Hund im Rasseprofil

Hollandse Smoushond

Der Hollandse Smoushond ist ein kleiner bis mittelgroßer, rauhaariger Begleithund aus den Niederlanden. Die Rasse gilt als lebhaft, freundlich und anpassungsfähig und wird heute vor allem als Familien- und Gesellschaftshund gehalten.

AnhänglichFreundlichFröhlichLebhaftMenschenbezogenWachsam
Ein ruhiger Hollandse Smoushond wird von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht.
Ein Hollandse Smoushond wird behutsam von seiner Tierärztin untersucht, während der Besitzer beruhigend daneben steht.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Niederlande

Größe

Mittel

Schulterhöhe

35-42 cm

Gewicht

7-10 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Langhaar

Farben

Gelb in verschiedenen Schattierungen

FCI-Gruppe

Gruppe 2

FCI-Standard

Nr. 308

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Hollandse Smoushond

Ein entspannter Hollandse Smoushond mit leichtem Verband an der Pfote liegt auf einer Decke, während der erleichterte Besitzer neben ihm sitzt.
Ein besorgter Hundebesitzer zeigt, wie wichtig eine gute Betreuung nach einem kleinen Unfall ist.
Ein Hollandse Smoushond trainiert mit seinem Besitzer über eine kleine Hürde auf dem Hundeplatz.
Der Hollandse Smoushond zeigt auf dem Hundeplatz Freude an Bewegung und gemeinsames Training mit seinem Besitzer.
Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Hollandse Smoushond auf einer Decke daneben liegt.
Die Szene zeigt, wie Tierarztkosten und Hundegesundheit im Alltag sachlich und ohne Hektik miteinander verbunden sind.

Charakter

Der Hollandse Smoushond gilt als fröhlicher, anhänglicher und wacher Begleithund mit lebhaftem, aber meist gut führbarem Temperament. Er sucht engen Kontakt zu seinen Menschen, ist aufmerksam im Alltag und zeigt sich häufig freundlich sowie anpassungsfähig.

AnhänglichFreundlichFröhlichLebhaftMenschenbezogenWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

In der Regel gut erziehbar, da die Rasse oft menschenbezogen und lernfreudig ist. Klare Regeln, freundliche Konsequenz und abwechslungsreiches Training fördern gute Ergebnisse. Harte Methoden sind meist unnötig und eher kontraproduktiv.

Wachtrieb

Meist vorhanden, aber gewöhnlich moderat und alltagstauglich. Der Hund meldet Ungewohntes oft aufmerksam, ohne automatisch ausgeprägtes Schutzverhalten zu zeigen.

Jagdtrieb

Im Allgemeinen eher gering bis mäßig ausgeprägt. Dennoch können einzelne Hunde auf schnelle Reize oder Kleintiere reagieren, weshalb Rückruf und Impulskontrolle sinnvoll aufgebaut werden sollten.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Als menschenbezogener Begleithund bleibt der Hollandse Smoushond oft nicht gern lange allein. Mit gutem Aufbau ist ein angemessenes Alleinbleiben möglich, pauschal sollte man aber keine lange tägliche Trennung erwarten.

Der Charakter kann je nach Linie, Sozialisation, Erziehung und individuellem Temperament variieren. Der Hollandse Smoushond ist oft unkompliziert, braucht aber dennoch regelmäßige Beschäftigung, soziale Einbindung und eine freundliche, konsequente Führung.

Alltag & Haltung

Familie

Häufig gut als Familienhund geeignet, wenn er eng am Alltag teilnehmen darf und Kinder einen respektvollen Umgang lernen. Sein freundliches und verspieltes Wesen kann gut zu Familien passen. Ob er wirklich passt, hängt aber auch von Auslastung, Rückzugsmöglichkeiten, Erziehung und dem Temperament des einzelnen Hundes ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Oft auch für motivierte Anfänger gut geeignet, weil die Rasse meist kooperativ, handlich und alltagsnah ist. Voraussetzung sind jedoch Bereitschaft zu konsequenter Erziehung, Zeit für Sozialisation sowie regelmäßige Beschäftigung. Für völlig unerfahrene Halter ohne Lernbereitschaft ist auch diese Rasse nicht automatisch unkompliziert.

Bewegungsbedarf

Mäßiger bis leicht erhöhter Bewegungsbedarf. Tägliche Spaziergänge, Spiel, kleine Trainingsaufgaben und gemeinsame Aktivität reichen häufig gut aus. Hochleistungssport ist meist nicht nötig, Unterforderung sollte aber vermieden werden.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sind schattige Spaziergänge, ausreichend Wasser und angepasste Aktivität wichtig.

