Hund im Rasseprofil

Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke

Die Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke ist keine offiziell anerkannte Hunderasse im FCI-System. Die Bezeichnung verweist auf einen klein bis mittelgroßen, niederläufigen Jagdhundtyp mit Bracken- und Dachsbracken-Einfluss, wie er regional beschrieben wird.

AnhänglichArbeitsfreudigAusdauerndSelbstständigSpursicherWachsam
Ein Besitzer mit einer Tierarztrechnung sitzt entspannt am Tisch, während sein Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke neben ihm auf einer Decke liegt.
Besitzer und sein Hund in ruhiger Atmosphäre, während die Tierarztrechnung besprochen wird.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Größe

Klein

Schulterhöhe

30-38 cm

Gewicht

12-18 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Rot, Rotbraun, Hirschrot, Schwarz mit loh, Braun mit loh

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke

Ein ruhiger Alpenländischer Erzgebirgler Dachsbracke Hund sitzt neben seinem Besitzer in einer modernen Tierarztpraxis.
Der Alpenländische Erzgebirgler Dachsbracke mit seinem Besitzer in einer hochwertigen veterinärmedizinischen Umgebung.
Ein glücklicher Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke sitzt entspannt neben seinem Halter in einer hellen Wohnung.
Der Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke genießt die entspannte Atmosphäre mit seinem Halter.
Ein Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke Hund geht entspannt an der Leine mit ihrem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein harmonisches Stadtleben mit dem Alpenländischen Erzgebirgler Dachsbracke und ihrem Besitzer.

Charakter

Die Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und spurlauter Jagdhund mit wachem Wesen. Im vertrauten Umfeld zeigt sie sich meist anhänglich und robust, draußen jedoch oft sehr selbstständig und stark von Gerüchen und Wildspuren motiviert.

AnhänglichArbeitsfreudigAusdauerndSelbstständigSpursicherWachsam
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit klarer, geduldiger und fairer Führung gut formbar, aber kein Hund, der blind gefallen will. Die Rasse arbeitet oft eigenständig und kann auf interessante Spuren stärker reagieren als auf Kommandos, weshalb Rückruf und Impulskontrolle besonders sorgfältig aufgebaut werden sollten.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden, vor allem als Aufmerksamkeit für Umgebung, Geräusche und fremde Reize. Meist eher meldend als scharf, kann aber territorialer auftreten, wenn wenig Führung oder Struktur vorhanden ist.

Jagdtrieb

Hoch ausgeprägt. Die Rasse ist jagdlich spezialisiert und zeigt oft großes Interesse an Fährten, Wildgerüchen und Verfolgung. Freilauf ist vielerorts nur mit sehr zuverlässigem Training und realistischem Management sinnvoll.

Alleinbleiben

Kann mit behutsamem Training für begrenzte Zeit gelernt werden, ist aber nicht jede Ausprägung der Rasse gleich gelassen beim Alleinsein. Unterforderung, fehlende Gewöhnung oder jagdliche Unruhe können zu Lautäußerungen und Stress führen.

Als jagdlich geprägter Hund braucht sie konsequente Erziehung, sinnvolle Auslastung und verlässliche Führung. Freundlich im Familienkreis, aber nicht automatisch für jeden Haushalt ideal, da Jagdtrieb, Eigenständigkeit und Bewegungsbedarf im Alltag gut gemanagt werden müssen.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klaren Regeln und jagdhundgerechtem Alltag kann die Rasse ein angenehmer Familienhund sein. Sie eignet sich jedoch eher für aktive Haushalte, die Jagdtrieb, Bellneigung und Bewegungsbedarf realistisch einplanen. Für Familien mit sehr wenig Zeit oder ohne Interesse an Training ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur eingeschränkt. Anfänger können mit viel Vorbereitung, Hundeschule und konsequentem Management zurechtkommen, sollten aber wissen, dass die Rasse eigenständig arbeitet und jagdlich stark motiviert ist. Für völlig unerfahrene Halter ohne Unterstützung ist sie häufig anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Hoch. Neben täglichen Spaziergängen braucht die Rasse Nasenarbeit, Suchaufgaben und regelmäßige geistige Auslastung. Reine Bewegung ohne Beschäftigung reicht oft nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Aktivität in die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Dichte Kondition, Arbeitsfreude und längere Belastung können die Hitzebelastung erhöhen.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse gilt als robust und kommt mit kühler Witterung meist besser zurecht als mit Sommerhitze, dennoch hängen Wohlbefinden und Belastbarkeit immer auch von Alter, Gesundheitszustand und Kondition ab.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung oft ordentlich, solange Bewegungspausen, sichere Unterbringung und ausreichend Ruhe eingeplant werden. In sehr reizintensiven oder beengten Situationen kann die jagdliche Wachheit jedoch anstrengend werden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist freundlich, loyal und zugewandt. Fremden begegnet sie oft zunächst aufmerksam oder reserviert, ohne zwingend unverträglich zu sein.

