Hund im Rasseprofil

Argentinische Dogge

Die Argentinische Dogge ist ein großer, kräftiger und athletischer Hund aus Argentinien, der ursprünglich für die Jagd auf wehrhaftes Großwild gezüchtet wurde. Sie gilt als mutig, ausdauernd und bei guter Führung als ausgesprochen loyal und menschenbezogen.

DurchsetzungsstarkKraftvollLoyalMenschenbezogenMutigSelbstbewusstTerritorial veranlagtWachsam
Ein entspannter Argentinische Dogge liegt neben einem Besitzer, der eine Tierarztrechnung betrachtet, in einer hellen Wohnung.
Der Besitzer einer Argentinischen Dogge kümmert sich entspannt um die Tierarztrechnung in einem lichtdurchfluteten Raum.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Argentinien

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

60-68 cm

Gewicht

35-45 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss

FCI-Gruppe

Gruppe 2

FCI-Standard

Nr. 292

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Argentinische Dogge

Eine Argentinische Dogge sitzt neben ihrem Besitzer in einem modernen, freundlichen Wartezimmer einer Tierarztpraxis.
Eine ruhige Argentinische Dogge zeigt, wie wichtig regelmäßige Tierarztbesuche für die Gesundheit von Haustieren sind.
Eine Argentinische Dogge trainiert mit ihrem Besitzer auf einem Hundeplatz über eine kleine Hürde und zeigt dabei Freude und Bewegung.
Gemeinsames Training stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und fördert Fitness, Koordination und sicheres Verhalten im Alltag.
Eine Argentinische Dogge wird von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht.
Die Tierärztin untersucht behutsam einen entspannten Argentinischen Doggen-Hund auf dem Untersuchungstisch.

Charakter

Die Argentinische Dogge ist ein kraftvoller, mutiger und meist sehr menschenbezogener Hund mit ausgeprägter Präsenz. Sie kann im engen Familienkreis loyal und anhänglich sein, bringt aber häufig Wachsamkeit, körperliche Stärke und einen teils deutlichen Jagd- bzw. Beutetrieb mit. Für eine ausgeglichene Haltung braucht sie eine ruhige, konsequente Führung, gute Sozialisierung und passende Auslastung.

DurchsetzungsstarkKraftvollLoyalMenschenbezogenMutigSelbstbewusstTerritorial veranlagtWachsam
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Mit klarer, fairer und konsequenter Führung meist gut formbar, aber kein leichtführiger Hund für nebenbei. Die Argentinische Dogge reagiert oft sensibel auf Unsicherheit und profitiert von früher Sozialisierung, sauberem Management und verlässlichen Regeln. Härte ist meist kontraproduktiv; wichtig sind Ruhe, Timing und Alltagstraining.

Wachtrieb

In vielen Linien deutlich vorhanden. Die Rasse wirkt oft aufmerksam, territorial oder kontrollierend, ohne zwingend viel zu bellen. Besuch, Grundstückssituationen und enge Räume sollten strukturiert trainiert werden.

Jagdtrieb

Häufig mittel bis hoch ausgeprägt. Bewegungsreize, Wildgeruch oder hetzbare Tiere können starkes Interesse auslösen. Rückruf, Leinenführigkeit und Impulskontrolle sind deshalb besonders wichtig.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Vertreter können mit Training eine angemessene Zeit allein bleiben, sind aber oft eng auf ihre Bezugspersonen orientiert. Unterforderung, Stress oder mangelnde Gewöhnung können Probleme verstärken.

Die Rasse eignet sich eher für erfahrene Halter, die Körpersprache sicher lesen, Training strukturiert aufbauen und Verantwortung im Alltag zuverlässig übernehmen. Freundlichkeit gegenüber Menschen ist möglich und oft erwünscht, dennoch sollten Schutz- und Kontrollverhalten, Hundebegegnungen sowie jagdliche Motivation individuell beobachtet und gelenkt werden. Eine gute Erziehung ersetzt keine vorausschauende Sicherung in anspruchsvollen Situationen.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Haltung kann die Argentinische Dogge ein enger Familienhund sein, wenn sie gut sozialisiert, zuverlässig geführt und körperlich wie mental sinnvoll ausgelastet wird. Für Familien mit kleinen Kindern ist sie wegen Größe, Kraft und möglicher Impulsdynamik nur bedingt geeignet; Aufsicht und klare Regeln bleiben wichtig. Familiengeeignet bedeutet hier nicht automatisch unkompliziert.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger meist nicht zu empfehlen. Die Rasse verlangt Erfahrung im Umgang mit großen, kräftigen Hunden, gutes Management in Begegnungen und eine vorausschauende Erziehung. Sehr engagierte Einsteiger mit professioneller Begleitung können einzelne Hunde gut führen, pauschal anfängergeeignet ist die Rasse aber nicht.