Kälteverträglichkeit

Mittel bis gut. Das raue Fell bietet einen gewissen Schutz, dennoch sollten Nässe, starker Wind und längere Kältephasen individuell beachtet werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung meist recht reisetauglich. Durch seine Menschenbezogenheit begleitet er seine Bezugspersonen oft gern, braucht unterwegs aber klare Routinen, Pausen und eine stressarme Eingewöhnung an Transportmittel und neue Umgebungen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen und zugewandt. Fremden gegenüber oft interessiert bis leicht reserviert, aber in der Regel nicht schroff. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres Auftreten.

Kinder

Bei gutem Umgang häufig verträglich und geduldig. Dennoch sollten Begegnungen mit kleineren Kindern immer begleitet werden, damit weder Hund noch Kind überfordert werden.

Andere Hunde

Oft sozial und recht verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Sympathie, Kommunikation und Erfahrungen spielen wie immer eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Rauhaarige Fellpflege mit regelmäßigem Bürsten und gelegentlichem Trimmen

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, Trimmen nach Bedarf

Fellpflege

Mittel

Haaren

Wenig

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Bart und Gesichtspartie sauber halten
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und kürzen
  • Lose Haare und abgestorbenes Deckhaar auskämmen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das raue Fell sollte nicht zu häufig gebadet werden, damit die natürliche Fellstruktur erhalten bleibt.
  • Gelegentliches Trimmen kann helfen, abgestorbenes Haar aus dem rauen Fell zu entfernen.
  • Nach nassem Wetter sollte das Fell gut getrocknet und auf Schmutzreste kontrolliert werden.
  • Regelmäßiges Auskämmen verhindert Verfilzungen, besonders an Bart, Beinen und Bauch.
DrahtbürsteHundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenschereOhrenreiniger für HundeTrimmmesser

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein achten. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Aktivität und Lebensphase angepasst werden. Leckerlis in die tägliche Gesamtenergiemenge einrechnen und auf eine schlanke Körperkondition achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
7 kgAktiv470 kcal
7 kgInaktiv320 kcal
7 kgNormal390 kcal
9 kgAktiv580 kcal
9 kgInaktiv390 kcal
9 kgNormal480 kcal
11 kgAktiv680 kcal
11 kgInaktiv460 kcal
11 kgNormal560 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele in kurzen Einheiten
  • Grundgehorsam und kleine Trickeinheiten
  • Schnüffelarbeit und Nasenaufgaben
  • Soziale Aktivitäten mit enger Bezugsperson
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
  • Tägliche Spaziergänge mit vielen Umgebungsreizen

Passende Aktivitäten

Agility in moderatem UmfangNasenarbeitObedienceRally Obedience

Geschichte des Hollandse Smoushond

Der Hollandse Smoushond stammt aus den Niederlanden und war bereits im 19. Jahrhundert als kleiner, rauhaariger Hund bekannt. Er wurde unter anderem als Stallhund, Rattenfänger und Begleiter gehalten.

Im 20. Jahrhundert ging der Bestand stark zurück, zeitweise galt die Rasse nahezu als verschwunden. In den 1970er Jahren begann in den Niederlanden ein gezielter Wiederaufbau der Rasse auf Grundlage noch vorhandener Hunde, die dem historischen Typ entsprachen.

Heute ist der Hollandse Smoushond eine seltene niederländische Hunderasse. Er wird vor allem als freundlicher Begleit- und Familienhund geschätzt und ist national wie international nur in kleiner Zahl verbreitet.

  1. 19

    Die Rasse beziehungsweise ihr Typ ist in den Niederlanden im 19. Jahrhundert als kleiner, rauhaariger Stall- und Begleithund bekannt.

  2. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts geht der Bestand stark zurück, die Rasse gilt zeitweise nahezu als verschwunden.

  3. 1973

    In den Niederlanden beginnt ein planmäßiger Wiederaufbau der Rasse.

  4. 1981

    Ein offizieller Rassestandard wird in den Niederlanden festgelegt.

  5. 1999

    Die FCI erkennt den Hollandse Smoushond offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Hollandse Smoushond gilt insgesamt als robuste und eher widerstandsfähige Hunderasse. Wie bei kleinen bis mittelgroßen Hunden können dennoch rassetypische gesundheitliche Risiken auftreten, insbesondere im Bereich Bewegungsapparat, Augen und Haut. Eine kontrollierte Zucht, angemessene Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen tragen dazu bei, mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen.

