Hund im Rasseprofil

Braque Francais Typ Pyrenees

Der Braque Francais Typ Pyrenees ist ein französischer Vorstehhund von leichterem, etwas kleinerem Schlag als der Typ Gascogne. Er gilt als ausdauernd, führig und jagdlich vielseitig.

ArbeitsfreudigFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Ein Hundebesitzer sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Braque Francais Typ Pyrenees auf einer Decke neben ihm liegt.
Ein ruhiger Moment am Tisch: Die Tierarztrechnung liegt bereit, während der Hund entspannt in der Wohnung bleibt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

47-58 cm

Gewicht

17-25 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss braun, Kastanienbraun weiss, Braun, Braun mit lohfarbenen abzeichen, Gesprenkelt

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 134

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Braque Francais Typ Pyrenees

Ein Braque Francais Typ Pyrenees wird in der hellen Wohnung sanft gebürstet und sorgfältig gepflegt.
Liebevolle Fellpflege gehört zur verantwortungsvollen Hundehaltung und unterstützt Wohlbefinden und Gesundheit.
Ein älterer Braque Francais Typ Pyrenees Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Der Braque Francais Typ Pyrenees genießt die Zuwendung seines Besitzers in einem gemütlichen Zuhause.
Ein Braque Francais Typ Pyrenees Hund sitzt entspannt neben seinem Besitzer am Küchentisch, auf dem Versicherungsunterlagen und ein Laptop liegen.
Verantwortungsvolle Hundebesitzer prüfen ihre Versicherungsoptionen am Küchentisch.

Charakter

Der Braque Francais Typ Pyrenees ist ein freundlicher, sensibler und arbeitsfreudiger Vorstehhund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt meist als angenehm im Umgang, zeigt im Alltag oft ein ausgeglichenes Wesen, benötigt aber regelmäßige geistige und körperliche Auslastung. Sein jagdliches Erbe prägt Verhalten, Aufmerksamkeit und Bewegungsdrang deutlich.

ArbeitsfreudigFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn freundlich, konsequent und abwechslungsreich trainiert wird. Die Rasse reagiert häufig sensibel auf den Umgangston und arbeitet oft besser über Motivation als über Härte. Aufgrund des Jagdtriebs sollte besonders an Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen gearbeitet werden.

Wachtrieb

In der Regel vorhanden, aber meist nicht so stark ausgeprägt wie bei klassischen Wachhundrassen. Der Hund kann aufmerksam auf Ungewohntes reagieren und melden, steht jedoch gewöhnlich nicht für ausgeprägtes Schutz oder Territorialverhalten.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Als Vorstehhund bringt die Rasse in vielen Fällen eine hohe Motivation für Nasenarbeit, Suche und Verfolgung von Wildspuren mit. Freilauf ist daher oft nur nach gutem Training und in geeigneter Umgebung verantwortbar.

Alleinbleiben

Nur begrenzt gut geeignet, wenn es nicht langsam aufgebaut wird. Viele Vertreter sind eng auf ihre Menschen bezogen und können bei zu langem oder zu abruptem Alleinsein unruhig werden. Kurze bis moderate Zeiten sind mit Training eher realistisch als langes tägliches Alleinbleiben.

Die Rasse ist häufig menschenbezogen und kooperativ, bleibt aber ein jagdlich geprägter Hund mit entsprechendem Bedürfnis nach Beschäftigung, Führung und sinnvoller Auslastung. Für ein harmonisches Zusammenleben sind frühe Sozialisierung, verlässliches Training und ausreichend Bewegung wichtig. Individuelle Unterschiede je nach Linie, Haltung und Ausbildung sind zu beachten.

Alltag & Haltung

Familie

Ja, häufig gut geeignet, wenn die Familie aktiv ist und den Hund sowohl körperlich als auch geistig auslasten kann. Durch sein oft freundliches und anhängliches Wesen kann er sich gut ins Familienleben einfügen. Die Eignung hängt aber stark davon ab, ob sein Bewegungsbedarf, seine sensible Art und sein Jagdtrieb im Alltag angemessen berücksichtigt werden.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Positiv sind die oft gute Kooperationsbereitschaft und das freundliche Wesen. Für Anfänger kann die Rasse dennoch anspruchsvoll sein, weil Jagdtrieb, Auslastungsbedarf und konsequentes Training Erfahrung oder zumindest intensive Beschäftigung mit Hundeerziehung erfordern. Engagierte Anfänger mit Unterstützung durch Hundeschule und passendem Alltag können zurechtkommen, pauschal einfach ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge allein reichen meist nicht aus. Sinnvoll sind zusätzlich Nasenarbeit, Apportieraufgaben, Dummytraining, jagdnahe Beschäftigung oder andere Aufgaben, bei denen der Hund kontrolliert arbeiten darf.

