Hund im Rasseprofil

Bosnische Rauhhaarbracke

Die Bosnische Rauhhaarbracke ist ein robuster, ausdauernder Laufhund aus dem westlichen Balkan. Sie wurde für die Jagd in bergigem und bewaldetem Gelände gezüchtet und ist vor allem für ihre Widerstandsfähigkeit, Spurtreue und ihr raues, wetterfestes Haarkleid bekannt.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndEigenstaendigNaseorientiertRobust
Ein älterer Bosnische Rauhhaarbracke Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Bosnische Rauhhaarbracke genießt die Zuneigung seines Besitzers in einer warmen und sicheren Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Bosnien und Herzegowina

Größe

Mittel

Schulterhöhe

46-56 cm

Gewicht

16-24 kg

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Stockhaar

Farben

Weizengelb, Rötlichgelb, Erdgrau, Mit schwarzen Abzeichen, Mit weißen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 155

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Bosnische Rauhhaarbracke

Bosnische Rauhhaarbracke steht aufmerksam in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund.
Die Bosnische Rauhhaarbracke wird hier in einer ruhigen, professionellen Porträtaufnahme gezeigt.
Ein Bosnische Rauhhaarbracke Hund mit leichtem Verband an der Pfote liegt entspannt auf einer Decke, während sein Besitzer beruhigt neben ihm sitzt.
Ein Hund mit Verband genießt die Sorgenfreiheit seiner fürsorglichen Umgebung.
Bosnische Rauhhaarbracke sitzt ruhig neben ihrem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Untersuchung: Der Hund wartet gemeinsam mit seinem Besitzer in einer modernen Tierarztpraxis.

Charakter

Die Bosnische Rauhhaarbracke ist ein ausdauernder, robuster und arbeitsfreudiger Laufhund mit klarem Jagdbezug. Im Alltag zeigt sie sich häufig aufmerksam, lebhaft und eigenständig, zugleich aber bei guter Auslastung loyal gegenüber ihren Bezugspersonen. Ihr Charakter ist meist weniger auf ständige Gefälligkeit als auf selbstständiges Arbeiten ausgelegt.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndEigenstaendigNaseorientiertRobust
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernfähig, aber oft mit jagdhundtypischer Eigenständigkeit. Die Erziehung gelingt meist besser über konsequente, faire Führung und motivierende Arbeit als über häufige Wiederholungen ohne erkennbaren Zweck.

Wachtrieb

Aufmerksam und meldet Auffälligkeiten oft zuverlässig, ist jedoch in erster Linie kein klassischer Schutz oder Schärfehund. Wachverhalten zeigt sich eher über Aufmerksamkeit und Lautgeben.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Als Bracke bringt sie meist eine starke Spur und Fährtenpassion sowie große Motivation für jagdnahe Reize mit.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Vertreter sind menschenbezogen genug, um längeres Alleinbleiben ohne Training schwierig zu finden, zugleich kann Unterforderung unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Diese Rasse wurde für die Jagd gezüchtet und bringt in der Regel einen deutlichen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf mit. Eine verlässliche Erziehung, frühe Sozialisierung und sinnvolle Nasenarbeit sind wichtig. Als reiner Wohnungs- und Gelegenheitsbegleiter ist sie oft nur eingeschränkt geeignet. Individuelle Unterschiede in Temperament, Reizlage und Sozialverhalten sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klarer Erziehung und jagdhundgerechtem Alltag kann die Rasse in manchen Familien gut leben. Sie ist aber meist kein unkomplizierter Nebenbeihund, da Bewegungsdrang, Lautfreude und Jagdtrieb den Alltag stark prägen können. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien mit wenig Zeit für Training und Beschäftigung ist sie oft nur eingeschränkt passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger meist nur bedingt geeignet. Der ausgeprägte Jagdtrieb, die Selbstständigkeit und der hohe Beschäftigungsbedarf verlangen häufig Erfahrung, Geduld und konsequentes Management. Engagierte Anfänger mit professioneller Begleitung, viel Zeit und Interesse an Nasenarbeit können im Einzelfall dennoch zurechtkommen.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Bosnische Rauhhaarbracke braucht regelmäßig viel Bewegung sowie geistige Auslastung, idealerweise mit Such , Fährten oder jagdnahen Aufgaben.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Aktive Belastung bei hohen Temperaturen sollte angepasst werden, auch wenn die Rasse als robust gilt.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das raue Haarkleid und der robuste Typ bieten meist eine ordentliche Toleranz gegenüber kühlerem Wetter.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn früh ans Mitfahren gewöhnt und ausreichend ausgelastet. Auf langen oder reizintensiven Reisen können Unruhe, Lautäußerungen oder Stress auftreten, wenn Ruhetraining fehlt.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen oft loyal und anhänglich, Fremden gegenüber je nach Linie und Sozialisation eher reserviert bis neutral. Meist nicht übertrieben offensiv, aber aufmerksam.

