Hund im Rasseprofil

Bearded Collie

Der Bearded Collie ist ein langhaariger britischer Hütehund mit lebhaftem Wesen, großer Bewegungsfreude und einem typischen zotteligen Erscheinungsbild.

AufmerksamFreundlichIntelligentLebhaftMenschenbezogenSensibelVerspielt
Ein Bearded Collie sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während Sonnenlicht durch das Fenster fällt.
Sichere Autofahrt mit Hund: Ein Bearded Collie sitzt angeschnallt auf der Rückbank und begleitet seine Halterin oder seinen Halter entspannt unterwegs.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Großbritannien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

51-56 cm

Gewicht

18-27 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Doppelfell

Farben

Schiefergrau, Schwarz, Blau, Braun, Sandfarben, Rehfarben, Mit weissen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 271

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Bearded Collie

Ein glücklicher Bearded Collie sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Ein zufriedener Bearded Collie mit seinem Besitzer in einer warmen, einladenden Wohnatmosphäre.
Ein aufmerksamer Bearded Collie steht in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund, mit typischer Fellstruktur und klar erkennbarer Körperform.
Das ruhige Tierportrait zeigt einen Bearded Collie in einer seriösen, redaktionellen Darstellung.
Ein vitaler Bearded Collie läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein aktiver Hund in Bewegung symbolisiert Gesundheit, Lebensfreude und verantwortungsvolle Fürsorge im Alltag.

Charakter

Der Bearded Collie ist ein lebhafter, freundlicher und intelligenter Hütehund mit fröhlichem Wesen. Er gilt meist als aufgeschlossen, bewegungsfreudig und menschenbezogen, braucht aber eine konsequente, freundliche Erziehung sowie ausreichend geistige und körperliche Auslastung.

AufmerksamFreundlichIntelligentLebhaftMenschenbezogenSensibelVerspielt
Verspieltheit5/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn Training abwechslungsreich, fair und konsequent aufgebaut wird. Der Bearded Collie ist intelligent, kann aber auch eigenständig und leicht ablenkbar sein. Eine klare Struktur und frühe Sozialisierung sind wichtig.

Wachtrieb

Vorhanden, aber in der Regel nicht übermäßig ausgeprägt. Er meldet häufig aufmerksam, ist jedoch meist kein ausgesprochener Schutzhund.

Jagdtrieb

Oft eher moderat ausgeprägt. Einzelne Hunde können bewegungsreize stark aufnehmen, besonders bei schneller Umweltbewegung. Ein verlässlicher Rückruf sollte früh trainiert werden.

Alleinbleiben

Nur bedingt geeignet. Als menschenbezogene Rasse bleibt der Bearded Collie meist nicht gern lange allein. Das Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden; zu lange Isolation kann Stress fördern.

Der Bearded Collie ist in der Regel sensibel und arbeitet besser mit positiver Bestärkung als mit Härte. Ohne passende Beschäftigung kann er unruhig werden oder unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln. Individuelle Unterschiede durch Linie, Sozialisation, Training und Haltung sind zu beachten.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn genügend Zeit für Bewegung, Beschäftigung, Fellpflege und Erziehung vorhanden ist. Sein freundliches und spielfreudiges Wesen kann gut in aktive Familien passen. Eine pauschale Eignung für jede Familie lässt sich jedoch nicht ableiten, da Temperament, Erziehung und Alltagssituation entscheidend sind.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für engagierte Anfänger mit Lernbereitschaft bedingt geeignet. Der Bearded Collie ist meist freundlich und kooperativ, fordert aber durch hohes Energielevel, Sensibilität und regelmäßige Pflege ein gutes Management. Für völlig unerfahrene Halter ohne Zeit für Training und Auslastung ist er eher anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Bearded Collie braucht täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung, zum Beispiel durch Training, Suchspiele, Hundesport oder abwechslungsreiche Spaziergänge. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Das dichte, lange Fell kann warme Temperaturen belastender machen. An heißen Tagen sind Schatten, Ruhephasen und angepasste Aktivität wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch sein Fell kommt der Bearded Collie mit kühleren Temperaturen meist besser zurecht als mit Hitze, dennoch sollten Nässe, Wind und individuelle Empfindlichkeit berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung meist ordentlich reisetauglich. Wichtig sind ausreichend Bewegung, Pausen, Fellpflege und eine ruhige Eingewöhnung an Transportmittel. Sehr reizintensive oder lange Reisen können einzelne Hunde dennoch stressen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen und kontaktfreudig gegenüber vertrauten Menschen, häufig auch recht aufgeschlossen gegenüber Besuch. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres Auftreten.

