Hund im Rasseprofil

Ca de Bestiar

Der Ca de Bestiar, auch Majorca-Schäferhund genannt, ist eine ursprüngliche spanische Hüte- und Wachhunderasse von den Balearen. Er gilt als arbeitsfreudig, selbstständig und seinem engeren Bezugskreis gegenüber sehr loyal.

EigenständigLoyalReserviertSelbstbewusstTerritorialWachsam
Ein Ca de Bestiar Hund, sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, vermittelt Verantwortungsbewusstsein während der Fahrt.
Der Ca de Bestiar Hund genießt eine entspannte Autofahrt, während sein Besitzer verantwortungsvoll fährt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Spanien

Größe

Gross

Schulterhöhe

62-73 cm

Gewicht

30-45 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar

Farben

Schwarz

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 321

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Ca de Bestiar

Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Ca de Bestiar auf einer Decke liegt und die Hundekrankenversicherung im Alltag veranschaulicht.
Ruhige Alltagsszene mit Rechnung und entspanntem Hund als Symbol für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tierarztkosten.
Ein Ca de Bestiar Hund wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während sich sein Besitzer liebevoll um die Fellpflege kümmert.
Regelmäßige Fellpflege stärkt Gesundheit, Wohlbefinden und die Bindung zwischen Mensch und Hund.
Ein Ca de Bestiar Hund liegt entspannt auf einem Untersuchungstisch, während eine freundliche Tierärztin ihn mit einem Stethoskop untersucht und der besorgte Besitzer beruhigend danebensteht.
Ein ruhiger Ca de Bestiar Hund wird sorgfältig von einer Tierärztin untersucht.

Charakter

Der Ca de Bestiar ist ein sehr ursprünglicher, selbstbewusster und territorial veranlagter Hund mit ausgeprägtem Schutz- und Wachinstinkt. Er gilt als loyal gegenüber seinen Bezugspersonen, zeigt sich Fremden gegenüber jedoch oft reserviert und braucht eine klare, faire Führung sowie gute Sozialisierung.

EigenständigLoyalReserviertSelbstbewusstTerritorialWachsam
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Intelligent und lernfähig, aber oft eigenständig und nicht blind unterordnungsbereit. Er profitiert von klaren Regeln, ruhiger Konsequenz und früher Sozialisierung. Harte Methoden sind ungeeignet und können das Misstrauen verstärken.

Wachtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Der Ca de Bestiar neigt dazu, Territorium, Hof und Bezugspersonen aufmerksam zu bewachen und reagiert häufig früh auf Unbekanntes.

Jagdtrieb

Meist eher mittel ausgeprägt. Einzelne Linien oder Individuen können stärker auf Bewegungsreize reagieren, daher ist ein verlässlicher Rückruf wichtig.

Alleinbleiben

Kann mit behutsamem Training zeitweise alleine bleiben, ist aber aufgrund seiner Bindung und Wachsamkeit nicht automatisch entspannt, wenn viel rund ums Zuhause passiert.

Diese Rasse ist meist kein unkomplizierter Anfängerhund. Verhalten und Alltagstauglichkeit hängen stark von Zucht, Sozialisierung, Auslastung und konsequenter Erziehung ab. Aufgrund des ausgeprägten Wach- und Schutzverhaltens ist ein verantwortungsvoller Umgang besonders wichtig.

Alltag & Haltung

Familie

Nur bedingt als Familienhund geeignet. In sehr erfahrenen, strukturierten Haushalten kann er sich eng an seine Familie binden. Für lebhafte Familien mit häufigem Besuch, wenig Management oder wenig Hundeerfahrung ist er meist keine einfache Wahl.

Wohnung

Nein

Anfänger

In der Regel nicht für Anfänger geeignet. Die Rasse verlangt Erfahrung im Umgang mit selbstständigen, territorialen und wachsam veranlagten Hunden sowie konsequente Sozialisierung und Führung.

Bewegungsbedarf

Hoch. Benötigt regelmäßige körperliche Bewegung und sinnvolle geistige Auslastung. Neben Spaziergängen profitiert er von Aufgaben, die Konzentration, Kontrolle und Zusammenarbeit fördern.

