Hund im Rasseprofil

Berger des Pyrénées à poil long

Der Berger des Pyrénées à poil long ist ein kleiner bis mittelgroßer französischer Hütehund aus dem Pyrenäengebiet. Er gilt als lebhaft, sehr aufmerksam und arbeitsfreudig und wurde traditionell zum Hüten und Treiben von Vieh eingesetzt.

AnhänglichArbeitsfreudigIntelligentLebhaftSensibelTemperamentvollWachsam
Ein Hundebesitzer nutzt seinen Laptop auf dem Sofa, während ein Berger des Pyrénées à poil long stolz daneben sitzt.
In einer ruhigen Wohnung vergleicht ein Hundehalter Versicherungen, während sein Hund an seiner Seite sitzt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

38-48 cm

Gewicht

8-15 kg

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Felltypen

Langhaar, Rauhaar

Farben

Falb, Rehfarben, Grau, Blau grau, Gestromt, Schwarz, Schwarz mit weißen Abzeichen, Harlekin

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 141

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Berger des Pyrénées à poil long

Ein glücklicher Berger des Pyrénées à poil long sitzt entspannt neben seinem Halter in einer hellen modernen Wohnung – ein vertrauensvolles Bild rund um Hundegesundheit und Hunderversicherung.
Ein entspannter Hund und sein Halter in einer modernen Wohnumgebung vermitteln Sicherheit, Vertrauen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Tiergesundheit.
Ein vitaler Berger des Pyrénées à poil long läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein gesunder, aktiver Hund in natürlicher Bewegung – ein Bild für Lebensfreude, Fitness und verantwortungsvolle Hundehaltung.
Eine Tierärztin untersucht einen ruhigen Berger des Pyrénées à poil long mit dem Stethoskop, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
In einer modernen Tierarztpraxis wird ein ruhiger Hund behutsam untersucht, während sein Besitzer an seiner Seite bleibt.

Charakter

Der Berger des Pyrénées à poil long ist ein lebhafter, sehr aufmerksamer und arbeitsfreudiger Hütehund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt als intelligent, reaktionsschnell und temperamentvoll, braucht aber eine konsequente, faire Führung sowie ausreichende geistige und körperliche Auslastung.

AnhänglichArbeitsfreudigIntelligentLebhaftSensibelTemperamentvollWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Gut erziehbar, wenn Training abwechslungsreich, klar und fair gestaltet wird. Der Berger des Pyrénées lernt schnell, reagiert aber oft sensibel auf Härte und kann bei inkonsequenter Führung eigene Entscheidungen treffen.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse meldet zuverlässig, beobachtet ihre Umgebung aufmerksam und zeigt häufig territoriale Wachsamkeit, ohne automatisch ein klassischer Schutzhund zu sein.

Jagdtrieb

Meist eher mäßig ausgeprägt, kann aber individuell vorhanden sein, besonders bei schnellen Bewegungsreizen. Der ursprüngliche Hüteinstinkt steht in der Regel stärker im Vordergrund als ein ausgeprägter Jagdtrieb.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Viele Vertreter bauen eine enge Bindung auf und sollten das Alleinbleiben kleinschrittig lernen. Zu lange oder zu häufige Isolation kann Unruhe, Bellen oder unerwünschtes Verhalten fördern.

Die Rasse ist oft sensibel, bewegungsfreudig und wachsam. Ohne passende Beschäftigung kann sie zu Nervosität, übermäßigem Melden oder eigenständigem Verhalten neigen. Frühe Sozialisierung und ruhiger Trainingsaufbau sind wichtig.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt bis gut geeignet, wenn die Familie aktiv ist, den Hund sinnvoll beschäftigt und seine Sensibilität respektiert. Mit guter Sozialisierung kann er sich eng an seine Menschen binden. Für sehr turbulente Haushalte oder Familien ohne Zeit für Training und Auslastung ist er meist weniger passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur eingeschränkt geeignet. Anfänger können mit dieser Rasse zurechtkommen, wenn sie sich intensiv mit Hütehundverhalten, Training und Beschäftigung befassen und bereit sind, konsequent sowie ruhig zu erziehen. Ohne Erfahrung mit aktiven, sensiblen Hunden kann der Berger des Pyrénées schnell fordernd werden.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Rasse braucht täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung, zum Beispiel durch Training, Nasenarbeit, Hüteersatzarbeit, Geschicklichkeitsaufgaben oder lange abwechslungsreiche Spaziergänge.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte die Aktivität angepasst werden, da der Hund trotz guter Kondition keine große Hitzereserve hat und eher in den kühleren Tageszeiten arbeiten sollte.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Herkunft aus den Pyrenäen begünstigt eine ordentliche Widerstandsfähigkeit gegenüber kühlem und wechselhaftem Wetter, wobei individuelle Unterschiede und Fellpflege eine Rolle spielen.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung meist ordentlich. Der Hund ist beweglich und anpassungsfähig, kann aber auf Reize sensibel reagieren. Früh trainierte Ruhe, sichere Routinen und ausreichend Pausen verbessern die Reisetauglichkeit deutlich.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist sehr anhänglich und aufmerksam. Fremden begegnet die Rasse oft reserviert bis wachsam, daher ist frühe positive Sozialisierung wichtig.

