Hund im Rasseprofil

Braque du Bourbonnais

Der Braque du Bourbonnais ist ein alter französischer Vorstehhund aus der Region Bourbonnais. Die Rasse gilt als vielseitiger, kompakter Jagdhund mit freundlichem Wesen und enger Bindung an den Menschen.

AktivAnhänglichArbeitsfreudigFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibel
Ein entspannter Braque du Bourbonnais Hund liegt neben einem Kind in einem hellen Wohnzimmer.
Ein Braque du Bourbonnais Hund und ein Kind genießen eine harmonische Zeit miteinander.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-57 cm

Gewicht

16-25 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss, Leberbraun, Falb

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 179

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Braque du Bourbonnais

Ein Braque du Bourbonnais läuft an der Leine neben seinem Besitzer durch eine saubere moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang in urbaner Umgebung zeigt den Hund im vertrauten Alltag mit seinem Besitzer.
Ein Hund der Rasse Braque du Bourbonnais sitzt neben seinem Besitzer auf dem Sofa, während dieser am Laptop eine neutrale Versicherungsvergleichsseite durchschaut.
Ein entspannter Moment: Der Hund beobachtet seinen Besitzer beim Vergleich von Tierversicherungen auf dem Laptop.
Ein Braque du Bourbonnais wird zuhause sanft gebürstet, während sein Besitzer liebevoll die Fellpflege übernimmt.
Ein ruhiger Moment zuhause: Der Braque du Bourbonnais wird sorgfältig gebürstet, ein Beispiel für verantwortungsvolle Pflege und Aufmerksamkeit für die Hundegesundheit.

Charakter

Der Braque du Bourbonnais ist ein freundlicher, arbeitsfreudiger und menschenbezogener Vorstehhund mit viel Energie und ausgeprägtem Jagdinteresse. Im Alltag zeigt er sich oft anhänglich und kooperativ, benötigt aber ausreichend Bewegung, Nasenarbeit und eine verlässliche Erziehung.

AktivAnhänglichArbeitsfreudigFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

In der Regel gut erziehbar, wenn der Hund frühzeitig, fair und konsequent geführt wird. Der Braque du Bourbonnais arbeitet meist gerne mit seinem Menschen zusammen, kann aber bei zu harter oder inkonsequenter Führung sensibel reagieren. Jagdliche Motivation sollte in der Erziehung unbedingt berücksichtigt werden.

Wachtrieb

Meist vorhanden, aber eher moderat ausgeprägt. Er kann aufmerksam auf sein Umfeld reagieren, ist jedoch gewöhnlich kein spezialisierter Schutzhund oder besonders scharf eingestellter Wachhund.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Als klassischer Jagd und Vorstehhund bringt die Rasse in vielen Linien ein starkes Interesse an Wild, Spuren und Nasenarbeit mit. Deshalb sind Rückruftraining, Impulskontrolle und gesicherter Freilauf oft wichtige Themen.

Alleinbleiben

Nur bedingt gut geeignet für langes Alleinbleiben. Viele Vertreter sind sehr menschenbezogen und möchten in den Alltag eingebunden werden. Kurze Zeiträume können mit behutsamem Training möglich sein, längere regelmäßige Trennungszeiten passen oft weniger gut zu dieser Rasse.

Als sensible Jagdhunderasse reagiert er meist besser auf ruhige, konsequente Führung als auf Härte. Ohne passende Auslastung kann er unruhig oder unterfordert wirken. Verhalten und Alltagstauglichkeit hängen stark von individueller Veranlagung, Aufzucht, Training und Haltung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Kann ein angenehmer Familienhund sein, wenn er körperlich und geistig gut ausgelastet wird und einen engen Anschluss an seine Menschen hat. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für Bewegung, Training und Beschäftigung ist er meist weniger passend. Ein respektvoller Umgang von Kindern mit dem Hund bleibt wichtig.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt für Anfänger geeignet. Wer sich intensiv mit Jagdhundeverhalten, Training, Rückrufaufbau und artgerechter Auslastung beschäftigt, kann gut mit der Rasse zurechtkommen. Für völlig unerfahrene Halter ohne viel Zeit und Lernbereitschaft ist sie oft anspruchsvoller.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Braque du Bourbonnais braucht täglich viel Bewegung sowie Beschäftigung für Nase und Kopf, zum Beispiel Suchspiele, Dummyarbeit, Mantrailing oder jagdnahe Auslastung. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte auf intensive Aktivität in der Mittagshitze verzichtet werden. Bewegung in den kühleren Tageszeiten und ausreichend Wasser sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Mittel bis gut. In Bewegung kommt die Rasse mit kühleren Temperaturen meist ordentlich zurecht, bei Nässe, Wind und längerem ruhigem Aufenthalt im Freien ist sie wegen des eher kurzen Fells aber nicht unbegrenzt robust.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Aufgrund des hohen Bewegungsdrangs sollten Reisen genügend Pausen, Auslauf und Beschäftigung einplanen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugewandt und eng an seine Bezugspersonen gebunden. Fremden gegenüber oft offen bis neutral, manchmal anfangs etwas zurückhaltend, aber gewöhnlich nicht übermäßig misstrauisch.

