Hund im Rasseprofil

Brandlbracke

Die Brandlbracke ist ein aus Österreich stammender Laufhund, der vor allem für die spurlaute Jagd in schwierigem Gelände gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, sicher in der Nase und eng an ihre Bezugsperson gebunden.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichLebhaftSelbstständigSpursicher
Ein ruhiger Brandlbracke Hund wird von einer Tierärztin mit Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
Der Besuch beim Tierarzt ist für die Gesundheit Ihres Hundes von großer Bedeutung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Österreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-56 cm

Gewicht

16-22 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Schwarz, Loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 63

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Brandlbracke

Ein Brandlbracke Hund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Der Brandlbracke wartet ruhig mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis auf die Behandlung.
Glücklicher Hund sitzt entspannt neben seinem Halter in einer modernen Wohnung.
Ein harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Hund in einem modernen Wohnambiente.
Ein älterer Brandlbracke Hund entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Hund genießt die Zuneigung seines Besitzers in einem warmen, einladenden Zuhause.

Charakter

Die Brandlbracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und spurlauter Laufhund mit starkem Jagdtrieb. Im engen Bezug zu ihren Menschen zeigt sie sich meist freundlich und ausgeglichen, braucht jedoch viel Bewegung, sinnvolle Auslastung und eine konsequente, faire Führung.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichLebhaftSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Die Brandlbracke ist lernfähig, aber durch ihre jagdliche Spezialisierung oft eigenständig und stark an Gerüchen orientiert. Training funktioniert am besten mit klaren Regeln, Geduld, positiver Verstärkung und hoher Alltagskonsequenz. Der Rückruf ist häufig anspruchsvoll und muss zuverlässig aufgebaut werden.

Wachtrieb

Ein klassischer Schutz oder Wachhund ist sie nicht, zeigt aber durchaus Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Umgebung und meldet Auffälligkeiten.

Jagdtrieb

Sehr ausgeprägt. Die Brandlbracke wurde für die Jagd gezüchtet und folgt Spuren mit hoher Ausdauer und Selbstständigkeit. Freilauf ist häufig nur in sicher kontrollierbaren Situationen realistisch.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Mit behutsamem Training kann sie zeitweises Alleinbleiben lernen, doch als aktive und menschenbezogene Rasse sollte sie nicht regelmäßig lange allein bleiben.

Als spezialisierter Jagdhund eignet sich die Brandlbracke vor allem für sehr aktive Halter mit Erfahrung im Umgang mit lauffreudigen, selbstständig arbeitenden Hunden. Ohne passende Beschäftigung kann sie unterfordert wirken und eigene Wege suchen.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In einem sehr aktiven Haushalt mit viel Zeit, Bewegung und klarer Führung kann die Brandlbracke ein freundlicher Familienhund sein. Für ruhige Familien oder Haushalte ohne Möglichkeit zur artgerechten Auslastung ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Die Rasse stellt durch ihren hohen Bewegungsbedarf, den starken Jagdtrieb und ihre teils selbstständige Arbeitsweise erhöhte Anforderungen an Erziehung und Management. Motivierte Anfänger mit fachlicher Begleitung können einzelne Hunde gut führen, insgesamt ist sie aber eher für erfahrene Halter geeignet.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Die Brandlbracke braucht täglich viel körperliche Bewegung und vor allem Nasenarbeit oder andere anspruchsvolle Beschäftigung, die ihrem jagdlichen Ursprung entgegenkommt.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Arbeit bei Hitze belastend sein kann.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist robust und bei Bewegung meist recht unempfindlich gegenüber kühleren Temperaturen, braucht aber wie jeder Hund angemessenen Schutz bei extremer Witterung.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn sie früh an Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Lange, enge oder reizintensive Reisen ohne ausreichende Bewegung und Sicherung können jedoch anstrengend sein.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und anhänglich gegenüber vertrauten Menschen, Fremden gegenüber oft neutral bis aufgeschlossen. Eine gute Sozialisierung bleibt wichtig.

