Hund im Rasseprofil

American English Coonhound

Der American English Coonhound ist ein ausdauernder, schneller Laufhund aus den USA, der für die Jagd auf Waschbären und anderes Wild gezüchtet wurde. Die Rasse gilt als leistungsfähig, arbeitsfreudig und besitzt einen ausgeprägten Spurlaut.

AktivAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSelbstständigSpürsicher
Ein American English Coonhound sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop.
Ein entspannter American English Coonhound begleitet seinen Besitzer bei der Auswahl einer passenden Tierkrankenversicherung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

11-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

USA

Größe

Gross

Schulterhöhe

58-69 cm

Gewicht

18-30 kg

Lebenserwartung

11-12 Jahre

Felltypen

Kurz, Glatt, Hart anliegend

Farben

Rot weiss getickt, Blau weiss getickt, Dreifarbig mit Ticking, Rot weiss, Schwarz weiss mit Abzeichen

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von American English Coonhound

Ein American English Coonhound sitzt entspannt neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment zwischen Hund und Halter im Wartezimmer, das einen vertrauensvollen Eindruck vermittelt.
Ein entspannter American English Coonhound liegt neben einem Besitzer mit Tierarztrechnung am Tisch, in einer ruhigen Wohnung.
Besitzer und Hund in harmonischer Umgebung, die Tierarztkosten im Blick.
Ein glücklicher American English Coonhound sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Ein entspannter American English Coonhound genießt die Zeit mit seinem liebevollen Halter.

Charakter

Der American English Coonhound ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und freundlicher Laufhund mit starkem Jagdtrieb. Im Alltag zeigt er sich meist offen, bewegungsfreudig und menschenbezogen, benötigt aber konsequente Führung, viel Beschäftigung und passende Auslastung für Nase und Körper.

AktivAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSelbstständigSpürsicher
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernwillig, aber als selbstständig arbeitender Jagdhund nicht immer auf sofortigen Gehorsam ausgerichtet. Die Erziehung gelingt meist am besten mit Geduld, Konsequenz und motivierender Bestätigung. Für zuverlässigen Rückruf und gute Alltagssicherheit ist oft intensives Training nötig.

Wachtrieb

Kein klassischer Schutzhund, aber aufmerksam genug, um Veränderungen im Umfeld zu bemerken und gegebenenfalls durch Lautäußerungen anzuzeigen. Sein Wachverhalten ist meist eher meldend als ernsthaft abschirmend.

Jagdtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Der American English Coonhound wurde für die Spur und Jagdarbeit gezüchtet und folgt Wildgerüchen häufig mit großer Ausdauer. Freilauf ist daher oft nur in sicherem, gut trainiertem Rahmen verantwortbar.

Alleinbleiben

Nur bedingt geeignet. Viele Vertreter sind gerne bei ihren Menschen und brauchen Auslastung, bevor sie entspannt zur Ruhe kommen. Alleinbleiben sollte kleinschrittig aufgebaut werden; bei Unterforderung können Lautäußerungen oder Unruhe auftreten.

Die Rasse ist in der Regel sehr aktiv und oft stimmbegabt. Ohne ausreichende Bewegung, Nasenarbeit und klare Regeln kann sie unruhig werden oder selbstständig Entscheidungen treffen. Der ausgeprägte Jagdtrieb sollte im Alltag stets berücksichtigt werden.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klaren Regeln und ausreichend Platz kann die Rasse ein freundlicher Familienhund sein. Sie passt jedoch eher zu aktiven Haushalten, die mit Jagdtrieb, Bewegungsbedarf und möglicher Lautstärke gut umgehen können. Für sehr ruhige Familien oder einen wenig aktiven Alltag ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nur eingeschränkt. Anfänger können mit dieser Rasse schnell durch den starken Jagdtrieb, die hohe Ausdauer und die teils eigenständige Arbeitsweise gefordert sein. Mit guter Vorbereitung, Hundeschule und viel Zeit ist Haltung möglich, einfacher sind jedoch oft führigere und alltagsnähere Rassen.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der American English Coonhound braucht tägliche intensive Bewegung und zusätzlich sinnvolle Beschäftigung, idealerweise mit Nasenarbeit, Fährtensuche oder jagdnahen Aufgaben. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da die Rasse zwar arbeitsfreudig ist, aber bei großer Hitze geschont werden sollte.