Kinder

Bei guter Sozialisierung und passendem Umgang häufig verträglich mit Kindern. Wegen Temperament und Energie sollte das Zusammenleben begleitet werden, besonders mit kleinen Kindern, damit beide Seiten Grenzen respektieren.

Andere Hunde

Oft sozial und gut verträglich mit anderen Hunden, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall spielen Temperament, Erziehung und jagdliche Erregungslage eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Moderat

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Arbeit im Gelände kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell zu schonen.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten zur Entfernung loser Haare.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig überprüft werden, besonders nach Nässe oder intensiver Aktivität.
  • Nach Einsätzen in Feld, Wald oder hohem Gras sollten Fell, Ohren und Pfoten auf Schmutz und Fremdkörper kontrolliert werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, hochwertige Hundenahrung sollte dem Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau angepasst sein. Als sportlicher Vorstehhund hat die Rasse bei regelmäßiger Bewegung oft einen höheren Energiebedarf als ruhigere Hunde ähnlicher Größe. Die Tagesration sollte auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Leckerlis sollten in die Gesamtfuttermenge eingerechnet werden, um Übergewicht zu vermeiden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv1000 kcal
16 kgInaktiv700 kcal
16 kgNormal850 kcal
20 kgAktiv1180 kcal
20 kgInaktiv820 kcal
20 kgNormal990 kcal
24 kgAktiv1340 kcal
24 kgInaktiv930 kcal
24 kgNormal1130 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamkeitstraining mit geistiger Auslastung
  • Suchspiele und Fährtensuche

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitMantrailingObedience

Geschichte des Braque du Bourbonnais

Der Braque du Bourbonnais ist eine alte französische Vorstehhundrasse aus der historischen Provinz Bourbonnais. Schriftliche Hinweise auf diesen kurzhaarigen Jagdhund reichen mehrere Jahrhunderte zurück.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde die Rasse gezielt beschrieben und gezüchtet. Nach den Weltkriegen ging der Bestand stark zurück, zeitweise galt der Braque du Bourbonnais nahezu als verschwunden.

Ab den 1970er Jahren begann in Frankreich der Wiederaufbau der Rasse mit verbliebenen geeigneten Hunden. Heute wird der Braque du Bourbonnais wieder als vielseitiger Vorstehhund geschätzt, bleibt international jedoch vergleichsweise selten.

  1. 1598

    Frühe schriftliche Erwähnungen eines dem Braque du Bourbonnais zugeordneten französischen Vorstehhunds sind überliefert.

  2. 1925

    In Frankreich wurde ein Rasseclub für den Braque du Bourbonnais gegründet.

  3. Nach den Weltkriegen brach der Bestand der Rasse stark ein und der Braque du Bourbonnais wurde sehr selten.

  4. 1970

    Französische Züchter begannen mit dem gezielten Wiederaufbau der Rasse.

  5. Der Braque du Bourbonnais etablierte sich erneut als anerkannter, aber seltener französischer Vorstehhund.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Braque du Bourbonnais gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich der Gelenke, Augen und Ohren vorkommen. Eine angepasste Bewegung, kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, regelmäßige Vorsorge und eine ausgewogene Fütterung unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen aktiven mittelgroßen Jagdhund. Gesundheitsfördernd wirken ein normales Körpergewicht, gelenkschonende Aufzucht, ausreichende Auslastung sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann wie bei anderen Jagd- und Vorstehhunden ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Je nach Ausprägung kann dies die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter fördern und bei der Zucht auf geeignete Vorsorgeuntersuchungen achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Ellbogen können entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen als mögliches rassetypisches Risiko auftreten. Dies kann sich in Lahmheit oder Belastungsempfindlichkeit zeigen.