Kinder

Mit verständigen Kindern oft gut verträglich, sofern der Hund ausreichend ausgelastet ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Energie und Eigenständigkeit sollten Begegnungen begleitet werden.

Andere Hunde

Häufig gut sozial verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Im Alltag können Erregung, Jagdreize oder mangelnde Sozialisierung das Miteinander dennoch beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Einsätzen im Gelände kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden ist nur bei starker Verschmutzung nötig, um die natürliche Schutzschicht der Haut zu schonen.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, sollte aber während des Fellwechsels häufiger gebürstet werden.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders nach Aufenthalten im Wald oder bei feuchtem Wetter.
  • Nach langen Spaziergängen oder Jagdeinsätzen sollten Pfoten, Haut und Fell auf kleine Verletzungen oder Parasiten geprüft werden.
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Ernährung & Kalorien

Die Brandlbracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, proteinreichen Ernährung mit angepasster Energiemenge je nach Auslastung. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und Aktivität angepasst werden. Bei sehr aktiven Tagen kann der Energiebedarf höher liegen als an ruhigen Tagen. Auf eine schlanke Körperform und regelmäßige Gewichtskontrolle sollte geachtet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv1040 kcal
16 kgInaktiv700 kcal
16 kgNormal860 kcal
20 kgAktiv1220 kcal
20 kgInaktiv820 kcal
20 kgNormal1010 kcal
24 kgAktiv1400 kcal
24 kgInaktiv940 kcal
24 kgNormal1160 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierarbeit in abwechslungsreichem Gelände
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele
  • Wald- und Geländetouren

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailing

Geschichte der Brandlbracke

Die Brandlbracke, auch Österreichische Glatthaarbracke genannt, ist ein traditioneller österreichischer Jagdhund. Sie wurde für die Jagd auf Fährte und Spur in waldigem und bergigem Gelände gezüchtet und vor allem als zuverlässiger Laufhund geschätzt.

Ihre Wurzeln werden in alten mitteleuropäischen Brackenlinien gesehen, die in den Alpenregionen über lange Zeit jagdlich genutzt wurden. Eine wichtige Rolle spielte die planmäßige Zucht in Österreich, bei der Leistung, Spurwille, Ausdauer und sicheres Arbeiten im Revier im Vordergrund standen.

Heute wird die Brandlbracke nach wie vor überwiegend jagdlich geführt und ist außerhalb ihrer Herkunftsregion vergleichsweise selten. Als Spezialist für die Jagd ist sie vor allem in erfahrenen Händen gut aufgehoben.

  1. Aus alten mitteleuropäischen Brackenlinien entwickelt sich in Österreich ein jagdlich geführter Schlag, aus dem die Brandlbracke hervorgeht.

  2. 1884

    Die Rasse wird in Österreich unter der Bezeichnung Österreichische Glatthaarbracke züchterisch beschrieben und gefestigt.

  3. 1954

    Die Brandlbracke wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Brandlbracke gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiven Laufhunden können jedoch einige orthopädische, ohrenbezogene und belastungsabhängige Gesundheitsrisiken vorkommen. Ein angepasstes Bewegungsmanagement, Gewichtskontrolle und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die Gesunderhaltung.

Bei guter Haltung, bedarfsgerechter Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich für einen jagdlich geführten Hund dieser Größe.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei anderen mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Zuchttieren auf geeignete Vorsorgeuntersuchungen achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Hunden können auch die Ellbogengelenke belastet sein. Entwicklungs- oder Verschleißveränderungen sind als mögliches rassetypisches Risiko zu beachten.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Überlastung im Wachstum, schlanke Körperkondition und orthopädische Kontrollen bei Auffälligkeiten unterstützen die Vorsorge.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren können ein feuchtwarmes Milieu begünstigen. Dadurch kann die Neigung zu Reizungen oder Entzündungen im Gehörgang erhöht sein.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzeinwirkung sorgfältig trocknen und nur geeignete Pflegeprodukte nach tierärztlicher Empfehlung verwenden.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, aktiven Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung beschrieben. Es handelt sich um ein mögliches, wenn auch nicht spezifisches Risiko größerer Laufhunde.

