Hund im Rasseprofil

Hollandse Herdershond

Der Hollandse Herdershond ist ein vielseitiger niederländischer Hütehund, der für seine Arbeitsfreude, Ausdauer und enge Bindung an seine Bezugspersonen geschätzt wird. Die Rasse kommt in drei Haarvarianten vor: kurzhaarig, langhaarig und rauhaarig.

AktivArbeitsfreudigIntelligentLernfreudigLoyalSensibelWachsam
Ein älterer Hollandse Herdershond liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Dieser Hollandse Herdershond genießt eine entspannte Zeit auf dem Sofa mit seinem liebevollen Besitzer.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Niederlande

Größe

Mittel

Schulterhöhe

55-62 cm

Gewicht

20-32 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar

Farben

Goldgestromt, Silbergestromt

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 223

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Hollandse Herdershond

Ein Hollandse Herdershond Hund sitzt entspannt neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop.
Ein ruhiger Hollandse Herdershond begleitet seinen Besitzer während der Durchsicht von Versicherungsunterlagen.
Ein gesunder Hollandse Herdershond sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung und genießt die vertrauensvolle Atmosphäre.
Ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Hund und Halter in einem modernen Wohnambiente.
Ein Hollandse Herdershond läuft entspannt an der Leine mit seinem Besitzer durch eine freundliche moderne Stadtstraße.
Ein ruhiger Spaziergang im urbanen Alltag zeigt den Hollandse Herdershond an der Seite seines Besitzers.

Charakter

Der Hollandse Herdershond ist ein intelligenter, arbeitsfreudiger und sehr aufmerksamer Hund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt als vielseitig, lernfähig und aktiv, benötigt jedoch eine konsequente, faire Erziehung sowie ausreichend geistige und körperliche Auslastung.

AktivArbeitsfreudigIntelligentLernfreudigLoyalSensibelWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit5/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Sehr gut erziehbar bei klarer, ruhiger und konsequenter Führung. Der Hollandse Herdershond lernt schnell und arbeitet gern mit dem Menschen zusammen, reagiert aber oft sensibel auf Härte, Inkonsequenz oder monotones Training.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Viele Vertreter der Rasse sind aufmerksam, territorial veranlagt und melden zuverlässig Auffälligkeiten, ohne automatisch für jede Haltung als klassischer Schutzhund geeignet zu sein.

Jagdtrieb

Meist mittel ausgeprägt. Einzelne Hunde zeigen deutliches Interesse an Bewegung, Wild oder schnellen Reizen, weshalb Rückruftraining und kontrollierte Auslastung wichtig sind.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet, wenn es nicht sorgfältig aufgebaut wird. Der Hollandse Herdershond ist oft sehr menschenbezogen und sollte schrittweise an das Alleinbleiben gewöhnt werden.

Die Rasse ist häufig sensibel, reaktionsschnell und aufmerksam gegenüber Umweltreizen. Ohne passende Beschäftigung kann sie unausgeglichen wirken oder unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln. Eine gute Sozialisierung und alltagsnahe Führung sind besonders wichtig.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, guter Sozialisierung und klaren Regeln kann der Hollandse Herdershond ein engagierter Familienhund sein. Er passt meist besser zu aktiven Haushalten mit Hundeerfahrung als zu sehr ruhigen Familien. Für Familien mit kleinen Kindern ist ein individuell passender, gut geführter Hund wichtig, da Temperament und Wachsamkeit im Alltag anspruchsvoll sein können.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur eingeschränkt. Für motivierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft, Hundeschule und Freude an Training kann die Haltung gelingen, meist ist die Rasse aber eher für erfahrene Halter geeignet. Anspruchsvoll sind vor allem Energielevel, Reizoffenheit, Wachsamkeit und der Bedarf an sinnvoller Beschäftigung.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Hollandse Herdershond braucht täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung, etwa durch Training, Nasenarbeit, Hundesport oder alltagsnahe Aufgaben. Reine Spaziergänge reichen vielen Vertretern der Rasse nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung angepasst und auf kühle Tageszeiten verlegt werden, besonders bei intensiver Aktivität.

