegungsapparats auftreten, insbesondere bei unzureichender Regeneration oder Überlastung.

Prävention: Training schrittweise aufbauen, Ruhephasen einhalten, vor intensiver Aktivität aufwärmen und auf eine gute Grundkondition achten.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Hitze
  • Starke körperliche Überlastung im Wachstum
  • Übergewicht
  • Bei Zuchteignung oder sportlicher Nutzung können orthopädische Untersuchungen sinnvoll sein.
  • Die Ohren besonders nach Aufenthalten in feuchter Umgebung oder dichtem Gelände kontrollieren und bei Auffälligkeiten tierärztlich beurteilen lassen.
  • Im Wachstum auf gelenkschonende Bewegung, passendes Futter und eine schlanke Körperkondition achten.
  • Nach längeren Läufen Pfoten, Krallen und Haut auf kleine Verletzungen oder Reizungen kontrollieren.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Leistungsfähigkeit einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Ilirski Gonic kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Ilirski Gonic ist ein mittelgroßer, ausdauernder Jagdhund mit hohem Aktivitätsniveau. Durch Bewegung im Gelände und sportliche Belastung können Verletzungen an Pfoten, Gelenken oder Weichteilen sowie unfallbedingte Operationen vorkommen. Zusätzlich können diagnostische Abklärungen und Behandlungen bei orthopädischen oder allgemeinmedizinischen Beschwerden Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Als mittelgroßer Hund können orthopädische Beschwerden an Gelenken oder am Bewegungsapparat mit Untersuchungs- und Behandlungskosten verbunden sein.
  • Bei Jagd- und Laufhunden können Schnittverletzungen, Zerrungen oder Bissverletzungen tierärztliche Versorgung erforderlich machen.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkosen und operative Eingriffe können auch bei ansonsten robusten Hunden spürbare Kosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training und Einsätzen im Gelände erhöhen.
  • Kosten für Bildgebung, Laboruntersuchungen und Nachkontrollen bei unklaren Beschwerden oder Verletzungsfolgen.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Lahmheiten, Zerrungen oder Gelenkbeschwerden.
  • Unfallbedingte Operationen nach Verletzungen im Gelände oder bei hoher körperlicher Aktivität.
  • Wundversorgung, Naht oder stationäre Überwachung nach Schnitt-, Biss- oder Sturzverletzungen.
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Unfallbehandlungen und orthopädische Beschwerden geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Absicherung für Operationen einschließlich Narkose, Nachsorge und stationärer Behandlung kann passend sein.
  • Je nach Haltung und Nutzung kann ein Tarif ohne sehr enge Leistungsgrenzen für Folgebehandlungen und Medikamente vorteilhaft sein.
  • Sinnvoll kann eine Erstattung für Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall sein, da diese bei Verletzungen und Lahmheiten häufig eingesetzt wird.
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