Hund im Rasseprofil

Alpenländische Dachsbracke

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein kurzläufiger, robuster Jagdhund aus Österreich. Sie wurde für die Nachsuche und das Arbeiten auf schwierigem Gelände gezüchtet und gilt als ausdauernd, wetterfest und spurlaut.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLoyalRobustSelbstständigSpursicher
Alpenländische Dachsbracke beim Tierarzt, freundlich untersucht von einer Tierärztin mit Stethoskop in heller Umgebung.
Eine Tierärztin untersucht behutsam einen Alpenländischen Dachsbracke auf einem modernen Untersuchungstisch.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Österreich

Größe

Klein

Schulterhöhe

34-42 cm

Gewicht

15-18 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Hirschrot, Rot, Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 254

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Alpenländische Dachsbracke

Ein glücklicher Alpenländische Dachsbracke sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Hund und Halter in entspannter Wohnatmosphäre.
Aufmerksamer Alpenländische Dachsbracke Hund mit vertrauensvollem Blick in natürlichem Licht.
Eine emotionale Nahaufnahme eines Alpenländische Dachsbracke, der mit seinem freundlichen Blick Vertrauen ausstrahlt.
Ein glücklicher Alpenländischer Dachsbracke sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung.
Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier in einem modernen Wohnambiente.

Charakter

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein ausdauernder, robuster und arbeitsfreudiger Jagdhund mit starkem Spurwillen. Im Alltag zeigt sie sich oft loyal, aufmerksam und ihrer Bezugsperson eng verbunden, bringt aber zugleich Eigenständigkeit und einen deutlichen Jagdtrieb mit. Bei passender Auslastung und klarer Führung kann sie im häuslichen Umfeld freundlich und ausgeglichen sein.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndLoyalRobustSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit ruhiger, konsequenter und fairer Führung ist die Alpenländische Dachsbracke gut ansprechbar, arbeitet aber nicht immer unterwürfig oder jederzeit gefällig. Ihr selbstständiges Wesen und ihre jagdliche Motivation können die Erziehung anspruchsvoller machen, besonders wenn Ablenkungen durch Wildgerüche vorhanden sind.

Wachtrieb

Sie ist aufmerksam und meldet Auffälligkeiten häufig zuverlässig, ohne typischerweise ein ausgesprochener Schutzhund zu sein. Wachverhalten zeigt sich eher über Beobachtung und Anzeigen als über offensives Bewachen.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist rassetypisch deutlich ausgeprägt. Spur und Fährtenreize können für den Hund sehr motivierend sein, weshalb Rückruf, Schleppleinentraining und vorausschauendes Management im Alltag oft wichtig sind.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Eine gut ausgelastete und an das Alleinsein gewöhnte Alpenländische Dachsbracke kann zeitweise allein bleiben, doch Unterforderung, Frust oder zu lange Trennungszeiten können zu Unruhe und Lautäußerungen führen.

Diese Rasse wurde für die jagdliche Arbeit gezüchtet und braucht neben Bewegung vor allem sinnvolle Beschäftigung über die Nase. Freundlichkeit gegenüber der Familie ist möglich, ersetzt aber keine konsequente Erziehung, gute Sozialisierung und ein Management des Jagdverhaltens. Eignung im Familienalltag oder für unerfahrene Halter hängt stark von Auslastung, Umfeld und individueller Veranlagung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet: In einer aktiven, hundeerfahrenen Familie kann die Rasse bei guter Erziehung, früher Sozialisierung und ausreichender Auslastung ein angenehmer Begleiter sein. Für sehr turbulente Haushalte oder Familien, die einen leichtführigen, unkomplizierten Hund erwarten, ist sie oft weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht als klassische Anfängerrasse. Unerfahrene Halter können mit Jagdtrieb, Eigenständigkeit und Beschäftigungsbedarf schnell an Grenzen stoßen. Mit intensiver Vorbereitung, guter Hundeschule und realistischen Erwartungen kann es im Einzelfall funktionieren, unkompliziert ist die Haltung aber meist nicht.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Alpenländische Dachsbracke braucht regelmäßige, abwechslungsreiche Bewegung und profitiert stark von Nasenarbeit, Fährtenarbeit oder anderen jagdnahen Aufgaben. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte die Aktivität angepasst werden, da ausdauernde Arbeit in der Hitze belastend sein kann. Schatten, Wasser und kühlere Trainingszeiten sind sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist insgesamt robust und für Arbeit in rauerem Gelände gezüchtet, dennoch sollten individuelle Konstitution, Alter und Wetterextreme berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung meist ordentlich. Wichtig sind ausreichende Bewegungspausen, sichere Transportbedingungen und die Beachtung, dass neue Umgebungen mit Wildreizen die Erregung erhöhen können.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen oft anhänglich und loyal, Fremden gegenüber teils reserviert bis nüchtern. Eine gute Sozialisierung fördert ein sicheres und alltagstaugliches Auftreten.