Prävention: Wachstumsphase nicht durch übermäßige Belastung überfordern, auf ausgewogene Ernährung achten und bei Zuchttieren orthopädische Untersuchungen berücksichtigen.

Ohrentzündungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren können ein feuchteres Ohrmilieu begünstigen. Dadurch kann die Rasse anfälliger für Reizungen oder wiederkehrende Entzündungen im Ohrbereich sein.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Jagdeinsätzen trocknen und Verschmutzungen schonend entfernen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei Vorstehhunden können vereinzelt erbliche oder altersabhängige Augenveränderungen vorkommen. Das Risiko ist nicht für jedes Tier gleich, sollte aber im Rahmen der Vorsorge beachtet werden.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Zuchtvorsorge und frühe tierärztliche Abklärung bei Auffälligkeiten wie Tränenfluss oder Unsicherheit im Sehen.

Magen-Darm-Belastungen bei hoher Aktivität

MittelGenetisches Risiko: Nein

Als aktiver Jagdhund kann der Braque du Bourbonnais sensibel auf Fütterung und Belastungszeiten reagieren. Verdauungsbeschwerden können insbesondere bei unpassendem Bewegungs- oder Fütterungsrhythmus auftreten.

Prävention: Futterportionen sinnvoll aufteilen, starke Belastung direkt vor und nach großen Mahlzeiten vermeiden und auf individuelles Futtermanagement achten.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Ohren
  • Starke körperliche Belastung nach Mahlzeiten
  • Augenuntersuchungen im Rahmen der Routinevorsorge berücksichtigen, insbesondere bei Zuchttieren oder sichtbaren Veränderungen.
  • Körpergewicht und Fütterungsmanagement regelmäßig besprechen, um Gelenke und Leistungsfähigkeit langfristig zu unterstützen.
  • Ohren regelmäßig tierärztlich kontrollieren lassen, wenn wiederholt Rötungen, Geruch oder vermehrtes Kopfschütteln auffallen.
  • Orthopädische Vorsorge im Wachstum und bei sportlicher Nutzung einplanen, besonders bei Auffälligkeiten im Gangbild.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Braque du Bourbonnais ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Braque du Bourbonnais ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Jagdhund mit regelmäßigem Bewegungsbedarf und entsprechendem Verletzungsrisiko im Alltag und bei sportlicher Auslastung. Hinzu kommen mögliche orthopädische Belastungen sowie rassetypisch denkbare Gelenk-, Ohren- oder Augenprobleme, die tierärztliche Behandlungen oder operative Eingriffe nach sich ziehen können. Da Diagnostik, Narkose, Chirurgie und Nachsorge schnell höhere Kosten verursachen, kann eine umfassende Absicherung sinnvoll sein. Wer laufende Behandlungen mit absichern möchte, orientiert sich eher am Vollschutz; bei begrenzterem Budget kann eine OP-Versicherung eine naheliegende Basis sein.

  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Beschwerden und deren Abklärung mit Bildgebung kostenintensiv sein.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Bändern oder Gelenken erhöhen.
  • Ohren- und Augenprobleme können wiederkehrende Behandlungen und Kontrollen erforderlich machen.
  • Operationen mit Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge können auch bei einmaligen Ereignissen hohe Kosten verursachen.
  • Gelenkerkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können wiederkehrende Untersuchungen und Behandlungen nach sich ziehen.
  • Kreuzbandverletzungen, Zerrungen oder andere Bewegungsapparat-Probleme können Diagnostik und operative Versorgung erforderlich machen.
  • Ohrenentzündungen oder Augenprobleme können sich mehrfach im Jahr bemerkbar machen und laufende Behandlungskosten verursachen.
  • Unfallbedingte Verletzungen im Gelände oder bei intensiver Aktivität können Notfallbehandlungen und Operationen auslösen.
  • Auf Leistungen für Diagnostik vor einer Operation achten, damit Bildgebung und Voruntersuchungen mit erfasst sind.
  • Auf transparente Regelungen zu Wartezeiten, Selbstbeteiligung und altersabhängigen Beitragsänderungen achten.
  • Eine ausreichend hohe Erstattung für Nachsorge, Medikamente und Physiotherapie nach Eingriffen kann praktisch sein.
  • Tarife mit Absicherung von orthopädischen Erkrankungen und Gelenkbehandlungen können bei einer aktiven Rasse sinnvoll sein.
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