Bewegungsbedarf

Hoch. Benötigt tägliche, strukturierte Bewegung sowie kontrollierte geistige Auslastung, etwa Grundgehorsam, Nasenarbeit oder ruhige Beschäftigung. Reine Laufkilometer ohne Erziehung und Impulskontrolle reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mittel. Das kurze Fell hilft zwar etwas, dennoch sollte körperliche Belastung bei Wärme gut dosiert werden, besonders bei intensiver Aktivität und direkter Sonne.

Kälteverträglichkeit

Eher gering bis mittel. Durch das kurze Fell ist die Rasse bei Kälte, Nässe und Wind weniger robust als dichter behaarte Hunde und braucht im Winter angepasste Aktivität.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung oft gut machbar, sofern Transport, Pausen und Umweltreize trainiert werden. Wegen Größe, Kraft und möglicher Wachsamkeit ist Reisen aber organisatorisch anspruchsvoller als bei unkomplizierteren Rassen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen oft sehr anhänglich und loyal. Fremden begegnet sie je nach Individuum neutral, reserviert oder wachsam. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit Gelassenheit im Alltag gefördert wird.

Kinder

Mit gut angeleiteten, respektvollen Kindern im eigenen Haushalt oft möglich, wenn der Hund stabil sozialisiert ist und Erwachsene konsequent begleiten. Wegen Größe, Kraft und möglicher Impulsivität braucht es klare Grenzen, Rückzugsorte und verlässliche Aufsicht.

Andere Hunde

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ist häufig anspruchsvoll. Manche Hunde sind verträglich, andere neigen zu Konkurrenz- oder Spannungsverhalten, besonders bei gleichgeschlechtlichen Begegnungen. Frühe Sozialisierung, kontrollierte Kontakte und umsichtiges Management sind wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Mittel

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell wöchentlich abbürsten
  • Hautfalten und Maulbereich sauber und trocken halten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Zähne mehrmals pro Woche pflegen
  • Bei dieser Rasse kann Sabbern auftreten, besonders nach dem Trinken oder bei Wärme.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, loses Haar sollte dennoch regelmäßig entfernt werden.
  • Die Haut sollte regelmäßig auf Reizungen, kleine Verletzungen und Parasiten kontrolliert werden.
  • Die helle, kurze Behaarung bietet nur begrenzten Schutz vor starker Sonneneinstrahlung.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeWeiche BürsteWeiches Tuch für Maulbereich und Hautfalten

Ernährung & Kalorien

Die Argentinische Dogge ist eine große, muskulöse Hunderasse und sollte mit einem ausgewogenen, altersgerechten Alleinfutter für große Hunde versorgt werden. Auf eine angepasste Portionsgröße, eine konstante Körperkondition und eine gleichmäßige Energiezufuhr ist zu achten. Die Tagesration kann auf zwei Mahlzeiten verteilt werden. Leckerlis sollten in die Gesamtenergieaufnahme einberechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
35 kgAktiv1900 kcal
35 kgInaktiv1250 kcal
35 kgNormal1550 kcal
40 kgAktiv2100 kcal
40 kgInaktiv1400 kcal
40 kgNormal1720 kcal
45 kgAktiv2280 kcal
45 kgInaktiv1520 kcal
45 kgNormal1880 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierübungen
  • kontrollierte Suchspiele
  • lange Spaziergänge
  • Unterordnung und Impulskontrolltraining
  • Zerrspiele mit klaren Regeln

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingObedience

Geschichte der Argentinischen Dogge

Die Argentinische Dogge wurde in Argentinien im 20. Jahrhundert entwickelt. Als Begründer der Rasse gilt Antonio Nores Martínez, der einen leistungsfähigen, mutigen und ausdauernden Jagdhund für die Jagd auf wehrhaftes Wild schaffen wollte. Dabei wurden verschiedene Hunderassen eingekreuzt, um Kraft, Spurwillen, Ausdauer und Führigkeit zu vereinen.

Im Lauf der Zucht entstand ein großer, weißer, athletischer Hund, der sowohl jagdlich eingesetzt als auch als zuverlässiger Begleit- und Schutzhund geschätzt wurde. Später wurde die Rasse national und anschließend international kynologisch anerkannt. Heute ist die Argentinische Dogge vor allem als anspruchsvoller Begleit- und Gebrauchshund bekannt.

  1. 1928

    Antonio Nores Martínez formuliert den ersten Rassestandard und beginnt die planmäßige Entwicklung der Argentinischen Dogge in Argentinien.

  2. 1964

    Die Argentinische Dogge wird in Argentinien offiziell kynologisch anerkannt.