Kinder

Mit rücksichtsvollen Kindern im eigenen Umfeld oft gut verträglich, sofern der Hund ausreichend Rückzugsmöglichkeiten hat und Kinder den Umgang mit Hunden kennen. Wegen Temperament und möglichem Hüteverhalten sollte das Zusammenleben begleitet werden.

Andere Hunde

Je nach Sozialisation oft ordentlich bis selektiv verträglich. Mit früher Gewöhnung klappt das Zusammenleben häufig gut, doch Temperament, Wachsamkeit und Unsicherheit können im Einzelfall zu Spannungen führen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Maessig

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich durchbürsten
  • Krallen kontrollieren
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Schmutz und kleine Äste aus dem Fell entfernen
  • Verfilzungen hinter den Ohren und an den Hosen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Aktive Hunde dieser Rasse profitieren von einer frühen Gewöhnung an Bürsten, Krallenkontrolle und Zahnpflege.
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Fellstruktur erhalten bleibt.
  • Bei Nässe und nach Spaziergängen in Wald oder Wiese das Fell auf Verknotungen und Fremdkörper prüfen.
  • Das lange, raue Fell sollte regelmäßig bis auf die Unterwolle durchgekämmt werden.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKrallenzangeMetallkammPinbürste

Ernährung & Kalorien

Der Berger des Pyrénées à Poil Long ist ein lebhafter, bewegungsfreudiger Hund und benötigt eine ausgewogene, dem Aktivitätsniveau angepasste Ernährung. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und tägliche Bewegung angepasst werden. Hochwertiges Protein unterstützt Muskulatur und Regeneration. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden, um Übergewicht zu vermeiden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
8 kgAktiv570 kcal
8 kgInaktiv360 kcal
8 kgNormal460 kcal
10 kgAktiv680 kcal
10 kgInaktiv430 kcal
10 kgNormal540 kcal
14 kgAktiv870 kcal
14 kgInaktiv540 kcal
14 kgNormal700 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Denkspiele
  • bewegungsreiche Aufgaben mit enger Zusammenarbeit mit dem Menschen
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • tägliche lange Spaziergänge mit wechselnden Routen
  • Tricktraining und kurze Lerneinheiten

Passende Aktivitäten

AgilityHoopersMantrailingObedienceTreibball

Geschichte des Berger des Pyrénées à poil long

Der Berger des Pyrénées à poil long stammt aus den französischen Pyrenäen und gehört zu den alten regionalen Hütehundschlägen dieser Gebirgslandschaft. Er wurde über lange Zeit vor allem nach Arbeitsleistung gezüchtet und diente Schäfern als wendiger, ausdauernder Treib- und Hütehund.

Seine Aufgabe bestand darin, Herden über unwegsames Gelände zu führen und eng mit größeren Herdenschutzhunden zusammenzuarbeiten. Dadurch entwickelte sich ein leichter, sehr beweglicher und reaktionsschneller Hundetyp.

Außerhalb seiner Herkunftsregion war die Rasse lange wenig bekannt. Erst im 20. Jahrhundert wurde sie kynologisch klarer erfasst und standardisiert. Heute gilt der Berger des Pyrénées à poil long als spezialisierte, eher seltene Hunderasse, die weiterhin für ihre Arbeitsfreude, Aufmerksamkeit und enge Bindung an den Menschen geschätzt wird.