Prävention: Futterportionen aufteilen, hastiges Fressen reduzieren, starke Belastung direkt vor und nach dem Fressen vermeiden und auf individuelle Risikofaktoren achten.

Verletzungsbedingte Pfoten- und Weichteilprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch jagdliche Nutzung und hohe Aktivität können Pfoten, Muskulatur und Weichteile stärker beansprucht werden. Kleinere bis mittlere Belastungs- und Geländeprobleme sind daher möglich.

Prävention: Pfoten nach Arbeit im Gelände kontrollieren, Ballen pflegen, Trainingsintensität an Untergrund und Kondition anpassen und kleine Verletzungen früh versorgen lassen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Pfoten
  • Bei sportlicher oder jagdlicher Führung auf eine tierärztlich abgestimmte Belastungs- und Regenerationsplanung achten.
  • Im Wachstum und im Erwachsenenalter auf schlanke Körperkondition achten, um Gelenke und Herz-Kreislauf-System zu entlasten.
  • Ohren in festen Abständen kontrollieren lassen, vor allem bei häufigem Aufenthalt im Gelände oder nach Nässe.
  • Pfoten, Krallen und Haut nach Einsätzen auf unebenem Untergrund oder im Wald regelmäßig kontrollieren.
  • Regelmäßige allgemeine Vorsorgeuntersuchungen einplanen, insbesondere zur Beurteilung von Bewegungsapparat, Gewicht und Belastbarkeit.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Brandlbracke kann je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein Vollschutz sinnvoll sein.

Die Brandlbracke ist ein mittelgroßer bis größerer, ausdauernder und bewegungsfreudiger Hund. Bei aktiven Laufhunden können durch hohe Belastung des Bewegungsapparats, Jagd- und Freizeitaktivitäten sowie Verletzungen im Gelände tierärztliche Kosten entstehen. Zusätzlich können Diagnostik, Behandlungen und mögliche Operationen bei orthopädischen Problemen oder Verletzungen spürbare Ausgaben verursachen. Ein Vollschutz kann sinnvoll sein, wenn neben Operationen auch laufende Behandlungen abgesichert werden sollen; eine OP-Versicherung kann genügen, wenn vor allem hohe Einmalkosten abgesichert werden sollen.

  • Auch nicht operative Behandlungen wie Lahmheitsabklärungen, Medikamente oder Nachsorge können sich summieren.
  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Beschwerden mit entsprechendem Behandlungsaufwand auftreten.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkose und chirurgische Eingriffe können schnell hohe Tierarztkosten verursachen.
  • Die Brandlbracke ist sehr aktiv und kann durch Bewegung im Gelände ein erhöhtes Verletzungsrisiko haben.
  • Behandlung von Ohren- oder Hautproblemen, die bei aktiven Hunden wiederkehrende Tierarztbesuche auslösen können.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Gelenkproblemen einschließlich Narkose und Nachsorge.
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit oder Belastungsproblemen mit Kosten für Untersuchung und Bildgebung.
  • Verletzungen an Pfoten, Bändern oder Gelenken durch hohe Aktivität und Bewegung im unwegsamen Gelände.
  • Auf transparente Selbstbeteiligung und ausreichend hohe Jahresleistungen kann geachtet werden.
  • Bei aktiven Hunden kann eine Absicherung für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT vor einer Operation hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen, Narkose und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Wer auch laufende Behandlungen absichern möchte, kann auf Leistungen für Untersuchungen, Medikamente und Physiotherapie achten.
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