Die Lebenserwartung ist bei guter Haltung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung meist als gut einzuschätzen und liegt häufig im mittleren bis höheren Bereich kleiner bis mittelgroßer Hunderassen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen bis mittelgroßen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für eine Verschiebung der Kniescheibe bestehen. Dies kann sich zeitweise durch unregelmäßigen Gang oder Lahmheit zeigen.

Prävention: Auf gesundes Körpergewicht achten, übermäßige Sprungbelastung im Wachstum begrenzen und bei Auffälligkeiten im Gangbild tierärztlich kontrollieren lassen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch wenn die Rasse nicht als stark belastet gilt, kann ein gewisses Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Betroffene Hunde können eingeschränkte Beweglichkeit oder Belastungsunlust zeigen.

Prävention: Wachstumsgerechte Bewegung, angepasste Fütterung im Junghundealter und Zuchteinsatz nur nach orthopädischer Untersuchung unterstützen die Vorsorge.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Hunderassen können erbliche oder altersbedingte Augenveränderungen vorkommen. Dazu zählen mögliche Risiken für Sehleistung und Augengesundheit, die tierärztlich überwacht werden sollten.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen im Rahmen der Vorsorge und Zuchtselektion mit dokumentierten Augenuntersuchungen sind sinnvoll.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Das raue Fell kann Pflegebedarf mit sich bringen. Bei unzureichender Fellpflege oder individueller Veranlagung können Hautirritationen oder Fellprobleme auftreten.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, Kontrolle auf Hautreizungen, angepasste Ernährung und zeitnahe Abklärung bei Juckreiz oder Schuppenbildung helfen bei der Vorbeugung.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut
  • Hitze
  • Bei Zuchttieren orthopädische und augenbezogene Untersuchungen berücksichtigen, sofern verfügbar.
  • Das raue Fell regelmäßig pflegen und Haut sowie Ohren auf Reizungen oder Verschmutzungen kontrollieren.
  • Im Junghundealter auf gelenkschonende Bewegung und eine ausgewogene, altersgerechte Fütterung achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Kontrolle von Gewicht, Bewegungsapparat, Haut und Augen einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Hollandse Smoushond kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Hollandse Smoushond ist ein kleiner bis mittelgroßer, lebhafter Hund mit regelmäßigem Bewegungsbedarf. Bei aktiven Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats oder unfallbedingte Operationen auftreten. Zusätzlich können im Lebensverlauf Diagnostik, Behandlungen und zahnbezogene Maßnahmen Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende tierärztliche Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einmalkosten durch chirurgische Eingriffe entlasten kann.

  • Als aktive Hunderasse kann der Hollandse Smoushond bei Spiel, Sport oder im Alltag ein erhöhtes Risiko für Verletzungen und daraus folgende Behandlungen haben.
  • Auch bei kleineren bis mittelgroßen Hunden können Operationen, Narkose, Bildgebung und Nachsorge spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Ein umfassender Schutz kann sinnvoll sein, wenn neben Notfällen auch ambulante und medikamentöse Behandlungen finanziell abgefedert werden sollen.
  • Im höheren Alter können zusätzliche Kosten durch chronische Beschwerden, Diagnostik und regelmäßige Kontrollen entstehen.
  • Beschwerden am Bewegungsapparat können tierärztliche Untersuchungen, Bildgebung, Schmerztherapie und Nachkontrollen nach sich ziehen.
  • Im Alter können wiederkehrende Kosten durch chronische Erkrankungen, Medikamente und regelmäßige Kontrollen entstehen.
  • Unfallbedingte Verletzungen wie Prellungen, Wunden oder Frakturen können Diagnostik und operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Zahnprobleme oder Entzündungen im Maulbereich können Behandlungen unter Sedation oder Narkose notwendig machen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Diagnostik und Nachbehandlung achten.
  • Bei lebhaften Hunden kann eine kurze oder klar geregelte Wartezeit im Vertrag ein relevanter Punkt sein.
  • Je nach Bedarf kann ein Tarif mit Zahnleistungen sinnvoll sein, wenn auch zahnbezogene Behandlungen berücksichtigt werden sollen.
  • Tarife mit Leistungen für bildgebende Verfahren können bei Lahmheiten oder unklaren Beschwerden hilfreich sein.
  • Wenn ein Vollschutz gewählt wird, sollte auch die Kostenübernahme für ambulante Behandlungen und Medikamente geprüft werden.
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