Hund im Rasseprofil

Field Spaniel

Der Field Spaniel ist ein mittelgroßer, eleganter Jagdhund aus Großbritannien, der ursprünglich für die Arbeit im Feld gezüchtet wurde. Er verbindet Ausdauer, gute Nase und Arbeitsfreude mit einem freundlichen, sensiblen Wesen.

AnhänglichArbeitsfreudigAufmerksamAusgeglichenFreundlichSensibel
Ein Field Spaniel sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während die Sonne durch das Fenster scheint.
Der Field Spaniel genießt eine sichere Autofahrt, während sein Besitzer verantwortungsbewusst fährt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

43-46 cm

Gewicht

18-25 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Glatthaarig

Farben

Schwarz, Leberbraun, Roan, Loh

FCI-Gruppe

Gruppe 8

FCI-Standard

Nr. 123

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Field Spaniel

Ein aktiver Field Spaniel springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und fördert Bewegung und Koordination.
Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Field Spaniel auf einer Decke daneben liegt.
Die Szene zeigt die finanzielle Seite eines Tierarztbesuchs in einem ruhigen, alltäglichen Wohnumfeld.
Ein älterer Field Spaniel Hund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Hund und sein Besitzer genießen einen ruhigen Moment der Zuneigung in ihrem Zuhause.

Charakter

Der Field Spaniel ist ein freundlicher, sensibler und arbeitsfreudiger Hund mit ausgeglichenem Wesen. Er gilt oft als anhänglich gegenüber seiner Familie, zeigt draußen jedoch spanieltypisch Aufmerksamkeit für Spuren und Bewegungsreize. Mit liebevoller, konsequenter Erziehung entwickelt er sich meist zu einem angenehmen Begleit- und Familienhund.

AnhänglichArbeitsfreudigAufmerksamAusgeglichenFreundlichSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

In der Regel gut erziehbar, wenn Training freundlich, klar und konsequent aufgebaut wird. Der Field Spaniel lernt meist gern mit seinem Menschen zusammen, kann bei Druck oder Unruhe aber sensibel reagieren. Eine frühe Sozialisierung und verlässliche Regeln fördern seine Alltagstauglichkeit deutlich.

Wachtrieb

Ein moderater Wachtrieb ist möglich, ohne dass die Rasse typischerweise als ausgeprägter Wachhund gilt. Oft meldet sie Auffälligkeiten, bleibt dabei aber eher freundlich als scharf.

Jagdtrieb

Als Spaniel bringt der Field Spaniel jagdliche Anlagen mit. Je nach Individuum kann er Interesse an Wildgerüchen, Vögeln oder flüchtenden Tieren zeigen. Ein zuverlässiger Rückruf und kontrolliertes Training sind deshalb wichtig.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Der Field Spaniel ist meist menschenbezogen und eignet sich nicht gut für lange, regelmäßige Zeiten ohne Kontakt. Kurzes bis moderates Alleinbleiben kann mit Training möglich sein, ist aber individuell verschieden.

Die Rasse braucht engen Familienanschluss, regelmäßige Beschäftigung und ausreichend Bewegung. Aufgrund ihrer Sensibilität reagiert sie oft besser auf ruhige, faire Führung als auf harte Korrekturen. Individuelle Unterschiede in Temperament, Jagdtrieb und Belastbarkeit sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Ja, häufig gut als Familienhund geeignet, wenn er ausreichend Bewegung, Beschäftigung und enge Einbindung in den Alltag erhält. Mit respektvollem Umgang und klaren Regeln kommt er oft auch mit Kindern gut zurecht. Ob er in eine konkrete Familie passt, hängt aber von Auslastung, Erziehung und individuellem Temperament ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Anfänger können mit der Rasse zurechtkommen, wenn sie Zeit für Erziehung, Rückruftraining, Fellpflege und artgerechte Beschäftigung mitbringen. Für völlig unerfahrene Halter kann der jagdliche Einschlag und die sensible Art herausfordernd sein, weshalb Unterstützung durch Hundeschule sinnvoll ist.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist mittel bis höher. Tägliche Spaziergänge, Nasenarbeit, Suchspiele und abwechslungsreiche Beschäftigung kommen der Rasse meist sehr entgegen. Reine Kurzrunden ohne geistige Auslastung reichen auf Dauer oft nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig. Bei warmem Wetter sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Das Fell und die Aktivitätsfreude können dazu führen, dass der Hund sich bei Hitze schneller belastet.