Kälteverträglichkeit

Gut bis mittel, abhängig von Fellvariante und individuellem Hund. Viele kommen mit kühleren Temperaturen gut zurecht, benötigen aber wie andere Hunde dennoch angemessenen Schutz und vernünftige Belastungssteuerung.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut. Die Rasse profitiert von strukturierter Vorbereitung, klaren Abläufen und ausreichend Ruhephasen, da sensible oder sehr wachsame Hunde in ungewohnten Situationen sonst schneller unter Spannung stehen können.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Polizeihund
  • Rettungshund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen meist sehr anhänglich und loyal, Fremden gegenüber oft zunächst reserviert oder beobachtend. Eine gute Sozialisierung hilft, Unsicherheit oder übermäßige Wachsamkeit im Alltag zu begrenzen.

Kinder

Kann mit verständigen Kindern gut zusammenleben, wenn der Hund gut erzogen ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Temperament, Sensibilität und möglicher Reaktivität sind Anleitung, Aufsicht und ein respektvoller Umgang besonders wichtig.

Andere Hunde

Häufig sozial verträglich, aber nicht immer unkompliziert in jeder Begegnung. Frühe Sozialisierung, kontrollierte Kontakte und Training sind wichtig, da manche Hunde gegenüber Artgenossen forsch, angespannt oder selektiv auftreten können.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

2-3x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht des Fells zu erhalten.
  • Das dichte Fell sollte besonders während des Fellwechsels häufiger gepflegt werden.
  • Nach Aktivitäten auf unebenem Gelände sollten Pfoten und Ballen kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Beschäftigung im Freien kann Schmutz und lose Haare im Fell erhöhen.
BürsteHundezahnbürsteKrallenscherePfotenhandtuchUnterwollkamm

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, alters- und aktivitätsgerechte Ernährung ist wichtig. Da der Hollandse Herdershond meist sehr bewegungsfreudig ist, sollte die Futtermenge an Training, Alltag und Körperkondition angepasst werden. Hochwertiges Protein und eine gleichmäßige Energieversorgung sind für aktive Hunde sinnvoll. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
27,5 kgAktiv1650 kcal
27,5 kgInaktiv1050 kcal
27,5 kgNormal1320 kcal
32,5 kgAktiv1850 kcal
32,5 kgInaktiv1180 kcal
32,5 kgNormal1480 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Grundgehorsam und Tricktraining
  • intelligente Denkspiele
  • kontrollierte Lauf- und Ziehspiele
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • tägliche lange Spaziergänge

Passende Aktivitäten

AgilityCanicrossFährtenarbeitMantrailingObedienceTreibball

Geschichte des Hollandse Herdershond

Der Hollandse Herdershond entstand in den Niederlanden als vielseitiger Gebrauchshund der Schäfer und Landbevölkerung. Er wurde zum Hüten von Schafherden, Treiben von Vieh und Bewachen von Hof und Eigentum eingesetzt.

Lange Zeit entwickelte sich die Rasse vor allem nach Arbeitsleistung und regionalem Bedarf. Mit der Modernisierung der Landwirtschaft ging die ursprüngliche Verwendung teilweise zurück. Daraufhin begann eine gezieltere Reinzucht, um den Typ und die drei Fellvarianten zu erhalten. Heute wird der Hollandse Herdershond sowohl als Sport- und Diensthund als auch als anspruchsvoller Familienhund gehalten.

  1. 1898

    Der erste Rassestandard für den Hollandse Herdershond wird in den Niederlanden festgelegt.

  2. 1960

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Hollandse Herdershond gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen, sportlichen Hunden können jedoch rassetypische orthopädische und augenbezogene Risiken vorkommen. Bei guter Zucht, ausgewogener Bewegung, angepasster Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge zeigt die Rasse häufig eine stabile allgemeine Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen aktiven mittelgroßen Hund. Der Gesundheitsverlauf wird unter anderem durch Gelenkgesundheit, Augenkontrollen, Belastungsmanagement und allgemeine Vorsorge beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für eine Fehlentwicklung der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise betreffen Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und die Auswahl gesundheitlich untersuchter Elterntiere achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als sportliche Rasse kann der Hollandse Herdershond auch im Bereich der Ellenbogen orthopädische Veranlagungen zeigen. Dies kann sich auf Beweglichkeit und Belastungstoleranz auswirken.

