Hund im Rasseprofil

Drentsche Patrijshond

Der Drentsche Patrijshond ist ein niederländischer Vorstehhund aus der Provinz Drenthe. Er gilt als vielseitiger Jagdgebrauchshund und wird zugleich als anhänglicher, familienbezogener Begleithund geschätzt.

AnhänglichAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativSensibel
Ein Drentsche Patrijshond sitzt neben seinem Besitzer am Küchentisch, während Versicherungsunterlagen und ein Laptop mit Vergleichsinformationen auf dem Tisch liegen.
Der treue Begleiter sitzt entspannt am Tisch, wo wichtige Versicherungsunterlagen und ein Laptop bereitliegen.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Niederlande

Größe

Mittel

Schulterhöhe

55-63 cm

Gewicht

20-33 kg

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Glatthaar

Farben

Weiss, Braun, Weiss braun

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 224

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Drentsche Patrijshond

Ein Hundebesitzer sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein Drentsche Patrijshond entspannt auf einer Decke liegt – ein ruhiges Motiv rund um Hundekrankenversicherung und Tierarztkosten.
Das Bild zeigt eine typische Alltagssituation, in der Tierarztkosten und die finanzielle Absicherung für Hundebesitzer zusammenkommen.
Ein entspannter Drentsche Patrijshond sitzt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung und strahlt Glück aus.
Der Drentsche Patrijshond und sein Besitzer genießen eine harmonische Zeit in ihrem Zuhause.
Ein Drentsche Patrijshond sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Untersuchung: Der Drentsche Patrijshond wartet entspannt mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis.

Charakter

Der Drentsche Patrijshond ist ein freundlicher, anhänglicher und vielseitiger Jagdhund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt meist als sensibel, lernbereit und kooperativ, bringt aber zugleich Jagdpassion, Ausdauer und einen gewissen eigenständigen Arbeitswillen mit.

AnhänglichAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn ruhig, klar und konsequent gearbeitet wird. Der Drentsche Patrijshond reagiert häufig sensibel auf den Umgangston und lernt in positiver, verlässlicher Führung am besten. Aufgrund seiner jagdlichen Veranlagung kann er draußen ablenkbar sein, weshalb Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen früh aufgebaut werden sollten.

Wachtrieb

Vorhanden, aber in der Regel nicht übermäßig scharf. Die Rasse meldet Ungewöhnliches häufig aufmerksam, bleibt dabei jedoch meist sozial und ohne ausgeprägte Härte.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Als Vorstehhund bringt die Rasse in vielen Linien spürbare jagdliche Motivation, Nasenarbeit und Interesse an Wild mit. Das kann den Freilauf je nach individuellem Hund einschränken und erfordert zuverlässiges Training.

Alleinbleiben

Nur bedingt geeignet für langes Alleinbleiben. Der Drentsche Patrijshond ist oft menschenbezogen und fühlt sich wohler, wenn er eng am Familienleben teilnehmen kann. Kurze Zeiten lassen sich meist schrittweise aufbauen, längere tägliche Trennungszeiten passen oft weniger gut zur Rasse.

Die Rasse braucht sowohl körperliche Auslastung als auch regelmäßige geistige Beschäftigung. Ihre Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von konsequenter, freundlicher Erziehung, ausreichender Bewegung und sinnvoller Beschäftigung ab. Ein ausgeglichener Charakter ist wahrscheinlicher, wenn der Hund kontrolliert ausgelastet und eng in den Alltag eingebunden wird.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn der Hund ausreichend Bewegung, Beschäftigung und engen sozialen Anschluss erhält. Mit freundlichem Wesen und guter Bindungsbereitschaft kann er im Familienalltag angenehm sein. Entscheidend sind jedoch Management, frühe Sozialisation und ein passender Umgang mit seinem Jagdtrieb. Für sehr ruhige Haushalte ohne Zeit für aktive Auslastung ist er meist weniger passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt für engagierte Anfänger geeignet. Vorteilhaft sind seine Kooperationsbereitschaft und oft enge Bindung an Menschen. Gleichzeitig können Sensibilität, jagdliche Motivation und hoher Beschäftigungsbedarf unerfahrene Halter fordern. Gut geeignet ist die Rasse eher für Anfänger, die sich intensiv mit Erziehung, Rückruftraining und artgerechter Auslastung beschäftigen und Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer nutzen.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge, freie Bewegung in sicherem Rahmen sowie Nasenarbeit, Apportieraufgaben oder andere geistige Beschäftigung sind meist wichtig. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt und auf ausreichende Pausen sowie Wasser geachtet werden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das wetterfeste Fell bietet meist eine ordentliche Alltagstauglichkeit bei kühleren Temperaturen, wobei individuelle Unterschiede und Witterungsdauer zu beachten sind.