Kinder

Mit respektvollen Kindern im gut begleiteten Zusammenleben häufig verträglich. Wie gut das funktioniert, hängt aber stark von Sozialisierung, Temperament des einzelnen Hundes und einem rücksichtsvollen Umgang auf beiden Seiten ab.

Andere Hunde

Oft solide, aber nicht immer unkompliziert. Gute Sozialisierung ist wichtig, da Selbstständigkeit, Erregung auf Spur und mitunter kerniges Auftreten Konflikte begünstigen können.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen regelmäßig prüfen und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Feuchtigkeit und Verschmutzungen kontrolliert werden.
  • Nach Arbeit im Gelände sollten Fell, Pfoten und Haut auf Kletten und kleine Verletzungen geprüft werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare entfernen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, dem Alter und Aktivitätsniveau angepasste Ernährung ist wichtig. Da diese Rasse als lauf- und arbeitsfreudiger Hund gelten kann, sollte die Futtermenge regelmäßig an Bewegung und Körperkondition angepasst werden. Auf eine schlanke Körperform und konstantes Gewicht achten. Leckerli in die tägliche Gesamtfuttermenge einrechnen und jederzeit frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
10 kgAktiv640 kcal
10 kgInaktiv420 kcal
10 kgNormal520 kcal
14 kgAktiv840 kcal
14 kgInaktiv540 kcal
14 kgNormal680 kcal
18 kgAktiv1010 kcal
18 kgInaktiv650 kcal
18 kgNormal820 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Denkspiele in ruhiger Form
  • ausgedehnte Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Fährtensuche
  • Suchspiele mit Futter oder Gegenständen
  • Wald- und Geländespaziergänge

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Alpenländischen-Erzgebirgler Dachsbracke

Die Bezeichnung **Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke** ist historisch und kynologisch nicht als eindeutig standardisierte, international anerkannte Rasse belegt. Sie verweist vielmehr auf einen regional oder typologisch verstandenen Jagdhundschlag mit Merkmalen von Dachsbracken und Bracken.

Solche Hunde wurden vor allem für die jagdliche Arbeit in schwierigem Gelände geschätzt. Niederläufigkeit, Spurwillen, Lautgeben auf der Fährte und Robustheit waren dabei wichtiger als eine einheitliche Ausstellungstypisierung.

Belastbare Daten zu einer offiziellen Rassebegründung, einem feststehenden Ursprungsjahr oder einer FCI-Anerkennung liegen für diese konkrete Bezeichnung nicht vor. Historisch lässt sich der Typ daher eher als regionaler Gebrauchshund einordnen als als klar dokumentierte, eigenständige Rasse mit geschlossenem Zuchtbuch.

  1. Im mitteleuropäischen Jagdwesen werden niederläufige Bracken- und Dachsbrackentypen als Gebrauchshunde für Spurarbeit und Nachsuche genutzt.

  2. Die Bezeichnung „Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke“ erscheint als regionale oder typologische Benennung, ohne eindeutig belegte internationale Standardisierung.

  3. Für diese konkrete Bezeichnung ist keine belastbar nachgewiesene offizielle FCI-Anerkennung dokumentiert.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke gilt als robuster, ausdauernder Jagdhund mit insgesamt solider Konstitution. Aufgrund des langen Körpers und der vergleichsweise kurzen Läufe können orthopädische Belastungen eine Rolle spielen. Wie bei vielen Hunderassen mit Hängeohren können zudem Ohrprobleme begünstigt sein. Bei angemessener Bewegung, kontrolliertem Körpergewicht und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Vorsorge wird meist eine solide Lebenserwartung erreicht. Besonders relevant sind Gewichtskontrolle, gelenkschonende Belastung im Wachstum sowie die Beobachtung von Ohren, Rücken und Bewegungsapparat.

Bandscheiben- und Rückenbelastungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Durch den langgestreckten Körperbau können Rücken und Wirbelsäule stärker beansprucht werden. Das kann das Risiko für Beschwerden im Bereich der Bandscheiben und des Rückens erhöhen.

