Hund im Rasseprofil

Harrier

Der Harrier ist ein aus Großbritannien stammender Laufhund, der ursprünglich für die Jagd in der Meute gezüchtet wurde. Er gilt als ausdauernd, bewegungsfreudig und freundlich.

AusdauerndFreundlichJagdlich motiviertLebhaftSelbststaendigSozialSpuernasenstark
Ein Harrier trainiert mit seinem Besitzer auf einem Hundeplatz über eine kleine Hürde und wirkt dabei aufmerksam und fröhlich.
Gemeinsames Training auf dem Hundeplatz stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und fördert die Beweglichkeit des Harriers.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-55 cm

Gewicht

20-27 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurz, Glatt, Dicht

Farben

Dreifarbig, Weiss schwarz loh, Rot weiss, Zitronenweiss

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 295

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Harrier

Ein gesunder Harrier sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung.
Ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Mensch und Hund in einer harmonischen Umgebung.
Ein Hundebesitzer arbeitet am Laptop auf dem Sofa, während sein Harrier Hund neben ihm sitzt, was Sicherheit und informierte Entscheidungen zur Tierkrankenversicherung symbolisiert.
Ein entspannter Moment für einen Hundebesitzer, der sich um die Gesundheit seines Harrier Hundes kümmert.
Ein Harrier Hund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße in entspannter Alltagssituation.
Ein Harrier unterwegs mit seinem Besitzer – ein ruhiger Alltagsspaziergang in urbaner Umgebung.

Charakter

Der Harrier ist ein ausdauernder, freundlicher und lauffreudiger Laufhund mit starkem Spürsinn und ausgeprägtem Jagdinteresse. Im Alltag zeigt er sich oft offen, lebhaft und sozial, braucht aber viel Bewegung, sinnvolle Beschäftigung und eine konsequente, faire Führung.

AusdauerndFreundlichJagdlich motiviertLebhaftSelbststaendigSozialSpuernasenstark
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Der Harrier ist lernfähig, aber durch seine jagdliche Veranlagung und Eigenständigkeit nicht immer leichtführig. Er profitiert von klaren Regeln, abwechslungsreichem Training und positiver Verstärkung. Reine Unterordnung ohne Motivation liegt ihm meist weniger.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn ist vorhanden, allerdings ist der Harrier typischerweise kein ausgeprägter Schutzhund. Er meldet Auffälligkeiten eher, als dass er ernsthaft bewacht.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist deutlich ausgeprägt. Als klassischer Laufhund folgt der Harrier gern Spuren und Gerüchen, was im Freilauf und beim Rückruftraining besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Alleinbleiben

Alleinbleiben fällt vielen Harriern nur bedingt leicht, vor allem wenn sie nicht ausreichend ausgelastet sind. Es sollte kleinschrittig aufgebaut werden. Längere Phasen der Isolation passen oft nicht gut zu dieser aktiven und sozialen Rasse.

Der Harrier ist in erster Linie ein jagdlich geprägter Hund. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Auslastung, Erziehung, Haltungsumfeld und individuellen Eigenschaften ab. Ohne ausreichende Bewegung und Nasenarbeit kann er schnell unterfordert wirken.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann ein Harrier gut passen, wenn die Familie sehr aktiv ist, viel Zeit für Bewegung, Training und gemeinsame Beschäftigung einplant und mit jagdtypischem Verhalten umgehen kann. Für ruhige Haushalte oder Menschen mit wenig Zeit ist er meist weniger geeignet. Ein freundlicher Umgang mit Kindern ist häufig möglich, sollte aber wie immer individuell begleitet werden.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist der Harrier nur eingeschränkt geeignet. Sein hoher Bewegungsbedarf, seine Selbstständigkeit und sein deutlicher Jagdtrieb können unerfahrene Halter fordern. Mit guter Vorbereitung, Hundeschule und einem sehr aktiven Lebensstil kann die Haltung dennoch gelingen, einfacher ist die Rasse aber meist für Menschen mit Hundeerfahrung.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Harrier braucht täglich viel Bewegung und profitiert stark von Nasenarbeit, Suchspielen, längeren Spaziergängen, Laufmöglichkeiten und strukturierten Aufgaben. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte die Aktivität angepasst werden, da der Harrier sich körperlich stark engagiert und bei intensiver Bewegung schnell belastet werden kann. Spaziergänge in kühleren Tageszeiten sind sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch seine robuste, arbeitsfreudige Veranlagung kommt der Harrier mit kühleren Temperaturen meist ordentlich zurecht, sofern Bewegung vorhanden ist und extreme Witterung berücksichtigt wird.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung oft ordentlich, allerdings braucht der Harrier auch auf Reisen viel Bewegung und Beschäftigung. Lange ruhige Aufenthalte ohne Auslastung können für ihn anstrengend sein. Gute Planung und aktive Reiseformen sind meist besser geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Harrier zeigen sich Menschen gegenüber oft freundlich und offen, teilweise auch recht kontaktfreudig. Gegenüber Fremden sind viele eher aufgeschlossen als misstrauisch, wobei individuelles Temperament und Sozialisation eine große Rolle spielen.