Kinder

Mit respektvollen, angeleiteten Kindern häufig gut möglich, sofern der Hund Rückzugsorte hat und nicht bedrängt wird. Die Rasse ist jedoch nicht automatisch für jedes Familienleben ideal und sollte nicht allein wegen ihrer Größe als unkompliziert eingeschätzt werden.

Andere Hunde

Mit Artgenossen oft ordentlich verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall können Selbstständigkeit, Erregung oder jagdliche Motivation das Miteinander beeinflussen, weshalb kontrollierte Sozialkontakte sinnvoll sind.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Ohren , Krallen und Pfotenpflege

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell ein- bis zweimal pro Woche gründlich bürsten
  • Hängeohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Krallen regelmäßig prüfen und bei Bedarf kürzen
  • Nur bei Bedarf baden
  • Pfoten nach Touren auf Schmutz, kleine Verletzungen und Fremdkörper prüfen
  • Während des Fellwechsels häufiger lose Haare entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das dichte, wetterfeste Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit lose Haare und Schmutz entfernt werden.
  • Die langen Hängeohren brauchen regelmäßige Kontrolle, da sich Feuchtigkeit und Schmutz leichter sammeln können.
  • Nach Einsätzen im Wald oder unwegsamem Gelände sollten Fell und Pfoten auf Kletten, Zecken und kleine Verletzungen geprüft werden.
  • Zu häufiges Baden kann die natürliche Schutzschicht des Fells beeinträchtigen.
Bürste mit mittelharten BorstenHundezahnbürsteKammKrallenschereOhrenreiniger für HundePfotenhandtuchUnterwollbürste für den Fellwechsel

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, altersgerechte Hundenahrung mit passender Energiezufuhr ist wichtig. Die Alpenländische Dachsbracke ist ein kompakter, arbeitsfreudiger Hund, daher sollte die Futtermenge an Bewegung, Körperkondition und Alltag angepasst werden. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Auf eine konstante Fütterung in angemessenen Portionen achten, um Übergewicht zu vermeiden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
15 kgAktiv860 kcal
15 kgInaktiv560 kcal
15 kgNormal700 kcal
18 kgAktiv1000 kcal
18 kgInaktiv650 kcal
18 kgNormal810 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierübungen in moderatem Umfang
  • ausgedehnte Spaziergänge mit vielen Geruchseindrücken
  • Fährtensuche
  • intelligente Futter- und Suchspiele
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele
  • Wald- und Geländetouren

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Alpenländischen Dachsbracke

Die Alpenländische Dachsbracke stammt aus Österreich und entwickelte sich aus alten Bracken- und Niederlaufhundeschlägen des Alpenraums. Ihr Zuchtziel war ein leistungsfähiger, kurzläufiger Jagdhund für die Nachsuche auf Schalenwild sowie für die Arbeit in schwierigem, bergigem Gelände.

Besonders geschätzt wurde die Rasse wegen ihrer Spurtreue, Ausdauer und Wetterhärte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde sie als eigenständige Rasse gefestigt und international kynologisch anerkannt. Bis heute wird die Alpenländische Dachsbracke vor allem als spezialisierter Jagdgebrauchshund gehalten.

  1. Im Alpenraum entstehen aus alten Bracken- und Niederlaufhundeschlägen die Grundlagen der späteren Alpenländischen Dachsbracke.

  2. 1932

    Die Alpenländische Dachsbracke wird in Österreich als dritte Schweißhundrasse anerkannt.

  3. 1975

    Die FCI erkennt die Alpenländische Dachsbracke offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Alpenländische Dachsbracke gilt insgesamt als robuste und arbeitsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen, bewegungsfreudigen Laufhunden können orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme sowie eine Neigung zu Übergewicht bei unpassender Fütterung und zu geringer Auslastung eine Rolle spielen. Regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle und routinemäßige tierärztliche Vorsorge unterstützen die Gesunderhaltung.

