Hund im Rasseprofil

Braque d'Auvergne

Der Braque d'Auvergne ist ein französischer Vorstehhund aus der Region Auvergne. Die Rasse gilt als ausdauernd, führig und jagdlich vielseitig und ist besonders für ihre schwarz-weiße Zeichnung bekannt.

AnhänglichArbeitsfreudigAusgeglichenFreundlichJagdlich motiviertKooperativSensibel
Ein Braque d'Auvergne läuft an der Leine neben seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang in der Stadt zeigt den Hund im vertrauten Alltag mit seinem Halter.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

53-63 cm

Gewicht

22-35 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Schwarz weiss, Grau gesprenkelt

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 180

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Braque d'Auvergne

Ein Braque d'Auvergne Hund mit einem Verband an der Pfote liegt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung.
Der Braque d'Auvergne entspannt sich auf der Decke, während sein Besitzer sich um ihn kümmert.
Ein Braque d'Auvergne springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training auf dem Hundeplatz stärkt Fitness, Bindung und kontrollierte Bewegung.
Ein Braque d'Auvergne Hund rennt fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer mit ihm spielt.
Ein vitaler Braque d'Auvergne Hund genießt einen sonnigen Tag im Park.

Charakter

Der Braque d'Auvergne ist ein freundlicher, sensibler und arbeitsfreudiger Vorstehhund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Im Alltag zeigt er sich oft ausgeglichen und anhänglich, braucht aber ausreichend Bewegung, Nasenarbeit und eine verlässliche, ruhige Führung.

AnhänglichArbeitsfreudigAusgeglichenFreundlichJagdlich motiviertKooperativSensibel
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn freundlich, konsequent und abwechslungsreich trainiert wird. Der Braque d'Auvergne reagiert häufig sensibel auf den Umgangston und lernt besser über Motivation als über Härte. Für einen zuverlässigen Grundgehorsam sind regelmäßige Übung und artgerechte Auslastung wichtig.

Wachtrieb

Eher gering bis moderat ausgeprägt. Er kann aufmerksam auf Ungewohntes reagieren, ist aber typischerweise kein ausgesprochener Schutzhund oder klassischer Wachhund.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden, rassetypisch oft stark ausgeprägt. Besonders Gerüche, Wildspuren und bewegte Reize können ihn stark motivieren. Früh aufgebauter Rückruf, Impulskontrolle und sichere Führung sind daher wichtig.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet, wenn es nicht kleinschrittig aufgebaut wird. Viele Vertreter sind menschenbezogen und können bei zu langen oder abrupten Trennungen unruhig werden. Kurze Zeiten sind mit Training oft machbar, lange Phasen passen meist weniger gut.

Als jagdlich geprägter Hund bringt er meist einen deutlichen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf mit. Sein Wesen ist in der Regel sanft und kooperativ, dennoch sollte seine Auslastung nicht unterschätzt werden. Eine gute Sozialisierung und kontrolliertes Training sind wichtig, besonders bei Wildreizen und beim Alleinbleiben.

Alltag & Haltung

Familie

Kann ein angenehmer Familienhund sein, wenn er ausreichend körperlich und geistig beschäftigt wird und in einen ruhigen, verlässlichen Alltag eingebunden ist. Sein sanftes Wesen passt oft gut zu einem respektvollen Familienumfeld. Wegen seines Jagdtriebs und Bewegungsbedarfs ist er aber nicht automatisch für jede Familie passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Für engagierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft und Unterstützung durch Hundeschule oder erfahrene Anleitung kann die Rasse machbar sein. Wegen Jagdtrieb, Auslastungsbedarf und sensibler Führung ist sie für völlig unerfahrene Halter oft anspruchsvoller als viele klassische Einsteigerhunde.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge, freie Laufmöglichkeiten in sicherem Rahmen sowie Nasenarbeit, Suchspiele oder jagdnahe Beschäftigung sind meist wichtig. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Intensive Arbeit bei Hitze ist eher ungünstig.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Das kurze Fell bietet nur begrenzten Schutz bei Kälte und Nässe. Bei längeren ruhigen Aufenthalten im Winter kann zusätzliche Rücksicht sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn früh an Auto, Box, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt. Voraussetzung ist, dass der Hund vor Reisen sinnvoll ausgelastet wird und unterwegs genügend Pausen sowie Struktur erhält.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugänglich und menschenbezogen. Gegenüber vertrauten Personen oft sehr anhänglich, bei Fremden eher höflich bis zurückhaltend, selten scharf.

