Hund im Rasseprofil

Basset Bleu de Gascogne

Der Basset Bleu de Gascogne ist ein französischer Laufhund mit langem Körperbau, kurzen Läufen und dem für die Gascon-Saintongeois-Verwandtschaft typischen bläulich gesprenkelten Haarkleid. Er wurde für die spurlaute Jagd mit feiner Nase gezüchtet und gilt als ausdauernd, freundlich und temperamentvoll.

AnhänglichAusdauerndFreundlichMeist sozial mit ArtgenossenSelbstständigSpürsicher
Ein fröhlicher Basset Bleu de Gascogne läuft über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Ein aktiver Hund genießt einen sonnigen Tag im Park mit seinem Besitzer.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

34-38 cm

Gewicht

16-18 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Blau gesprenkelt, Schwarz, Weiss, Loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 35

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Basset Bleu de Gascogne

Ein Basset Bleu de Gascogne sitzt neben seinem Besitzer am Küchentisch, auf dem Versicherungsunterlagen und ein Laptop liegen.
Der Basset Bleu de Gascogne und sein Besitzer diskutieren über die passende Tierkrankenversicherung.
Ein Basset Bleu de Gascogne entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein geliebter Basset Bleu de Gascogne genießt die Zuneigung seines Besitzers in einem gemütlichen Zuhause.
Ein entspannter Basset Bleu de Gascogne liegt neben einer Tierarztrechnung auf dem Tisch, der Besitzer wirkt ruhig und lösungsorientiert.
Ein Besitzer und sein Hund in einer ruhigen Wohnung, reflektierend über Tierarztrechnungen und Optionen für Tierkrankenversicherungen.

Charakter

Der Basset Bleu de Gascogne ist ein freundlicher, ausdauernder und nasenstarker Laufhund mit ruhigem Wesen im Haus und deutlichem Jagdinteresse im Freien. Er gilt oft als anhänglich und sozial, bringt aber eine selbstständige Arbeitsweise mit, die Erziehung und Rückruf anspruchsvoller machen kann.

AnhänglichAusdauerndFreundlichMeist sozial mit ArtgenossenSelbstständigSpürsicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernfähig, aber oft eigenständig und spürbar triebgesteuert. Am besten spricht die Rasse auf ruhige, konsequente und positiv aufgebaute Erziehung an. Besonders der Rückruf ist wegen des ausgeprägten Spür und Jagdverhaltens häufig keine Selbstverständlichkeit.

Wachtrieb

Eher gering ausgeprägt. Der Basset Bleu de Gascogne ist meist kein typischer Schutzhund, kann jedoch Umweltreize aufmerksam melden.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Die Rasse wurde für die jagdliche Spurarbeit gezüchtet und zeigt oft starkes Interesse an Gerüchen, Fährten und Wildspuren.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufbauen. Viele Vertreter sind menschenbezogen und als Meutehund nicht für langes Alleinsein prädestiniert; ohne Gewöhnung können Unruhe oder Lautäußerungen auftreten.

Als klassischer Jagdhund handelt er stark über die Nase und kann draußen leicht einer Spur folgen. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Auslastung, konsequenter Erziehung und einem passenden Umfeld ab; eine pauschale Eignung lässt sich nicht garantieren.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klaren Regeln und ausreichend Zeit kann die Rasse ein angenehmer Familienhund sein. Wegen Jagdtrieb, Bellfreude und teils eigenständiger Art passt sie jedoch nicht automatisch in jeden Haushalt. Ein ruhiger, strukturierter Alltag und sichere Freilaufmöglichkeiten sind vorteilhaft.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Für engagierte Anfänger mit Zeit, Geduld und Bereitschaft zu konsequentem Training kann die Haltung gelingen, unkompliziert ist die Rasse aber meist nicht. Besonders Jagdtrieb, Rückruf und sinnvolle Auslastung sollten nicht unterschätzt werden.

Bewegungsbedarf

Täglich solider Bewegungsbedarf mit längeren Spaziergängen, Nasenarbeit und geistiger Beschäftigung. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus; kontrollierte Suchspiele und Fährtenarbeit kommen der Rasse oft entgegen.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollten Aktivität und Dauer angepasst werden, da ausdauernde Laufhunde sich bei zu hoher Belastung übernehmen können.