Kälteverträglichkeit

Relativ ordentlich, vor allem bei normaler Bewegung. Nässe und Kälte über längere Zeit können dennoch unangenehm sein, daher sollte auf Witterung und individuelles Empfinden geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut reisetauglich. Wichtig sind ausreichend Pausen, gesicherter Transport und die Möglichkeit, sich unterwegs zu lösen und zu entspannen. Sehr lange oder hektische Reisen können je nach Hund belastend sein.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugewandt und familienbezogen. Gegenüber Fremden oft zunächst etwas reserviert oder abwartend, aber normalerweise nicht grundlos aggressiv. Gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres Auftreten.

Kinder

Häufig gut verträglich mit verständigen Kindern, besonders wenn diese den Hund respektvoll behandeln. Wegen seiner Sensibilität sind ruhiger Umgang und Rückzugsmöglichkeiten wichtig. Die Eignung hängt immer auch vom einzelnen Hund und vom Familienalltag ab.

Andere Hunde

Oft sozial und gut verträglich mit anderen Hunden, insbesondere bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall können Unsicherheit, Aufregung oder jagdliche Erregung das Verhalten beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Ohren, Brust, Bauch und Läufen entwirren
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • Pfoten und Zwischenzehenbereiche sauber halten
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Besonders die Befederung sollte nach Spaziergängen auf Schmutz und kleine Knoten geprüft werden.
  • Das mittellange, dichte Fell neigt ohne regelmäßiges Bürsten zu Verfilzungen.
  • Hängende Ohren sollten konsequent kontrolliert werden, damit sie trocken und sauber bleiben.
  • Zu häufiges Baden kann die Fellstruktur und die Hautbarriere beeinträchtigen.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKamm mit rotierenden ZinkenKrallenzangeOhrenreiniger für HundeSlicker Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, dem Aktivitätsniveau angepasste Fütterung achten. Der Field Spaniel ist ein mittelgroßer, aktiver Hund und sollte weder über- noch unterversorgt werden. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und das Körpergewicht regelmäßig kontrollieren. Futtermenge an Alter, Gewicht und Bewegung anpassen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1090 kcal
18 kgInaktiv780 kcal
18 kgNormal930 kcal
22 kgAktiv1260 kcal
22 kgInaktiv900 kcal
22 kgNormal1070 kcal
25 kgAktiv1410 kcal
25 kgInaktiv1010 kcal
25 kgNormal1200 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Dummyarbeit
  • Grundgehorsam und Tricktraining
  • Lange abwechslungsreiche Spaziergänge
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

AgilityDummytrainingFährtenarbeitMantrailingObedience

Geschichte des Field Spaniels

Der Field Spaniel entstand im Vereinigten Königreich aus verschiedenen Landspaniel-Schlägen. Im 19. Jahrhundert wurde er als eleganter, einfarbiger Spaniel für die Arbeit im Feld und zugleich für Ausstellungen gezüchtet. Zeitweise führten züchterische Übertreibungen zu einem weniger funktionalen Typ, was die praktische Jagdverwendung beeinträchtigte.

Im frühen 20. Jahrhundert bemühte man sich um eine Rückkehr zu einem leistungsfähigeren, ausgewogeneren Hund. Dabei beeinflussten andere Spaniel-Linien die weitere Entwicklung. Heute gilt der Field Spaniel als seltene, aber anerkannte Rasse, die vor allem für ihr freundliches Wesen, ihre Arbeitsfreude und ihr edles Erscheinungsbild geschätzt wird.

  1. 1892

    Der Field Spaniel wurde im Vereinigten Königreich als eigene Spaniel-Variante im Ausstellungswesen anerkannt.

  2. 1954

    Die FCI erkannte den Field Spaniel offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Field Spaniel gilt insgesamt als robuste Hunderasse, kann jedoch mit einigen rassetypischen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Aufmerksamkeit gilt vor allem Augen, Gelenken, Schilddrüse und Ohren. Durch den mittelgroßen Körperbau, die langen Hängeohren und eine teils vorhandene genetische Vorbelastung sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich, wenn auf Gewicht, Bewegung, Fell- und Ohrenpflege sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen geachtet wird.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Veränderungen der Hüftgelenke bestehen, was sich je nach Ausprägung auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken kann.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Ellbogen können bei mittelgroßen aktiven Hunden rassetypische Risiken auftreten, die zu Einschränkungen im Bewegungsapparat führen können.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, angepasstes Bewegungsmanagement und Gewichtskontrolle unterstützen die Vorsorge.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Es besteht bei einigen Linien ein mögliches Risiko für erbliche Augenerkrankungen, die das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen können.