Prävention: Auf ein schlankes Körpergewicht achten, Sprünge aus großer Höhe begrenzen, Muskulatur durch regelmäßige moderate Bewegung fördern und das Wachstum nicht durch Überlastung beeinträchtigen.

Gelenkbelastungen der Vorder- und Hinterläufe

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kurzläufigen, aktiven Hunden können Gelenke durch Körperbau und Nutzung stärker belastet sein. Dies betrifft vor allem stark beanspruchte Hunde im Jagd- oder Sporteinsatz.

Prävention: Schonende Aufzucht, angepasstes Bewegungsprogramm, Vermeidung von Übergewicht und regelmäßige tierärztliche Kontrolle bei Veränderungen im Gangbild.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren können die Belüftung des Gehörgangs einschränken. Dadurch können Reizungen und Entzündungen im Ohrbereich begünstigt werden.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe gut trocknen, nur bei Bedarf reinigen und tierärztlich abklären lassen, wenn Rötung, Geruch oder vermehrtes Kratzen auffallen.

Übergewicht mit Folgebelastung

MittelGenetisches Risiko: Nein

Ein zu hohes Körpergewicht kann Rücken, Gelenke und Herz-Kreislauf-System zusätzlich belasten. Bei dieser Körperform wirkt sich jedes Mehrgewicht oft deutlicher auf den Bewegungsapparat aus.

Prävention: Futtermenge an Aktivität anpassen, regelmäßige Gewichtskontrollen durchführen und Leckerlis in die Tagesration einrechnen.

  • Feuchtigkeit an den Ohren
  • Hitze
  • Starke Sprungbelastung
  • Übergewicht
  • Bei Anzeichen von Rückenempfindlichkeit, verändertem Gangbild oder Bewegungsunlust frühzeitig tierärztlich abklären lassen.
  • Die Ohren in festen Abständen kontrollieren, besonders nach Nässe, Jagdeinsatz oder Aufenthalt in dichtem Bewuchs.
  • Im Wachstum und im Erwachsenenalter auf eine schlanke Körperkondition achten, um Rücken und Gelenke zu entlasten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Kondition einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Alpenländische Erzgebirgler Dachsbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Alpenländische Erzgebirgler Dachsbracke ist ein kleiner bis mittelgroßer, ausdauernder Jagdhund mit hohem Aktivitätsniveau. Durch den regelmäßigen Einsatz in Gelände und Bewegung können Verletzungen an Pfoten, Gelenken oder Weichteilen sowie unfallbedingte Behandlungen relevant werden. Zusätzlich können bei Hunden mit längerem Rücken orthopädische oder wirbelsäulenbezogene Beschwerden eine Rolle spielen. Da neben möglichen Operationen auch Diagnostik, Medikamente und Nachbehandlungen Kosten verursachen können, ist ein Vollschutz oft sinnvoll. Wenn der Fokus vor allem auf größeren Einzelkosten liegt, kann auch eine OP-Versicherung passend sein.

  • Auch bei kleineren bis mittelgroßen Hunden können bildgebende Diagnostik, Operationen und Nachsorge spürbare Kosten verursachen.
  • Das aktive und lauffreudige Wesen kann das Risiko für Verletzungen im Bewegungsapparat erhöhen.
  • Der längere Körperbau kann orthopädische oder wirbelsäulennahe Beschwerden begünstigen, die tierärztlich abgeklärt werden müssen.
  • Einsätze in unebenem Gelände können zu Schnittverletzungen, Zerrungen oder anderen unfallbedingten Behandlungen führen.
  • Mehrstufige Behandlungen mit Voruntersuchung, Operation und anschließender Kontrolle können sich schnell summieren.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Lahmheiten oder Gelenkproblemen können höhere Tierarztkosten auslösen.
  • Unfallbedingte Verletzungen im Gelände können Wundversorgung, Bildgebung oder operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Wirbelsäulen- oder rückenbezogene Beschwerden können Diagnostik, Schmerztherapie und längere Nachsorge nach sich ziehen.
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Unfallfolgen und orthopädische Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Operationen inklusive Narkose und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Eine ausreichende Jahresleistung kann hilfreich sein, wenn mehrere Behandlungen innerhalb eines Jahres anfallen.
  • Sinnvoll können Tarife sein, die auch Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall vor einer Behandlung abdecken.
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