Hund im Rasseprofil

Alano

Der Alano ist ein großer, kraftvoller Hund spanischen Ursprungs, der traditionell als vielseitiger Gebrauchshund für Jagd, Vieharbeit und Bewachung eingesetzt wurde.

EigenstaendigKraftvollLoyalNervenstarkSelbstsicherWachsam
Ein gesunder Alano sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Ein glücklicher Alano genießt die Zeit mit seinem Besitzer in einer warmen, einladenden Umgebung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Spanien

Größe

Gross

Schulterhöhe

55-65 cm

Gewicht

25-40 kg

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Gestromt, Falb, Gelb, Rotfalb, Wolfsgrau, Schwarz

FCI-Gruppe

Gruppe 2

FCI-Standard

Nr. 285

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Alano

Ein glücklicher Alano Hund und sein Besitzer trainieren auf einem Hundeplatz mit einer kleinen Hürde.
Ein Alano Hund zeigt Freude beim Training mit seinem Besitzer auf einem sonnigen Hundeplatz.
Ein entspannter Alano Hund liegt friedlich neben einem Kind im Wohnzimmer, umgeben von einer warmen Familienatmosphäre.
Ein Alano Hund genießt die entspannte Zeit mit einem Kind in einer sicheren Familienumgebung.
Ein Alano Hund wird behutsam von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop auf einem Untersuchungstisch in einer modernen Tierarztpraxis untersucht.
Eine ruhige Untersuchung eines Alano Hundes in einer modernen Tierarztpraxis, die Vertrauen und Professionalität ausstrahlt.

Charakter

Der Alano ist ein kraftvoller, selbstsicherer und meist sehr loyaler Hund mit ausgeprägter Präsenz. Er zeigt sich oft aufmerksam, nervenstark und seiner Bezugsperson eng verbunden, braucht aber eine klare, faire Führung und gute Sozialisierung.

EigenstaendigKraftvollLoyalNervenstarkSelbstsicherWachsam
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Alano ist lernfähig, aber oft kein Hund, der blind gefallen will. Er reagiert meist gut auf ruhige Konsequenz, klare Regeln und verlässliche Führung. Harte Methoden sind ungeeignet und können Widerstand oder Unsicherheit fördern.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Viele Alanos beobachten ihr Umfeld aufmerksam und zeigen eine natürliche Schutz und Wachbereitschaft, ohne ständig laut zu sein.

Jagdtrieb

Je nach Herkunft und Individuum mittel bis erhöht. Bewegungsreize und Wild können interessant sein, daher sollte der Rückruf sorgfältig aufgebaut und gesichert trainiert werden.

Alleinbleiben

Kann mit behutsamem Training gelernt werden, sollte aber nicht zu früh oder zu lange verlangt werden. Der Alano ist oft stark an seine Menschen gebunden und braucht einen planvollen Aufbau.

Aufgrund von Größe, Kraft und eigenständigem Wesen ist eine frühe Erziehung besonders wichtig. Der Alano kann im Alltag angenehm und ausgeglichen sein, wenn Auslastung, Struktur und sichere Führung stimmen. Verhalten gegenüber Fremden, Kindern und anderen Hunden ist stark von Sozialisierung, Haltung und individuellen Linien abhängig.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Erziehung, guter Sozialisierung und verantwortungsvoller Führung kann der Alano ein treuer Familienhund sein. Wegen seiner Größe, Kraft und teils reservierten Art eignet er sich aber eher für hundeerfahrene Haushalte, die Management und Regeln zuverlässig umsetzen.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt geeignet. Für Anfänger ist der Alano meist anspruchsvoll, da er körperlich stark, wachsam und nicht immer leichtführig ist. Engagierte Neuhalter mit viel Unterstützung durch gute Hundeschule und klaren Strukturen können zurechtkommen, pauschal anfängerfreundlich ist die Rasse jedoch nicht.

Bewegungsbedarf

Mittel bis hoch. Der Alano braucht regelmäßige Bewegung, kontrollierte Beschäftigung und mentale Auslastung, aber meist keine dauerhafte Hochleistungsaction. Wichtig sind Alltagstraining, Führbarkeit und ruhige Ausgeglichenheit.

Hitzeverträglichkeit

Eher gut bis mittel. Das kurze Fell ist im Sommer vorteilhaft, dennoch sollten intensive Aktivitäten bei Hitze vermieden und Schatten sowie Wasser angeboten werden.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Durch das kurze Fell ist längere Kälte oft weniger angenehm als bei dichter behaarten Rassen. Bei Nässe, Wind und winterlichen Temperaturen braucht er angepasste Aktivität.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung meist ordentlich. Wegen Größe, Kraft und möglicher Wachsamkeit gegenüber ungewohnten Situationen sollte Reisen gut vorbereitet und stressarm aufgebaut werden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber den eigenen Menschen meist eng gebunden und loyal, Fremden gegenüber oft zunächst reserviert oder prüfend. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit der Hund Alltagssituationen sicher und kontrolliert meistert.

