Hund im Rasseprofil

Drever

Der Drever ist ein kurzläufiger schwedischer Laufhund, der vor allem für die Jagd auf Reh, Hase und Fuchs gezüchtet wurde. Er gilt als ausdauernd, führig und jagdlich passioniert.

AufmerksamAusdauerndFreundlichMutigSelbstständigSpurwillig
Ein ruhiger Drever Hund sitzt neben seinem Besitzer am Küchentisch, während sie Versicherungsunterlagen durchsehen.
Ein Drever zeigt, wie entspannend es sein kann, seine Tiergesundheit zu planen.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Klein

Schulterhöhe

30-38 cm

Gewicht

14-16 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Mehrfarbig, Loh, Rotgelb, Schwarz, Weiss, Braun

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 130

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Drever

Ein aktiver Drever Hund springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Ein Drever trainiert gemeinsam mit seinem Besitzer auf dem Hundeplatz – Bewegung, Freude und kontrolliertes Training in sonniger Atmosphäre.
Ein älterer Drever Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Mensch und Hund in einem gemütlichen Zuhause.
Ein Drever Hund mit einem leichten Verband an der Pfote liegt entspannt auf einer Decke, während sein Besitzer beruhigend an seiner Seite sitzt.
Ein fürsorglicher Moment zwischen Mensch und Hund in einer hellen Wohnung.

Charakter

Der Drever ist ein ausdauernder, selbstständiger und freundlicher Laufhund mit starkem Jagdtrieb. Im Alltag zeigt er sich oft robust, aufmerksam und menschenbezogen, benötigt aber eine konsequente Erziehung sowie ausreichend Beschäftigung, damit er ausgeglichen bleibt.

AufmerksamAusdauerndFreundlichMutigSelbstständigSpurwillig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Drever ist lernfähig, arbeitet aber nicht immer gefällig, sondern oft eigenständig und mit jagdlicher Motivation. Klare Regeln, Geduld, Konsequenz und abwechslungsreiches Training fördern die Zusammenarbeit deutlich besser als Härte oder monotone Übungen.

Wachtrieb

Ein klassischer Wachhund ist der Drever nicht, er meldet jedoch häufig aufmerksam ungewohnte Geräusche oder Besucher. Seine Wachsamkeit ist vorhanden, steht aber meist hinter Jagdpassion und Spürwillen zurück.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist bei dieser Rasse deutlich ausgeprägt. Der Drever wurde für die Spurarbeit und Jagd gezüchtet, weshalb Wildgerüche und Bewegung starke Reize darstellen können. Ein verlässlicher Rückruf erfordert meist viel Training und bleibt situationsabhängig.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte schrittweise aufgebaut werden. Ein gut ausgelasteter Drever kann begrenzte Zeit alleine bleiben, doch Unterforderung, Langeweile oder fehlendes Training können Lautäußerungen und Unruhe begünstigen.

Als jagdlich geprägte Hunderasse bringt der Drever viel Eigenständigkeit, Spurwillen und Ausdauer mit. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Auslastung, Haltung, Erziehung und dem individuellen Temperament ab. Ohne passende Beschäftigung kann er zum Stöbern, Verfolgen von Spuren und vermehrtem Lautgeben neigen.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klarer Erziehung und jagdhundgerechter Beschäftigung kann der Drever ein freundlicher Familienhund sein. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für regelmäßige Aktivität ist er oft weniger passend. Die individuelle Eignung hängt stark davon ab, wie gut mit Jagdtrieb, Bellfreude und Bewegungsbedarf umgegangen wird.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Anfänger können mit einem Drever zurechtkommen, wenn sie sich intensiv mit Jagdhundverhalten, Rückruftraining und Beschäftigung befassen und idealerweise Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer nutzen. Für Menschen, die einen besonders leichtführigen und unkomplizierten Hund suchen, ist die Rasse meist eher anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Der Drever braucht regelmäßige, aktive Bewegung sowie geistige Auslastung, etwa Nasenarbeit, Suchspiele und ausgedehnte Spaziergänge. Reine Kurzrunden reichen ihm in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Hunde sich sonst leicht überlasten können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Der Drever ist insgesamt robust und kommt mit kühlerem Wetter meist ordentlich zurecht, solange Belastung, Nässe und individuelle Empfindlichkeit berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich. Wichtig sind ausreichend Pausen, sichere Unterbringung und die Berücksichtigung seiner Unruhe bei Wildreizen oder ungewohnten Umgebungen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Menschen ist der Drever meist freundlich, offen oder zumindest neutral. Eine gute Sozialisierung fördert ein sicheres Auftreten gegenüber Besuchern und in neuen Situationen.