Prävention: Augenuntersuchungen im Zucht- und Vorsorgekontext sowie genetisch orientierte Zuchtauswahl sind sinnvoll.

Katarakt

MittelGenetisches Risiko: Ja

Trübungen der Linse zählen zu den möglichen rassetypischen Augenproblemen und können die Sehschärfe unterschiedlich stark beeinflussen.

Prävention: Regelmäßige Augenchecks und Beachtung familiärer Vorbelastungen können zur frühen Erkennung beitragen.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch die langen Hängeohren kann ein erhöhtes Risiko für Reizungen und Entzündungen des äußeren Gehörgangs bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und auf gute Belüftung sowie schonende Reinigung achten.

Hypothyreose

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Field Spaniels wird ein mögliches Risiko für Schilddrüsenunterfunktion beschrieben, das sich unspezifisch auf Stoffwechsel und Allgemeinbefinden auswirken kann.

Prävention: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Beobachtung von Fell, Gewicht und Aktivitätsniveau können hilfreich sein.

  • Augen
  • Gelenke
  • Gewicht
  • Ohren
  • Augenuntersuchungen in passenden Vorsorgeintervallen helfen, rassetypische Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.
  • Bei Auffälligkeiten an Fell, Haut, Gewicht oder Aktivität kann eine Abklärung der Schilddrüsenwerte in Betracht gezogen werden.
  • Die Ohren sollten regelmäßig tierärztlich mitbeurteilt werden, besonders bei wiederkehrender Feuchtigkeit, Geruch oder vermehrtem Kopfschütteln.
  • Gewichtsmanagement und eine an Alter sowie Aktivitätsniveau angepasste Bewegung unterstützen die allgemeine Gesundheit.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen können sinnvoll sein, insbesondere im Wachstum und bei Veränderungen im Bewegungsablauf.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Field Spaniel kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Field Spaniel ist ein mittelgroßer, aktiver Hund mit regelmäßigem Bewegungsbedarf und möglicher Belastung von Gelenken und Bewegungsapparat. Bei dieser Rasse können zudem rassetypische Untersuchungen, Behandlungen oder operative Eingriffe relevant werden, etwa bei orthopädischen oder augenbezogenen Problemen. Da sowohl unerwartete Operationen als auch fortlaufende Diagnostik und Behandlungen Kosten verursachen können, ist je nach gewünschtem Leistungsumfang ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung eine naheliegende Absicherungsform.

  • Bei Spaniel-Rassen können Augenprobleme auftreten, die Diagnostik, regelmäßige Kontrollen oder Eingriffe nach sich ziehen können.
  • Mittelgroße, aktive Hunde können durch Bewegung und Belastung häufiger wegen Verletzungen oder orthopädischer Beschwerden tierärztlich behandelt werden.
  • Ohrenprobleme sind bei Hunden mit hängenden Ohren nicht ungewöhnlich und können wiederkehrende Behandlungen verursachen.
  • Operationen, bildgebende Diagnostik und Nachsorge können auch bei mittelgroßen Hunden schnell höhere Kosten erreichen.
  • Augenerkrankungen können Spezialdiagnostik, regelmäßige Kontrollen oder chirurgische Maßnahmen verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden oder Verletzungen des Bewegungsapparats können Untersuchungen, Medikamente, Physiotherapie oder operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Unfallbedingte Operationen und die dazugehörige Nachsorge können auch bei ansonsten gesunden, aktiven Hunden kostenintensiv sein.
  • Wiederkehrende Ohrentzündungen können durch Untersuchungen, Medikamente und Verlaufskontrollen laufende Kosten auslösen.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Begrenzungen bei rassetypischen Erkrankungen zu achten, kann bei der Tarifwahl hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit Kostenübernahme für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachbehandlung kann für diese Rasse passend sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder augenbezogene Untersuchungen berücksichtigt.
  • Wer neben OP-Kosten auch wiederkehrende Behandlungen absichern möchte, kann einen Vollschutz mit Leistungen für ambulante und stationäre Behandlungen prüfen.
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Kategorien & Schlagwörter

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