Hund im Rasseprofil

Braque Charles

Der Braque Charles ist ein historischer französischer Vorstehhundtyp, der heute kaum noch eigenständig geführt wird. Er wird in kynologischen Quellen meist im Zusammenhang mit alten französischen Braque-Schlägen erwähnt.

AusgeglichenBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertLernwilligMenschenbezogen
Ein Braque Charles Hund mit leichtem Verband an der Pfote liegt entspannt auf einer Decke, während sein erleichterter Besitzer neben ihm sitzt.
Der Braque Charles Hund selbstbewusst in der Obhut seines Besitzers in einer hellen Wohnung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

55-65 cm

Gewicht

20-30 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar

Farben

Weiss, Braun, Weiss braun

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Braque Charles

Ein freundlicher Braque Charles Hund liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer und vermittelt eine vertrauensvolle Familienatmosphäre.
Ein Braque Charles Hund genießt die entspannte Zeit mit einem Kind in ihrem wohnlichen Umfeld.
Ein Braque Charles sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Der ruhige Moment im Wartezimmer vermittelt Vertrauen und zeigt die typische Situation vor einer tierärztlichen Behandlung.
Ein Braque Charles Hund sitzt entspannt neben seinem Besitzer, während auf dem Küchentisch Versicherungsunterlagen und ein Laptop liegen.
Ein Braque Charles Hund und sein Besitzer betrachten die wichtigsten Informationen zur Tierversicherung.

Charakter

Der Braque Charles ist ein freundlicher, arbeitswilliger und jagdlich geprägter Hund mit meist ausgeglichenem Wesen. Er zeigt sich oft menschenbezogen, lernfreudig und bewegungsfreudig, braucht jedoch eine passende Auslastung sowie eine ruhige, konsequente Erziehung.

AusgeglichenBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertLernwilligMenschenbezogen
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn fair, klar und konsequent gearbeitet wird. Die Rasse profitiert von positiver Bestärkung, sinnvoller Beschäftigung und einem strukturierten Alltag. Bei Unterforderung kann die Konzentration nachlassen.

Wachtrieb

In der Regel vorhanden, aber meist nicht übermäßig ausgeprägt. Der Braque Charles meldet Ungewohntes oft aufmerksam, ist jedoch gewöhnlich kein scharf auftretender Wachhund.

Jagdtrieb

Typisch deutlich vorhanden. Je nach individueller Ausprägung kann der Spur , Such und Hetztrieb stark sein, weshalb Rückruf, Impulskontrolle und angepasste Sicherung im Freilauf wichtig sind.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Vertreter sind menschenbezogen und kommen mit langem Alleinsein eher schlecht zurecht. Kurze, gut trainierte Zeiten sind eher realistisch als regelmäßige lange Abwesenheiten.

Als jagdlich motivierte Hunderasse eignet sich der Braque Charles nicht automatisch für jeden Haushalt. Verhalten und Eignung hängen immer auch von Linie, Sozialisierung, Auslastung, Gesundheitszustand und individueller Persönlichkeit ab.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich ja, wenn der Hund körperlich und geistig ausgelastet wird und ein ruhiger, verlässlicher Umgang im Haushalt gegeben ist. Für aktive Familien kann er ein angenehmer Begleiter sein. Ohne ausreichende Beschäftigung oder bei sehr unruhigem Umfeld kann das Zusammenleben jedoch schwieriger werden.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Anfänger mit viel Lernbereitschaft, Zeit und Unterstützung durch Hundeschule oder erfahrene Halter können mit der Rasse zurechtkommen. Wegen Jagdtrieb, Bewegungsbedarf und der nötigen konsequenten Führung ist sie aber nicht für jede unerfahrene Person die einfachste Wahl.

Bewegungsbedarf

Eher hoch. Tägliche längere Spaziergänge, Nasenarbeit, Suchspiele und jagdnahes, kontrolliertes Auslasten sind sinnvoll. Reine Kurzrunden reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da aktive Jagdhunde bei Belastung schnell überhitzen können.

