Hund im Rasseprofil

Great Japanese Dog

Der Great Japanese Dog ist ein großer, kraftvoller und würdevoller Hund japanischen Ursprungs. Er gilt als aufmerksam, loyal und selbstsicher und wird außerhalb Japans vergleichsweise selten gehalten.

EigenstaendigLoyalReserviertRuhigSelbstbewusstWachsam
Ein Great Japanese Dog springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training stärkt Bindung, Bewegung und Sicherheit im Alltag eines großen, aktiven Hundes.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Japan

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

61-71 cm

Gewicht

32-59 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Rot, Falbfarben, Gestromt, Weiss, Pinto

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 344

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Great Japanese Dog

Ein ruhiger Great Japanese Dog Hund wird von einer freundlichen Tierärztin in einer modernen Praxis mit einem Stethoskop untersucht.
Ein Great Japanese Dog wird behutsam von einer Tierärztin in einer sauberen Tierarztpraxis untersucht.
Ein freundlicher Great Japanese Dog liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer einer Familie.
Der ruhige Hund zeigt, wie eng Vertrauen, Alltag und Familienleben mit Haustieren verbunden sein können.
Ein gut erzogener Great Japanese Dog sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos und genießt die Fahrt.
Ein Great Japanese Dog in sicherer Autofahrt, zeigt Verantwortung der Halter.

Charakter

Der Great Japanese Dog ist in der Regel ein ruhiger, würdevoller und selbstbewusster Hund mit ausgeprägtem Schutzinstinkt. Er zeigt sich seiner Bezugsperson und Familie oft loyal und anhänglich, wirkt Fremden gegenüber jedoch häufig reserviert. Seine Erscheinung und sein Wesen verbinden Gelassenheit mit Wachsamkeit.

EigenstaendigLoyalReserviertRuhigSelbstbewusstWachsam
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude2/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber oft eigenständig und nicht auf ständige Unterordnung ausgerichtet. Er reagiert meist besser auf ruhige, klare und verlässliche Anleitung als auf Härte oder dauernde Wiederholungen. Eine gute Grunderziehung ist wichtig, kann aber durch Sturheit und selbstständige Entscheidungen anspruchsvoll sein.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Der Great Japanese Dog beobachtet seine Umgebung aufmerksam und meldet Ungewöhnliches oft ruhig, aber entschlossen. Er eignet sich eher als natürlicher Wachhund als für ein überdrehtes Alarmverhalten.

Jagdtrieb

Meist moderat vorhanden, kann aber individuell unterschiedlich ausfallen. Besonders bei Bewegungsreizen oder Wildkontakt sollte ein kontrollierter Aufbau von Rückruf und Leinenführigkeit erfolgen.

Alleinbleiben

Mit behutsamem Training oft in gewissem Rahmen möglich, dennoch sollte längeres Alleinbleiben nicht als selbstverständlich angesehen werden. Viele Vertreter binden sich eng an ihre Menschen und brauchen eine planvolle Gewöhnung.

Die Rasse braucht eine souveräne, faire und konsequente Führung sowie frühe Sozialisierung. Aufgrund von Größe, Kraft, Eigenständigkeit und möglicher Zurückhaltung gegenüber Fremden ist eine gute Alltagssicherung wichtig. Das Verhalten kann je nach Linie, Aufzucht und individueller Veranlagung deutlich variieren.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich möglich, wenn der Hund gut sozialisiert ist und in erfahrenen, strukturierten Händen lebt. Im Familienalltag zeigt er sich oft loyal und beschützend, benötigt aber klare Regeln, Rückzugsmöglichkeiten und einen respektvollen Umgang, besonders im Kontakt mit Kindern. Für sehr turbulente oder unvorhersehbare Haushalte ist er häufig weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Die Rasse stellt durch Größe, Kraft, Wachtrieb, Eigenständigkeit und teils reserviertes Sozialverhalten höhere Anforderungen an Haltung und Erziehung. Engagierte Anfänger mit sehr guter Vorbereitung, Hundeschulbegleitung und passendem Umfeld können einzelne Hunde gut führen, pauschal anfängerfreundlich ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Mittel bis erhöht. Tägliche Spaziergänge, ruhige Beschäftigung, Erziehungsarbeit und kontrollierte Umweltkontakte sind wichtiger als dauerhafte Action. Überforderung oder zu viel aufputschende Beschäftigung sind meist nicht sinnvoll.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Aufgrund Größe und Fell sollte bei warmem Wetter auf ausreichend Schatten, Wasser und angepasste Aktivität geachtet werden.

