Hund im Rasseprofil

Bologneser

Der Bologneser ist ein kleiner italienischer Begleithund mit langem, überwiegend weißem Fell. Er gilt als anhänglich, aufmerksam und eng auf seine Bezugspersonen bezogen.

AnhänglichAufmerksamFreundlichMenschenbezogenRuhigSensibel
Ein Bologneser Hund springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und fördert die Beweglichkeit im Alltag.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Italien

Größe

Klein

Schulterhöhe

25-30 cm

Gewicht

2,5-4 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Lang, Wollig

Farben

Weiss

FCI-Gruppe

Gruppe 9

FCI-Standard

Nr. 196

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Bologneser

Ein Bologneser Hund mit leichtem Verband liegt beruhigt auf einer Decke, während sein Besitzer erleichtert neben ihm sitzt.
Ein Bologneser Hund erhält liebevolle Betreuung nach einer leichten Verletzung.
Ein älterer Bologneser Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Der liebevolle Umgang mit Haustieren schafft ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Ein entspannter Bologneser sitzt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung und vermittelt eine vertrauensvolle Atmosphäre.
Ein glücklicher Bologneser und sein Halter genießen eine vertrauensvolle Zeit in ihrer modernen Wohnung.

Charakter

Der Bologneser ist ein kleiner, anhänglicher und menschenbezogener Begleithund mit eher ruhigem bis mäßig lebhaftem Temperament. Er gilt oft als freundlich, aufmerksam und sensibel, ohne besonders ausgeprägten Jagd- oder Schutztrieb. Seine enge Bindung an Bezugspersonen macht ihn angenehm im Alltag, kann aber auch dazu führen, dass Alleinbleiben behutsam aufgebaut werden sollte.

AnhänglichAufmerksamFreundlichMenschenbezogenRuhigSensibel
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel2/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn mit Geduld, positiver Bestärkung und liebevoller Konsequenz gearbeitet wird. Der Bologneser ist oft aufmerksam und kooperativ, kann aber sensibel auf Härte oder unklare Signale reagieren.

Wachtrieb

Ein mäßiger Wachtrieb ist möglich: Viele Bologneser melden Besucher oder ungewohnte Geräusche, ohne typische ausgeprägte Wachhunde zu sein.

Jagdtrieb

In der Regel eher gering ausgeprägt. Dennoch können einzelne Hunde auf schnelle Bewegungen oder kleine Tiere reagieren.

Alleinbleiben

Oft nur bedingt und nach sorgfältigem Training geeignet, da die Rasse meist eine enge Bindung an ihre Menschen aufbaut. Längere Zeiten allein fallen vielen Vertretern eher schwer.

Der individuelle Charakter kann je nach Zucht, Sozialisation, Haltung und Training variieren. Der Bologneser ist meist gut als naher Alltagsbegleiter geeignet, braucht aber trotzdem klare, freundliche Erziehung und regelmäßige Beschäftigung. Eine gute Kinder- und Hundeverträglichkeit ist häufig möglich, sollte jedoch nicht pauschal vorausgesetzt werden.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn er eng in den Alltag eingebunden wird und Kinder lernen, respektvoll mit einem kleinen Hund umzugehen. Für sehr turbulente Haushalte oder groben Umgang ist er nicht immer ideal, da er eher sensibel sein kann.

Wohnung

Ja

Anfänger

Häufig gut für motivierte Anfänger geeignet, weil er meist handlich, lernwillig und alltagstauglich ist. Dennoch sollten Einsteiger Zeit für Fellpflege, Bindungsarbeit, Grundgehorsam und das schrittweise Üben des Alleinbleibens einplanen.

Bewegungsbedarf

Eher niedrig bis moderat. Tägliche Spaziergänge, etwas Spiel und geistige Beschäftigung reichen meist aus; ein reiner Sofahund ist er trotzdem nicht.

Hitzeverträglichkeit

Nur mäßig hitzeverträglich. Bei warmem Wetter sind schattige Wege, Wasser und angepasste Aktivität sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Durch das dichte Fell meist ordentlich gegen kühlere Temperaturen geschützt, bei Nässe, Wind oder längerer Kälte sollte aber individuell auf den Hund geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Oft recht reisetauglich, wenn er früh an Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Seine enge Bindung an Menschen kann Reisen erleichtern, solange er nicht durch ständigen Trubel überfordert wird.

  • Begleithund
  • Familienhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugewandt und stark auf vertraute Menschen fixiert. Gegenüber Fremden zeigen manche Hunde sich zunächst etwas reserviert, in der Regel aber nicht scharf oder aggressiv.

