Hund im Rasseprofil

Basset artésien normand

Der Basset artésien normand ist ein französischer Niederlaufhund mit langem Körper, kurzen Läufen und sehr gutem Spurwillen. Er wurde für die jagdliche Arbeit zu Fuß gezüchtet und gilt als ausdauernd, freundlich und eng an seine Menschen gebunden.

AnhänglichAusdauerndEigenständigFreundlichRuhigSpürsicher
Ein fröhlicher Basset artésien normand Hund läuft über eine grüne Wiese während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein vitaler Hund genießt das Spiel und die Bewegung an einem sonnigen Tag.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Klein

Schulterhöhe

30-36 cm

Gewicht

15-20 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Dreifarbig, Falb mit weiss, Falb mit schwarzem mantel, Weiss mit falb

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 34

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Basset artésien normand

Ein älterer Basset artésien normand Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein Moment der Ruhe und Fürsorge zwischen Hund und Halter in einem gemütlichen Zuhause.
Besitzer prüft Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Basset artésien normand auf einer Decke liegt, in einer ruhigen Wohnung.
Ein entspannter Basset artésien normand während der Überprüfung von Tierarztkosten in einer ruhigen Wohnumgebung.
Ein Basset artésien normand Hund geht an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang durch die Stadt mit einem Basset artésien normand.

Charakter

Der Basset artésien normand ist ein freundlicher, ausdauernder und spürsicherer Laufhund mit meist ausgeglichenem Wesen. Er gilt oft als anhänglich und angenehm im Umgang, bringt aber einen eigenständigen Kopf sowie jagdliche Motivation mit.

AnhänglichAusdauerndEigenständigFreundlichRuhigSpürsicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Mit geduldiger, freundlicher und konsequenter Erziehung meist gut lenkbar, aber nicht blind gehorsam. Als Laufhund kann er bei interessanten Gerüchen selektiv hören, weshalb Motivation, Wiederholungen und alltagstaugliches Rückruftraining besonders wichtig sind.

Wachtrieb

Kein klassischer Schutzhund, aber oft aufmerksam gegenüber Veränderungen im Umfeld. Wachverhalten ist eher moderat und zeigt sich eher über Melden als über ernsthafte Schutzbereitschaft.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Als jagdlich geprägter Spürhund kann der Basset artésien normand Wildgerüche intensiv verfolgen und draußen stark abgelenkt sein.

Alleinbleiben

Kann mit ruhigem, schrittweisem Training oft eine angemessene Zeit allein bleiben, sollte aber nicht regelmäßig lange isoliert werden. Zu wenig Auslastung oder Bindung kann Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Trotz seines meist sanften Auftretens ist diese Rasse kein rein bequemer Sofa-Hund. Der ausgeprägte Spürsinn, eine gewisse Selbstständigkeit und die jagdliche Veranlagung sollten im Alltag, bei Rückruftraining und bei Freilauf realistisch berücksichtigt werden.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn seine jagdliche Veranlagung, sein Bewegungsbedarf und seine gelegentliche Eigenständigkeit mitgedacht werden. In einer freundlichen, strukturierten Umgebung kann er sich als angenehmer, menschenbezogener Begleiter zeigen. Ob er gut in eine Familie passt, hängt aber auch von Training, Auslastung und individuellem Temperament ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für Anfänger bedingt geeignet. Sein meist freundliches Wesen kann den Einstieg erleichtern, gleichzeitig verlangen Jagdtrieb, Nasenorientierung und konsequentes Rückruftraining ein gewisses Maß an Geduld und Hundeverständnis. Engagierte Anfänger mit Bereitschaft zu Training und Management können zurechtkommen, ganz unkompliziert ist die Rasse aber meist nicht.

Bewegungsbedarf

Mäßig bis erhöht. Neben täglichen Spaziergängen profitiert die Rasse besonders von Nasenarbeit, Suchspielen und abwechslungsreichen Erkundungsrunden. Dauerhafte Unterforderung ist eher ungünstig, Hochleistungssport ist aber meist nicht nötig.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Bei warmem Wetter sollten Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegt und Überlastung vermieden werden.

Kälteverträglichkeit

Mäßig bis gut. Kühle Temperaturen werden häufig recht ordentlich vertragen, bei nassem, kaltem Wetter oder längeren ruhigen Aufenthalten draußen sollte dennoch auf den einzelnen Hund geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut alltagstauglich und auf Reisen handhabbar. Wichtig sind ausreichend Pausen, sichere Transportbedingungen und die Berücksichtigung seiner Geruchsempfindlichkeit und möglichen Lautäußerungen in ungewohnten Situationen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, zugänglich und menschenbezogen, gegenüber Fremden oft eher offen bis neutral. Das genaue Auftreten kann individuell variieren.