Hitzeverträglichkeit

Mittel bis gut. Aufgrund der aktiven Arbeitsweise sollte bei warmem Wetter auf Belastungssteuerung, Schatten, Wasser und Training in den kühleren Tageszeiten geachtet werden.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kurze bis normale Kühle wird oft gut vertragen, bei längerer Inaktivität, Nässe oder starkem Winterwetter ist die Widerstandsfähigkeit jedoch meist begrenzt im Vergleich zu sehr robusten nordischen Rassen.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, Umweltreize und wechselnde Unterkünfte gewöhnt wird. Seine Menschenbezogenheit kann Reisen erleichtern, gleichzeitig braucht er unterwegs ausreichend Bewegung, Ruhephasen und klare Strukturen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen bis zurückhaltend-höflich und eng an vertraute Personen gebunden. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein entspanntes Auftreten gegenüber Besuch und im Alltag.

Kinder

Häufig gut verträglich mit Kindern, besonders wenn der Hund an respektvollen Umgang gewöhnt ist und Rückzugsorte hat. Wegen Temperament und Sensibilität sollten Begegnungen mit kleinen Kindern dennoch angeleitet werden.

Andere Hunde

Oft sozial und gut verträglich, vor allem bei früher Sozialisierung. Im Einzelfall spielen Sympathie, Erziehung und Erregungslage eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Augen auf Verschmutzungen kontrollieren
  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren nach Außeneinsätzen kontrollieren und reinigen
  • Pfoten nach Bewegung im Gelände prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um den natürlichen Schutz von Haut und Fell zu erhalten.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, sollte aber zur Entfernung loser Haare regelmäßig gebürstet werden.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Jagd, Feldarbeit oder Spaziergängen im Unterholz kontrolliert werden.
  • Nach Aktivitäten im Freien empfiehlt sich eine Kontrolle von Fell und Haut auf Schmutz, Samen und Parasiten.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein achten. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Körperkondition und Aktivität angepasst werden, da diese Rasse je nach Auslastung einen deutlich unterschiedlichen Energiebedarf haben kann. Tagesrationen möglichst auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilen und Leckerlis in die Gesamtenergiemenge einrechnen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
24 kgAktiv1380 kcal
24 kgInaktiv860 kcal
24 kgNormal1120 kcal
30 kgAktiv1630 kcal
30 kgInaktiv1010 kcal
30 kgNormal1320 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamstraining
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele im Gelände

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingObedienceRally Obedience

Geschichte des Braque Francais Typ Pyrenees

Der Braque Francais zählt zu den alten französischen Vorstehhundlinien. Innerhalb der Rasse entwickelten sich zwei anerkannte Typen: der kräftigere Typ Gascogne und der leichtere, schnellere Typ Pyrenees. Der Typ Pyrenees wurde für die Jagd in unterschiedlichem Gelände geschätzt und gilt als besonders führig, beweglich und alltagstauglich.

Seine Entwicklung fand in Südwestfrankreich statt, wo französische Bracken- und Vorstehhundschläge über lange Zeit regional geprägt wurden. Mit der kynologischen Vereinheitlichung wurden die Merkmale des leichteren Pyrenäen-Typs klarer abgegrenzt. Heute ist der Braque Francais Typ Pyrenees vor allem als vielseitiger Jagdhund bekannt, außerhalb seines Ursprungslandes jedoch vergleichsweise selten.

  1. In Südwestfrankreich entwickeln sich regionale französische Vorstehhundschläge, aus denen später der Braque Francais hervorgeht.

  2. Innerhalb des Braque Francais prägen sich zwei Typen aus: der schwerere Typ Gascogne und der leichtere Typ Pyrenees.

  3. 1921

    Die Unterscheidung der beiden Typen Gascogne und Pyrenees wird kynologisch festgehalten.