Kälteverträglichkeit

Gut bis sehr gut. Kühlere Temperaturen werden meist besser vertragen als Hitze, dennoch hängen Belastbarkeit und Wohlbefinden auch von Fellpflege, Kondition und individueller Gesundheit ab.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung und guter Sicherung meist ordentlich, allerdings können Größe, Reserviertheit und eingeschränkte Toleranz gegenüber engem Trubel das Reisen anspruchsvoller machen. Ruhige Planung und ausreichende Pausen sind wichtig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist loyal und eng gebunden, Fremden gegenüber oft zurückhaltend bis distanziert. Eine frühe, positive Sozialisierung unterstützt ein stabiles und gelassenes Auftreten im Alltag.

Kinder

Mit respektvollen, angeleiteten Kindern im eigenen Haushalt oft gut möglich, sofern der Hund passend sozialisiert und zuverlässig geführt wird. Wegen Größe, Kraft und möglicher Sensibilität für Hektik sollten Kontakte immer beaufsichtigt werden.

Andere Hunde

Häufig eher selektiv im Hundekontakt. Je nach Geschlecht, Erfahrung und Sozialisierung kann es zu Distanzverhalten oder Spannungen kommen. Kontrollierte Begegnungen und gute Führung sind daher besonders wichtig.

Pflege

Pflegeart

Dichtes doppelfell mit saisonalem fellwechsel

Pflegeintervall

2-3 mal pro woche, im fellwechsel taeglich

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • fell gruendlich ausbuersten
  • krallen kontrollieren und bei bedarf kuerzen
  • ohren kontrollieren und sauber halten
  • pfoten nach spazierengaengen kontrollieren
  • unterwolle im fellwechsel auskaemmen
  • zaehne regelmaessig reinigen
  • baden nur bei bedarf, um die natuerliche schutzschicht von haut und fell zu erhalten
  • das fell sollte nicht geschoren werden, da es auch vor hitze und wetter schuetzt
  • fruehe gewoehnung an koerperpflege erleichtert den umgang mit diesem kraftvollen hund
  • waehrend des saisonalen fellwechsels ist deutlich haeufigeres buersten sinnvoll
HundezahnbuersteKamm mit breiten und engen zaehnenKrallenzangeUnterwollbuersteZupfbuerste

Ernährung & Kalorien

hochwertiges alleinfutter passend zu alter, gewicht und aktivitaet fuettern. auf eine kontrollierte energiezufuhr achten, da grosse hunde bei zu hoher futtermenge an gewicht zulegen koennen. die tagesration kann auf zwei mahlzeiten verteilt werden. leckerlis in die gesamte energiemenge einrechnen. stets frisches wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
32 kgAktiv1770 kcal
32 kgInaktiv1250 kcal
32 kgNormal1500 kcal
40 kgAktiv2060 kcal
40 kgInaktiv1460 kcal
40 kgNormal1750 kcal
50 kgAktiv2430 kcal
50 kgInaktiv1720 kcal
50 kgNormal2060 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • bewusstes umwelttraining und alltagstraining
  • gehorsamkeitstraining mit klaren aufgaben
  • kontrollierte denkspiele
  • lange spaziergaenge mit ruhiger fuehrung
  • nasenarbeit und futtersuche

Passende Aktivitäten

FaehrtenarbeitMantrailingObedienceRally obedienceWandern

Geschichte des Great Japanese Dog

Der Great Japanese Dog geht auf große japanische Hunde zurück, die früher unter anderem als Akita bekannt waren. Im 20. Jahrhundert beeinflussten Kreuzungen mit westlichen Hunderassen die Entwicklung eines größeren, massigeren Typs. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich dieser Typ vor allem in den USA weiter und wurde dort eigenständig gezüchtet. Später erfolgte die kynologische Trennung vom japanischen Akita-Typ. Heute wird der Great Japanese Dog als eigene Rasse geführt und steht für einen kräftigen, würdevollen Begleit- und Wachhund japanischen Ursprungs mit starkem Einfluss der amerikanischen Zuchtgeschichte.

  1. Große japanische Hunde bilden die historische Grundlage der späteren Rasseentwicklung.

  2. 1931

    Der Akita wird in Japan als Naturdenkmal geschützt, was die historische Bedeutung des Ursprungstyps unterstreicht.

  3. Im 20. Jahrhundert entstehen durch Einkreuzungen westlicher Rassen größere und schwerere Linien.

  4. 1945

    Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangen Hunde dieses Typs in die USA und werden dort weitergezüchtet.

  5. 1999

    Die FCI trennt den amerikanisch geprägten Typ vom japanischen Akita und führt ihn als eigenständige Rasse.

  6. 2006

    Die Bezeichnung Great Japanese Dog wird im FCI-Rahmen verwendet.