Kinder

Oft kinderfreundlich, besonders bei respektvollem Umgang und passender Gewöhnung. Wegen seiner Lebhaftigkeit kann er jedoch jüngere Kinder unbeabsichtigt stürmisch anrempeln. Aufsicht und klare Regeln bleiben wichtig.

Andere Hunde

Im Allgemeinen sozialverträglich und umgänglich mit anderen Hunden, vor allem bei früher Sozialisierung. Wie immer spielen individuelle Erfahrungen und Führung eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Langes, dichtes Doppelfell mit regelmäßiger Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, während des Fellwechsels häufiger

Fellpflege

Hoch

Haaren

Mittel bis stark, saisonal stärker

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Hoch

  • Bart und Gesichtshaare sauber halten
  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten und Ballen nach Spaziergängen prüfen
  • Unterwolle kontrollieren und Verfilzungen lösen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Besonders hinter den Ohren, an den Achseln und an den Hinterläufen neigt das Fell zum Verknoten.
  • Das lange Fell sollte bis auf die Haut durchgebürstet werden, um versteckte Verfilzungen zu vermeiden.
  • Der Bart kann beim Fressen und Trinken feucht oder verschmutzt werden und sollte regelmäßig gesäubert werden.
  • Nach nassem Wetter oder Spaziergängen im Gelände sollten Schmutz und Pflanzenreste aus dem Fell entfernt werden.
  • Zu häufiges Baden kann Fellstruktur und Haut belasten; nur bei Bedarf baden.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenschereOhrenreiniger für HundePin Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein und angepasster Energiemenge achten. Da der Bearded Collie ein bewegungsfreudiger mittelgroßer Hund ist, sollte die Futtermenge an Aktivität, Alter und Körperkondition angepasst werden. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und auf eine schlanke, gut bemuskelte Figur achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1210 kcal
18 kgInaktiv780 kcal
18 kgNormal980 kcal
23 kgAktiv1450 kcal
23 kgInaktiv930 kcal
23 kgNormal1170 kcal
28 kgAktiv1670 kcal
28 kgInaktiv1070 kcal
28 kgNormal1350 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Gehorsamkeitsübungen
  • intelligente Denkspiele
  • kontrolliertes Freilaufspiel
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
  • tägliche lange Spaziergänge
  • Tricktraining

Passende Aktivitäten

AgilityHoopersMantrailingObedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Bearded Collies

Der Bearded Collie stammt aus Schottland und wurde über lange Zeit als robuster Hüte- und Treibhund für Schafherden genutzt. Seine Vorfahren sind nicht in allen Details eindeutig belegt, doch die Rasse entwickelte sich aus britischen Hütehunden, die auf Arbeitsleistung und Wetterfestigkeit selektiert wurden.

Im 19. Jahrhundert finden sich bereits bildliche und schriftliche Hinweise auf zottelige schottische Hütehunde, die dem heutigen Bearded Collie ähneln. Die moderne Reinzucht nahm im 20. Jahrhundert Gestalt an, als sich Züchter gezielt um Erhalt und Vereinheitlichung des Typs bemühten.

Heute wird der Bearded Collie sowohl als Familien- und Begleithund als auch im Hundesport geschätzt. Sein freundliches Temperament und seine hohe Bewegungsfreude sind bis heute eng mit seiner ursprünglichen Verwendung als Arbeitshund verbunden.

  1. In Schottland entwickeln sich zottelige Hütehunde, aus denen der heutige Bearded Collie hervorgeht.

  2. 1891

    D. J. Thomson Gray beschreibt schottische Schäferhunde, darunter Typen, die dem Bearded Collie zugerechnet werden.

  3. 1912

    In Großbritannien wird ein früher Rasseklub für den Bearded Collie gegründet.

  4. 1944

    Die moderne Zucht des Bearded Collies erhält durch gezielte Zuchtprogramme in Großbritannien neuen Auftrieb.

  5. 1955

    Der Kennel Club in Großbritannien erkennt die Rasse an.

  6. 1967

    Die FCI erkennt den Bearded Collie offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Bearded Collie gilt insgesamt als robuste und aktive Hunderasse, bei der neben einer guten allgemeinen Konstitution auch einige rassetypische gesundheitliche Risiken bekannt sind. Dazu zählen unter anderem mögliche erbliche Augenerkrankungen, orthopädische Belastungen wie Hüftgelenksprobleme sowie einzelne immunvermittelte oder hormonelle Störungen. Das lange, dichte Fell erfordert regelmäßige Pflege, um Haut und Fellzustand gut zu überwachen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für mittelgroße bis große Hunde. Eine sorgfältige Zucht, angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle, Fell- und Hautpflege sowie regelmäßige tierärztliche Vorsorge können dazu beitragen, die Gesundheit langfristig zu unterstützen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Je nach Ausprägung kann dies die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angemessene Bewegung, normales Körpergewicht und die Auswahl gesundheitlich geprüfter Elterntiere achten.