Kinder

Mit respektvollem Umgang und klaren Regeln oft möglich, besonders in hundeerfahrenen Familien. Wichtig sind Rückzugsmöglichkeiten, Aufsicht und ausreichende Auslastung, da ein unterforderter Jagdhund schnell unruhig werden kann.

Andere Hunde

Häufig brauchbar im Umgang mit Artgenossen, insbesondere bei früher Sozialisierung. Das Verhalten kann situationsabhängig sein; Erregung, Ressourcen oder jagdliche Reize können das Miteinander beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Rauhaarpflege

Pflegeintervall

2-3x pro Woche bürsten, gelegentlich trimmen

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrollieren
  • Pfoten nach Einsätzen im Gelände auf Fremdkörper prüfen
  • Totes Deckhaar regelmäßig per Hand oder Trimmwerkzeug entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das raue Fell sollte nicht zu häufig gebadet werden, damit die natürliche Fellstruktur erhalten bleibt.
  • Nach Spaziergängen in Wald und Unterholz sollten Fell und Pfoten auf Kletten, Zecken und kleine Verletzungen kontrolliert werden.
  • Regelmäßiges Trimmen kann helfen, das Fell funktional und wetterfest zu halten.
DrahtbürsteKammKrallenschereTrimmmesserZahnbürste für Hunde

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, alters- und aktivitätsgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein unterstützt Kondition und Muskulatur. Die Futtermenge sollte an Bewegung, Körpergewicht und Jahreszeit angepasst werden. Leckerlis sollten in die tägliche Gesamtenergiemenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv1060 kcal
16 kgInaktiv700 kcal
16 kgNormal880 kcal
20 kgAktiv1240 kcal
20 kgInaktiv820 kcal
20 kgNormal1020 kcal
24 kgAktiv1420 kcal
24 kgInaktiv930 kcal
24 kgNormal1170 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben in abwechslungsreichem Gelände
  • Ausgedehnte Spaziergänge mit vielen Geruchseindrücken
  • Fährtensuche
  • Gehirnarbeit mit Signal- und Impulskontrollübungen
  • Nasenspiele und Suchaufgaben

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Bosnischen Rauhhaarbracke

Die Bosnische Rauhhaarbracke ist eine traditionelle Jagdhunderasse aus Bosnien und Herzegowina. Sie entwickelte sich im bergigen Balkanraum als widerstandsfähiger Laufhund für die Jagd unter schwierigen klimatischen und topografischen Bedingungen. Ihr raues Fell schützt sie bei der Arbeit in dichtem Unterholz und bei schlechtem Wetter.

Die Rasse war lange vor allem regional verbreitet und wurde von Jägern wegen ihrer Ausdauer, Spurlautstärke und Geländesicherheit geschätzt. Im 20. Jahrhundert erfolgte die kynologische Erfassung und Standardisierung. International ist die Rasse von der FCI anerkannt, bleibt außerhalb ihrer Herkunftsregion jedoch selten.

  1. Entwicklung als regionaler Jagd- und Laufhund im bergigen Gebiet Bosniens.

  2. 1965

    Die Rasse wurde von der FCI offiziell anerkannt.

  3. Die Bosnische Rauhhaarbracke blieb vor allem in ihrer Herkunftsregion als spezialisierter Jagdhund erhalten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Bosnische Rauhhaarbracke gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Jagdhunderasse mit häufig guter Grundkondition. Wie bei mittelgroßen bis größeren aktiven Hunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich des Bewegungsapparats, der Ohren und der allgemeinen Belastungsverträglichkeit auftreten. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge unterstützen die Gesunderhaltung.