Kinder

Häufig recht kinderfreundlich, sofern Kinder respektvollen Umgang lernen und der Hund Rückzugsmöglichkeiten hat. Wie gut das Zusammenleben funktioniert, hängt stark von Aufsicht, Erziehung und Temperament auf beiden Seiten ab.

Andere Hunde

Oft gut verträglich mit anderen Hunden, was zu seinem Hintergrund als meuteorientierter Jagdhund passt. Trotzdem bleiben gute Sozialisierung und kontrollierte Begegnungen wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell, regelmäßige Fell und Ohrenpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Augenwinkel bei Bedarf sanft reinigen
  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Lange Hängeohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten und Krallen regelmäßig prüfen und bei Bedarf kürzen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Die langen Ohren sollten nach Spaziergängen und bei feuchtem Wetter besonders sorgfältig kontrolliert werden.
  • Durch den bodennahen Körperbau können Bauch, Brust und Läufe schneller verschmutzen.
  • Regelmäßige Pflege hilft, lose Haare zu entfernen und Haut sowie Fell in gutem Zustand zu halten.
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Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, portionskontrollierte Ernährung achten, da die Rasse bei zu wenig Bewegung zu Übergewicht neigen kann. Leckerlis sparsam einplanen und die Tagesration entsprechend anpassen. Futtermenge an Alter, Gewicht und Aktivität orientieren. Ein schlanker Körperzustand unterstützt Beweglichkeit und allgemeines Wohlbefinden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
15 kgAktiv900 kcal
15 kgInaktiv620 kcal
15 kgNormal760 kcal
18 kgAktiv1030 kcal
18 kgInaktiv710 kcal
18 kgNormal870 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Schnüffelspaziergänge
  • Fährtensuche in einfachem Gelände
  • gemäßigte Wanderungen auf gut begehbaren Wegen
  • ruhige Denkspiele und Nasenarbeit
  • Suchspiele mit Futter oder Gegenständen

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongieren in moderatem TempoMantrailing auf Einsteigerniveau

Geschichte des Basset artésien normand

Der Basset artésien normand stammt aus Frankreich und gehört zu den alten französischen Basset-Typen. Seine Entwicklung geht auf niederläufige Laufhunde aus den Regionen Artois und Normandie zurück, die für die Jagd zu Fuß auf Niederwild geschätzt wurden.

Im 19. Jahrhundert wurden verschiedene französische Bassets gezielt beschrieben und voneinander abgegrenzt. Aus den Linien des Basset d'Artois und des normannischen Bassets entwickelte sich schrittweise der heutige Basset artésien normand. Ziel war ein spurlauter, führiger und ausdauernder Hund mit guter Nase und ruhigem Wesen.

Die Rasse wurde in Frankreich weiter vereinheitlicht und später auch international anerkannt. Bis heute wird sie sowohl als Jagdhund als auch als angenehmer Begleit- und Familienhund gehalten, bleibt außerhalb Frankreichs jedoch vergleichsweise selten.

  1. Niederläufige französische Laufhunde aus Artois und Normandie bilden die Grundlage der späteren Rasse.

  2. 1870

    Im 19. Jahrhundert beginnt die gezieltere Beschreibung und Unterscheidung französischer Basset-Typen.

  3. Aus den Linien des Basset d'Artois und des normannischen Bassets entwickelt sich der Basset artésien normand als einheitlicherer Typ.

  4. Die Rasse wird in Frankreich als jagdlich geführter Niederlaufhund weiter gefestigt.

  5. Der Basset artésien normand wird international als eigenständige französische Hunderasse anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Basset artésien normand gilt insgesamt als robuste Hunderasse. Aufgrund des langgestreckten Körperbaus, der kurzen Gliedmaßen und der langen Hängeohren bestehen jedoch einige rassetypische gesundheitliche Risiken, insbesondere im Bereich Bewegungsapparat, Ohren und Gewichtsentwicklung. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige Pflege können die allgemeine Gesundheit günstig unterstützen.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Für die langfristige Gesundheit sind vor allem Gewichtskontrolle, Beobachtung des Rückens sowie die Ohrenpflege relevant.

Bandscheibenprobleme

HochGenetisches Risiko: Ja

Durch den langen Rücken und die kurzen Beine kann bei dieser Rasse ein erhöhtes Risiko für Probleme im Bereich der Wirbelsäule und Bandscheiben bestehen.

Prävention: Auf ein schlankes Körpergewicht achten, Sprünge und häufiges Treppensteigen begrenzen, regelmäßige kontrollierte Bewegung fördern und den Hund möglichst rückenfreundlich handhaben.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Die langen Hängeohren können die Belüftung des Gehörgangs einschränken, wodurch Reizungen oder Entzündungen begünstigt werden können.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber sowie trocken halten, insbesondere nach Spaziergängen bei Nässe oder nach Kontakt mit Wasser.