Kinder

Kann mit Kindern verträglich sein, wenn der Hund gut erzogen, sozialisiert und an einen respektvollen Umgang gewöhnt ist. Aufgrund von Kraft und Temperament sind Aufsicht, Rückzugsorte und klare Regeln besonders wichtig.

Andere Hunde

Sehr individuell. Mit guter Sozialisierung oft alltagstauglich, dennoch können gleichgeschlechtliche Spannungen oder distanzloses Verhalten anderer Hunde problematisch sein. Kontrollierte Kontakte und gutes Management sind sinnvoll.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Mittel

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Hautfalten und Lefzen sauber und trocken halten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht unnötig zu belasten.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Bürsten zur Entfernung loser Haare.
  • Durch die ausgeprägten Lefzen kann vermehrtes Sabbern auftreten.
  • Nach Spaziergängen sollten Haut, Pfoten und Lefzen auf Schmutz kontrolliert werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereWeiche HundebürsteWeiches Tuch für Lefzen und Hautfalten

Ernährung & Kalorien

Der Alano ist ein großer, muskulöser Hund und sollte mit einem ausgewogenen, hochwertigen Alleinfutter passend zu Alter, Gewicht und Aktivität gefüttert werden. Die Futtermenge sollte regelmäßig an Körperkondition und Bewegungsumfang angepasst werden. Zur Unterstützung eines gleichmäßigen Wachstums bei jungen Hunden ist eine kontrollierte, bedarfsgerechte Fütterung wichtig. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
30 kgAktiv1700 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1450 kcal
40 kgAktiv2150 kcal
40 kgInaktiv1550 kcal
40 kgNormal1850 kcal
50 kgAktiv2550 kcal
50 kgInaktiv1850 kcal
50 kgNormal2200 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Suchspiele
  • Gehorsamkeitsübungen
  • kontrollierte Zerrspiele
  • lange Spaziergänge
  • Nasenspiele und Fährtenarbeit

Passende Aktivitäten

BegleithundesportFährtenarbeitMantrailingObedience

Geschichte des Alano

Der Alano gilt als alte spanische Hunderasse mit enger Verbindung zu molossoiden Gebrauchshunden der Iberischen Halbinsel. Historisch wurde er für die Jagd auf wehrhaftes Wild, zum Treiben und Festhalten von Rindern sowie als Wach- und Schutzhund verwendet.

Schriftliche Hinweise auf Hunde dieses Typs finden sich bereits im Mittelalter. Im Lauf der Jahrhunderte blieb der Alano vor allem als Arbeits- und Bauernhund erhalten. Mit dem Wandel landwirtschaftlicher Nutzung und veränderten Jagdformen ging der Bestand deutlich zurück.

Im 20. Jahrhundert galt die Rasse zeitweise nahezu als verschwunden. Durch gezielte Suche nach verbliebenen Exemplaren in ländlichen Regionen Spaniens und anschließende Zuchtprogramme konnte der Alano jedoch erhalten und wieder gefestigt werden. Heute wird er vor allem als seltener Gebrauchs- und Begleithund geschätzt.

  1. 1350

    Im "Libro de la Montería" werden Hunde beschrieben, die dem historischen Alano-Typ zugeordnet werden.

  2. Über viele Jahrhunderte wird der Alano in Spanien als Jagd-, Vieh- und Wachhund genutzt.

  3. Mit veränderten Haltungs-, Jagd- und Nutzungsbedingungen geht der Bestand stark zurück.

  4. 1980

    In Spanien beginnen systematische Bemühungen, verbliebene Hunde des Alano-Typs aufzuspüren und die Rasse zu erhalten.

  5. 2004

    Der spanische Kennel Club erkennt den Alano Español national an.