Bei guter Haltung, ausgewogener Belastung und regelmäßiger Vorsorge wird häufig eine für mittelgroße Jagdhunde solide Lebenserwartung beobachtet.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Lauf- und Jagdhunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen, was sich auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken kann.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Erkrankungen im Bereich des Ellbogengelenks können bei mittelgroßen bis größeren, lauffreudigen Hunden als mögliches Risiko auftreten und zu eingeschränkter Belastbarkeit führen.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, angepasstes Training im Wachstum und Zuchttiere mit unauffälligem Bewegungsapparat bevorzugen.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende oder dicht behaarte Ohren können ein feuchtes Milieu begünstigen, wodurch äußere Gehörgangsentzündungen bei jagdlich geführten Hunden häufiger vorkommen können.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder starker Verschmutzung schonend reinigen und bei wiederkehrenden Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

Verletzungsbedingte Pfoten- und Weichteilprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit ausgeprägtem Arbeits- und Jagdeinsatz können kleinere Verletzungen an Pfoten, Haut oder Muskulatur als belastungsbedingtes Risiko auftreten.

Prävention: Pfoten nach Arbeit im Gelände kontrollieren, Belastung an Untergrund und Kondition anpassen und kleine Haut- oder Ballenverletzungen früh versorgen lassen.

Magen-Darm-Belastungen bei starker Aktivität

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden können Verdauungsbeschwerden im Zusammenhang mit Fütterung, Stress oder hoher körperlicher Belastung auftreten.

Prävention: Fütterung und intensive Bewegung zeitlich trennen, Futtermenge sinnvoll aufteilen und auf eine konstante, gut verträgliche Ernährung achten.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Pfoten
  • Bei regelmäßig hoher Aktivität Fütterung, Regenerationszeiten und Pfotenpflege tierärztlich oder fachlich begleiten lassen.
  • Das Körpergewicht schlank halten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Ohren nach Einsätzen im Gelände, bei Feuchtigkeit und bei vermehrter Verschmutzung kontrollieren lassen.
  • Regelmäßige orthopädische Beurteilungen im Wachstum und bei sportlicher oder jagdlicher Nutzung einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Bosnische Rauhaarbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Bosnische Rauhaarbracke ist ein mittelgroßer, aktiver Jagdhund mit hoher Bewegungsfreude und regelmäßigem Einsatz im Gelände. Dadurch können Verletzungen an Bewegungsapparat, Pfoten oder Ohren sowie unfallbedingte Behandlungen entstehen. Zusätzlich können im Laufe des Hundelebens diagnostische Maßnahmen, Operationen oder Behandlungen bei orthopädischen und allgemeinen Gesundheitsproblemen relevant werden. Ein Vollschutz kann laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen und den damit verbundenen Kosten entlasten kann.

  • Als aktiver Lauf- und Jagdhund hat die Rasse ein erhöhtes Risiko für Verletzungen bei Bewegung im unwegsamen Gelände.
  • Belastungen von Gelenken, Muskeln und Bändern können bei bewegungsfreudigen Hunden zu tierärztlichen Untersuchungen und Behandlungen führen.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkosen und chirurgische Eingriffe können auch bei ansonsten robusten Hunden zu höheren Einmalkosten führen.
  • Hängeohren und Außeneinsätze können Ohrprobleme begünstigen, die wiederkehrende Behandlungen erforderlich machen können.
  • Größere Eingriffe mit Narkose, Bildgebung und Nachsorge können zu deutlich höheren Tierarztkosten führen.
  • Ohrentzündungen oder wiederkehrende Ohrenprobleme können regelmäßige Behandlungen und Kontrollen verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden am Bewegungsapparat können Diagnostik, Schonung, Medikamente oder operative Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Unfallbedingte Verletzungen an Pfoten, Haut, Muskulatur oder Bändern können durch den Einsatz im Gelände auftreten.
  • Bei viel Aktivität im Freien kann auf Leistungen für Unfallfolgen und Verletzungsbehandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchungen und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall vor einer OP berücksichtigt.
  • Wer auch wiederkehrende Behandlungen absichern möchte, kann einen Vollschutz mit Leistungen für allgemeine Tierarztkosten prüfen.
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