Kinder

Mit Kindern kann der Harrier oft gut auskommen, besonders wenn er gut sozialisiert ist und die Interaktionen respektvoll begleitet werden. Wegen seines Temperaments und seiner Bewegungsfreude sollte der Umgang dennoch beaufsichtigt werden.

Andere Hunde

Gegenüber anderen Hunden ist der Harrier häufig sozial und verträglich, was auch mit seiner Geschichte als Meutehund zusammenhängt. Dennoch bleiben gute Sozialisierung und passende Führung wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell mit regelmäßigem Pflegebedarf

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Lose Unterwolle im Fellwechsel entfernen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Bei einem laufaktiven Hund nutzen sich Krallen oft natürlich ab, dennoch sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll.
  • Der Harrier hat ein kurzes, wetterfestes Fell, das mit regelmäßigem Bürsten meist leicht sauber zu halten ist.
  • Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders nach Ausflügen in feuchtes Gelände.
  • Nach Aktivitäten in Wald, Feld oder Unterholz sollten Fell, Pfoten und Ohren auf Schmutz und Fremdkörper geprüft werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare deutlich reduzieren.
GummibürsteHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeUnterwollbürsteWeiche Naturhaarbürste

Ernährung & Kalorien

Der Harrier ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung mit hochwertigem Protein. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und tägliche Aktivität angepasst werden. Aufgrund seiner Lauffreude ist auf eine passende Energiezufuhr zu achten, ohne Übergewicht zu fördern. Leckerchen sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
25 kgAktiv1550 kcal
25 kgInaktiv1000 kcal
25 kgNormal1250 kcal
30 kgAktiv1800 kcal
30 kgInaktiv1150 kcal
30 kgNormal1450 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • lange Wanderungen
  • Nasenspiele
  • Suchspiele im Freien

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitJoggenMantrailingWandern

Geschichte des Harriers

Der Harrier ist ein traditioneller britischer Laufhund, dessen genaue Ursprünge nicht eindeutig dokumentiert sind. Er wurde über lange Zeit für die Jagd in der Meute, insbesondere auf Hasen, gehalten und gezüchtet. Dabei standen Ausdauer, Spurlaut, Arbeitswille und gute Zusammenarbeit im Rudel im Vordergrund.

Die Rasse entwickelte sich in Großbritannien aus Jagdhundlinien, die für das schnelle und ausdauernde Verfolgen von Wild geeignet waren. Historisch wurde der Harrier vor allem als Gebrauchshund der Meute geschätzt und weniger als Ausstellungshund verbreitet. Heute ist er außerhalb jagdlicher Kreise und außerhalb seines Herkunftslands vergleichsweise selten.

  1. In Großbritannien entwickelt sich der Harrier als Laufhund für die Meutejagd, besonders für die Hasenjagd.

  2. Die Rasse wird über Generationen vor allem nach jagdlicher Leistung, Ausdauer und Meuteverträglichkeit selektiert.

  3. 1974

    Die FCI veröffentlicht einen Standard für den Harrier.