  6. 2020

    Die FCI veröffentlicht den Alano Español auf definitiver Basis unter Standardnummer 285 in Gruppe 2.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Alano gilt insgesamt als robuster, leistungsfähiger Hund mit athletischem Körperbau. Wie bei großen bis sehr großen Hunderassen können vor allem der Bewegungsapparat, einzelne Gelenke sowie der Magen-Darm-Bereich gesundheitlich beachtet werden. Bei Hunden mit kurzem Fell und ausgeprägter Aktivität sind zudem Haut, Pfoten und Belastungssteuerung im Alltag relevant.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich großer Hunderassen. Ein angemessenes Körpergewicht, kontrolliertes Wachstum, gelenkschonende Bewegung und regelmäßige Vorsorge können die gesundheitliche Stabilität im Verlauf unterstützen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei großen, kräftigen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind Bewegungsunlust, steifer Gang oder reduzierte Belastbarkeit.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, bedarfsgerechte Fütterung, normales Körpergewicht und gleichmäßige Bewegung achten. Zuchtlinien mit dokumentierten Gelenkuntersuchungen können vorteilhaft sein.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch die Ellbogengelenke können bei großen Hunden belastet sein. Das Risiko betrifft vor allem junge, schnell wachsende Tiere und kann sich durch Lahmheit oder Schonhaltung zeigen.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, angepasstes Training im Junghundealter und Gewichtskontrolle können unterstützend sein. Eine Auswahl gesundheitlich überprüfter Elterntiere ist sinnvoll.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei großen, tiefbrüstigen Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung beschrieben. Es handelt sich um ein mögliches rassetypisches Problem des Magen-Darm-Bereichs.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie das Vermeiden hastigen Fressens werden häufig empfohlen. Bei Auffälligkeiten sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Kreuzbandprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei schweren und sportlichen Hunden können die Kniegelenke durch Sprünge, abruptes Stoppen oder hohe Belastung stärker beansprucht werden. Dadurch können Probleme im Bereich der Kreuzbänder begünstigt sein.

Prävention: Muskelaufbau, rutschfeste Untergründe, angepasste Belastung und ein stabiles Körpergewicht können das Risiko im Alltag verringern.

Hautreizungen und Liegeschwielen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei kurzhaarigen, kräftigen Hunden können durch Druck, Reibung oder trockene Untergründe Hautreizungen und Schwielen entstehen. Meist betrifft dies Ellenbogen oder andere belastete Stellen.

Prävention: Weiche Liegeflächen, regelmäßige Hautkontrolle und Pflege stark beanspruchter Druckstellen sind sinnvoll. Auch Pfoten und kurze Fellpartien sollten beobachtet werden.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Haut und Druckstellen
  • Hitze
  • Übergewicht
  • Bei großen, tiefbrüstigen Hunden kann eine Beratung zur Fütterungsroutine und zum Umgang mit Belastung rund um Mahlzeiten sinnvoll sein.
  • Belastungsintensive Aktivitäten schrittweise aufbauen und bei Sport oder Arbeit auf ausreichende Regeneration achten.
  • Gelenke und Bewegungsapparat im Junghunde- und Erwachsenenalter bei Vorsorgeterminen mitbeurteilen lassen.
  • Haut, Ellenbogen, Pfoten und Krallen regelmäßig kontrollieren, besonders bei hoher Aktivität und harten Untergründen.
  • Im Wachstum auf eine ausgewogene Energie- und Mineralstoffversorgung sowie auf regelmäßige Gewichtskontrollen achten.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Alano kann je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein Vollschutz sinnvoll sein.

Der Alano ist ein großer, kräftiger Hund mit entsprechendem Körpergewicht und aktivem Bewegungsprofil. Bei großen Hunderassen können orthopädische Probleme, Verletzungen des Bewegungsapparats sowie aufwendigere Behandlungen mit höheren Tierarztkosten verbunden sein. Eine OP-Versicherung kann insbesondere bei plötzlichen Eingriffen entlasten, während ein Vollschutz zusätzlich diagnostische Maßnahmen und Behandlungen bei Erkrankungen abdecken kann.

  • Akute Notfälle wie Magenprobleme oder Verletzungen können kurzfristig hohe Tierarztkosten verursachen.
  • Bei aktiven Hunden können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Knochen auftreten, die diagnostisch und chirurgisch aufwendig sein können.
  • Große und schwere Hunde verursachen bei Operationen und Narkosen häufig höhere Behandlungskosten.
  • Orthopädische Beschwerden großer Rassen können wiederkehrende Untersuchungen, Bildgebung und längere Behandlungen nach sich ziehen.
  • Gelenkprobleme wie Hüft- oder Ellbogenbeschwerden können wiederholte Untersuchungen und langfristige Behandlungen erfordern.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Eingriffe am Bewegungsapparat können hohe Operations- und Rehabilitationskosten verursachen.
  • Magendrehungen oder andere akute Bauchraumnotfälle können eine sofortige Operation notwendig machen.
  • Verletzungen durch hohe körperliche Belastung oder ungestümes Spiel können zu kostenintensiver Diagnostik und Behandlung führen.
  • Bei einem Vollschutz kann es hilfreich sein, auf Leistungen für orthopädische Erkrankungen und konservative Behandlungen zu achten.
  • Ein Blick auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Begrenzungen bei rassespezifischen Erkrankungen kann sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit hoher Erstattung für Operationen und Nachbehandlung kann bei großen Hunden besonders relevant sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen, CT oder MRT vor einer Operation berücksichtigt.
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