Hund im Rasseprofil

Barak

Der Barak, auch Bosnischer Rauhaariger Laufhund genannt, ist ein ausdauernder Jagdhund vom Balkan. Er wurde für die Arbeit in schwierigem Gelände gezüchtet und ist für seine robuste Konstitution, seine Spurlautstärke und sein harsches Fell bekannt.

AufmerksamAusdauerndJagdlich motiviertLebhaftRobustSelbstständig
Ein Barak Hund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Gemütlicher Spaziergang eines Barak Hundes mit seinem Besitzer durch eine einladende Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Bosnien und Herzegowina

Größe

Mittel

Schulterhöhe

46-56 cm

Gewicht

16-24 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Rau, Dicht, Wetterfest

Farben

Weizengelb, Rötlichgelb, Erdgrau, Schwarzgrau, Mit weißen Abzeichen möglich

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Barak

Ein älterer Barak Hund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein Barak Hund genießt liebevolle Zuwendung in einem ruhigen Zuhause.
Ein Barak Hund liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, umgeben von einer warmen, familiären Atmosphäre.
Ein entspannter Barak Hund genießt die Zeit mit einem Kind in einem sicheren, liebevollen Zuhause.
Ein Barak-Hund springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und fördert Bewegung, Koordination und Freude an der Aktivität.

Charakter

Der Barak ist ein ausdauernder, robuster Lauf- und Jagdhund mit selbstständigem Arbeitsstil, guter Nasenleistung und wachsamer Grundhaltung. Im Alltag zeigt er sich häufig lebhaft, aufmerksam und gegenüber seiner Umwelt interessiert. Als Familienhund kann er bei passender Auslastung freundlich sein, benötigt aber konsequente Führung, Beschäftigung und ein verständiges Umfeld.

AufmerksamAusdauerndJagdlich motiviertLebhaftRobustSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Barak ist grundsätzlich lernfähig, arbeitet aber oft eigenständig und nicht immer mit der Gefallsucht mancher Begleithunderassen. Eine ruhige, konsequente und faire Erziehung mit klaren Regeln ist wichtig. Für zuverlässigen Grundgehorsam braucht er meist Zeit, Wiederholungen und jagdlich sinnvolle Auslastung.

Wachtrieb

Ein gewisser Wach und Meldetrieb ist vorhanden. Er kann aufmerksam auf Unbekanntes reagieren, ist aber in erster Linie kein spezialisierter Schutzhund, sondern ein Jagdhund mit wacher Grundveranlagung.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist in der Regel deutlich ausgeprägt. Spaziergänge ohne Sicherung sind je nach Trainingsstand und individuellem Hund nicht immer möglich. Rückruf und Impulskontrolle müssen früh und sorgfältig aufgebaut werden.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte kleinschrittig trainiert werden. Ein unausgelasteter Barak kann unruhig werden oder unerwünschtes Verhalten zeigen. Mit Training und passender Tagesstruktur kann es gelingen, eine pauschale Eignung dafür gibt es jedoch nicht.

Die Rasse ist meist stark jagdlich motiviert und eher für aktive Halter geeignet. Freundlichkeit gegenüber Kindern, Fremden oder anderen Hunden kann individuell unterschiedlich ausfallen und hängt stark von Sozialisierung, Haltung und Auslastung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In einer aktiven, hundeerfahrenen Familie kann der Barak ein angenehmer Begleiter sein, wenn Bewegung, Nasenarbeit und klare Strukturen geboten werden. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien mit wenig Zeit für Training und Auslastung ist er meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Der Barak verlangt wegen seines Energielevels, Jagdtriebs und teils eigenständigen Wesens nach konsequenter Führung und sinnvoller Beschäftigung. Engagierte Anfänger mit sehr guter Vorbereitung, Hundeschule und passendem Lebensstil können dennoch zurechtkommen, einfacher ist die Rasse meist für erfahrene Halter.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Barak braucht viel tägliche Bewegung und profitiert besonders von Nasenarbeit, Suchaufgaben und abwechslungsreicher Beschäftigung. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Meist ordentlich, jedoch sollte intensive Aktivität bei hohen Temperaturen eingeschränkt werden. Jagd und Laufhunde arbeiten oft engagiert weiter, auch wenn sie sich überlasten könnten.