Kinder

Mit respektvollen Kindern kann der Drever gut zurechtkommen. Wie bei jeder Rasse sollten Begegnungen beaufsichtigt werden, besonders weil lebhafte Situationen seine Aufregung steigern können.

Andere Hunde

Oft ist der Drever mit anderen Hunden grundsätzlich verträglich, besonders bei guter Sozialisierung. Je nach Charakter, Aufregungslage und jagdlicher Erregung kann das Verhalten jedoch variieren.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaariges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrolliert werden.
  • Nach Ausflügen in Wald und Feld Fell und Haut auf Schmutz und Fremdkörper prüfen.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Fütterung mit passender Portionsgröße achten. Da der Drever ein kompakter, aktiver Laufhund ist, sollte die Energiezufuhr an Bewegung und Körpergewicht angepasst werden. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und auf eine schlanke Körperform achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
14 kgAktiv840 kcal
14 kgInaktiv520 kcal
14 kgNormal680 kcal
16 kgAktiv940 kcal
16 kgInaktiv580 kcal
16 kgNormal760 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele in moderatem Umfang
  • ausgedehnte Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Fährtenarbeit
  • intelligente Beschäftigung mit Futterspielen
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongierenMantrailingRally Obedience

Geschichte des Drevers

Der Drever entstand in Schweden aus kurzläufigen deutschen Bracken, insbesondere dem Westfälischen Dachsbrackentyp, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführt wurden. Ziel war ein ausdauernder, spurlauter Jagdhund mit niedriger Schulterhöhe, der sich gut für die schwedische Jagd auf Rehwild und anderes Niederwild eignete.

Im Laufe der Zucht entwickelte sich in Schweden ein eigener, einheitlicher Typ, der sich deutlich von den kontinentalen Vorfahren abhob. Der Drever wurde schließlich als eigenständige Rasse anerkannt und ist bis heute vor allem als spezialisierter Jagdhund bekannt. Außerhalb Skandinaviens ist er vergleichsweise selten.

  1. 1910

    Kurzläufige deutsche Bracken werden nach Schweden eingeführt und bilden die Grundlage der späteren Rasse.

  2. 1947

    Die Rasse erhält in Schweden den Namen Drever.

  3. 1953

    Der Drever wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Drever gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit meist guter allgemeiner Gesundheit. Wie bei kurzläufigen, langgestreckten Hunden können orthopädische Belastungen des Bewegungsapparats eine Rolle spielen. Zudem kommen bei Hängeohren vermehrt Ohrenprobleme als rassetypische Empfindlichkeit infrage. Bei bedarfsgerechter Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zeigt die Rasse häufig eine stabile gesundheitliche Konstitution.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich. Ein gesundes Körpergewicht, gelenkschonende Aktivität, Ohrpflege und regelmäßige tierärztliche Kontrollen können sich positiv auf die langfristige Gesundheit auswirken.

Bandscheibenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei langgestreckten, kurzläufigen Hunden können Rücken und Bandscheiben stärker belastet sein. Das Risiko kann sich insbesondere bei Übergewicht oder ungünstigen Belastungen erhöhen.

Prävention: Auf normales Körpergewicht achten, Sprünge aus größerer Höhe möglichst begrenzen, Muskulatur durch regelmäßige kontrollierte Bewegung fördern und bei Auffälligkeiten der Beweglichkeit früh tierärztlich abklären lassen.