Reisetauglichkeit

Meist gut, wenn der Hund früh an Autofahrten, wechselnde Umgebungen und Ruhetraining gewöhnt wird. Aufgrund der engen Menschenbindung reist die Rasse oft gerne mit, braucht unterwegs aber Bewegung und klare Ruhephasen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

In der Regel freundlich, zugewandt und bindungsorientiert. Fremden gegenüber oft offen bis leicht zurückhaltend, aber meist ohne besondere Schärfe.

Kinder

Häufig gut verträglich mit Kindern, besonders bei guter Sozialisation und respektvollem Umgang. Wie bei jedem Hund sollten Begegnungen beaufsichtigt und Rückzugsmöglichkeiten gewährleistet werden.

Andere Hunde

Oft sozial und gut verträglich, insbesondere bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall können Temperament, Unsicherheit oder jagdliche Erregung das Verhalten beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Mittellanges, wetterfestes Fell mit regelmäßiger Bürstenpflege

Pflegeintervall

2-3 mal pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Beinen und Rute auf Verfilzungen kontrollieren
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen auf Schmutz und Fremdkörper prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das Fell sollte nicht zu stark gekürzt werden, damit seine wetterfeste Schutzfunktion erhalten bleibt.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Nässe oder Arbeit im Gelände kontrolliert werden.
  • Nach Einsätzen in Wald, Feld oder hohem Gras sollten Fell und Pfoten auf Kletten und kleine Verletzungen geprüft werden.
  • Während des Fellwechsels ist häufigeres Bürsten sinnvoll, um lose Haare zu entfernen.
Bürste mit mittleren BorstenHundezahnbürsteKammKrallenschereUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, hochwertige Hundenahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivität füttern. Als aktiver, mittelgroßer Jagd- und Familienhund profitiert die Rasse meist von einer bedarfsgerechten Energie- und Proteinversorgung. Futtermenge regelmäßig an Körperkondition, Bewegung und Lebensphase anpassen und Leckerlis in die Tagesration einrechnen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv900 kcal
20 kgNormal1100 kcal
28 kgAktiv1700 kcal
28 kgInaktiv1150 kcal
28 kgNormal1400 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamstraining mit wechselnden Aufgaben
  • Lange Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Suchspiele im Gelände
  • Wandern

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitMantrailingObedience

Geschichte des Drentsche Patrijshond

Der Drentsche Patrijshond stammt aus der niederländischen Provinz Drenthe und gehört zu den alten kontinentalen Vorstehhunden. Seine Vorfahren stehen vermutlich in Verbindung mit spanischen Vogelhunden, die über Handels- und Kriegswege in die Niederlande gelangten. In Drenthe entwickelte sich daraus ein vielseitiger Jagdhund, der vorstehen, apportieren und zugleich eng mit dem Menschen zusammenarbeiten sollte.

Anders als viele rein auf Spezialaufgaben gezüchtete Jagdhunde blieb der Drentsche Patrijshond lange ein Hund für unterschiedliche Arbeiten auf Hof und Jagd. Dadurch bewahrte er seinen Ruf als anpassungsfähiger, menschenbezogener Gebrauchshund. Im 20. Jahrhundert wurde die Rasse systematisch erfasst und züchterisch gefestigt. Heute ist sie offiziell anerkannt, außerhalb der Niederlande jedoch vergleichsweise selten.

  1. 1943

    Gründung des niederländischen Rasseclubs für den Drentsche Patrijshond.

  2. 1948

    Der niederländische Kennel Club erkannte die Rasse offiziell an.