Kinder

Bei ruhigem, respektvollem Umgang oft gut verträglich. Wegen seiner kleinen Größe und teils sensiblen Art passt er meist besser zu verständigen Kindern als zu sehr stürmischem Umgang.

Andere Hunde

Bei guter Sozialisation häufig gut verträglich und sozial. Wie bei vielen kleinen Hunden sind positive frühe Erfahrungen und ein souveränes Management wichtig.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Augen , Ohren , Zahn und Krallenpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, Gesicht und Augenbereich möglichst täglich kontrollieren

Fellpflege

Hoch

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Augenbereich reinigen und auf Tränenspuren achten
  • Bei Bedarf baden und Fell sorgfältig trocknen
  • Fell gründlich bürsten und kämmen
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten und Haar zwischen den Ballen sauber halten
  • Verfilzungen besonders an Ohren, Beinen und Bauch lösen
  • Zähne regelmäßig putzen
  • Das lange, weiße Fell neigt ohne regelmäßige Pflege zu Knoten und Verfilzungen.
  • Der Augenbereich sollte häufig kontrolliert werden, da helle Hunde sichtbare Tränenspuren entwickeln können.
  • Nach Spaziergängen sollten Pfoten und Fell auf Schmutz und kleine Verknotungen kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Zahnpflege ist bei kleinen Hunderassen besonders wichtig.
  • Sanftes Kämmen bis auf die Haut hilft, versteckte Verfilzungen zu vermeiden.
AugenpflegepadsEntfilzungskammHundeshampooKrallenschereMetallkammWeiche BürsteZahnbürste für Hunde

Ernährung & Kalorien

Der Bologneser ist ein kleiner Begleithund und profitiert von einer ausgewogenen, altersgerechten Ernährung für kleine Hunderassen. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Alter und Aktivität angepasst werden. Kleine Portionen über den Tag verteilt können gut geeignet sein. Auf eine kontrollierte Energiezufuhr achten, da kleine Hunde bei geringer Bewegung schneller zunehmen können. Frisches Wasser sollte immer verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
3 kgAktiv255 kcal
3 kgInaktiv160 kcal
3 kgNormal210 kcal
4 kgAktiv305 kcal
4 kgInaktiv195 kcal
4 kgNormal250 kcal
5 kgAktiv350 kcal
5 kgInaktiv225 kcal
5 kgNormal290 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Intelligenzspiele und Futterspiele
  • kleine Apportier- und Bringübungen
  • soziale Beschäftigung mit engem Familienkontakt
  • spielerische Suchspiele in der Wohnung oder im Garten
  • tägliche Spaziergänge in ruhigem bis moderatem Tempo
  • Tricktraining und kurze Lerneinheiten

Passende Aktivitäten

Hoopers in angepasster FormLongieren in leichter FormNasenarbeitTrickdogging

Geschichte des Bolognesers

Der Bologneser gehört zu den alten europäischen Gesellschaftshunden und wird traditionell mit Norditalien, besonders dem Raum Bologna, in Verbindung gebracht. Er zählt zu den Bichon-verwandten Kleinhunden und war über viele Jahrhunderte vor allem ein Begleiter des Adels und wohlhabender Haushalte.

Bereits in der frühen Neuzeit finden sich Darstellungen kleiner weißer Hunde, die dem heutigen Bologneser ähneln. Die Rasse war insbesondere an italienischen und anderen europäischen Höfen geschätzt und wurde häufig als Geschenk unter Adelshäusern weitergegeben.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert nahm die Verbreitung zeitweise ab. Später wurde die Zucht in Italien und anderen europäischen Ländern gezielter organisiert. Heute ist der Bologneser als kleine, eher seltene Begleithunderasse offiziell anerkannt.

  1. Die Rasse entwickelt sich in Norditalien und wird besonders mit der Stadt Bologna verbunden.

  2. 16

    In der frühen Neuzeit werden kleine weiße Gesellschaftshunde, die dem Bologneser ähneln, in Kunst und höfischem Umfeld dargestellt.

  3. Der Bologneser wird über lange Zeit als Begleithund des europäischen Adels gehalten und als Geschenk zwischen Höfen geschätzt.

  4. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert geht die Verbreitung der Rasse zeitweise zurück.

  5. 1989

    Die FCI führt den Bologneser als offiziell anerkannten Standard in Gruppe 9 unter der Standard-Nummer 196.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Bologneser gilt insgesamt als eher robuste kleine Hunderasse. Wie bei vielen kleinen Begleithunden können jedoch einzelne rassetypische Risiken im Bereich Augen, Kniescheiben und Gebiss auftreten. Regelmäßige Vorsorge, Gewichtskontrolle sowie eine sorgfältige Fell- und Zahnpflege unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung erreicht der Bologneser häufig ein höheres Lebensalter. Kleinere orthopädische, augenbezogene oder zahnmedizinische Themen können im Verlauf eine Rolle spielen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen Hunderassen kann die Kniescheibe leichter aus ihrer Führung gleiten. Das Risiko gilt auch beim Bologneser als mögliches rassetypisches Thema.