Prävention: Wachstum und Belastung im Junghundealter gut steuern, Übergewicht vermeiden und auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Erbliche Augenerkrankungen können bei dieser Rasse als mögliches Risiko berücksichtigt werden. Veränderungen betreffen vor allem das Sehvermögen und können sich schleichend entwickeln.

Prävention: Zuchttiere auf bekannte erbliche Augenerkrankungen untersuchen lassen und regelmäßige augenärztliche Kontrollen einplanen.

Allergische Hautreaktionen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Einzelne Hunde können zu empfindlicher Haut oder wiederkehrendem Juckreiz neigen. Solche Beschwerden stehen häufig im Zusammenhang mit Umweltfaktoren oder individueller Veranlagung.

Prävention: Fell und Haut regelmäßig kontrollieren, Parasitenprophylaxe konsequent durchführen und Futter- oder Umweltreize bei Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

Belastungsbedingte Muskel- und Gelenkprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch das hohe Aktivitätsniveau können bei unpassender Auslastung oder intensiver sportlicher Beanspruchung Beschwerden des Bewegungsapparats auftreten.

Prävention: Training schrittweise aufbauen, Aufwärm- und Erholungsphasen einplanen und wiederholte starke Überlastung vermeiden.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut
  • Hitze
  • Überlastung bei intensiver Bewegung
  • Bei Sport- oder Arbeitseinsatz Trainingspläne mit ausreichenden Ruhephasen und gelenkschonendem Aufbau abstimmen.
  • Haut, Pfoten und Ohren nach intensiven Aktivitäten und bei Witterungswechseln regelmäßig kontrollieren.
  • Körpergewicht schlank halten und Fütterung sowie Aktivitätsniveau auf Alter, Training und Kondition abstimmen.
  • Orthopädische Vorsorge mit Blick auf Hüften und Ellenbogen besonders im Wachstum und bei sportlicher Nutzung regelmäßig besprechen.
  • Regelmäßige Augenuntersuchungen einplanen, insbesondere wenn der Hund aus Linien mit bekannten augenbezogenen Auffälligkeiten stammt.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Hollandse Herdershond kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Hollandse Herdershond ist ein mittelgroßer bis großer, sehr aktiver Hund. Durch das hohe Bewegungsniveau und den oft sportlichen Einsatz können Verletzungen des Bewegungsapparats sowie unfallbedingte Behandlungen relevant werden. Zudem können bei größeren und aktiven Hunden orthopädische Probleme oder aufwendigere Diagnostik und Operationen höhere Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann zusätzlich bei häufigeren Behandlungen, Diagnostik und Medikamenten entlasten, während eine OP-Versicherung vor allem hohe Einmalkosten bei chirurgischen Eingriffen abdecken kann.

  • Als mittelgroße bis große Rasse können orthopädische Erkrankungen mit höheren Behandlungskosten verbunden sein.
  • Bei aktiven Hunden können auch wiederkehrende tierärztliche Behandlungen nach Zerrungen, Überlastungen oder Unfällen anfallen.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkosen und Operationen können bei akuten Beschwerden schnell kostspielig werden.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Muskeln und Bändern erhöhen.
  • Aufwendige Untersuchungen unter Narkose oder bildgebende Verfahren können die Behandlungskosten deutlich erhöhen.
  • Kreuzband-, Muskel- oder Bänderverletzungen können längere Behandlungen und Nachsorge verursachen.
  • Orthopädische Erkrankungen oder Gelenkprobleme können Diagnostik, Medikamente und gegebenenfalls Operationen erforderlich machen.
  • Verletzungen durch Sport, Training oder hohe Aktivität können zu akuten Tierarztkosten führen.
  • Bei sportlich geführten Hunden kann darauf geachtet werden, dass auch unfallbedingte Behandlungen umfassend eingeschlossen sind.
  • Ein Tarif mit guter Absicherung für Operationen und Nachbehandlungen kann bei aktiven Hunden besonders relevant sein.
  • Ein Tarif ohne sehr niedrige Erstattungsgrenzen kann hilfreich sein, wenn mehrere Behandlungen innerhalb kurzer Zeit nötig werden.
  • Sinnvoll kann ein Leistungsumfang sein, der auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT berücksichtigt.
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