Kälteverträglichkeit

Ebenfalls mittel. Kühle Temperaturen werden oft gut vertragen, bei Nässe, Wind und längerer Inaktivität sollte aber auf ausreichenden Schutz geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich, sofern der Hund Transport, Wartezeiten und neue Umgebungen schrittweise kennenlernt. Wegen Geräuschempfindlichkeit, Bellneigung oder jagdlicher Ablenkbarkeit ist die Reisetauglichkeit individuell verschieden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und aufgeschlossen, teilweise anfangs etwas zurückhaltend. In der Regel kein scharfer Hund, aber wie immer sind Sozialisierung und Erfahrungen entscheidend.

Kinder

Oft gut verträglich mit verständigen Kindern, besonders bei respektvollem Umgang und Rückzugsmöglichkeiten. Wie bei jeder Rasse sollten Kontakte begleitet und der Hund nicht bedrängt werden.

Andere Hunde

Häufig recht verträglich, da die Rasse traditionell auch im Meuteverband gearbeitet hat. Dennoch sind Sympathie, Sozialisation und individuelles Temperament ausschlaggebend.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

2-3x pro Woche bürsten, Ohren mehrmals pro Woche kontrollieren

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Augenpartie bei Bedarf vorsichtig reinigen
  • Fell regelmäßig bürsten
  • Hängeohren mehrmals pro Woche kontrollieren und sauber halten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Pfoten nach Spaziergängen prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell erhalten bleibt.
  • Da die Rasse gern draußen unterwegs ist, sollten Pfoten und Fell nach Touren kontrolliert werden.
  • Die langen Hängeohren sollten trocken und sauber gehalten werden.
  • Regelmäßiges Bürsten hilft, lose Haare und Schmutz aus dem dichten Fell zu entfernen.
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Ernährung & Kalorien

Ausgewogenes Hundefutter passend zu Alter, Gewicht und Aktivität füttern. Da der Basset Bleu de Gascogne eher kompakt gebaut ist, sollten Futtermenge und Leckerlis gut im Blick behalten werden. Mehrere feste Mahlzeiten pro Tag können sinnvoll sein. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv910 kcal
16 kgInaktiv620 kcal
16 kgNormal760 kcal
20 kgAktiv1080 kcal
20 kgInaktiv730 kcal
20 kgNormal900 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Spaziergänge mit Zeit zum Schnüffeln
  • Fährtensuche
  • kleine Denk- und Schnüffelaufgaben im Alltag
  • Nasenarbeit
  • ruhige Apportierübungen
  • Suchspiele mit Futter oder Gegenständen

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongieren in ruhigem TempoMantrailing

Geschichte des Basset Bleu de Gascogne

Der Basset Bleu de Gascogne stammt aus Frankreich und gehört zur Familie der blau gefärbten Laufhunde aus der Gascogne. Die Rasse steht in enger Verbindung zum Grand Bleu de Gascogne und wurde als niederläufiger Jagdhund für die Arbeit auf der Spur gezüchtet. Historisch wurde sie vor allem für die Jagd auf Kleinwild eingesetzt, wobei ihre feine Nase, Ausdauer und Spurlaut geschätzt wurden.

Im Laufe der Zeit wurde der Bestand klein, die Rasse blieb jedoch erhalten und wurde in der organisierten Hundezucht weitergeführt. Heute ist der Basset Bleu de Gascogne außerhalb Frankreichs vergleichsweise selten, wird aber weiterhin als Jagd- und Begleithund gehalten.

  1. In Frankreich entwickelt sich ein niederläufiger Laufhund aus der Linie der blau gefärbten Gascogne-Hunde.

  2. Die Rasse wird vor allem für die Jagd auf Kleinwild und die spurlaute Arbeit eingesetzt.

  3. 1963

    Die FCI erkennt den Basset Bleu de Gascogne offiziell an.

  4. Die Rasse bleibt insgesamt selten, wird aber in der organisierten Zucht weiter erhalten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Basset Bleu de Gascogne gilt insgesamt als robuster Laufhund mit solider Grundkonstitution. Rassetypisch können jedoch durch den langen Rücken, die tief angesetzten langen Ohren und die Hängeaugen bestimmte gesundheitliche Risiken begünstigt sein. Aufmerksamkeit gilt vor allem der Ohrenpflege, der Gewichtskontrolle sowie der Beobachtung des Bewegungsapparats.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle und konsequente Vorsorge können dazu beitragen, alters- und belastungsbezogene Probleme früh zu erkennen.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch lange, dicht anliegende Hängeohren kann ein feuchtwarmes Milieu im Gehörgang entstehen, das Entzündungen begünstigen kann.

Prävention: Regelmäßige Kontrolle und schonende Reinigung der Ohren, gutes Trocknen nach Nässe sowie tierärztliche Abklärung bei Geruch, Rötung oder vermehrtem Kopfschütteln.