Prävention: Auf ein gesundes Körpergewicht achten, Sprünge aus größerer Höhe begrenzen und bei Zuchtlinien auf orthopädische Untersuchungen achten.

Zahnerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Kleine Hunderassen neigen häufiger zu Zahnstein, Zahnfleischproblemen und engem Zahnstand. Beim Bologneser sollte die Zahngesundheit daher besonders beachtet werden.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, Kontrolle des Gebisses, geeignete Kauartikel und tierärztliche Zahnchecks einplanen.

Augenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen langhaarigen Begleithunden können vermehrter Tränenfluss, Reizungen oder andere augenbezogene Veränderungen vorkommen. Beim Bologneser werden solche Themen als mögliche rassetypische Risiken beschrieben.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, Fell im Gesichtsbereich sauber halten und Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch das dichte, pflegeintensive Fell können Hautreizungen oder Verfilzungsfolgen begünstigt werden. Das betrifft vor allem die Pflege und weniger eine spezifische Erkrankung.

Prävention: Fell regelmäßig pflegen, Verfilzungen vermeiden, Haut auf Rötungen prüfen und auf gut verträgliche Pflegeprodukte achten.

  • Hitze
  • Übergewicht
  • Unzureichende Fellpflege
  • Zugluft
  • Auf konsequente Zahnpflege achten und Zahnstein frühzeitig tierärztlich beurteilen lassen.
  • Das Fell regelmäßig pflegen und die Haut dabei auf Reizungen, Verfilzungen oder Parasiten kontrollieren.
  • Das Körpergewicht im Normalbereich halten, um Gelenke und allgemeine Beweglichkeit zu unterstützen.
  • Regelmäßige Kontrollen von Knien, Augen und Gebiss in die Vorsorge einbeziehen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Bologneser ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Bologneser ist ein kleiner Begleithund mit eher moderatem Aktivitätsniveau, bei dem die laufenden Behandlungskosten meist überschaubar bleiben können. Gleichzeitig können im Laufe des Lebens rassetypische oder bei kleinen Hunden häufiger beobachtete Probleme wie Zahnbehandlungen, Patellaprobleme, Augenbefunde oder einzelne operative Eingriffe relevant werden. Ein Vollschutz kann daher sinnvoll sein, wenn neben Operationen auch Diagnostik, Medikamente und allgemeine Behandlungen abgesichert werden sollen. Wer die monatlichen Kosten niedriger halten möchte, kann sich auf eine OP-Versicherung konzentrieren.

  • Augenerkrankungen oder Augenverletzungen können Untersuchungen, Medikamente oder Eingriffe nach sich ziehen.
  • Ein Vollschutz kann sinnvoll sein, wenn auch ambulante Behandlungen, Bildgebung und Medikamente berücksichtigt werden sollen.
  • Kleine Hunderassen können trotz geringer Körpergröße kostenintensive Operationen benötigen.
  • Patellaluxation oder andere orthopädische Probleme können Diagnostik und chirurgische Behandlungen erforderlich machen.
  • Zahnprobleme und notwendige Zahnsanierungen kommen bei kleinen Hunden häufiger vor und können wiederkehrende Kosten verursachen.
  • Augenuntersuchungen, Medikamente oder Eingriffe bei Augenproblemen können kostenrelevant sein.
  • Bildgebende Diagnostik und Laboruntersuchungen können auch bei kleineren Hunden spürbare Kosten verursachen.
  • Operationen bei Patellaluxation oder anderen Gelenkproblemen können mehrere Behandlungsschritte umfassen.
  • Unfallbedingte Verletzungen können unabhängig von Größe und Aktivitätsniveau unerwartete Behandlungskosten verursachen.
  • Zahnstein, Zahnextraktionen oder Entzündungen im Maulbereich können wiederkehrende Tierarztkosten auslösen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Nachsorge und stationärem Aufenthalt achten.
  • Bei Vollschutz auf Leistungen für Zahnbehandlungen und medizinisch notwendige Zahneingriffe achten.
  • Ein Tarif mit flexibler Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag an das eigene Budget anzupassen.
  • Wartezeiten, Leistungsgrenzen pro Jahr und mögliche Ausschlüsse für rassetypische Erkrankungen prüfen.
  • Wenn möglich einen Tarif wählen, der auch Diagnostik vor einer Operation, etwa Röntgen oder Ultraschall, einschließt.
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