  1. Im Pyrenäengebiet entwickelt sich ein regionaler langhaariger Hütehundtyp für die Arbeit an Schaf- und Viehherden.

  2. 1926

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

  3. Im 20. Jahrhundert erfolgt eine genauere kynologische Abgrenzung zwischen den Varietäten des Berger des Pyrénées, darunter der langhaarige Schlag.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Berger des Pyrénées à poil long gilt insgesamt als eher robuste und agile Hunderasse. Wie bei mittelgroßen, aktiven Hunden können jedoch bestimmte orthopädische, augenbezogene und hautbezogene Risiken vorkommen. Eine angepasste Bewegung, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sowie sorgfältige Fell- und Hautpflege unterstützen die allgemeine Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Hund. Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung kann die Rasse oft lange aktiv bleiben.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, steifer Gang oder Belastungsunlust.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf unauffällige Untersuchungsergebnisse achten.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleineren bis mittelgroßen, beweglichen Hunden kann ein Risiko für eine Verlagerung der Kniescheibe bestehen. Dies kann sich zeitweise durch Hüpfen oder Entlasten einer Hintergliedmaße zeigen.

Prävention: Normales Körpergewicht erhalten, auf passende Belastung achten und bei Auffälligkeiten des Gangbilds eine tierärztliche Abklärung veranlassen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

In einigen Linien können erbliche oder altersabhängige Augenprobleme vorkommen. Dazu zählen mögliche Veränderungen, die das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen können.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Zuchteinsatz mit augenärztlicher Kontrolle und frühzeitige Abklärung bei Rötung, Tränenfluss oder Sehunsicherheit.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Das lange Fell kann die Hautbeobachtung erschweren. Verfilzungen, Reizungen oder äußere Parasiten können daher mitunter später auffallen, wenn die Pflege nicht regelmäßig erfolgt.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, Hautkontrollen, Parasitenprophylaxe und eine gut verträgliche Ernährung unterstützen die Hautgesundheit.

Zahnstein und Zahnfleischprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Wie bei vielen Hunden können Zahnbelag, Zahnstein und Reizungen des Zahnfleischs auftreten. Eine konsequente Maulhygiene kann das Risiko reduzieren.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignete Kauartikel und tierärztliche Kontrollen des Gebisses einplanen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut und Fell
  • Hitze
  • Auf Zahnpflege im Alltag achten und professionelle Zahnkontrollen in die Gesundheitsvorsorge integrieren.
  • Bei Auffälligkeiten wie Lahmheit, springendem Gang, häufigem Blinzeln oder nachlassender Sehfähigkeit eine tierärztliche Untersuchung zeitnah veranlassen.
  • Das lange Fell regelmäßig pflegen und die Haut bis auf die Unterwolle kontrollieren, damit Reizungen oder Parasiten früh auffallen können.
  • Im Junghundealter auf kontrolliertes Wachstum, angepasstes Training und schlanke Körperkondition achten, um Gelenke zu entlasten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Augen, Haut und Zähne einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Berger des Pyrénées à poil long kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist klein bis mittelgroß, beweglich und in der Regel sehr aktiv. Durch das hohe Aktivitätsniveau können Verletzungen des Bewegungsapparats, Biss- oder Schnittverletzungen sowie diagnostische Abklärungen nach Unfällen relevant werden. Zusätzlich können im Laufe des Lebens orthopädische, augenbezogene oder andere tierärztlich abzuklärende Beschwerden Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Untersuchungen, Behandlungen und Medikamente abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einmalkosten bei chirurgischen Eingriffen abfedern kann.

  • Auch bei kleineren bis mittelgroßen Hunden können orthopädische Abklärungen und Behandlungen spürbare Tierarztkosten verursachen.
  • Bei aktiven Hunden können neben Unfällen auch wiederkehrende Behandlungen, Medikamente und Nachsorge relevant werden.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkose und chirurgische Eingriffe können im Einzelfall kostenintensiv sein.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Sport oder Ausflügen erhöhen.
  • Augenbezogene Auffälligkeiten können fachliche Abklärung und je nach Befund weiterführende Behandlung notwendig machen.
  • Orthopädische Beschwerden können wiederholte Untersuchungen, Schmerztherapie oder in einzelnen Fällen operative Maßnahmen erfordern.
  • Unfallbedingte Verletzungen an Pfoten, Weichteilen oder am Bewegungsapparat können Diagnostik und Behandlung auslösen.
  • Zahn- und Maulprobleme sowie Entzündungen können tierärztliche Behandlungen unter Sedation oder Narkose erforderlich machen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Nachsorge und stationärem Aufenthalt achten.
  • Bei Wahl eines Vollschutzes auf Leistungen für ambulante und stationäre Behandlungen sowie Medikamente achten.
  • Eine transparente Regelung zu Wartezeiten, Selbstbeteiligung und Altersgrenzen kann die Tarifwahl erleichtern.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren vor einer Operation berücksichtigt.
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