Bandscheiben- und Rückenprobleme

HochGenetisches Risiko: Ja

Der lange Körperbau bei vergleichsweise kurzen Gliedmaßen kann die Wirbelsäule stärker belasten. Dadurch können Rückenbeschwerden oder bandscheibenbezogene Probleme als mögliches Risiko auftreten.

Prävention: Normales Körpergewicht halten, übermäßige Sprungbelastung reduzieren, Muskulatur durch angepasste Bewegung fördern und bei Auffälligkeiten des Gangs tierärztlich kontrollieren lassen.

Gelenkbelastungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Die Körperform und das Gewicht können die Gelenke belasten. Im Alltag können sich dadurch Verschleißerscheinungen oder allgemeine orthopädische Beschwerden entwickeln.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, angepasstes Training im Wachstum und tierärztliche Untersuchung bei Lahmheit oder Bewegungsunlust.

Augenreizungen durch hängende Lider

MittelGenetisches Risiko: Ja

Leicht hängende Lider können die Augenoberfläche empfindlicher gegenüber Reizungen, Zugluft oder Schmutz machen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, Verschmutzungen vorsichtig entfernen und bei Rötung, Ausfluss oder häufigem Reiben tierärztlich abklären lassen.

Übergewicht

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei eher kompakter Statur und guter Futterakzeptanz kann eine Gewichtszunahme auftreten. Zusätzliches Gewicht kann Rücken, Gelenke und allgemeine Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Futtermenge an Aktivität anpassen, Leckerli begrenzen, regelmäßiges Wiegen und ausreichende tägliche Bewegung einplanen.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Hitze
  • Starke Sprungbelastung
  • Übergewicht
  • Auf ein schlankes Körpergewicht achten, um Rücken und Gelenke möglichst wenig zusätzlich zu belasten.
  • Augen und Lidstellung regelmäßig beobachten und Reizungen frühzeitig tierärztlich beurteilen lassen.
  • Bei Veränderungen im Gangbild, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder deutlicher Bewegungsunlust sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen.
  • Die Ohren sollten in kurzen Abständen kontrolliert und bei Bedarf fachgerecht gepflegt werden, besonders nach Regen, Baden oder Aufenthalt in dichter Vegetation.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Ohren, Augen, Gewicht und Bewegungsapparat einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Basset Bleu de Gascogne kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist ein mittelgroßer, aktiver Laufhund mit körperlicher Belastung bei Bewegung im Gelände. Durch die langen Ohren und den Körperbau können wiederkehrende Behandlungen etwa bei Ohrenproblemen, Hautreizungen oder orthopädischen Beschwerden relevant werden. Zusätzlich können im Lauf des Lebens kostenintensive Eingriffe oder Diagnostik anfallen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren chirurgischen Kosten entlasten kann.

  • Als aktiver Jagd- und Laufhund hat die Rasse ein gewisses Risiko für Verletzungen an Pfoten, Muskeln oder Gelenken.
  • Bei Magen-Darm-Problemen, Entzündungen oder unklaren Beschwerden können Diagnostik, Medikamente und Nachsorge spürbare Kosten verursachen.
  • Der Körperbau kann orthopädische Beschwerden begünstigen, deren Abklärung und Behandlung tierärztlich kostenintensiv sein können.
  • Die langen, hängenden Ohren können die Anfälligkeit für Ohrentzündungen und wiederkehrende tierärztliche Behandlungen erhöhen.
  • Magen-Darm-Beschwerden oder andere akute Erkrankungen mit Diagnostik, Infusionen und medikamentöser Behandlung.
  • Orthopädische Beschwerden oder Verletzungen des Bewegungsapparats mit Bildgebung, Schmerztherapie oder möglicher Operation.
  • Verletzungen durch aktive Bewegung im Gelände, etwa an Pfoten, Bändern oder Weichteilen.
  • Wiederkehrende Ohrentzündungen mit Untersuchung, Reinigung, Medikamenten und Kontrollterminen.
  • Auf transparente Selbstbeteiligung und ausreichend hohe Jahresleistungen zu achten, kann bei wiederkehrenden Tierarztkosten sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik wie Bildgebung und Labor kann bei orthopädischen oder internistischen Abklärungen hilfreich sein.
  • Für einen bewegungsfreudigen Hund kann ein Tarif mit solider OP-Leistung inklusive Nachbehandlung und stationärer Versorgung passend sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch wiederkehrende Behandlungen bei Ohren- oder Hautproblemen berücksichtigt.
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