  4. 1998

    Eine aktualisierte Fassung des FCI-Standards für den Harrier wird veröffentlicht.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Harrier gilt insgesamt als robuste und aktive Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Laufhunden können jedoch einzelne orthopädische, augenbezogene und ohrbezogene Gesundheitsrisiken vorkommen. Ein gutes Gewichtsmanagement, regelmäßige Bewegung in angemessenem Umfang und routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich. Bei passender Haltung, kontrollierter Belastung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung bestehen oft gute Voraussetzungen für ein langes, aktives Leben.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser rassetypisch möglichen orthopädischen Veränderung passt das Hüftgelenk nicht optimal zusammen. Dies kann je nach Ausprägung die Bewegungsfreude und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf ein angemessenes Körpergewicht achten, gelenkschonende Bewegung fördern, starke Überbelastung im Wachstum vermeiden und bei Zuchttieren auf geeignete Vorsorgeuntersuchungen achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren können ein feuchteres Milieu begünstigen, wodurch Reizungen oder Entzündungen im Gehörgang häufiger auftreten können.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutz schonend reinigen und wiederkehrende Reizungen tierärztlich abklären lassen.

Patellaprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Im Kniegelenk können bei einigen Hunden dieser Größe und Bauart funktionelle Probleme der Kniescheibe auftreten, die das Gangbild zeitweise beeinflussen können.

Prävention: Muskulatur durch regelmäßige, kontrollierte Bewegung aufbauen, Übergewicht vermeiden und auffällige Lahmheit tierärztlich prüfen lassen.

Augenveränderungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Linien können erblich beeinflusste Augenprobleme vorkommen. Frühzeitige Kontrollen helfen, Veränderungen rechtzeitig zu bemerken.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen einplanen, Veränderungen des Sehvermögens beobachten und Zuchttiere augenfachlich kontrollieren lassen.

Gewichtsbedingte Belastungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei bewegungsfreudigen Jagdhunden kann ein unausgeglichenes Verhältnis zwischen Energieaufnahme und Aktivität Gelenke, Kreislauf und allgemeine Belastbarkeit zusätzlich beanspruchen.

Prävention: Futtermenge an Aktivitätsniveau anpassen, regelmäßige Bewegung sicherstellen und das Körpergewicht fortlaufend kontrollieren.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei Zuchthunden oder familiärer Vorbelastung orthopädische und augenbezogene Screening-Untersuchungen berücksichtigen.
  • Das Aktivitätsniveau an Alter und Kondition anpassen und bei Veränderungen im Gangbild oder in der Belastbarkeit tierärztlichen Rat einholen.
  • Ohren in festen Abständen kontrollieren, besonders nach Aufenthalt in feuchter Umgebung oder dichtem Gelände.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Fokus auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Fitness einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Harrier kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Harrier ist ein mittelgroßer, ausdauernder und bewegungsfreudiger Hund. Durch das hohe Aktivitätsniveau können Verletzungen des Bewegungsapparats, Wunden oder unfallbedingte Behandlungen entstehen. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe und Konstitution orthopädische Beschwerden sowie einzelne erblich oder altersbedingt auftretende Erkrankungen zu höheren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann laufende Diagnostik und Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei kostspieligen chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Als mittelgroßer Laufhund können orthopädische Beschwerden oder unfallbedingte Operationen mit spürbaren Kosten verbunden sein.
  • Bei aktiven Hunden können bildgebende Diagnostik, Nachsorge und Medikamente nach Verletzungen zusätzliche Ausgaben verursachen.
  • Das hohe Bewegungs- und Laufpensum kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Muskeln und Pfoten erhöhen.
  • Neben akuten Eingriffen können auch wiederkehrende Behandlungen etwa bei Ohren-, Haut- oder Gelenkproblemen relevant werden.
  • Kreuzbandverletzungen, Zerrungen oder andere Beschwerden des Bewegungsapparats können Diagnostik und Behandlungskosten verursachen.
  • Ohrenentzündungen oder Hautprobleme können wiederkehrende tierärztliche Kontrollen und Medikamente erforderlich machen.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Gelenkprobleme oder altersbedingte Einschränkungen können langfristige Behandlungskosten nach sich ziehen.
  • Verletzungen durch hohe Aktivität, etwa Schnittwunden, Bissverletzungen oder Verstauchungen, können akut behandelt werden müssen.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Diagnostik und Nachbehandlung kann bei aktiven Hunden sinnvoll sein.
  • Es kann sinnvoll sein, auf ausreichend hohe Jahresleistungen oder möglichst unbegrenzte OP-Kosten zu achten.
  • Für einen bewegungsfreudigen Harrier kann ein Tarif mit Leistungen bei orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen hilfreich sein.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Regelungen zu Vorerkrankungen können die Tarifauswahl erleichtern.
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