  7. 2019

    Die FCI führt die Rasse unter der Bezeichnung American Akita; der Great Japanese Dog ist damit die frühere Benennung derselben FCI-Rasse.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Great Japanese Dog ist ein großer, kräftig gebauter Hund mit insgesamt robuster Grundkonstitution. Wie bei großwüchsigen Rassen können orthopädische Belastungen, einzelne erblich beeinflusste Erkrankungen sowie altersabhängige Beschwerden eine Rolle spielen. Aufmerksamkeit gilt insbesondere dem Bewegungsapparat, der Augen- und Schilddrüsengesundheit sowie möglichen Magendrehungen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich großer Hunderassen. Eine angepasste Fütterung, kontrolliertes Wachstum, regelmäßige Vorsorge und ein passendes Bewegungsmanagement können sich günstig auf die gesundheitliche Entwicklung auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hunderassen besteht ein mögliches Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks, die mit Bewegungseinschränkungen und Belastungsproblemen verbunden sein können.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellenbogendysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Ellenbogen können bei großrahmigen Hunden entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen auftreten, die zu Lahmheit oder Schonhaltung führen können.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Überlastung im Wachstum, Gewichtskontrolle und Zuchtauswahl mit orthopädischer Gesundheitsprüfung.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Tiefbrüstige und große Hunde gelten als anfälliger für eine Magendrehung, die plötzlich auftreten kann und tierärztlich rasch abgeklärt werden sollte.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie angepasstes Fütterungsmanagement können das Risiko möglicherweise senken.

Progressive Retinaatrophie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Einige Linien können ein erhöhtes Risiko für erbliche Netzhauterkrankungen aufweisen, die das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen können.

Prävention: Zuchttiere augenärztlich untersuchen lassen und regelmäßige Augenchecks einplanen, besonders bei familiärer Vorbelastung.

Entropium

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Hunden können einwärts rollende Lider vorkommen, die zu Reizungen der Augenoberfläche führen können.

Prävention: Auf reizfreie Augenpartien achten und bei wiederkehrendem Tränenfluss oder Lidreizungen eine tierärztliche Kontrolle veranlassen.

Hypothyreose

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen großen Hunderassen wird ein mögliches Risiko für Schilddrüsenunterfunktion beschrieben, die sich schleichend entwickeln kann.

Prävention: Regelmäßige Gesundheitskontrollen und Beachtung von Veränderungen bei Gewicht, Hautbild oder Aktivitätsniveau.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Magen Darm Belastung nach großen Mahlzeiten
  • Augen und Schilddrüsenwerte bei Bedarf oder bei passenden Veränderungen tierärztlich überprüfen lassen.
  • Bei großen Mahlzeiten und intensiver Bewegung rund um die Fütterung auf ein gut strukturiertes Tagesmanagement achten.
  • Das Körpergewicht konsequent im empfohlenen Bereich halten, um Gelenke und Kreislauf zu entlasten.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen im Wachstum und bei Auffälligkeiten im Gangbild einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Great Japanese Dog ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Great Japanese Dog ist ein großer, kräftiger Hund, bei dem Behandlungen und Operationen durch Körpergröße, Narkoseaufwand und Nachsorge kostenintensiver ausfallen können. Bei großen Rassen können orthopädische Probleme, Gelenkerkrankungen oder Magen-Darm-Notfälle zu höheren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann zusätzlich bei Diagnostik, Medikamenten und laufenden Behandlungen entlasten, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen relevant sein kann.

  • Akute Notfälle wie Magen-Darm-Komplikationen können kurzfristig hohe Kosten auslösen.
  • Bei großen Hunderassen können Gelenk- und Bewegungsapparatprobleme auftreten, die Diagnostik und Behandlungskosten verursachen.
  • Die große Körpermasse kann Operationen, Narkosen und stationäre Aufenthalte verteuern.
  • Ein Vollschutz kann neben Operationen auch bildgebende Diagnostik, Medikamente und Nachbehandlungen abdecken.
  • Akute Magen-Darm-Notfälle können eine sofortige Diagnostik und Operation erforderlich machen.
  • Chronische Beschwerden des Bewegungsapparats können wiederkehrende Ausgaben für Medikamente, Kontrollen und Physiotherapie nach sich ziehen.
  • Größere operative Eingriffe sind bei schweren Hunden oft mit höheren Narkose- und Nachsorgekosten verbunden.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können langfristige Behandlungskosten verursachen.
  • Auf ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Klinikaufenthalt und Nachsorge achten.
  • Darauf achten, ob auch Behandlungen bei rassetypisch möglichen Gelenk- und Magenproblemen mitversichert sind.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT kann bei orthopädischen Abklärungen sinnvoll sein.
  • Selbstbeteiligung und Leistungsgrenzen so wählen, dass auch höhere Einzelkosten bei großen Hunden tragbar bleiben.
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