Kinder

Bei respektvollem Umgang oft gut verträglich und freundlich. Wie bei jeder Rasse sollten Kontakte mit Kindern begleitet werden, besonders wegen Temperament, Größe und möglicher Aufregung im Spiel.

Andere Hunde

Häufig sozial und gut verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall spielen Sympathie, Erziehung und Erregungslage eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden ist nur bei Bedarf nötig, um die natürliche Hautschutzschicht zu schonen.
  • Bei aktiven Hunden nutzen sich die Krallen oft teilweise selbst ab, sollten aber dennoch kontrolliert werden.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten zur Entfernung loser Haare.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Aufenthalten im Freien kontrolliert werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, dem Aktivitätsniveau angepasste Ernährung achten. Als ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund profitiert die Rasse von hochwertigem Futter mit passendem Energiegehalt. Die Tagesration sollte an Alter, Gewicht und Bewegung angepasst und möglichst auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Leckerlis in die Gesamtfuttermenge einrechnen und stets frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
22 kgAktiv1370 kcal
22 kgInaktiv950 kcal
22 kgNormal1160 kcal
28 kgAktiv1630 kcal
28 kgInaktiv1130 kcal
28 kgNormal1380 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Gehorsamkeitstraining
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitMantrailing

Geschichte des Braque d'Auvergne

Der Braque d'Auvergne stammt aus der französischen Region Auvergne und gehört zu den alten kontinentalen Vorstehhunden. Seine Entwicklung ist eng mit der Jagd auf Federwild verbunden, bei der Ausdauer, feine Nasenarbeit und enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gefragt waren.

Die Rasse wurde über lange Zeit regional erhalten und gezielt als brauchbarer Jagdhund gezüchtet. Im 20. Jahrhundert wurde ihr Typ vereinheitlicht und kynologisch abgesichert. Heute ist der Braque d'Auvergne außerhalb Frankreichs vergleichsweise selten, wird aber weiterhin als vielseitiger Jagd- und Familienhund geschätzt.

  1. In der Auvergne entwickelt sich ein regionaler Typ französischer Vorstehhunde, aus dem der Braque d'Auvergne hervorgeht.

  2. Die Rasse wird über Generationen vor allem für die Jagd auf Federwild in Frankreich genutzt und erhalten.

  3. 1913

    In Frankreich wird ein Rasseklub für den Braque d'Auvergne gegründet.

  4. 1955

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

  5. Heute wird der Braque d'Auvergne vor allem in Frankreich und vereinzelt international als Jagd- und Begleithund gehalten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Braque d'Auvergne gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen, aktiven Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken für Gelenke, Ohren und in Einzelfällen Augen oder Haut bestehen. Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, ausgewogener Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge zeigt die Rasse häufig eine stabile allgemeine Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt oft im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen bis großen Hund. Ein gesundes Körpergewicht, kontrollierte Belastung im Wachstum, regelmäßige Ohrenpflege und Vorsorgeuntersuchungen können sich günstig auf die langfristige Gesundheit auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann wie bei anderen mittelgroßen bis großen Jagdhunden ein erhöhtes Risiko für eine nicht optimale Entwicklung des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude oder Veränderungen im Gangbild.

Prävention: Auf kontrollierte Bewegung im Junghundealter, normales Körpergewicht, angepasste Belastung und Zuchtauswahl mit orthopädischen Untersuchungen achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Hängeohren und aktive Nutzung im Freien kann die Belüftung des Gehörgangs eingeschränkt sein. Das kann die Neigung zu Reizungen oder Entzündungen der Ohren begünstigen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und schonend reinigen, nach Wasser- oder Jagdeinsätzen auf Trockenheit achten und Reizfaktoren frühzeitig abklären lassen.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als sportlich eingesetzter Hund kann der Braque d'Auvergne ein mögliches Risiko für entwicklungsbedingte Veränderungen im Ellbogengelenk aufweisen. Diese können sich durch Lahmheit oder Belastungsunlust zeigen.