  3. 1973

    Die FCI erkennt die Argentinische Dogge international offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Die Argentinische Dogge ist ein großer, athletischer Hund mit insgesamt robuster Konstitution. Rassetypisch werden jedoch unter anderem Gelenkprobleme, angeborene Hörstörungen sowie einzelne Haut- und Herzthemen als mögliche Gesundheitsrisiken beschrieben. Durch Körpergröße, Aktivitätsniveau und weiße Fellfarbe können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sein.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich großer Hunderassen. Für die gesundheitliche Einordnung sind insbesondere orthopädische Vorsorge, Beobachtung des Hörvermögens sowie Aufmerksamkeit für Haut und Herz-Kreislauf-System relevant.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angepasstes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und eine sorgfältige Zuchtauswahl achten.

Taubheit

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei weiß pigmentierten Hunderassen wird ein mögliches Risiko für angeborene ein- oder beidseitige Hörstörungen beschrieben.

Prävention: Frühe Hörtests im jungen Alter sowie verantwortungsvolle Zuchtauswahl können zur Einschätzung beitragen.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Ellbogenbereich können bei großen, kräftigen Hunden entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen auftreten, die zu eingeschränkter Belastbarkeit führen können.

Prävention: Wachstum moderat unterstützen, Übergewicht vermeiden und Belastung im Junghundealter gut steuern.

Hautreizungen und Sonnenempfindlichkeit

MittelGenetisches Risiko: Nein

Die helle Haut und das kurze weiße Fell können mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung und äußeren Reizen einhergehen.

Prävention: Starke Sonneneinstrahlung begrenzen, Haut regelmäßig kontrollieren und auf gut verträgliche Pflegeprodukte achten.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei großen, tiefbrüstigen Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magenaufgasung mit Drehung beschrieben.

Prävention: Futter auf mehrere kleinere Portionen verteilen, nach dem Fressen Ruhe ermöglichen und individuelle Fütterungsroutinen tierärztlich abstimmen.

Herzerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Für große Hunderassen werden vereinzelt auch angeborene oder später erkennbare Herzprobleme als mögliches Risiko genannt.

Prävention: Regelmäßige klinische Kontrollen und bei Auffälligkeiten weiterführende Herzuntersuchungen einplanen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut
  • Hitze
  • Sonneneinstrahlung
  • Das Hörvermögen frühzeitig prüfen, insbesondere bei Welpen und jungen Hunden.
  • Gewicht, Bewegung und Fütterung auf die Belastung großer Hunde abstimmen und regelmäßig überprüfen lassen.
  • Haut und Ohren regelmäßig kontrollieren, besonders bei starker Sonne oder wiederkehrenden Reizungen.
  • Im Erwachsenenalter Herz und Bewegungsapparat im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen mitbeurteilen lassen.
  • Im Junghundealter orthopädische Entwicklung und Wachstum tierärztlich begleiten lassen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Argentinische Dogge kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Argentinische Dogge ist ein großer, kräftiger und meist aktiver Hund. Bei großen Hunderassen können Operationen, orthopädische Behandlungen und die Versorgung nach Unfällen oder Gelenkproblemen mit höheren Tierarztkosten verbunden sein. Auch diagnostische Maßnahmen und längerfristige Behandlungen können finanziell ins Gewicht fallen. Ein Vollschutz kann zusätzlich zu Operationen auch Untersuchungen und Behandlungen bei Krankheiten abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei teuren chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Bei aktiven und kräftigen Hunden können Verletzungen im Alltag oder bei Bewegung höhere Tierarztkosten verursachen.
  • Chirurgische Eingriffe bei großen Hunden sind häufig mit höheren Kosten für Narkose, Überwachung und Nachbehandlung verbunden.
  • Die große Körpermasse kann orthopädische Beschwerden und damit verbundene Behandlungskosten begünstigen.
  • Mögliche Gelenk- und Skelettprobleme können Diagnostik, Medikamente, Nachsorge oder operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Größere Operationen verursachen bei schweren Hunden oft höhere Kosten für Narkose, stationäre Betreuung und Nachsorge.
  • Magen-Darm-Notfälle wie eine Magendrehung sind akute Fälle, die eine schnelle und kostenintensive Versorgung erfordern können.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können Diagnostik, Medikamente und Operationen notwendig machen.
  • Verletzungen an Muskeln, Bändern oder Gelenken können bei einem aktiven, kräftigen Hund zu aufwendigen Behandlungen führen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Diagnostik und Nachsorge achten.
  • Bei Vollschutz auf Leistungen für Behandlungen chronischer oder wiederkehrender Erkrankungen achten.
  • Tarife prüfen, die auch bildgebende Verfahren und weiterführende Diagnostik bei orthopädischen Beschwerden berücksichtigen.
  • Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Begrenzungen bei Gelenk- oder rassespezifischen Beschwerden vergleichen.
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