Kälteverträglichkeit

Gut. In Bewegung kommt die Rasse mit kühleren Temperaturen meist ordentlich zurecht, bei längeren Ruhephasen oder nasskaltem Wetter ist aber dennoch Schutz und Beobachtung sinnvoll.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn früh an Auto, Transportbox und wechselnde Umgebungen gewöhnt. Wegen des hohen Bewegungsdrangs und der Sensibilität für Wildgerüche sind strukturierte Pausen und gute Sicherung auf Reisen besonders wichtig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen und zugänglich. Gegenüber Fremden häufig weder stark reserviert noch besonders wachsam abschirmend, sondern eher kontaktbereit oder neutral.

Kinder

Oft gutmütig im Umgang mit Kindern, sofern diese den Hund respektvoll behandeln und Begegnungen begleitet werden. Aufgrund von Größe, Energie und Temperament sollten Spiel und Alltag dennoch gut angeleitet sein.

Andere Hunde

Häufig recht sozialverträglich, besonders wenn früh positive Hundekontakte aufgebaut wurden. Dennoch können Erregung, Jagdmotivation oder mangelnde Auslastung das Verhalten im Einzelfall beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell mit regelmäßiger Basispflege

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Hängeohren auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrollieren
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren vorsichtig reinigen
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Bei sehr aktiven Hunden nutzen sich die Krallen oft teilweise natürlich ab, sollten aber trotzdem regelmäßig geprüft werden.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten lose Haare.
  • Die langen Hängeohren sollten besonders nach Spaziergängen und bei feuchtem Wetter kontrolliert werden.
  • Nach Einsätzen im Gelände sollten Fell, Pfoten und Ohren auf Kletten, kleine Verletzungen und Schmutz kontrolliert werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Der American English Coonhound ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung mit hochwertigem Protein. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und tatsächliche Aktivität angepasst werden. Bei sehr aktiven Tagen kann der Energiebedarf höher liegen als an ruhigen Tagen. Auf eine schlanke Körperkondition sollte geachtet werden, da unnötiges Übergewicht die Belastung auf Gelenke erhöht. Leckerlis sollten in die tägliche Gesamtmenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1350 kcal
20 kgInaktiv900 kcal
20 kgNormal1100 kcal
27 kgAktiv1700 kcal
27 kgInaktiv1100 kcal
27 kgNormal1400 kcal
34 kgAktiv2000 kcal
34 kgInaktiv1300 kcal
34 kgNormal1650 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben in abwechslungsreicher Umgebung
  • ausgedehnte Spaziergänge mit viel Bewegungsfreiheit
  • intelligente Futterspiele und Denkaufgaben
  • kontrollierte Lauf- und Ausdauerbeschäftigung
  • Nasenarbeit und Fährtenaufgaben
  • Suchspiele mit Gerüchen oder versteckten Gegenständen

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitJoggingMantrailingWandern

Geschichte des American English Coonhound

Der American English Coonhound entwickelte sich in den USA aus englischen Foxhounds und anderen europäischen Laufhunden, die von Siedlern nach Nordamerika gebracht wurden. Ziel war ein schneller, ausdauernder Jagdhund, der sich an das Gelände und die Jagd auf Waschbären, Opossums und anderes Wild anpassen konnte.

Im Lauf der Zeit entstanden in den Vereinigten Staaten verschiedene Coonhound-Schläge. Der American English Coonhound blieb besonders für seine Schnelligkeit, seine feine Nase und seinen typischen Spurlaut bekannt. Die Rasse wurde vor allem als Arbeitshund geführt und erst später in Zuchtverbänden klar als eigene Rasse erfasst.

Heute wird der American English Coonhound vor allem in den USA gehalten. Außerhalb seines Herkunftslandes ist er vergleichsweise selten und wird meist von jagdlich interessierten oder sehr aktiven Haltern geschätzt.

  1. 17

    Englische Foxhounds und andere europäische Laufhunde gelangen mit Siedlern nach Nordamerika und bilden die Grundlage späterer Coonhound-Typen.

  2. In den USA entwickelt sich aus diesen Jagdhunden ein auf Waschbärjagd spezialisierter, schneller und spurlauter Laufhundetyp.

  3. 1905

    Der United Kennel Club erkennt den English Fox and Coonhound an, aus dem die heutige Rasse hervorgeht.