Hitzeverträglichkeit

Gut bis sehr gut, besonders im Vergleich zu schwereren oder kurznasigen Rassen. Dennoch braucht auch er im Sommer Schatten, Wasser und angepasste Aktivität.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kühlere Temperaturen werden oft gut toleriert, bei Nässe, Wind und längerer Kälte hängt die Verträglichkeit jedoch von Felltyp, Konstitution und Aktivität ab.

Reisetauglichkeit

Bedingt. Mit früher Gewöhnung und guter Führung kann er reisen, reagiert aber teils sensibel auf ungewohnte Umgebungen, Enge, viele fremde Menschen oder stark frequentierte Orte.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen häufig sehr loyal und anhänglich, Fremden gegenüber oft deutlich reserviert bis misstrauisch. Eine gute Sozialisierung ist entscheidend, damit der Hund Situationen angemessen einordnen lernt.

Kinder

Mit standfesten, respektvollen Kindern aus dem eigenen Haushalt kann das Zusammenleben funktionieren, wenn der Hund gut erzogen und beaufsichtigt wird. Für unruhige, sehr junge oder hundeunerfahrene Kinder ist die Rasse oft nur eingeschränkt geeignet.

Andere Hunde

Nicht immer unkompliziert. Je nach Sozialisierung und individueller Veranlagung kann der Umgang mit fremden Hunden distanziert oder spannungsgeladen sein. Frühe positive Kontakte und umsichtiges Management sind wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Arbeit im Freien auf Verletzungen und Schmutz prüfen
  • Während des Fellwechsels häufiger lose Unterwolle entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei starker Verschmutzung, um Haut und Fellschutz nicht unnötig zu belasten.
  • Das dichte Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit lose Haare und Schmutz entfernt werden.
  • Im saisonalen Fellwechsel kann deutlich häufigeres Ausbürsten sinnvoll sein.
  • Nach langen Aufenthalten im Gelände sollten Pfoten, Haut und Fell auf Kletten, Parasiten und kleine Verletzungen kontrolliert werden.
HundezahnbürsteKammKrallenzangeStriegelUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Als großer, kräftiger und arbeitsfreudiger Hund profitiert der Ca de Bestiar von einer ausgewogenen, alters- und aktivitätsgerechten Ernährung mit angemessenem Energiegehalt. Die Futtermenge sollte an Bewegung, Körperzustand und Lebensphase angepasst werden. Eine gleichmäßige Gewichtskontrolle ist sinnvoll, da unnötiges Übergewicht die Belastung auf Gelenke erhöht. Die Tagesration kann auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
30 kgAktiv1820 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1540 kcal
38 kgAktiv2170 kcal
38 kgInaktiv1490 kcal
38 kgNormal1840 kcal
45 kgAktiv2450 kcal
45 kgInaktiv1680 kcal
45 kgNormal2070 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Denkaufgaben
  • Geländespaziergänge mit kontrollierter Auslastung
  • Lange, strukturierte Spaziergänge
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • Unterordnung und konsequentes Training
  • Wach- und Kontrollaufgaben in sinnvoller Form

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitMantrailingObedienceRally ObedienceTreibballZughundesport in moderater Form

Geschichte des Ca de Bestiar

Der Ca de Bestiar stammt von der Baleareninsel Mallorca und wurde dort traditionell als Hüte- und Wachhund eingesetzt. Seine Entwicklung erfolgte vor allem nach praktischen Arbeitsanforderungen der Viehhaltung, wodurch sich ein robuster, selbstständig arbeitender Hundetyp herausbildete.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts ging der Bestand zeitweise deutlich zurück. Später begann die organisierte Erhaltung der Rasse, und sie wurde schließlich auch kynologisch offiziell anerkannt. Bis heute gilt der Ca de Bestiar außerhalb seiner Herkunftsregion als vergleichsweise selten.

  1. Auf Mallorca entwickelt sich ein robuster Hüte- und Wachhundtyp für die Arbeit mit Nutztieren.

  2. 1970

    Die organisierte Erhaltungszucht der Rasse wird wieder aufgenommen.