Collie Eye Anomaly

MittelGenetisches Risiko: Ja

Es sind erbliche Veränderungen am Auge bekannt, die bei verwandten Collie-Rassen und auch beim Bearded Collie als mögliches Risiko berücksichtigt werden.

Prävention: Augenuntersuchungen im Rahmen der Zuchtplanung und regelmäßige augenärztliche Kontrollen berücksichtigen.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse können erbliche Netzhauterkrankungen als mögliches Risiko vorkommen. Frühe Kontrollen können helfen, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Prävention: Zuchtuntersuchungen und regelmäßige ophthalmologische Vorsorgeuntersuchungen einplanen.

Hypothyreose

MittelGenetisches Risiko: Ja

Beim Bearded Collie wird gelegentlich ein erhöhtes Risiko für Schilddrüsenunterfunktion beschrieben. Dies kann den Stoffwechsel sowie Haut- und Fellqualität beeinflussen.

Prävention: Regelmäßige Gesundheitschecks durchführen und bei Veränderungen von Gewicht, Aktivität, Haut oder Fell tierärztlich abklären lassen.

Autoimmunerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Für die Rasse werden vereinzelt immunvermittelte Erkrankungen als mögliches rassetypisches Risiko genannt. Das Erscheinungsbild kann unterschiedlich sein.

Prävention: Regelmäßige Vorsorge, Beobachtung des Allgemeinbefindens und frühzeitige tierärztliche Abklärung bei unklaren Veränderungen sind sinnvoll.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Wie bei anderen mittelgroßen bis größeren, tiefbrüstigen Hunden kann auch beim Bearded Collie ein gewisses Risiko für eine Magendrehung bestehen.

Prävention: Futterportionen aufteilen, hastiges Fressen vermeiden und intensive Aktivität direkt vor und nach dem Fressen begrenzen.

  • Fell und Hautpflege
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Augenuntersuchungen in sinnvollen Abständen einplanen, insbesondere bei familiärer Vorbelastung.
  • Bei Fütterung und Bewegung auf ein ausgeglichenes Belastungsniveau achten, besonders im Wachstum und im höheren Alter.
  • Das dichte Fell regelmäßig kontrollieren, damit Hautveränderungen, Verfilzungen oder Parasitenbefall früh auffallen.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorge und Gewichtskontrolle unterstützen die Gelenkgesundheit.
  • Schilddrüsenwerte und allgemeine Blutuntersuchungen können im Rahmen der Vorsorge je nach Alter und Vorgeschichte sinnvoll sein.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Bearded Collie kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Bearded Collie ist ein mittelgroßer, aktiver Hund mit regelmäßigem Bewegungsbedarf und entsprechendem Verletzungsrisiko im Alltag. Hinzu kommen mögliche rassetypische gesundheitliche Themen, die Diagnostik, Behandlung oder operative Eingriffe nach sich ziehen können. Durch die Kombination aus Aktivitätsniveau, Körpergröße und potenziell höheren Tierarztkosten kann ein breiter Versicherungsschutz sinnvoll sein, während eine OP-Versicherung als abgespeckte Variante vor allem größere Einmalkosten abfedern kann.

  • Aktive und bewegungsfreudige Hunde haben im Alltag ein erhöhtes Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten.
  • Bei mittelgroßen Hunden können orthopädische Behandlungen und operative Eingriffe spürbare Kosten verursachen.
  • Bildgebende Verfahren, Laboruntersuchungen und Narkosen können auch bei einzelnen Krankheitsfällen hohe Tierarztkosten auslösen.
  • Rassetypische gesundheitliche Auffälligkeiten können wiederkehrende Diagnostik, Medikamente oder längerfristige Betreuung erforderlich machen.
  • Augenbezogene Erkrankungen oder entsprechende Abklärungen können spezialisierte Diagnostik und Behandlungen erfordern.
  • Autoimmunbedingte oder hormonelle Erkrankungen können wiederkehrende Untersuchungen und längerfristige Behandlungen notwendig machen.
  • Haut- und Fellprobleme können regelmäßige tierärztliche Kontrollen, Diagnostik und medikamentöse Therapie nach sich ziehen.
  • Orthopädische Verletzungen wie Bänderschäden, Gelenkprobleme oder Unfallfolgen können operative und rehabilitative Kosten verursachen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge achten.
  • Auf transparente Regelungen zu Selbstbeteiligung, Wartezeiten und Leistungsgrenzen achten.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Diagnostik wie Bildgebung und Labor kann bei orthopädischen oder internistischen Abklärungen hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Behandlungen chronischer Erkrankungen und längerfristige Medikamentengaben berücksichtigt.
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