Kälteverträglichkeit

In der Regel gut bis ordentlich, vor allem bei aktiven Hunden in Bewegung. Wie gut ein einzelner Hund Kälte verträgt, hängt aber auch von Kondition, Fell und Haltungsbedingungen ab.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung meist ordentlich. Wichtig sind ausreichende Bewegungspausen, sichere Unterbringung und ein ruhiges Training für Transportmittel und neue Umgebungen.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Oft freundlich bis neutral, dabei aufmerksam und teils reserviert gegenüber Unbekannten. Eine gute Sozialisierung fördert ein stabiles, alltagstaugliches Verhalten.

Kinder

Kann mit verständigen Kindern gut auskommen, wenn der Hund gut sozialisiert ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Temperament und jagdlicher Veranlagung sollten Kontakte immer begleitet und respektvoll gestaltet werden.

Andere Hunde

Häufig sozial verträglich, aber individuell verschieden. Frühe Gewöhnung und kontrollierte Kontakte sind wichtig, besonders weil Erregung und Jagdinteresse das Verhalten im Freilauf beeinflussen können.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, wetterfestes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, bei Bedarf reinigen

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Nach starkem Schmutz Fell und Haut kontrollieren
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Einsätzen im Gelände prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • Bei aktiven Hunden im Gelände sind Ohren, Pfoten und Haut nach Spaziergängen sinnvoll zu kontrollieren.
  • Das raue, wetterfeste Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, um lose Haare und Schmutz zu entfernen.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
Bürste mit festen BorstenHundezahnbürsteKammKrallenscherePfotenhandtuch

Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, hochwertige Nahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau geben. Als aktiver Lauf- und Jagdhund profitiert der Barak meist von einer bedarfsgerechten Energiezufuhr und gut verdaulichen Proteinquellen. Futtermenge auf Körperkondition und tatsächliche Bewegung abstimmen, Leckerlis mit einrechnen und frisches Wasser jederzeit bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1250 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
25 kgAktiv1500 kcal
25 kgInaktiv1000 kcal
25 kgNormal1250 kcal
30 kgAktiv1750 kcal
30 kgInaktiv1150 kcal
30 kgNormal1450 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben
  • Intelligenzspiele
  • Kontrollierte Freilaufphasen in sicherer Umgebung
  • Lange, abwechslungsreiche Spaziergänge
  • Nasenspiele und Fährtensuche
  • Suchaufgaben im Gelände

Passende Aktivitäten

DummyarbeitFährtenarbeitJoggenMantrailingWandern

Geschichte des Barak

Der Barak ist ein traditioneller Laufhund aus Bosnien und Herzegowina. Er entstand als robuster Jagdhund für die Arbeit in bergigem und bewaldetem Gelände und wurde vor allem wegen seiner Ausdauer, Wetterfestigkeit und guten Nasenarbeit geschätzt.

Die Rasse gehört zu den regionalen Balkan-Laufhunden und wurde im Lauf der Zeit einheitlicher beschrieben und züchterisch gefestigt. International ist sie nur begrenzt verbreitet und außerhalb ihres Ursprungsgebiets selten. Offiziell bekannt ist vor allem ihre Anerkennung im Rahmen der FCI als bosnischer rauhaariger Laufhund namens Barak.

  1. Im Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina werden raue, widerstandsfähige Laufhunde für die Jagd in schwierigem Gelände gezüchtet.

  2. Der Typ des bosnischen rauhaarigen Laufhundes wird innerhalb der regionalen Balkan-Laufhunde genauer beschrieben und züchterisch gefestigt.

  3. 1965

    Die FCI erkennt die Rasse offiziell als Bosnischer Rauhaariger Laufhund – Barak an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Barak gilt insgesamt als robuster, arbeitsfreudiger Jagdhund mit eher solider Konstitution. Wie bei mittelgroßen bis großen aktiven Hunderassen können jedoch rassetypische Risiken im Bereich des Bewegungsapparats, der Ohren und der allgemeinen Belastung durch Bewegung und Witterung relevant sein. Die Gesundheitslage hängt zusätzlich von Haltung, Kondition, Gewicht, Zuchtlinie und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ab.

Bei guter Pflege, angepasster Bewegung, ausgewogener Fütterung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Gesundheitsrelevant sind vor allem die Kontrolle des Bewegungsapparats, die Ohrenpflege sowie die Beobachtung nach jagdlicher oder intensiver körperlicher Belastung.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen bis großen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich im Verlauf auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und seriöse Zuchtselektion achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei lauffreudigen Jagdhunden können Entwicklungs- oder Verschleißveränderungen im Ellbogenbereich vorkommen. Solche Probleme können die Belastbarkeit der Vorderläufe einschränken.