  3. 1954

    Die Rasse wurde von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Drentsche Patrijshond gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse mit häufig guter allgemeiner Konstitution. Wie bei mittelgroßen bis größeren Jagdhunderassen können jedoch rassetypische Risiken im Bereich der Gelenke, Augen und Ohren vorkommen. Bei guter Zuchtselektion, angepasster Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist oft eine stabile gesundheitliche Entwicklung möglich.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Hund. Gesundheitsrelevant sind vor allem eine kontrollierte Aufzucht, regelmäßige orthopädische und augenbezogene Vorsorge sowie Aufmerksamkeit für Ohren und allgemeine Belastbarkeit.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Das kann sich auf Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Komfort im Alltag auswirken.

Prävention: Auf moderates Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter fördern und bei der Zuchtauswahl auf ausgewertete Elterntiere achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Ellbogen können bei aktiven, mittelgroßen Jagdhunden rassetypische Entwicklungsstörungen vorkommen. Sie können zu eingeschränkter Belastbarkeit führen.

Prävention: Wachstumsphase nicht überlasten, Körpergewicht im gesunden Bereich halten und bei der Zucht auf geeignete Vorsorgeuntersuchungen achten.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse werden vereinzelt erbliche oder altersbegünstigte Augenthemen diskutiert. Dazu können verschiedene Veränderungen gehören, die das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen, Zuchteinsatz nur mit unauffälligen Untersuchungsergebnissen und frühe tierärztliche Abklärung bei Veränderungen des Sehens oder der Augenoberfläche.

Ohrenentzündungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch hängende Ohren und aktive Nutzung im Freien kann eine erhöhte Neigung zu Reizungen oder Entzündungen des Gehörgangs bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Arbeit im Gelände trocken halten und Verschmutzungen schonend entfernen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Wie bei anderen tiefer gebauten, aktiven Hunden kann ein gewisses Risiko für eine Magendrehung bestehen. Dieses Risiko betrifft vor allem Fütterungsmanagement und Belastungssituationen.

Prävention: Größere Futtermengen auf mehrere Portionen verteilen, starke Belastung rund um die Fütterung vermeiden und individuelle Fütterungsroutine tierärztlich besprechen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Augen in regelmäßigen Abständen kontrollieren lassen, besonders bei Veränderungen des Sehens oder sichtbaren Auffälligkeiten.
  • Bei Zuchttieren und bei Auffälligkeiten orthopädische Untersuchungen der Hüften und Ellbogen tierärztlich besprechen.
  • Fütterung, Körpergewicht und Aktivitätsniveau so abstimmen, dass Gelenke und Verdauung möglichst gleichmäßig entlastet werden.
  • Hängeohren regelmäßig auf Feuchtigkeit, Rötung oder Verschmutzung prüfen und bei Bedarf tierärztlich reinigen oder behandeln lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Fokus auf Bewegungsapparat, Gewichtsentwicklung und allgemeine Belastbarkeit einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Drentsche Patrijshond kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Drentsche Patrijshond ist ein mittelgroßer, aktiver Jagd- und Familienhund. Durch das bewegungsfreudige Wesen können Verletzungen des Bewegungsapparats sowie unfallbedingte Behandlungen vorkommen. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe und Aktivität Operationen, Diagnostik und Nachsorge schnell höhere Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei kostspieligen chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Bei mittelgroßen Hunden können orthopädische Beschwerden und deren Abklärung spürbare Behandlungskosten verursachen.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkose und chirurgische Eingriffe können auch bei einzelnen Vorfällen kostenintensiv sein.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern und Pfoten erhöhen.
  • Ein umfassender Schutz kann bei wiederkehrenden Untersuchungen, Medikamenten und Nachsorge entlasten.
  • Kosten für Röntgen, Ultraschall oder weitere Diagnostik bei Lahmheit und unklaren Beschwerden
  • Nachsorgekosten mit Medikamenten, Kontrollterminen und gegebenenfalls Physiotherapie
  • Operationen nach Verletzungen durch Laufen, Springen oder aktive Auslastung
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Gelenk- oder Bewegungsproblemen
  • Auf einen Tarif mit ausreichender Erstattung für Operationen inklusive Narkose, bildgebender Diagnostik und stationärer Unterbringung achten.
  • Auf transparente Regelungen zu Wartezeiten, Selbstbeteiligung und Erstattungshöchstgrenzen achten.
  • Leistungen für orthopädische Behandlungen und Nachsorge wie Schmerztherapie oder Physiotherapie können sinnvoll sein.
  • Tarife mit möglichst wenigen Einschränkungen bei Diagnostik vor einer Operation können im Ernstfall vorteilhaft sein.
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