Prävention: Wachstumsphase nicht mit Sprüngen oder Überlastung belasten, auf schlanke Kondition achten und bei Zuchttieren orthopädische Befunde berücksichtigen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen Hunden besteht grundsätzlich ein mögliches Risiko für eine Magendrehung. Dieses Risiko ist nicht spezifisch nur für diese Rasse, kann aber im Rassekontext relevant sein.

Prävention: Futterportionen aufteilen, intensive Aktivität direkt vor und nach dem Fressen vermeiden und bei auffälliger Unruhe oder aufgeblähtem Bauch zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Augenirritationen oder Lidprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Vereinzelt können bei Vorstehhunden Augenreizungen oder anatomisch bedingte Lidveränderungen vorkommen. Im Alltag fallen diese eher durch Tränenfluss, Reiben oder Empfindlichkeit auf.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, nach Aufenthalten im Gelände Fremdkörper entfernen lassen und züchterische Gesundheitsuntersuchungen berücksichtigen.

Hautreizungen und allergische Reaktionen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch dichtes Fell, Kontakt mit Pflanzen oder Umweltreizen können Hautirritationen auftreten. Bei einzelnen Hunden können auch allergische Reaktionen eine Rolle spielen.

Prävention: Fell und Haut nach Einsätzen im Freien kontrollieren, Parasitenprophylaxe anpassen und bei wiederkehrendem Juckreiz Auslöser tierärztlich besprechen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Magen
  • Ohren
  • Bei jagdlicher oder sportlicher Nutzung sind Haut-, Pfoten- und Augenkontrollen nach Einsätzen im Gelände empfehlenswert.
  • Die Ohren sollten wegen der Hängeohren und möglicher Feuchtigkeit nach Außenaktivitäten regelmäßig überprüft werden.
  • Eine angepasste Fütterung mit Erhalt eines schlanken Körpergewichts unterstützt Gelenke und allgemeine Belastbarkeit.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind besonders im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden sinnvoll.
  • Vorsorgeuntersuchungen mit Augenmerk auf Bewegungsapparat, Ohren und allgemeine Kondition helfen, mögliche Belastungen früh zu erkennen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Braque d’Auvergne kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Braque d’Auvergne ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Jagdhund mit entsprechendem Bewegungsdrang. Bei bewegungsfreudigen Hunden können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten sowie unfallbedingte Behandlungen relevant werden. Hinzu kommen mögliche rassetypische Themen wie orthopädische Beschwerden oder Ohrenprobleme, die diagnostische Maßnahmen und Behandlungen nach sich ziehen können. Da Eingriffe, Narkosen, Bildgebung und Nachsorge spürbare Tierarztkosten verursachen können, ist mindestens eine OP-Versicherung oft naheliegend. Ein Vollschutz kann zusätzlich sinnvoll sein, wenn auch Diagnostik, ambulante Behandlungen und Medikamente umfassender abgesichert werden sollen.

  • Das aktive Einsatz- und Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen des Bewegungsapparats erhöhen.
  • Ohrenprobleme können wiederkehrend auftreten und tierärztliche Kontrollen sowie Medikamente erforderlich machen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Gelenkproblemen können schnell hohe Kosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden können bei mittelgroßen bis größeren Hunden kostenintensive Diagnostik und Behandlung auslösen.
  • Hüft- oder andere orthopädische Beschwerden können wiederholte Untersuchungen und längerfristige Behandlung verursachen.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Band- und Gelenkprobleme können Operation, Bildgebung und Rehabilitation erfordern.
  • Otitis und andere Ohrenentzündungen können durch Diagnostik, Kontrollen und Medikamente laufende Kosten auslösen.
  • Verletzungen an Pfoten, Muskeln oder Weichteilen durch hohe Aktivität können kurzfristige Behandlungskosten verursachen.
  • Bei häufiger Bewegung im Gelände kann auf Leistungen für Unfallfolgen und orthopädische Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen, Narkose und Nachbehandlung kann bei aktiven Hunden besonders relevant sein.
  • Sinnvoll kann ein Leistungsumfang sein, der auch Bildgebung und Diagnostik bei Lahmheiten oder Verletzungen einschließt.
  • Wenn ein Vollschutz gewählt wird, kann ein Blick auf die Erstattung für Medikamente und ambulante Behandlungen sinnvoll sein.
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