Gelenkbelastungen der Gliedmaßen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Durch Körperbau und Nutzung als aktiver Laufhund können Gelenke und Bänder im Alltag stärker beansprucht werden. Das kann rassetypisch mit einer erhöhten orthopädischen Aufmerksamkeit verbunden sein.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, angepasstes Training, Vermeidung von Übergewicht und regelmäßige orthopädische Kontrollen bei Bedarf unterstützen die Vorsorge.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren können ein feuchteres, schlechter belüftetes Ohrmilieu begünstigen. Dadurch können Reizungen und Entzündungen im Ohrbereich häufiger auftreten.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und Veränderungen wie Geruch, Rötung oder vermehrtes Kopfschütteln tierärztlich prüfen lassen.

Übergewicht

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit kompaktem Körperbau kann zusätzliches Gewicht den Rücken und die Gelenke stärker belasten. Eine kontrollierte Körperkondition ist daher gesundheitlich besonders relevant.

Prävention: Futtermenge an Aktivität anpassen, Leckerli einrechnen, regelmäßig wiegen und auf ausreichende tägliche Bewegung achten.

  • Gelenkbelastung
  • Hitze
  • Ohren
  • Rückenbelastung
  • Bei Veränderungen von Gangbild, Sprungverhalten oder Rückenbeweglichkeit ist eine frühzeitige orthopädische Untersuchung sinnvoll.
  • Die Ohren sollten in passenden Abständen kontrolliert und bei Bedarf tierärztlich beurteilt werden, besonders nach Aufenthalt in Nässe oder dichter Vegetation.
  • Regelmäßige Gewichtskontrollen unterstützen die Entlastung von Rücken und Gelenken.
  • Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Zähne, Ohren und allgemeine Kondition sind für aktive Hunde dieser Rasse empfehlenswert.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Drever ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Drever ist ein kleiner bis mittelgroßer, ausdauernder Laufhund mit hoher Aktivität und robuster Grundkonstitution. Durch Bewegung im Gelände, Jagd- oder Sporteinsatz können Verletzungen an Pfoten, Gelenken oder im Bewegungsapparat sowie unfallbedingte Operationen vorkommen. Zusätzlich können im Laufe des Lebens rassetypisch wie bei vielen Hunden orthopädische, augenbezogene oder altersbedingte Beschwerden auftreten, die Diagnostik und Behandlungen verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch laufende Tierarztkosten für Untersuchungen, Medikamente und Nachsorge abfedern. Wenn der Beitrag im Vordergrund steht, kann eine OP-Versicherung eine reduzierte, aber gezielte Absicherung gegen größere Einmalkosten bieten.

  • Bei Augen-, Ohren- oder Hautproblemen können wiederkehrende Tierarztkosten entstehen.
  • Das aktive Lauf- und Bewegungsverhalten kann das Risiko für Verletzungen im Gelände erhöhen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei akuten Erkrankungen können auch bei kleineren Hunden kostspielig sein.
  • Orthopädische Beschwerden oder Gelenkprobleme können Diagnostik, Behandlung und Nachsorge erforderlich machen.
  • Akute Magen-Darm-Beschwerden, Infekte oder altersbedingte Erkrankungen können zusätzliche Tierarztkosten verursachen.
  • Augen- oder Ohrenprobleme können zu fortlaufenden Kosten für Diagnostik und Medikamente führen.
  • Kreuzband-, Gelenk- oder andere orthopädische Probleme können Untersuchungen, Operationen und Rehabilitation nach sich ziehen.
  • Verletzungen an Pfoten, Muskeln oder Weichteilen durch hohe Aktivität können wiederholte Behandlungen erfordern.
  • Bei aktiven Hunden kann auf eine ausreichende Kostenübernahme für Unfallfolgen und Notfallbehandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und bildgebende Diagnostik kann bei Verletzungen im Bewegungsapparat hilfreich sein.
  • Eine freie Tierarztwahl und transparente Regelungen zu Selbstbeteiligung und Jahreslimit können die Tarifauswahl erleichtern.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch Nachbehandlungen wie Schmerztherapie, Verbandswechsel und Physiotherapie berücksichtigt.
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