Kälteverträglichkeit

Mittel bis gut. In kühler Witterung meist robust, bei Nässe, Wind und längerem ruhigem Aufenthalt kann je nach Fell und Kondition zusätzlicher Schutz sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut. Der Braque Charles kann auf Reisen angenehm sein, wenn Transport, Ruhephasen und Bewegung ausgewogen gestaltet werden. Untrainierte Ortswechsel oder lange Engephasen können ihn jedoch belasten.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und aufgeschlossen, teils anfangs etwas reserviert gegenüber Fremden. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres und gelassenes Auftreten.

Kinder

Oft verträglich mit Kindern, besonders wenn der Umgang auf beiden Seiten respektvoll und ruhig erfolgt. Wie bei jeder Rasse sollten Kontakte zu kleinen Kindern immer begleitet werden.

Andere Hunde

Häufig gut sozial verträglich, vor allem bei früher Gewöhnung. Individuelle Unterschiede sind möglich, insbesondere bei Aufregung, mangelnder Sozialisation oder Konkurrenzsituationen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell, regelmäßige Grundpflege

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, bei Bedarf häufiger während des Fellwechsels

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und vorsichtig reinigen
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell zu schonen.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Feuchtigkeit und Schmutz kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare besser entfernen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenpflegepadsWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, alters- und aktivitätsgerechte Hundeernährung mit hochwertigem Protein ist geeignet. Die Futtermenge sollte an Körpergewicht, Bewegung und Körperkondition angepasst werden. Leckerlis sollten in die tägliche Energiemenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
14 kgAktiv910 kcal
14 kgInaktiv620 kcal
14 kgNormal760 kcal
18 kgAktiv1120 kcal
18 kgInaktiv760 kcal
18 kgNormal930 kcal
22 kgAktiv1310 kcal
22 kgInaktiv890 kcal
22 kgNormal1090 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Grundgehorsam und kleine Trainingsaufgaben
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

DummytrainingFährtenarbeitMantrailingWandern

Geschichte des Braque Charles

Der Braque Charles gilt als alter französischer Vorstehhundtyp, der heute nur noch selten ausdrücklich als eigenständige Rassebezeichnung auftaucht. Historisch wird er zu den kontinentalen Jagdhunden Frankreichs gezählt und steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung verschiedener Braque-Schläge.

Die Bezeichnung verweist auf ältere Linien französischer Vorstehhunde, die für die Jagd auf Niederwild eingesetzt wurden. Im Lauf der kynologischen Vereinheitlichung gingen viele regionale oder ältere Typen in moderner definierten Rassen auf oder verschwanden als eigenständige Bezeichnungen aus dem allgemeinen Gebrauch.

Heute hat der Name vor allem historische Bedeutung. Gesicherte, allgemein anerkannte Standarddaten im Sinn einer modernen offiziellen FCI-Rasse liegen für den Braque Charles nicht vor.

  1. Alte französische Vorstehhundtypen, zu denen der Braque Charles gezählt wird, entstehen und werden für die Jagd auf Niederwild genutzt.

  2. Die Bezeichnung Braque Charles erscheint in historischen kynologischen und jagdlichen Zusammenhängen als Benennung eines älteren französischen Braque-Typs.

  3. Mit der stärkeren Standardisierung moderner Hunderassen verliert der Braque Charles seine Bedeutung als klar abgegrenzte, eigenständig geführte Rassebezeichnung.