Übergewicht

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bassetartige Hunde können bei zu geringer Bewegung oder nicht angepasster Fütterung zu Gewichtszunahme neigen, was Gelenke und Rücken zusätzlich belasten kann.

Prävention: Futtermenge bedarfsgerecht anpassen, Leckerlis begrenzen, regelmäßige Bewegung einplanen und das Körpergewicht in festen Abständen kontrollieren.

Gelenkbelastungen der Vordergliedmaßen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Der kompakte, tiefgestellte Körperbau kann die Belastung von Gelenken und Gliedmaßen erhöhen, sodass orthopädische Beschwerden rassetypisch vorkommen können.

Prävention: Wachstum und Gewicht gut begleiten, gelenkschonende Bewegung fördern und starke Dauerbelastungen auf hartem Untergrund vermeiden.

Augenreizungen durch Lid- oder Bindehautprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Bei Hunden mit ausgeprägter Gesichts- und Lidform können vereinzelt Reizungen der Augen oder der umgebenden Strukturen auftreten.

Prävention: Augenpartie sauber halten, auf Rötungen oder vermehrten Tränenfluss achten und Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Hitze
  • Starke Belastung von Rücken und Gelenken
  • Bei Anzeichen von Bewegungsunlust, Rückenempfindlichkeit oder verändertem Gangbild eine orthopädische Untersuchung erwägen.
  • Im Junghunde- und Erwachsenenalter auf eine gelenk- und rückenfreundliche Bewegungsroutine achten und diese bei Vorsorgeterminen besprechen.
  • Ohren in festen Abständen kontrollieren und bei Auffälligkeiten wie Geruch, Rötung oder vermehrtem Kratzen tierärztlich beurteilen lassen.
  • Regelmäßige Gewichtskontrollen einplanen, um Rücken und Gelenke zu entlasten.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Basset Artésien Normand kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist klein bis mittelgroß, jedoch durch ihren langen Rücken, die kurzen Beine und die langen Hängeohren in einigen Bereichen anfällig für tierärztliche Behandlungen. Möglich sind unter anderem orthopädische Probleme, Bandscheibenbeschwerden, Ohrentzündungen sowie Augen- und Hautthemen. Da sowohl wiederkehrende Behandlungen als auch einzelne kostspielige Eingriffe vorkommen können, ist ein Vollschutz oft sinnvoll. Wenn der laufende Beitrag begrenzt werden soll, kann zumindest eine OP-Versicherung helfen, größere Einmalkosten abzufedern.

  • Augen- und Hautprobleme können je nach Einzelfall diagnostische Untersuchungen und wiederholte Behandlungen notwendig machen.
  • Bei jagdlich aktiven und bewegungsfreudigen Hunden können Verletzungen an Pfoten, Gelenken oder im Weichteilbereich vorkommen.
  • Der lange Rücken und die kurze Beinlänge können das Risiko für Wirbelsäulen- und Bandscheibenprobleme erhöhen.
  • Lange Hängeohren können wiederkehrende Ohrentzündungen begünstigen, die regelmäßige tierärztliche Kontrollen und Behandlungen erfordern können.
  • Operationen bei orthopädischen oder neurologischen Beschwerden können deutlich höhere Kosten verursachen als Routinebehandlungen.
  • Augen- oder Hauterkrankungen können wiederholte Untersuchungen, Medikamente und Nachkontrollen erfordern.
  • Bandscheiben- und Wirbelsäulenprobleme können Diagnostik, konservative Therapie oder operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Orthopädische Beschwerden können bildgebende Diagnostik, Schmerztherapie und gegebenenfalls längere Nachsorge notwendig machen.
  • Verletzungen durch Bewegung im Gelände oder jagdliches Verhalten können akute Tierarztkosten auslösen.
  • Wiederkehrende Ohrentzündungen können über die Zeit regelmäßige Behandlungs- und Kontrollkosten verursachen.
  • Auf Wartezeiten und mögliche Einschränkungen für rassetypische Beschwerden sollte geachtet werden.
  • Bei einer Neigung zu Ohr-, Haut- oder Augenproblemen kann ein Tarif mit Leistungen für ambulante Behandlungen vorteilhaft sein.
  • Ein Tarif mit guter OP-Kostenübernahme kann sinnvoll sein, da orthopädische oder neurologische Eingriffe teuer werden können.
  • Je nach Nutzungsprofil kann ein niedriger bis mittlerer Selbstbehalt helfen, laufende Behandlungskosten planbarer zu machen.
  • Sinnvoll kann ein Schutz sein, der auch Diagnostik wie Bildgebung und Nachbehandlungen einschließt.
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