Bei guter Haltung, passender Bewegung und konsequenter Vorsorge wird die Lebenserwartung meist als gut eingeschätzt. Ein gesundes Körpergewicht sowie die Beachtung von Gelenken, Ohren und allgemeiner Kondition sind dabei besonders relevant.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen jagdlich geführten Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Dies kann sich auf Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gelenkkomfort auswirken.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angepasste Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und Zuchteinsatz mit gesundheitlich geeigneten Elterntieren.

Bandscheibenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Aufgrund des langgestreckten Körperbaus kann eine gewisse Anfälligkeit für Rücken- und Bandscheibenprobleme bestehen. Das Risiko wird durch Übergewicht und ungünstige Belastung zusätzlich beeinflusst.

Prävention: Gewicht im Normalbereich halten, starke Sprungbelastungen begrenzen, Muskulatur durch regelmäßige gleichmäßige Bewegung unterstützen und Belastung an Alter sowie Kondition anpassen.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren können ein warmes und feuchtes Milieu begünstigen. Dadurch können Reizungen oder wiederkehrende Entzündungen im äußeren Gehörgang häufiger auftreten.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutz schonend trocknen und bei Bedarf tierärztlich empfohlene Ohrpflege anwenden.

Übergewicht

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei unzureichender Auslastung oder überhöhter Energiezufuhr kann eine Gewichtszunahme auftreten. Zusätzliche Pfunde können Gelenke, Rücken und allgemeine Belastbarkeit ungünstig beeinflussen.

Prävention: Futtermenge an Aktivität anpassen, regelmäßige Bewegung sicherstellen, Leckerli einrechnen und das Körpergewicht fortlaufend kontrollieren.

Patellaprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Bei kleineren bis mittelgroßen Hunden können Probleme im Bereich der Kniescheibe vorkommen. Bei dieser Rasse wird dies als mögliches, aber nicht vorrangiges orthopädisches Risiko betrachtet.

Prävention: Normales Körpergewicht fördern, rutschige Untergründe im Alltag begrenzen und bei auffälligem Gangbild frühzeitig tierärztlich abklären lassen.

  • Hitze
  • Ohren
  • Rückenbelastung
  • Übergewicht
  • Bewegungsapparat regelmäßig tierärztlich beurteilen lassen, wenn Steifheit, Schonhaltung oder Veränderungen im Gangbild auffallen.
  • Im Junghundealter auf gelenkschonende Aufzucht, passende Bewegung und ausgewogene Fütterung achten und dies tierärztlich begleiten lassen.
  • Ohren im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen kontrollieren lassen, besonders nach jagdlicher Nutzung, Nässe oder häufigem Aufenthalt im Unterholz.
  • Regelmäßige Gewichtskontrollen und Beurteilung des Body-Condition-Scores einplanen, um Gelenke und Rücken zu entlasten.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Alpenländische Dachsbracke kann je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein Vollschutz sinnvoll sein.

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein bewegungsfreudiger, robust gebauter Jagdhund mit regelmäßigem Einsatz und hoher Aktivität. Durch Bewegung im Gelände können Verletzungen an Bewegungsapparat, Pfoten oder Bändern auftreten. Zudem können Untersuchungen, Bildgebung, Operationen und Nachbehandlungen bei orthopädischen oder unfallbedingten Problemen spürbare Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann zusätzlich bei allgemeinen Erkrankungen und Diagnostik entlasten, während eine OP-Versicherung vor allem größere Eingriffe absichert.

  • Auch bei insgesamt widerstandsfähigen Rassen können Operationen und Nachsorge finanziell relevant werden.
  • Bei Jagd- und Outdoorhunden können Schnitt-, Biss- oder Zerrverletzungen vorkommen.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen im Gelände erhöhen.
  • Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder Laboruntersuchungen kann zusätzlich Kosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden und Behandlungen am Bewegungsapparat können kostenintensiv sein.
  • Bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen bei unklaren Beschwerden
  • Nachsorge, Schmerztherapie und Physiotherapie nach Eingriffen
  • Operationen nach Bänder-, Pfoten- oder Weichteilverletzungen
  • Orthopädische Diagnostik und Behandlung bei Lahmheiten
  • Versorgung von Wunden und Verletzungen nach Aktivitäten im Gelände
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose und Nachbehandlung achten.
  • Auf mögliche Begrenzungen bei gelenkbezogenen oder orthopädischen Behandlungen achten.
  • Bei häufigen Aktivitäten im Freien kann eine Absicherung von Unfallfolgen sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall kann bei Verletzungen hilfreich sein.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Bedingungen können die Planbarkeit verbessern.
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