Prävention: Gleichmäßige Belastung, Vermeidung von Übergewicht, angemessenes Training und Beachtung einer verantwortungsvollen Zuchtauswahl.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit hängenden oder gut behaarten Ohren kann ein erhöhtes Risiko für Reizungen und Entzündungen im Gehörgang bestehen. Feuchtigkeit und Schmutz können dies begünstigen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf schonend reinigen, besonders nach Nässe, dichter Vegetation oder jagdlicher Arbeit.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten oder sportlich geführten Hunden kann ein gewisses Risiko für eine Drehung des Magens bestehen. Das Risiko wird unter anderem durch Fütterungs- und Belastungsmanagement beeinflusst.

Prävention: Fütterung auf mehrere kleinere Portionen verteilen, nach größeren Mahlzeiten Ruhephasen einhalten und starke Belastung direkt nach dem Fressen vermeiden.

Verletzungen des Bewegungsapparats

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch jagdliche Nutzung, schnelles Gelände und hohe Aktivität können Zerrungen, Verstauchungen oder kleinere Verletzungen häufiger auftreten als bei weniger aktiven Hunden.

Prävention: Kondition schrittweise aufbauen, Muskulatur erhalten, Aufwärmphasen vor intensiver Aktivität einplanen und Pfoten sowie Gliedmaßen nach Einsätzen kontrollieren.

  • Hitze
  • Hohe körperliche Belastung
  • Nässe an den Ohren
  • Bei intensiver Aktivität sind Pfoten, Krallen und Gliedmaßen regelmäßig auf kleine Verletzungen oder Überlastungszeichen zu prüfen.
  • Die Ohren sollten nach Jagd, Spaziergängen im dichten Bewuchs und nach Kontakt mit Wasser kontrolliert werden.
  • Fütterung und Ruhezeiten sollten so abgestimmt werden, dass größere körperliche Belastung nicht direkt nach dem Fressen erfolgt.
  • Gewichtskontrolle und ein angepasstes Bewegungsprogramm unterstützen die Gelenkgesundheit und die allgemeine Belastbarkeit.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, besonders bei jungen, sportlich geführten oder züchterisch eingesetzten Hunden.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Barak kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Barak ist ein mittelgroßer bis großer, ausdauernder Laufhund mit hohem Bewegungsdrang. Bei aktiven Hunden können Verletzungen am Bewegungsapparat, Wundversorgungen oder operative Eingriffe nach Unfällen und starker Belastung zu höheren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann zusätzlich helfen, auch Diagnostik und Behandlungen außerhalb von Operationen abzufedern. Wenn der Beitrag begrenzt werden soll, kann mindestens eine OP-Versicherung eine sachgerechte Basis sein.

  • Als mittelgroßer bis großer Hund können Beschwerden am Bewegungsapparat mit diagnostischem und therapeutischem Aufwand verbunden sein.
  • Bei jagdlich oder sportlich geführten Hunden können auch akute Behandlungen außerhalb geplanter Routinekosten anfallen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training oder im Gelände erhöhen.
  • Unfallbedingte Operationen, Nachsorge und bildgebende Diagnostik können spürbare Kosten verursachen.
  • Ohren- oder Hautprobleme bei aktiven Hunden mit viel Aufenthalt im Freien können wiederkehrende Behandlungskosten auslösen.
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit oder Belastungsschmerzen können durch Untersuchungen und Bildgebung kostenintensiver werden.
  • Unfallbedingte Operationen mit Narkose, Klinikaufenthalt und Nachsorge können höhere Einmalkosten verursachen.
  • Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Bändern oder Gelenken durch hohe Aktivität können Behandlungen und Nachsorge erforderlich machen.
  • Auf Wartezeiten und Ausschlüsse für orthopädische oder unfallbedingte Behandlungen sollte geachtet werden.
  • Bei Vollschutz kann ein Blick auf die Erstattung von Nachbehandlungen, Medikamenten und Physiotherapie nach Eingriffen hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Abdeckung für Operationen und stationäre Behandlungen kann bei einem aktiven Laufhund sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann eine Erstattung für Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall sein, da diese bei Lahmheiten oder Verletzungen häufig eingesetzt wird.
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