  3. 1982

    Die FCI erkennt den Ca de Bestiar offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Ca de Bestiar gilt insgesamt als robuste und belastbare Hunderasse. Wie bei größeren, athletischen Hunden können jedoch orthopädische Probleme sowie einzelne erblich beeinflusste Erkrankungen vorkommen. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge sind für die langfristige Gesunderhaltung relevant.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Vorsorge wird die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich für einen großen Hund beschrieben.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für eine Fehlentwicklung der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich im Verlauf auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angepasstes Bewegungsmanagement, Vermeidung von Übergewicht und Zuchteinsatz möglichst nur mit orthopädisch untersuchten Elterntieren.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Ellenbogengelenk können bei größeren, aktiven Hunden entwicklungsbedingte Veränderungen auftreten. Diese gelten als mögliches orthopädisches Risiko.

Prävention: Schonende Aufzucht, bedarfsgerechte Ernährung, Vermeidung starker Überlastung im Wachstum und Auswahl verantwortungsvoller Zuchtlinien.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen größeren Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung diskutiert. Es handelt sich um ein mögliches rassetypisches Risiko, auf das Halter achten sollten.

Prävention: Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, nach dem Fressen Ruhe ermöglichen und hektische Belastung direkt rund um die Fütterung vermeiden.

Gelenkverschleiß im Alter

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei großen und arbeitsfreudigen Hunden kann im höheren Alter eine erhöhte Anfälligkeit für Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates bestehen.

Prävention: Gewicht im Normalbereich halten, regelmäßige gelenkschonende Bewegung fördern und Belastung an Alter sowie Kondition anpassen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Auf ein stabiles, schlankes Körpergewicht achten, um Gelenke und Herz-Kreislauf-System nicht unnötig zu belasten.
  • Bei tiefem Brustkorb kann es hilfreich sein, Fütterung und Aktivität so zu planen, dass rund um Mahlzeiten ausreichend Ruhe eingehalten wird.
  • Belastung im Junghundealter kontrolliert steigern und harte Sprung- oder Dauerbelastungen in der Wachstumsphase begrenzen.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorgeuntersuchungen sind besonders im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Ca de Bestiar kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Ca de Bestiar ist ein großer, kräftiger und meist aktiver Hund. Bei Hunden dieser Größe können orthopädische Probleme, Verletzungen durch Bewegung sowie altersbedingte Beschwerden zu höheren Behandlungskosten führen. Da Diagnostik, Operationen und Nachsorge bei großen Hunden oft kostenintensiv sind, kann eine umfassende Absicherung sinnvoll sein. Wenn laufende Behandlungskosten nicht vollständig abgesichert werden sollen, kann zumindest eine OP-Versicherung das finanzielle Risiko schwerer Eingriffe reduzieren.

  • Bei aktiven und robust gebauten Hunden können Verletzungen an Bändern, Muskeln oder Pfoten auftreten.
  • Die große Körpermasse kann das Risiko für Gelenk- und Bewegungsprobleme erhöhen.
  • Im höheren Alter können chronische Beschwerden entstehen, die wiederkehrende tierärztliche Behandlungen erfordern.
  • Operationen, bildgebende Diagnostik und Nachbehandlungen sind bei großen Hunden häufig mit höheren Kosten verbunden.
  • Altersbedingte Beschwerden können wiederkehrende Untersuchungen und längerfristige Behandlungen nach sich ziehen.
  • Bei größeren Hunden fallen Narkose, stationäre Betreuung und Medikamente oft höher aus als bei kleineren Rassen.
  • Orthopädische Erkrankungen oder Gelenkbeschwerden können Diagnostik, Medikamente, Physiotherapie oder operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Verletzungen durch hohe Aktivität können zu Kosten für Notfallbehandlung, OP und Nachsorge führen.
  • Bei großwüchsigen Hunden kann auf Leistungen für orthopädische Diagnostik und Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Je nach Nutzungs- und Aktivitätsprofil kann ein Tarif mit Schutz bei Verletzungen und Folgebehandlungen passend sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif ohne enge Begrenzung bei bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall sein.
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