  4. 2011

    Der American Kennel Club erkennt den American English Coonhound offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der American English Coonhound gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen, aktiven Laufhunden können jedoch bestimmte orthopädische, augenbezogene und ohrenbezogene Gesundheitsrisiken vorkommen. Die allgemeine Gesundheit profitiert meist von guter Kondition, angepasster Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßigen tierärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen aktiven mittelgroßen bis großen Hund. Ein gesundes Körpergewicht, konsequente Ohrenpflege, gelenkschonende Aufzucht und regelmäßige Vorsorge können sich positiv auf die langfristige Gesundheit auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen im Hüftgelenk bestehen. Je nach Ausprägung können Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild beeinflusst werden.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, regelmäßige gelenkschonende Bewegung fördern und Zuchtlinien mit dokumentierter Gelenkgesundheit bevorzugen.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch die hängenden Ohren kann ein feuchtwarmes Milieu entstehen, das Reizungen und wiederkehrende Ohrprobleme begünstigen kann.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und trocken halten, nach Nässe oder Schmutzkontakt reinigen und auf gute Belüftung sowie geeignete Pflege achten.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Es besteht bei einigen Linien ein mögliches Risiko für erblich bedingte Netzhautveränderungen, die das Sehvermögen schrittweise beeinträchtigen können.

Prävention: Zuchttiere augenärztlich untersuchen lassen und bei Auffälligkeiten frühe tierärztliche Abklärung veranlassen.

Magenaufgasung und Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Wie bei anderen tiefer gebauten, sportlichen Hunden kann ein erhöhtes Risiko für starke Gasansammlungen im Magen und in Einzelfällen für eine Magendrehung bestehen.

Prävention: Futter auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, hastiges Fressen reduzieren, nach größeren Mahlzeiten Ruhephasen einplanen und bei auffälligem Bauchumfang oder Unruhe zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Hunden dieser Größe kann ein rassetypisches Risiko für Entwicklungsstörungen im Ellenbogengelenk bestehen, was zu Belastungsunverträglichkeit führen kann.

Prävention: Wachstum sorgfältig begleiten, Überlastung im Jugendalter vermeiden, auf ausgewogene Ernährung achten und Zuchtlinien mit orthopädischer Untersuchung bevorzugen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Augenuntersuchungen können bei Zuchttieren und bei auffälligen Sehänderungen zur Früherkennung sinnvoll sein.
  • Die Ohren sollten im Rahmen der Routinevorsorge regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere bei Hunden mit viel Aufenthalt im Freien.
  • Eine Beratung zu Fütterungsmanagement, Gewichtskontrolle und Belastungssteuerung unterstützt die langfristige Gesundheitsvorsorge.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll, besonders während Wachstum, sportlicher Nutzung und im mittleren Alter.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den American English Coonhound kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist mittelgroß bis groß, bewegungsfreudig und wird häufig aktiv geführt. Dadurch können neben Unfällen auch orthopädische Probleme, Verletzungen im Bewegungsapparat sowie einzelne rassetypische Erkrankungen zu höheren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei kostspieligen chirurgischen Eingriffen eine sinnvolle Mindestabsicherung sein kann.

  • Bei mittelgroßen bis großen Hunden können orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Gelenkprobleme höhere Behandlungskosten verursachen.
  • Bei sehr aktiven Hunden können diagnostische Maßnahmen wie Bildgebung und Nachsorgebehandlungen im Ernstfall kostenintensiv werden.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Muskeln und Bändern erhöhen.
  • Ohrprobleme können durch die Hängeohren begünstigt werden und wiederkehrende tierärztliche Behandlungen nach sich ziehen.
  • Magen-Darm-Notfälle oder andere akute Erkrankungen können wegen Notdienst, Bildgebung und stationärer Versorgung höhere Kosten verursachen.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie oder andere Gelenkprobleme können Diagnostik, Therapie und gegebenenfalls Operationen erforderlich machen.
  • Verletzungen durch hohe Aktivität, etwa Zerrungen, Bänderschäden oder Frakturen, können zu akuten und planbaren Eingriffen führen.
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen können regelmäßige Untersuchungen, Reinigungen und Medikamente notwendig machen.
  • Bei Vollschutz kann ein Blick auf Leistungen für orthopädische Behandlungen, Medikamente und Nachsorge sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen und Narkose kann bei Verletzungen oder orthopädischen Eingriffen hilfreich sein.
  • Für eine aktive Rasse können kurze Wartezeiten und klare Regelungen zu Unfällen und Kreuzband- oder Gelenkoperationen wichtig sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung für Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder CT/MRT vor einer Operation sein.
Kostenlos vergleichen30 Sek.
  • 100 % unabhängig
  • In weniger als 30 Sekunden
  • Für die, die wir lieben

Kategorien & Schlagwörter

Aktive hundeGrosse hundeHundeJagdhundeKurzhaar hundeHund aktivHund jagdtriebHund kinderfreundlichHund sozialHund viel bewegungHund vollschutz empfohlen

OP- oder Vollschutz vergleichen

Finde eine Absicherung, die zu Tierart, Budget und Sicherheitsbedarf passt.