Hund im Rasseprofil

Ellenikos Ichnilatis

Der Ellenikos Ichnilatis ist ein griechischer Laufhund, der vor allem für die Spurarbeit auf schwierigem Gelände gezüchtet wurde. Die Rasse gilt als ausdauernd, arbeitsfreudig und ist außerhalb ihres Herkunftslandes nur selten anzutreffen.

AufmerksamAusdauerndJagdmotiviertLebhaftLoyalSelbstständig
Ein Ellenikos Ichnilatis Hund sitzt gesichert auf der Rückbank eines Autos, während die Sonne durch das Fenster scheint.
Ein verantwortungsvoller Hundebesitzer sorgt dafür, dass sein Hund während der Autofahrt sicher angeschnallt ist.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Griechenland

Größe

Mittel

Schulterhöhe

47-55 cm

Gewicht

17-20 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Schwarz, Loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 214

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Ellenikos Ichnilatis

Ein Hundebesitzer arbeitet am Laptop auf dem Sofa neben einem Ellenikos Ichnilatis Hund, während er einen Versicherungsvergleich durchführt.
Ein entspannter Hundebesitzer trifft wichtige Entscheidungen für die Gesundheit seines Hundes.
Ein lebendiger Ellenikos Ichnilatis Hund rennt über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein aktiver Tag im Park mit einem fröhlichen Ellenikos Ichnilatis Hund und seinem Besitzer.
Ein Ellenikos Ichnilatis Hund sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und Laptop.
Ein Hund und sein Besitzer analysieren wichtige Versicherungsunterlagen zur Tiergesundheit.

Charakter

Der Ellenikos Ichnilatis ist ein ausdauernder, lebhafter und selbstständig arbeitender Laufhund mit deutlichem Jagdtrieb. Im Alltag zeigt er sich oft aufmerksam, bewegungsfreudig und gegenüber seiner Bezugsperson loyal, braucht aber eine konsequente, faire Führung sowie viel sinnvolle Auslastung.

AufmerksamAusdauerndJagdmotiviertLebhaftLoyalSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber oft eigenständig und bei spannenden Gerüchen leicht ablenkbar. Die Erziehung gelingt in der Regel besser mit ruhiger Konsequenz, klaren Regeln und positiver Verstärkung als mit Härte. Rückruf und Impulskontrolle benötigen wegen des jagdlichen Hintergrunds meist besonders viel Training.

Wachtrieb

Vorhandene Wachsamkeit ist oft gegeben, jedoch steht bei der Rasse typischerweise nicht der Schutzdienst, sondern die jagdliche Arbeit im Vordergrund. Sie kann Ungewöhnliches zuverlässig anzeigen, ist aber nicht automatisch ein klassischer Schutzhund.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Der Ellenikos Ichnilatis wurde für die Spur und Jagdarbeit gezüchtet, daher ist mit starkem Interesse an Wildgerüchen und bewegten Reizen zu rechnen. Freilauf ist vielerorts nur nach sehr gutem Training und in geeigneter Umgebung realistisch.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet, wenn es nicht schrittweise aufgebaut wird. Ein unausgelasteter oder unterforderter Hund dieser Rasse kann beim Alleinbleiben eher zu Lautäußerungen, Unruhe oder unerwünschtem Verhalten neigen.

Als ursprünglicher Jagdhund ist die Rasse meist weniger auf ständige enge Orientierung am Menschen gezüchtet als viele klassische Begleit- oder Familienhunde. Freundliches Wesen ist möglich, dennoch hängen Alltagstauglichkeit, Familienanschluss und Verträglichkeit stark von individueller Veranlagung, Sozialisation, Haltung und Auslastung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Mit guter Auslastung, früher Sozialisation und passendem Umfeld kann die Rasse in manchen Familien funktionieren. Sie ist jedoch meist nicht die naheliegendste Wahl für einen unkomplizierten Familienhund, da ihr Bewegungsdrang, ihre Eigenständigkeit und ihr Jagdtrieb im Alltag viel Management verlangen. Für sehr aktive, hundeerfahrene Haushalte oft eher geeignet als für ruhige Familien mit wenig Zeit.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht ideal für Anfänger. Die Rasse verlangt meist Erfahrung im Umgang mit jagdlich motivierten, eigenständig arbeitenden Hunden, besonders bei Rückruf, Leinenführigkeit, Auslastung und Reizkontrolle. Engagierte Einsteiger mit professioneller Unterstützung können es schaffen, sollten den Anspruch aber nicht unterschätzen.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Ellenikos Ichnilatis braucht täglich viel Bewegung sowie mentale Beschäftigung, etwa Nasenarbeit, kontrollierte Suchaufgaben und ausgedehnte Spaziergänge. Reine kurze Gassirunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher gut bis mittel, vor allem wegen des kurzen Fells und der Herkunft aus wärmerem Klima. Dennoch muss intensive Aktivität bei Sommerhitze angepasst werden, da auch robuste Hunde überhitzen können.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kurzes Fell und schlanker, arbeitsbetonter Körperbau können bei Kälte und Nässe Grenzen setzen. Längere ruhige Aufenthalte in kaltem Wetter sind oft weniger angenehm als aktive Bewegung.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung und ausreichender Bewegung vor der Reise meist ordentlich, aber nicht automatisch unkompliziert. Geräusche, Enge, Wartezeiten und mangelnde Auslastung können bei aktiven Jagdhunden Stress fördern.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Oft aufmerksam und gegenüber vertrauten Menschen loyal, Fremden gegenüber teils reserviert bis sachlich. Eine gute Sozialisation fördert ein sicheres Auftreten im Alltag.