  4. Heute wird der Braque Charles überwiegend als historische oder selten verwendete Bezeichnung innerhalb der französischen Vorstehhundgeschichte betrachtet.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Braque Charles ist als mittelgroßer Jagdhund grundsätzlich robust, kann jedoch einige für Vorstehhunde und Hunderassen mit Hängeohren typische gesundheitliche Risiken aufweisen. Dazu können insbesondere Gelenkbelastungen, Ohrenprobleme sowie einzelne Augenerkrankungen gehören. Bei passender Bewegung, ausgewogener Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Kontrolle zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Bei guter Haltung und Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Die gesundheitliche Entwicklung wird vor allem durch Gelenkgesundheit, Gewichtskontrolle, Ohrpflege und allgemeine Auslastung beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei mehreren mittelgroßen bis größeren Jagdhunderassen kann ein erhöhtes Risiko für eine nicht optimale Entwicklung der Hüftgelenke bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessene Bewegung im Junghundealter, normales Körpergewicht und eine Zucht mit untersuchten Elterntieren achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Hängeohren und aktive Nutzung im Freien kann sich ein Milieu entwickeln, das Reizungen oder Entzündungen im Ohr begünstigt.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und bei starker Verschmutzung tierärztlich abgestimmte Pflege nutzen.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven und sportlichen Hunderassen können Entwicklungsstörungen im Ellbogenbereich als mögliches rassetypisches Risiko vorkommen.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übergewicht und Zuchtselektion mit orthopädischer Vorsorge beachten.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Einzelne erbliche oder altersabhängige Augenveränderungen können bei Jagdhunderassen als mögliches Risiko auftreten und sollten früh erkannt werden.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen in der Zucht und tierärztliche Kontrolle bei Auffälligkeiten wie Tränenfluss, Reizung oder Unsicherheit im Sehen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten, sportlichen Hunden wird eine Magendrehung gelegentlich als allgemeines Risiko beschrieben. Sie betrifft nicht ausschließlich diese Rasse, ist aber im Haltungsmanagement relevant.

Prävention: Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, hastiges Fressen vermeiden und intensive Aktivität direkt nach dem Fressen reduzieren.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Auf ein schlankes Körpergewicht und eine bedarfsgerechte Fütterung achten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Augen und Bewegungsbild im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig beurteilen lassen.
  • Die Ohren sollten in kurzen Abständen kontrolliert und nach Schwimmen oder nassem Wetter gut getrocknet werden.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, besonders im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Braque-Charles kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Braque-Charles ist ein mittelgroßer, bewegungsfreudiger Hund. Bei aktiven Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Unfälle im Alltag sowie diagnostische und operative Behandlungen zu spürbaren Kosten führen. Zusätzlich können je nach individueller Veranlagung Beschwerden an Gelenken, Ohren oder Augen auftreten, die tierärztliche Abklärung und Behandlung erfordern. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einmalkosten bei notwendigen Eingriffen abfedern kann.

  • Aktives Bewegungsverhalten kann das Risiko für Verletzungen bei Spaziergängen, Training oder im Gelände erhöhen.
  • Ohren- und Augenprobleme können wiederkehrende tierärztliche Kontrollen und Therapien auslösen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Erkrankungen können bei mittelgroßen Hunden mit höheren Gesamtkosten verbunden sein.
  • Orthopädische Beschwerden oder Gelenkprobleme können im Verlauf diagnostische Untersuchungen und Behandlungen notwendig machen.
  • Nach operativen Eingriffen können zusätzlich Kosten für Schmerzmittel, Kontrollen und Rehabilitation entstehen.
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit oder Gelenkbeschwerden können durch Untersuchungen, Bildgebung und Therapie kostenintensiv werden.
  • Unfallbedingte Operationen, etwa nach Stürzen, Bissverletzungen oder Fremdkörperaufnahme, können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Wiederkehrende Ohren- oder Augenbehandlungen können sich über die Zeit summieren.
  • Bei einem Vollschutz kann darauf geachtet werden, dass auch ambulante Behandlungen bei Gelenk-, Ohren- oder Augenproblemen berücksichtigt werden.
  • Ein Tarif mit guter OP-Kostenübernahme kann bei unfall- oder krankheitsbedingten Eingriffen relevant sein.
  • Je nach Haltung und Aktivitätsniveau kann eine freie Tierarztwahl und ausreichende Erstattung für Notfälle praktisch sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Diagnostik und Nachbehandlungen nach Operationen einschließt.
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