  4. Der Typ Pyrenees etabliert sich als leichter, führiger und vielseitiger Vorstehhund für die Jagdpraxis.

  5. Heute wird der Braque Francais Typ Pyrenees international als französische Vorstehhundvariante geführt, bleibt aber insgesamt selten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Braque Francais Typ Pyrenees gilt insgesamt als robuste, sportliche Hunderasse mit eher ausgewogenem Gesundheitsprofil. Wie bei mittelgroßen bis aktiven Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich Bewegungsapparat, Ohren und Augen vorkommen. Bei ausreichender Bewegung, angepasster Fütterung, regelmäßiger Vorsorge und jagd- beziehungsweise leistungsorientierter Haltung zeigt die Rasse häufig eine gute allgemeine Konstitution.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Hund. Gesundheitsrelevant sind vor allem Gewichtskontrolle, Gelenkbelastung, Ohrenpflege sowie regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen, wie es auch bei anderen aktiven mittelgroßen Hunden vorkommt. Mögliche Folgen sind eingeschränkte Beweglichkeit oder Belastungsempfindlichkeit.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und auf züchterische Gesundheitsuntersuchungen achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei sportlich geführten Hunden dieser Rasse können Gelenkveränderungen oder entwicklungsbedingte Probleme im Ellbogenbereich als mögliches Risiko vorkommen.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und frühzeitige Abklärung bei Auffälligkeiten des Gangbilds unterstützen die Vorsorge.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren können ein feuchtes und schlecht belüftetes Milieu begünstigen. Dadurch kann bei dieser Rasse ein erhöhtes Risiko für Reizungen oder Entzündungen des äußeren Ohres bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Wasser- oder Geländeeinsätzen trocken halten und Verschmutzungen schonend entfernen.

Augenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Jagdhunderassen können auch beim Braque Francais Typ Pyrenees einzelne erbliche oder altersabhängige Augenveränderungen als mögliches Risiko vorkommen.

Prävention: Regelmäßige tierärztliche Augenuntersuchungen und züchterische Vorsorge können helfen, Auffälligkeiten früh zu erkennen.

Magen-Darm-Empfindlichkeit bei hoher Aktivität

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden kann es phasenweise zu Verdauungsempfindlichkeiten kommen, insbesondere bei Belastung, Futterumstellungen oder unregelmäßigen Fütterungszeiten.

Prävention: Futterrationen an Aktivität anpassen, Futterwechsel schrittweise vornehmen und intensive Bewegung nicht direkt vor oder nach größeren Mahlzeiten einplanen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei Zuchttieren oder Hunden mit familiärer Vorbelastung können orthopädische und augenbezogene Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sein.
  • Im Junghundealter auf gelenkschonende Belastung achten und Auffälligkeiten im Gangbild früh abklären lassen.
  • Ohren insbesondere nach Jagd, Schwimmen oder Aufenthalt in dichtem Gelände kontrollieren und bei Bedarf tierärztlich beurteilen lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Fokus auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Kondition einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Braque Français, Typ Pyrénées, kann je nach Budget ein Vollschutz oder zumindest eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist mittelgroß, bewegungsfreudig und wird häufig aktiv geführt. Dadurch können neben allgemeinen Erkrankungen auch Verletzungen des Bewegungsapparats oder operationspflichtige Befunde relevant werden. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen, Diagnostik und Medikamente besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren chirurgischen Eingriffen finanzielle Belastungen reduzieren kann.

  • Aktive und lauffreudige Hunde haben im Alltag und bei sportlicher Auslastung ein erhöhtes Risiko für Verletzungen.
  • Bei mittelgroßen Jagdhunden können orthopädische Beschwerden und Gelenkprobleme tierärztliche Kosten verursachen.
  • Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder Laboruntersuchungen kann auch ohne Operation spürbare Kosten auslösen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei akuten Erkrankungen können schnell teuer werden.
  • Akute Behandlungen bei Magen-Darm-Problemen, Infekten oder kleineren Unfällen.
  • Bildgebende Diagnostik und Laboruntersuchungen bei unklaren Symptomen.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Bändern, Pfoten oder Weichteilen.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Lahmheiten oder Gelenkbeschwerden.
  • Auf eine ausreichende Absicherung von Operationen einschließlich Narkose und Nachbehandlung achten.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik kann bei Lahmheiten, Verletzungen und unklaren Beschwerden hilfreich sein.
  • Eine frei wählbare Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag an das verfügbare Budget anzupassen.
  • Leistungen für Medikamente und ambulante Behandlungen sind sinnvoll, wenn ein umfassender Schutz gewünscht ist.
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