Kinder

Kann mit respektvollen, hundeerfahren angeleiteten Kindern auskommen. Wegen Temperament, Bellfreude und möglicher Jagd- bzw. Reizorientierung sollte das Zusammenleben gut begleitet und nicht als selbstverständlich angesehen werden.

Andere Hunde

Häufig solide bis ordentlich verträglich, besonders wenn früh sozialisiert. Individuell sind aber Konkurrenzverhalten, jagdliche Erregung oder lautstarke Kommunikation möglich, weshalb Begegnungen und Mehrhundehaltung vom Einzelfall abhängen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzschicht der Haut erhalten bleibt.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Verschmutzungen und Feuchtigkeit geprüft werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Als mittelgroßer bis großer, ausdauernder Laufhund profitiert der Ellenikos Ichnilatis von einer ausgewogenen, proteinreichen Ernährung in bedarfsgerechten Portionen. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Alter und tägliche Bewegung angepasst werden. Bei höherer Aktivität kann der Energiebedarf deutlich steigen. Eine gleichmäßige Fütterungsroutine und stets frisches Wasser sind sinnvoll.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
17 kgAktiv1100 kcal
17 kgInaktiv700 kcal
17 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1350 kcal
22 kgInaktiv850 kcal
22 kgNormal1100 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierübungen
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • lange Wanderungen
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingWandern

Geschichte des Ellenikos Ichnilatis

Der Ellenikos Ichnilatis ist ein traditioneller griechischer Laufhund, der für die Jagd über steiniges und bergiges Gelände entwickelt wurde. Er wurde besonders für seine feine Nase, seine Ausdauer und seine Fähigkeit geschätzt, Spuren selbst unter schwierigen Bedingungen sicher zu verfolgen.

Die Rasse steht in der langen jagdlichen Hundetradition Griechenlands und wurde vor allem regional erhalten. International blieb sie vergleichsweise wenig verbreitet. Eine offizielle kynologische Anerkennung erfolgte durch die FCI im 20. Jahrhundert, wodurch der Rassestandard auf internationaler Ebene festgehalten wurde.

  1. In Griechenland entwickelt sich ein einheimischer Laufhundtyp für die Jagd in bergigem und felsigem Gelände.

  2. Die Rasse wird vor allem regional als spur- und jagdsicherer Hund erhalten und genutzt.

  3. 1996

    Die FCI erkennt den Ellenikos Ichnilatis offiziell an und führt ihn unter Standard-Nummer 214.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Ellenikos Ichnilatis gilt als robuste, arbeitsfreudige Laufhundrasse mit insgesamt eher solider Konstitution. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiven Hunden können vor allem orthopädische Belastungen, Ohrprobleme bei häufiger Außenaktivität sowie allgemeine jagdhundtypische Beanspruchungen eine Rolle spielen. Die Datenlage zu rassespezifischen Erkrankungsschwerpunkten ist begrenzt, daher werden mögliche Risiken vorsichtig eingeordnet.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung, angepasster Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Der Gesundheitsverlauf wird vor allem durch Aktivitätsniveau, Gelenkbelastung, Parasitenprophylaxe und allgemeine Pflege beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei vielen mittelgroßen bis größeren Laufhunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind eine eingeschränkte Bewegungsfreude oder Veränderungen im Gangbild.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Zuchttieren auf orthopädische Untersuchungsergebnisse achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Hunden dieser Größe können auch die Ellbogengelenke empfindlich auf Fehlentwicklungen oder wiederholte Belastung reagieren. Das Risiko ist nicht für jeden Hund gleich ausgeprägt.

Prävention: Wachstumsphase nicht durch Überlastung belasten, angemessen füttern, Gewicht stabil halten und bei sportlich geführten Hunden auf saubere Belastungssteuerung achten.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit Hängeohren oder häufiger Aktivität in Feld und Gelände können äußere Ohrentzündungen begünstigt werden. Feuchtigkeit, Schmutz und kleine Reizungen spielen dabei häufig eine Rolle.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe und Unterholzbelastung trocknen, nur schonend reinigen und bei wiederkehrenden Reizungen tierärztlich abklären lassen.

Verletzungsbedingte Pfoten- und Krallenprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Als lauffreudiger Jagdhund kann die Rasse im Alltag oder bei intensiver Bewegung zu mechanischen Belastungen an Pfoten und Krallen neigen. Dabei handelt es sich eher um haltungs- und nutzungsbezogene Risiken.

Prävention: Pfoten nach längeren Läufen kontrollieren, Krallen passend kürzen, Ballen pflegen und auf geeignete Laufuntergründe achten.

Magen-Darm-Belastungen bei hoher Aktivität

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden können empfindliche Reaktionen des Verdauungssystems im Zusammenhang mit Fütterung, Belastung oder Stress auftreten. Dies ist kein spezifischer Nachweis für die Rasse, sondern ein mögliches allgemeines Risiko bei bewegungsfreudigen Hunden.

Prävention: Fütterung auf mehrere Portionen verteilen, starke Bewegung direkt vor und nach größeren Mahlzeiten begrenzen und Futterumstellungen schrittweise durchführen.

  • Gelenkbelastung bei intensiver Bewegung
  • Hitze
  • Ohren bei Feuchtigkeit und Schmutz
  • Parasitenbelastung bei Outdoor Aktivität
  • Bei hoher körperlicher Aktivität Fütterung, Regeneration und Flüssigkeitsaufnahme tierärztlich abgestimmt anpassen.
  • Bei jungen Hunden auf gelenkschonenden Belastungsaufbau achten und orthopädische Auffälligkeiten früh abklären lassen.
  • Eine konsequente Parasitenprophylaxe und Kontrolle von Haut, Pfoten und Fell nach Outdoor-Aktivitäten ist sinnvoll.
  • Ohren nach Aufenthalten im Gelände sowie nach Nässe kontrollieren und bei wiederkehrenden Reizungen frühzeitig tierärztlich beurteilen lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Körpergewicht und allgemeine Leistungsfähigkeit einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Ellenikos Ichnilatis kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Ellenikos Ichnilatis ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Laufhund mit hoher Bewegungsfreude. Bei solchen Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Biss- oder Unfallfolgen sowie operative Eingriffe im Alltag und bei intensiver Auslastung relevant werden. Da zusätzlich auch diagnostische Maßnahmen, Behandlungen nach Verletzungen und mögliche Erkrankungen im Lauf des Lebens Kosten verursachen können, ist ein Vollschutz oft eine solide Option. Wenn die laufenden Beiträge begrenzt werden sollen, kann zumindest eine OP-Versicherung helfen, hohe Einmalkosten abzufedern.

  • Auch bei insgesamt robuster Konstitution können akute Erkrankungen oder Notfälle unerwartete Behandlungskosten auslösen.
  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Abklärungen und mögliche Operationen mit höheren Tierarztkosten verbunden sein.
  • Das aktive Lauf- und Jagdhundprofil kann das Risiko für Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Sehnen und Gelenken erhöhen.
  • Unfälle im Gelände oder bei hoher Aktivität können bildgebende Diagnostik, Wundversorgung oder chirurgische Eingriffe erforderlich machen.
  • Bissverletzungen oder Fremdkörperverletzungen können akute Notfallbehandlungen mit höherem Kostenaufwand verursachen.
  • Erkrankungen oder Überlastungen des Bewegungsapparats können orthopädische Untersuchungen und längere Behandlungsverläufe nach sich ziehen.
  • Operationen unter Narkose einschließlich Voruntersuchung und Nachsorge können schnell zu hohen Einmalkosten führen.
  • Unfallbedingte Verletzungen im Gelände können zu Kosten für Untersuchung, Wundversorgung, Diagnostik und gegebenenfalls Operation führen.
  • Auf Leistungen für Nachbehandlungen, Schmerztherapie und Rehabilitation nach Verletzungen oder Eingriffen sollte geachtet werden.
  • Bei Wahl eines Vollschutzes kann ein Tarif sinnvoll sein, der auch allgemeine Behandlungen und Diagnostik bei Erkrankungen abdeckt.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkosekosten kann bei aktiven Hunden besonders relevant sein.
  • Eine passende Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag an das verfügbare Budget anzupassen.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall vor einer Operation berücksichtigt.
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